Ausbau S4

Grafische Fahrpläne 3-gleisiger Ausbau Pasing-Eichenau

Meiner Meinung nach zeigt dieser Fahrplan, dass der 3-gleisige Ausbau unzureichend ist.

Ich hab mir die Arbeit gemacht, die Netzgrafik des Verkehrsministeriums zu analysieren. Positiv ist zu vermerken, dass das in der Netzgrafik wiedergegebene Fahrplankonzept jenem der Nutzen-Kosten-Untersuchung entspricht:
1. S4 im 15-Minuten-Takt bis Buchenau, alle 30-Minuten weiter bis Geltendorf
2. Eine Express-S-Bahn S14x bis Geltendorf alle 30 Minuten
3. Eine Express-S-Bahn S24x bis Buchloe alle 30 Minuten
4. Ein Regionalzug pro Stunde (nach Memmingen alle 2 Stunden abwechselnd mit einem Regionalzug nach Lindau über Kempten alle 2 Stunden)
5. Ein Regionalexpress alle 2 Stunden nach Lindau (über Memmingen)
6. Der Eurocity-Zug nach Zürich alle 2 Stunden (praktisch in der gleichen Fahrplanlage wie der Regionalexpress)

Fragwürdig ist jedoch, ob der Fahrplan überhaupt fahrbar ist, und falls ja, auch stabil fahrbar ist. Geplant ist ja, dass von den neu 3 Gleisen zwischen Pasing und Eichenau das mittlere Gleis ausschliesslich dem Regional- und Fernverkehr dienen soll, die beiden äusseren Gleise (zumindest im Regelverkehr) der S-Bahn vorbehalten ist. Die Frage ist daher, ob sich die Regional- und Fernzüge auf dem mittleren Gleis in die Quere kommen. Wie die beiliegende Grafik zeigt, ist der Fahrplan jedoch durchaus fahrbar.
1. Der stündliche Regionalzug Richtung Buchloe verlässt Pasing zur Minute 31, jener aus Buchloe kommt in Pasing zur Minute 28 an.
2. Der zweistündige Eurocity-Zug verlässt Pasing Richtung Zürich ca. zur Minute 02 (ungerade Stunde), während jener Zürich in Pasing wohl ca. zur Minute 56 (ungerade Stunde) ankommt.
3. Der zweistündige Regionalexpress über Memmingen nach Lindau verlässt Pasing Richtung Buchloe zur Minute 02 (gerade Stunde) und jener aus Lindau kommt in Pasing zur Minute 57 (ungerade Stunde) an.

Es zeigt sich allerdings, dass das Fahrplankonzept mehrere Trassenkonflikte enthält:
1. Die S14X mit Abfahrt zur Minute 39 (gerade Stunde) in Geltendorf kollidiert mit dem Eurocity aus Zürich, der den Bahnhof Geltendorf ungefähr zur gleichen Zeit durchfährt.
2. Die S14X mit Abfahrt zur Minute 09 in Geltendorf kollidiert mit der Regionalbahn aus Kempten bzw. Memmingen), der den Bahnhof Geltendorf ca. zur Minute 10 durchfährt.
3. Die S14X mit Abfahrt zur Minute 39 (ungerade Stunde) in Geltendorf kollidiert mit dem Regioexpress aus Lindau über Memmingen, der den Bahnhof Geltendorf ebenfalls ca. zur Minute 10 durchfährt.
4. Auch in der Gegenrichtung laufen die Regionalbahnen, der Regionalexpress und der Eurocity in Geltendorf auf die S14X auf

Ausserdem ist der Fahrplan auch sonst knapp gestrickt:
1. Die S4 fährt nur 4 Minuten nach der S24X in Geltendorf ab.
2. Die S4 ab Buchenau fährt nur 3 Minuten nach der S14X ab Buchenau ab.
3. Die S24X kommt nur 3 Minuten nach der S24X in Pasing an. Wegen des nur 3-gleisigen Ausbaus kann die S24X bei Störungen ab Puchheim wohl kaum auf das 1-gleisigen Fernverkehrsgleis ausweichen.
4. Die S4 fährt nur 2 Minuten nach der S24X ab Pasing Richtung Geltendorf ab.

