Erding, Walpertskichner Spange

Bundeshaushalt 2018: Bund hält daran fest, dass GVFG-Mittel 2019 auslaufen. Finanzierung Münchens S-Bahn- und U-Bahnausbau völlig ungewiss

Vor fünf Tagen wurde der Entwurf der Bundesregierung für den Bundeshaushalt 2018 veröffentlicht. Erneut sind in diesem Entwurf nur lächerliche 332,567 Millionen Euro für Investitionen in den Schieneninfrastruktur des öffentlichen Personennahverkehrs vorgesehen. Diese Summe ist seit Ewigkeiten unverändert, im Bundeshaushalt 2002 also vor 15 Jahren war sogar mit 334,671 Millionen Euro ein höherer Betrag veranschlagt (siehe in dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/068/1406800.pdf, PDF-Seite 1561). Noch schlimmer ist, dass dieser Posten 2019 auslaufen wird. „Das GVFG-Bundesprogramm dient in Kombination mit Mitteln aus den Ländern dem Ausbau von ÖPNV-Schienenverkehrswegen in Verdichtungsräumen und den zugehörigen Randgebieten. …Die Programme laufen … aufgrund grundgesetzlicher Bestimmungen zum Jahresende 2019 aus“. Siehe: dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/130/1813000.pdf, Seite 1620 gemäss pdf-Nummerierung, bzw. die Posten 882 02-741 „Finanzhilfen an die Länder für die Schieneninfrastruktur des öffentlichen Personennahverkehrs für Vorhaben über 50 Mio. € zuwendungsfähiger Kosten“ und 891 01-741 „Investitionszuschüsse für Vorhaben des öffentlichen Personennahverkehrs über 50 Mio. € an die Deutsche Bahn AG und Unternehmen, die sich überwiegend in Bundeshand befinden“, Seiten 1621-1622.
Wie der Freistaat Bayern unter diesen Umständen die 2. Stammstrecke und sein ambitiöses S-Bahnprogramm für München finanzieren will, steht völlig in den Sternen. Die Landtags-CSU scheint nicht zu wissen, was die Bundestags-CSU entscheidet, oder versucht es, der Öffentlichkeit zu verheimlichen. Zeit dafür, dass Opposition und Presse aufwachen.

S-Bahn Ringschluss Erding: Verfrühter Jubel – geplantes Chaos!?

Ein Kommentar von M. Wengler
Die „letzte Weiche ist gestellt“ titelte der Erdinger Anzeiger in einem Kommentar zum ‚Erdinger Ringschluss‘.
Zum „25. Geburtstag“ des Flughafens im „Erdinger Moos“ wäre das bummeln endlich vorbei, „noch länger“, als der Geburtstag des Airports, hätten „Bayern und Bahn die Schienenanbindung von Osten her verbummelt“.
Das ist insoweit richtig, nur: Was kommt danach?
Künftig tummeln sich im Flughafen Bahnhof neben S-Bahnen aus dem Münchner Westen auch S-Bahnen aus dem Münchner Osten. Außerdem die Regionalzüge aus Niederbayern (von der Neufahrener Kurve). Dabei wird der Bahnhof nicht erweitert, es stehen weiterhin nur zwei Gleise im Tunnel-Bahnhof „Flughafen München“ zur Verfügung.
Zusätzlich bleibt die S-Bahn zwischen Erding und Markt Schwaben eingleisig, der zweigleisige Bereich zwischen Markt Schwaben und München Riem wird auch nicht ausgebaut.
Derlei Pläne hat ein CSU-Bundesverkehrsminister begraben, aufgrund eines Gutachtens, das ein SPD-Bundesverkehrsminister in Auftrag gegeben hat (Untersuchung Bedarfsplan München oder wie das Ding damals hieß).
Es bleibt also alles beim Alten. Eine S-Bahn-Anbindung der Münchner Messe in Riem, zumindest deren geistige Pinselstriche, hat übrigens dazu geführt, Kostengründe, den kompletten Ausbau im Osten (viergleisig von Riem bis Markt Schwaben), alles seit dem Jahre 1985 im Bundesverkehrswegeplan unter dem Projekt ABS 38 München-Mühldorf-Freilassing festgehalten, im Jahr 2010 oder früher (wer erinnert sich noch an einzelne Daten bei den dauernden Wasserstands-Planungs-Meldungen?) zumindest im S-Bahn-Bereich zu beerdigen.
Es ist alles wie gehabt: Irgendwann in den 90er Jahren hieß es zu dem Thema auf der S-Bahn-Linie nach Markt Schwaben und weiter nach Mühldorf: „Mit Tempo 200 ins Jahr 2000“. Regelmäßig werden Säue durch die Dörfer getrieben, das kennen alle, die das Thema schon länger verfolgen. Dumm nur, dass einige immer weniger auf alle die Jubel-Meldungen von Meilensteinen und Durchbrüchen hereinfallen. Wer derlei Hochglanzbroschüren noch Glauben schenkt, dem ist nicht mehr zu helfen.
Gut ist: Der Bayerische Ministerpräsident wird an sein Versprechen regelmäßig in den Medien erinnert: Bau der dritten Startbahn nur, wenn der Flughafen besser erreichbar ist. Bei dem gewohnten Tempo in Sachen Schienen-Ausbau wird Horst Seehofers Eisenbahn im berühmten Hobby-Keller schneller fertig sein, als all die langjährigen Versprechen im wahren (Bahn-) Leben in die Tat umgesetzt sein werden….

Kommentar zum Erdinger S-Bahn Ringschluss: Letzte Weiche ist gestellt | Bayern

www.merkur.de/bayern/kommentar-zum-s-bahn-ringschluss-letzte-weiche-ist-gestellt-8578475.html

Erding bekommt eine S-Bahn zum Flughafen – Baubeginn des Ringschluss soll 2019 sein | Erding

www.merkur.de/lokales/erding/erding-ort28651/erding-bekommt-eine-s-bahn-zum-flughafen-baubeginn-ringschluss-soll-2019-sein-8577725.html

SRingschluss: Erding zahlt für Tunnel 40 Millionen Euro | Erding

www.merkur.de/lokales/erding/erding-ort28651/s-bahn-ringschluss-erding-zahlt-fuer-tunnel-40-millionen-euro-8517447.html

S-Bahn zum Flughafen München:Erdinger Ringschluss kommt – München – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/muenchen/nahverkehr-s-bahn-zum-flughafen-der-ringschluss-in-erding-kommt-1.3599897

Erdinger Ringschluss: Zeitliche Prognose immer noch offen – Komplexe Zuständigkeiten

SZ, 21.7.17: www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/zeitliche-prognose-immer-noch-offen-komplexe-zustaendigkeiten-1.3598171

Herrmann behauptet Finanzierung S4-Ausbau, Sendlinger Spange & Erdinger Ringschluss seien gesichert

SZ, 2.7.17 www.sueddeutsche.de/muenchen/oeffentlicher-nahverkehr-muenchner-verkehrsprojekte-in-der-warteschleife-1.3569861

Knoten München im Bundesverkehrswegeplan: STMI verbreitet Illusion, S-Bahnvorhaben könnten noch in das BVWP-Projekt Knoten München aufgenommen werden

Antwort der Staatsregierung vom 20.3.2017 auf MdL Anfrage Markus Ganserer.
Meiner Meinung nach streut die Staatsregierung beim BVWP eine Illusion. Der Zuschnitt des Knoten Münchens im BVWP ist sehr wohl bekannt und wird im PRINS des BVWP aufgelistet:
„4-gleisiger Ausbau München-Daglfing – München-Johanneskirchen, Ausbau Bahnhof Pasing u. Überleitverbindung von Regionalbahn-Gleisen zur 2. S-Bahn-Stammstrecke, 2-gleisiger Ausbau München-Daglfing – München-Trudering (Truderinger Spange), neue 1-gleisge VbK mit Überwerfung zur niveaufreien Anbindung an Rbf Riem, Wendeanlage für S-Bahn im Bf Hallbergmoos, 1-gleisige NBS Walpertskirchen – Erding (neu) (Walpertskirchener Spange), 2-gleisiger Ausbau Erding (neu) – Flughafen-Bf“