Gemäss dem neuen Konzept des Deutschlandtakts sollen Fahrplan und Infrastruktur aufeinander abgestimmt werden. Dies scheint beim 3-gleisigen S4-Ausbau definitiv nicht der Fall zu sein. Die Zwangspunkte wegen den eingleisige Abschnitt für den Fern- und Regionalverkehr führen dazu, dass es auf der 2-gleisigen Mischverkehrstrecke zu Trasse-Konflikten kommt.

Fahrplan nach 3-gleisigen Ausbau Pasing-Eichenau

Das bayerische Verkehrsministerium hat mir einen Entwurf der Netzgrafik nach Fertigstellung des 3-gleisigen Ausbaus Pasing-Eichenau zukommen lassen. Nach Rückfrage wurde mir bestätigt, dass diese Information nicht vertraulich ist.
Positiv: auch bei einem 3- statt 4-gleisigen Ausbau wird es neben der Regio-Express-S-Bahn S24x nach Buchloe (30-Minuten-Takt) auch eine Express-S-Bahn S14x nach Geltendorf (30-Minuten-Takt) geben.
Was problematisch werden könnte. Die S14x ab Geltendorf fährt knapp oder sogar gleichzeitig hinter der Regionalbahn aus Kempten bzw. Memmingen bzw. hinter dem Regionalexpress aus Lindau über Memmingen (bzw. dem EC aus Zürich) in Geltendorf ab. Genauere Analysen und Rückfrage beim Ministerium folgen.

BMVI bewertet Knoten München im BVWP 2030: Nutzen-Kosten-Faktor: 2,0. Westkopf Pasing neu Teil des BVWP 2030

Westkopf Pasing ist Teil des Knoten Münchens

Siehe: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/Presse/bewertung-schienenwegeausbau-des-potentiellen-bedarfs-bvwp-2030.pdf?__blob=publicationFile

Seite 36.

Dagegen ist die Walpertskirchner Spange wohl herausgefallen und nun Tiel der ABS München-Mühldorf-Freilassing (NKU 1,3), siehe Seite 7.

Barrierefreier Ausbau Bahnhof Puchheim: Deutsche Bahn stellt Pläne vor.

Barrierefreier Ausbau Bahnhof Puchheim: Deutsche Bahn stellt Pläne vor (siehe www.bahnausbau-muenchen.de/newsticker/barrierefreier-ausbau-bahnhof-puchheim-deutsche-bahn-stellt-plaene-vor.html )
22.10.2018
Ab heute können alle Interessierten die die Pläne der DB Netz AG zum Ausbau des Bahnhofs Puchheim im Rathaus einsehen. Die Pläne sind im Foyer zu den Öffnungszeiten des Rathauses ausgestellt. Experten der DB Netz AG beantworten zudem vom 13.-15. November die Fragen und Antworten der Bürger vor Ort. Am Dienstag, den 13. November 17 bis 19 Uhr, Mittwoch, den 14. November 13 bis 16 Uhr und Donnerstag, den 15. November 17 bis 19 Uhr, stehen der Projektleiter und die Planer im Foyer des Rathauses Puchheim (Poststraße 2) mit den detaillierten Ausbauplänen zum Dialog bereit. „Wir möchten den Bürgern erläutern, welche Maßnahmen wir an ihrem Bahnhof ergreifen, um ihn barrierefrei auszubauen. Auch für Fragen zum Bauablauf oder zum Ausbau der S4 stehen wir zur Verfügung. Wir möchten mit der Öffentlichkeit in den Dialog treten und freuen uns auf die Gespräche“, erläutert der zuständige Projektleiter Timo Sporwien.
Zudem gibt es ab heute auch Plakate am Bahnhof Puchheim auf denen die Maßnahmen erläutert werden:
•96 cm hohe Bahnsteigkanten, um ein stufenfreies Ein- und Aussteigen in die S-Bahn-Züge zu ermöglichen
•Errichtung einer neuen, barrierefreien Personenunterführung mit Aufzug zum Mittelbahnsteig und barrierefreien Rampen
•Neue Bahnsteigdächer am Mittel- und Hausbahnsteig, um den Wetterschutz zu verbessern
•Einbau eines Blindenleitsystems
Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofes Puchheim ist eine vorgezogene Maßnahme im Rahmen des Projektes „Ausbau S4 West“. Nach dem Umbau ist der Bahnhof nicht nur barrierefrei, sondern auch für die Dreigleisigkeit des Streckenabschnittes Pasing-Eichenau vorbereitet. Noch in diesem Jahr möchten wir beim Eisenbahn-Bundesamt die Unterlagen für die Planfeststellung einreichen. Die Bauarbeiten selber dauern rund ein Jahr. Ende 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Das Plakat finden Sie hier: www.bahnausbau-muenchen.de/files/downloads/Bahnausbau%20Muenchen/Bahn_A2_Plakate%20_Bhf%20Puchheim_DRUCK.pdf