Die von Markus Ganserer in Frage 3 erwähnten Strecken sind NICHT dabei. Sie wurden zwar von der Staatsregierung (und anderen) eingegeben, aber abgelehnt, da sie nur oder hauptsächlich Nahverkehrsnutzen hätten:

Dies ist unter den Punkten 1-351, 1-352 der folgenden Liste wie folgt begründet: „Da für den SPFV und SGV kein Bedarf an zusätzlichen Kapazitäten auf der Strecke besteht, würde ein Ausbau nur der Taktverdichtung der S-Bahn-Linie dienen. Da es sich daher um eine SPNV-Maßnahme handelt, ist der Projektvorschlag nicht in den BVWP aufzunehmen.“

Die Strecke München-Landshut wird unter dem Punkt 1-316 (Neu Lustheim-Neufahrn wie folgt abgebügelt: „Aufgrund der geringen Nachfrage im SGV und im SPFV auf der Strecke können die hohen Investitionskosten für den Ausbau nicht durch einen Nutzen für den überregionalen Verkehr gedeckt werden. Das Projekt ist somit nicht wirtschaftlich und nicht in den BVWP aufzunehmen.“ Die Strecke Regensburg-Landshut-Freising erscheint unter Punkt 1-420: „Aufgrund der geringen Nachfrage im SGV und im SPFV auf der Strecke können die hohen Investitionskosten für den Ausbau nicht durch einen Nutzen für den überregionalen Verkehr gedeckt werden. Das Projekt ist somit nicht wirtschaftlich und nicht in den BVWP aufzunehmen.“
Alle Projekt sind in der Erstbewertung ausgeschieden, wie es so schön heisst.

Der Kapazitätsausbau zwischen München-Ost und Markt Schwaben wurde im BVWP 2030 verworfen. In der Liste der Projektvorschläge vom 9.2.2015 war dieses Vorhaben noch enthalten unter den Nummern 131 und 132. Der 4-gleisige Ausbau wurde dann einfach gestrichen, siehe: http://www.bvwp-projekte.de/schiene/2-008-V02/2-008-V02.html

Ich würde mich wundern, wenn das BMVI die Entscheidung, den 4-gleisigen Ausbau zu streichen, wieder zurücknehmen würde. Bayern Initiative wird also wahrscheinlich ins Leere laufen: „Die Staatsregierung setzt sich beim Bund dafür ein, dass im BVWP 2030 bzw. im Bedarfsplan Schiene auch eine Entwicklungsperspektive für den Abschnitt der Ausbaustrecke (ABS) 38 München Ost – Markt Schwaben Berücksichtigung finden muss. Hierzu wird derzeit gemeinsam mit dem „S-Bahn-Bündnis Ost“ eine Untersuchung zur Erhöhung der Streckenkapazität zwischen München Ost und Markt Schwaben durchgeführt, bei der auch eine S-Bahn-Anbindung der Messe betrachtet wird. Die Untersuchungsergebnisse werden dem Bund für die Bewertung des „Großknotens München“ im Rahmen des BVWP 2030 zur Verfügung gestellt.“

Warum soll es der S2 Ost anders gehen als der S4 West. Es wird als Nahverkehrsprojekt über das GVFG zu finanzieren sein, und nicht als Fern- bzw. Güterverkehrsprojekt über den BVWP.

Einige Gedanke zur Prioritätenlisten S-Bahn München

Positiv bei dieser Prioritätenliste ( www.merkur.de/bayern/wegen-zweiter-stammstrecke-bahn-verschiebt-viele-bau-projekte-8431918.html ) ist, dass die meisten Projekte mit einer Jahreszahl versehen wurde. Allerdings ist zu bemängeln, dass überhaupt nicht klar ist, nach welchen Kriterien diese Prioritätenliste erstellt wurde. Alle Projekte sind wünschenswert, aber die Frage muss ja sein, welche am dringendsten sind. Ebenfalls fehlt die Finanzierungsperspektive. Hier hat sich das BMVI mehr Mühe gegeben bei der Erarbeitung des Bundesverkehrswegeplans 2030. Die Grundkonzeption hatte die Kriterien der Erstellung dieses Plans zum Inhalt: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/BVWP/bundesverkehrswegeplan-2030-grundkonzeption.html

Einige Punkte, die auch bei der Planung der Ausbaumassnahmen der München S-Bahn relevant wären:
1. Ich denke auch hier müsste die Engpassbeseitigung an erster Stelle liegen. Auf welchen Linien liegen die höchsten Auslastungszahlen in der Spitzenstunde vor.
2. Die Engpassbeseitigung betrifft jedoch auch jene Strecken, welche zu den grössten Störungen führen. (Relevanz für die Stabilität des Gesamtnetzes)
3. Sicherlich relevant wäre auch, welche Ausbaumassnahmen den höchsten Nutzen-Kosten-Faktor erzielen.
4. Ebenso relevant wäre gewesen, wie weit die Planungen bereits fortgeschritten sind.

Nach meinen Dafürhalten – dies wäre natürlich genau zu analysieren – gehören folgende Projekte in die Phase 1 oder zumindest 2:
1. Ausbau Pasing-Eichenau. Planungsstand fortgeschritten (Abschluss der Vorplanung steht unmittelbar bevor). Westkopf Pasing ist ein Nadelöhr und führt zu Aufschaukelung von Verspätungen. Längste Mischverkehrsstrecke im MVV, Geschwindigkeitsdifferenz zwischen S-Bahn und Regional- und Fernverkehr erhöht sich mit Elektrifizierung München-Lindau im Dez. 2020 was die Streckenkapazität vermindert und somit Verspätungsanfälligkeit noch erhöht. Hohe Auslastung in der Spitzenstunde. Nutzen-Kosten-Faktor über 1 bereits beim 4-gleisigen Ausbau, bei 3-gleisigen wohl deutlich über 1.
2. Ausbau Markt-Schwaben-Berg am Laim. Ebenfalls relativ lange Mischverkehrsstrecke, verspätungsanfällig. Elektrifizierung München-Mühldorf steht ebenfalls an, steigende Geschwindigkeitsschere vermindert Kapazität der Strecke. Hohe Auslastung in der Spitzenstunde. Manko: Meines Wissens keine abgeschlossene Vorplanung, kein Nutzen-Kosten-Gutachten. Muss daher schleunigst nachgeholt werden.
3. Ausbau Johanneskirchen-Daglfing. Mischverkehrsstrecke, hohe Auslastung in der Spitzenstunde. Problem: Ist ein BVWP-Projekt, und kein GVFG-Projekt. Wird daher gar nicht vom Land entschieden.
4. Ausbau Moosach-Freising. Zweitlängste Mischverkehrsstrecke im MVV, verspätungsanfällig. Hohe Auslastung in der Spitzenstunde. Manko: Meines Wissens keine abgeschlossene Vorplanung, kein Nutzen-Kosten-Gutachten. Muss daher schleunigst nachgeholt werden.

Nach meiner Meinung nach „Nice to have“ aber sicher nicht zur Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke: Elektrifizierung Ebersberg-Wasserburg. Es handelt sich um einen Nebenstrecke mit einem vergleichsweise geringen Verkehrsaufkommen, eine Überlastung in der Spitzenstunde ist mir nicht bekannt. Keine abgeschlossene Vorplanung, kein Nutzen-Kosten-Gutachten. Allenfalls muss zwischen Ebersberg und Grafing Bahnhof ein zweites Gleis geschaffen werden, aber man sollte erst den Effekt des Linientausches S4/S6 Richtung Ebersberg auf die Fahrplanstabilität abwarten.

Bahnsteig 1 in Fürstenfeldbruck ist meiner Meinung nach zwar nur eine Miniprojekt, aber ziemlich nutzlos, da es stadteinwärts zur Spitzenstunde kaum nutzbar sein wird (2x Kreuzen des Gegengleises auf einer stark belasteten Strecke wird kaum funktionieren, und die Verspätungsanfälligkeit vergrössern).

Ausserdem werden die Regionalzughalte in Fürstenfeldbruck definitiv mit der Einführung der Express-S-Bahn (vrsl. 2026) wieder wegfallen, dann ist dieses Gleis wegen der niedrigeren Bahnsteighöhe nicht mehr nutzbar. Meiner Meinung nach eine reine Geldverschwendung. Man hätte als Zwischenlösung wirklich besser sofort einen Regionalzughalt in Puchheim eingeführt als auf diesen Bahnsteig zu setzen.