Neuer Fahrplan: Wieder Regionalzughalte in Bruck um 6:40?

Hoffentlich stimmt es dieses Mal. Genau vor einem Jahr stellt sich dieser Halt allerdings als Fehler auf dem elektronischen Fahrplan heraus. 2x hintereinander sollte allerdings nicht der gleiche Fehler passieren. Ich hab DB Regio um Aufklärung gebeten.
Derzeitige DB-Navigator Abfrage:

DB-Navigator Falschmeldung vor einem Jahr:


Taktfahrplan 2030 beweist: 3-gleisiger Ausbau Pasing-Eichenau ist nicht zukunftsfähig

Gestern hat Bundesverkehrsminister Scheuer mit grossen Brimborium den Taktfahrplan Deutschland 2030 vorgestellt. Dieser enthält eine Netzgrafik für Bayern ( www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/Schiene/zielfahrplan-bayern.pdf?__blob=publicationFile ), die auch einen minutengenauen Fahrplan für die S-Bahn, Regionalzüge und Fernverkehrszüge auf der Strecke München-Geltendorf-Buchloe enthält.

Das bayrische Verkehrsministerium hat für 2025 den Baubeginn ( www.stmi.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2018/86/index.php ) und für 2030 die Fertigstellung ( www.railblog.info/wp-content/uploads/2018/09/Zeitplan_Bahnausbau-München-für-bereits-in_Planung__Realisierung_befindliche_Maßnahmen.pdf) des 3-gleisigen Ausbaus Pasing-Eichenau und die Blockverdichtung zwischen Eichenau und Buchenau in Aussicht gestellt.

Unabhängig davon, ob der Taktfahrplan 2030 den S4-Ausbau voraussetzt, oder nicht. Es zeigt sich, dass der Fahrplan weder mit der jetzigen Infrastruktur zwischen Pasing und Eichenau noch mit einem nur 3-gleisigen Ausbau zwischen Pasing und Eichenau funktionieren kann.