Wegen zweiter Stammstrecke: Bahn verschiebt viele Bau-Projekte. Horst Seehofer als Lügner entlarvt

Siehe Merkur, 26.6.2017:
www.merkur.de/bayern/wegen-zweiter-stammstrecke-bahn-verschiebt-viele-bau-projekte-8431918.html
Phase 1 – vor Inbetriebnahme der zweiten Stammstrecke:
◦Neufahrner Kurve (2018)
◦Erweiterung S-Bahn-Werkstatt Steinhausen (2020)
◦zusätzlicher Bahnsteig Markt Schwaben (2020)
◦Netz-Ausbau Abzweigstelle Flughafen S1/S8 (2021)
◦Sendlinger Spange, Baustufe 1 (2022/24)
◦Wendegleis Weßling (2023)
◦Bahnsteigquerung Hbf (2024)
◦Bahnsteig Gleis 1 Fürstenfeldbruck
Phase 2 – mit Inbetriebnahme:
◦Abzweigstelle Westkreuz
◦Linienförmige Zugbeeinflussung westlich Pasing
◦zweites Gleis Steinebach-Seefeld-Heckendorf
◦zweites Gleis St. Koloman
◦Bahnsteigertüchtigung Geltendorf-Buchloe für Regional-S-Bahn
◦Elektrifizierung Ebersberg-Wasserburg
Phase 3 – nach Inbetriebnahme:
◦Regionalzughalt Poccistraße (2028)
◦Lückenschluss Flughafen-Erding (2028)
◦S7-Verlängerung Geretsried (2027)
◦München-Mühldorf-Freilassing (2030)
◦Walpertskirchner Spange (2027)
◦Ausbau S4 West bis Eichenau (2030)
◦Ausbau S8 Daglfing-Johanneskirchen (2030)
◦Ausbau S2 West Dachau-Petershausen (keine Angabe mit Jahreszahl)
◦Netz-Ausbau München-Freising-Landshut (k. Ang.)
◦Elektrifizierung Oberlandnetz und Pfaffenwinkelbahn (k. Ang.)
◦Ausbau Nordring (k. Ang.)
◦(Aus-)bau U4, U9, U5 (k. Ang.)“
Wie hiess es im November 2016: „Darüber hinaus werden wir dafür sorgen, dass andere bayerische Projekte aus dem GFVG-Programm durch die Finanzierung der 2. Stammstrecke in München nicht beeinträchtigt werden.“ bayern.de/freistaat-bayern-und-bund-einigen-sich-auf-bau-der-2-s-bahn-stammstrecke-in-muenchen-ministerpraesident-seehofer-quantensprung-fuer-den-oeffentlichen-personennahverkehr-in-bayern/?seite=1579

Jetzt san wir dran: Nach 2. Stammstrecke haben Aussenstrecken Priorität. Damit S-Bahnvision Wirklichkeit wird müssen Landräte beim Bund für Finanzierung sorgen

Die Landräte wollen, dass es parallel zum Bau der zweiten Stammstrecke Verbesserungen gibt – und konkrete Planungen für die Zeit danach.© MVV. Aus tz vom 31.3.2017

Den ganzen Beitrag in My-heimat vom 2.4.2017 lesen Sie hier.

Bahnstrecke München – Mühldorf – Besuch aus dem Bundestag Süddeutsche.de

SZ, 21.3.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/bahnstrecke-muenchen-muehldorf-besuch-aus-dem-bundestag-1.3430233

Neue zur Flughafen-Anbindung über die „Walpertskirchner Spange“

Der Landtagsabgeordnete der Grünen, Markus Ganserer, hat aus seinem Regionalbüro Nürnberg Neuigkeiten zur „Walpertskirchner Spange“ verlauten lassen. Diese „Spange“ soll irgendwann, wenn denn die Bahnstrecke Mühldorf-München komplett elektrifiziert wäre, Züge aus Salzburg, Freilassing und dem Bahn-Diesel-Knotenpunkt Mühldorf am Inn zum Flughafen München möglich machen…
MdL Ganserer teilt mit: „Die Walpertskirchner Spange soll nach derzeitigem Planungsstand in der Nordeinführungsvariante mitsamt einem neuen Bahnhof Erding-Fliegerhorst verwirklicht werden. In ihrer Antwort auf eine schriftliche Anfrage von Dr. Christian Magerl und Markus Ganserer bestätigt die Staatsregierung allerdings, dass sich mit der Südvariante ein deutlich besseres Nutzen-Kostenverhältnis ergibt.
Mehr Infos mit der Antwort der Staatsregierung auf meine schriftliche Anfrage „Walpertskirchner Spange““
finden Sie hier www.markus-ganserer.de/wp-content/uploads/2017/02/Walpertskirchner-Spange.pdf

Bayerischer Staatsregierung zur 2. Stammstrecke: Ein Lügenkabinett?

Joachim Herrmann (sitzend) unterzeichnet Durchfinanzierungserklärung für die 2. Stammstrecke. Im Hintergrund: Ministerpräsident Horst Seehofer. Von ihrer Zusage, dass die 2. Stammstrecke andere Bahnprojekte nicht beeinträchtigen würden, haben sie sich schon verabschiedet. Quelle: Staatskanzlei

Näheres dazu im Myheimat vom 18.2.2017.

Neues Bahnkonzept des Verkehrsministers: „Ringschluss hat weiter höchste Priorität“ | Erding

www.merkur.de/lokales/erding/erding-ort28651/neues-bahnkonzept-verkehrsministers-ringschluss-hat-weiter-hoechste-prioritaet-7412001.html

Bahn baut Strecke nach Dorfen aus Süddeutsche.de

SZ, 9.2.17: www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/mit-dem-zug-nach-dorfen-bahnausbau-wird-konkret-1.3371389

Walpertskirchner Spange: Erding habe“mit Brachialgewalt ihre Interessen durchgesetzt“ – Die Bahn wird kommen

SZ, 24.1.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/erding-habe-mit-brachialgewalt-ihre-interessen-durchgesetzt-die-bahn-wird-kommen-1.3347793

2. Stammstrecke und Bundeshaushalt: Wer A sagt muss auch B sagen. CSU und SPD müssen für Aufstockung der Bundesmittel sorgen, sonst bleibt Schienennahverkehr auf der Strecke

2. Stammstrecke und Bundeshaushalt: Wer A sagt muss auch B sagen. CSU und SPD müssen für Aufstockung der Bundesmittel sorgen, sonst bleibt Schienennahverkehr auf der Strecke: Siehe Beitrag in myheimat vom 3.12.2016

Fürstenfeldbruck – Kränzlein fordert mehr Geld für S-Bahn – Fürstenfeldbruck – Süddeutsche.de

SZ, 20.11.2016: www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-kraenzlein-fordert-mehr-geld-fuer-s-bahn-1.3258781

Münchens S-Bahnausbau darf nicht bei 2. Stammstrecke stehenbleiben

Bayerische Bundestagsabgeordnete müssen unbedingt höhere Mittel im Haushalt 2017 fordern
Offener Brief an sämtliche bayrischen Bundestagsabgeordnete

Myheimat, 17.11.2016

S4-Ausbau muss unbedingt gleichzeitig mit 2. Stammstrecke erfolgen

Sonst resultieren noch stärker überfüllte Züge als Kollateralschaden der 2. Stammstrecke

Der Beschluss zur Realisierung und Finanzierung zur 2. Stammstrecke wird auch von uns begrüsst. Allerdings ist dieser mit gravierenden Nachteilen für die S4-Pendlern verbunden, wenn es nicht gelingt, die Strecke Pasing-Buchenau rechtzeitig zur Eröffnung der 2. Stammstrecke (vsl. 2026) auszubauen.

In einer bis vor Kurzem geheim gehaltenen Studie zur 2. Stammstrecke wird bestätigt: Nach Eröffnung der zweiten Stammstrecke wird die S4 West noch voller, als sie heute schon ist. Die Strecke zwischen Leienfelsstrasse und Pasing wird zur am stärksten überfüllten Strecke im gesamten Münchner S-Bahnnetz. Statt bisher sechs Züge pro Stunde werden nur noch fünf verkehren. In der zitierten Studie heisst es dazu lapidar: „Diese Überlastungen müssen hingenommen werden, da ohne weiteren Infrastrukturausausbau keine Taktverdichtung … möglich ist“. Umso dringender ist es jetzt, den S4-Ausbau wie Bayerns Innenminister im Mai 2014 versprochen hat, zu beschleunigen, damit der Streckenausbau zwischen Pasing und bis Buchenau bis spätestens 2026 gleichzeitig mit der 2 Stammstrecke fertiggestellt wird. Die Deutschen Bahn, die Planung und Bau vorantreibt, muss dem S4-Ausbau dringend eine höhere Priorität einräumen. Die Staatsregierung, welche die Planung mit 12,3 Millionen Euro finanziert, darf die Ausrede der Bahn, die Planung hätte sich wegen unzureichende Planungskapazitäten verzögert nicht länger hinnehmen und dem Grundsatz „wer zahlt befiehlt“ Folge leisten. Ausserdem hoffen wir, dass die Staatsregierung ihr Wort hält, und die kürzlich beschlossene Finanzierung der 2. Stammstrecke den S4-Ausbau nicht beeinträchtigt. Bisher hat sich die Staatsregierung bezüglich S4-Ausbau nämlich nur durch leere Versprechungen und Falschaussagen hervorgetan.

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Diese S-Bahn-Linien fahren ab 2026 durch die zweite Stammstrecke | Stadt München

www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/diese-s-bahn-linien-fahren-ab-2026-durch-zweite-stammstrecke-6911277.html

Infrastruktur – Warten auf den Bund – München – Süddeutsche.de

SZ, 18.10.2016: www.sueddeutsche.de/muenchen/infrastruktur-warten-auf-den-bund-1.3211493

2. S-Bahn-Tunnel: Spartenmaßnahmen bedeuten keinen Fortschritt, Finanzierung nachwievor unklar, Sofortmaßnahmen bei der S-Bahn erforderlich

Beim zweiten S-Bahn-Tunnel bedeutet der Beginn von Spartenmaßnahmen keinen Fortschritt in der Sache. „Die Finanzierung eines weiteren S-Bahn-Tunnels ist nachwievor völlig unklar, es gibt seit über 6 Jahren keinerlei Fortschritte jenseits von Lippenbekenntnissen“ so Andreas Barth, Münchner Sprecher des bundesweiten Fahrgastverbandes PRO BAHN. Dagegen sind die Schäden, die durch die fortlaufenden Tunnelplanungen und dem daraus resultierenden Stillstand beim S-Bahn-Netz und den Fahrgästen angerichtet werden, klar sichtbar. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert daher, dass die vom Tunnel unabhängigen Sofortmaßnahmen, die vom Kabinett 2012 beschlossen wurden, auch endlich umgesetzt werden. Die Fertigstellung des Finanzierungsplanes wird immer weiter nach hinten verschoben, so war beispielsweise bis Mai 2015 der Zieltermin für die Finanzierung bis Ende 2015 gesteckt. Im Sommer 2011 wurde allerdings auch bereits bis Ende Herbst 2011 genannt, Anfang 2012 dann bis Sommer 2012. Im Dezember 2010 war die Finanzierung angeblich bereits ausverhandelt. Die bayerische Staatsregierung hatte im Jahr 2001 die bis dahin laufende Planung für den S-Bahn-Südring aufgegeben und stattdessen einen zweiten S-Bahn-Tunnel beschlossen. Form und Streckenführung haben sich seit diesem Zeitpunkt mehrfach geändert. Im Frühjahr 2010 haben Landtag, Stadtrat und Kabinett eine kurzfristige Umsetzung davon unabhängiger Verbesserungsmaßnahmen gefordert. Seit der Entscheidung im Jahre 2001 wurden keine wesentlichen Verbesserungsmaßnahmen mehr bei der S-Bahn München neu finanziert, da alle Finanzmittel für das Projekte 2. Tunnel reserviert werden. So ist beispielsweise der Bau eigener S-Bahn-Gleise zwischen München Ost und Markt Schwaben dem Tunnel zum Opfer gefallen.

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