1. Gegenwärtige Infrasturktur: Im Taktfahrplan 2030 sind der EC aus Zürich und der Regionalexpress aus Lindau-Memmingen zwischen Buchloe und München um 3 bzw. 4 Minuten schneller als im Zielfahrplan 2030 Bayern von Juli 2017 ( www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/zieilfahrplan-2030-bayern.pdf?__blob=publicationFile). Die Regionalzüge aus Memmingen und Kempten können auf der Strecke Kaufering-Pasing gemäss Taktfahrplan 2030 schneller verkehren als gemäss Zielfahrplan 2030. Diese Beschleunigung ist ohne eine Streckenausbau auf der überlasteten Strecke wohl kaum möglich. Ohne Ausbau der S4 ergeben sich zudem eine Reihe von Fahrplankonflikten: Der Regionalexpress aus Lindau-Memmingen kommt gemäss Taktfahrplan in Pasing nur 2 Minuten (zur Minute 01) hinter der S4 aus Geltendorf (zur Minute 59) an. Die S4 aus Geltendorf kommt gleichzeitig in Pasing zur Minute 59 an wie der Regionalexpress Richtung Memmingen zur Minute 59 abfährt, was auf den gegenwärtig eingleisigen Abschnitt am Westkopf Pasing nicht funktionieren kann. Die Regionalzüge Richtung Kempten und Memmingen fahren in Pasing zur Minute 28 ab, während die S4 aus Geltendorf zur Minute 29 in Pasing ankommt, was unweigerlich zu einer fahrplanmässigen Kollision auf dem gegenwärtig noch 1-gleisigem Abschnitt am Westkopf Pasing führen würde.
2. Ausserdem kann dieser Taktfahrplan weder mit der derzeitigem Infrastruktur noch mit einem nur 3-gleisigen Ausbau, wobei das mittlere Gleis dem Fern- und Regionalverkehr als 1-gleisige Strecke dient, funktionieren. Die Regionalzüge aus Kempten und Memmingen kommen in Pasing zur Minute 33 an, während jene aus Pasing zur Minute 28 Richtung Kempten und Memmingen abfahren, was unweigerlich auf der 1-gleisigen Strecke zur Kollision führt. Das gleiche gilt übrigens für den Regionalexpress aus Lindau-Memmingen: er kommt 01 (gerade Stunde) in Pasing an, während er zur Minute 59 (ungerade Stunde) in Pasing abfährt, und es kommt zu einer Kollision. Ganz ähnlich für den EC aus Zürich: Bei Zugrundelegung einer Fahrzeit von rund 7 Minuten zwischen Pasing und Hauptbahnhof prallen sie zur ungeraden Stunde zur Minute 00 auf dem 1-gleisigem Streckenabschnitt aufeinander. Kann es sein, das man in Hinblick auf den geplanten Taktfahrplan mit dem geplanten 3-gleisigen Ausbau Pasing-Eichenau einer Fehlplanung aufgesessen ist?
3. Des Weiteren fehlt im Taktfahrplan 2030 die Express-S-Bahn aus Geltendorf, welche im Nutzen-Kosten-Gutachten für den 4-gleisigen Ausbau von 2012 ( verkehr.bayern.de/assets/stmi/vum/schiene/bahnausbau_pasing_eichenau_kurzbericht.pdf ) vorgesehen war, und die nach Auskunft der Staatsregierung von 2014 auch bei einem 3-gleisigem Ausbau verkehren wird ( www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0002606.pdf ).

Fürstenfeldbruck – Umweltschützer pochen aufs vierte Gleis – Fürstenfeldbruck – Süddeutsche.de

Fürstenfeldbruck – Umweltschützer pochen aufs vierte Gleis – Fürstenfeldbruck – Süddeutsche.de
SZ, 4.10.18:
www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-umweltschuetzer-pochen-aufs-vierte-gleis-1.4156480

Fahrplan auf der S4-Strecke nach Eröffnung der 2. Stammstrecke ist äusserst eng gestrickt

In der Ausschreibung für die Augsburger Netze befand sich eine Netzgrafik für die Betriebsstufe 3 (nach Eröffnung der 2. Stammstrecke), die auch die Strecke München-Buchloe inklusive der Express-S-Bahn S24X und der S4 enthielt: www.railblog.info/wp-content/uploads/2017/12/Fahrplan-München-Buchloe-Betriebsstufe-3-mit-2ter-Stammstrecke-2017-10-23.pdf . Den Eurocity Zürich-München habe ich aus dem Zielfahrplan Bayern: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/zieilfahrplan-2030-bayern.pdf?__blob=publicationFile übernommen.
Aus beiden Netzgrafiken habe ich eine Fahrplangrafik für Buchloe-Pasing gebastelt: www.railblog.info/wp-content/uploads/2018/10/Fahrplangrafik-Buchloe-München-gemäss-Netzgrafik-Augsburger-Netze-Betriebsstufe-3.pdf. Hier sieht man deutlich, wie knapp der Fahrplan gestrickt ist.
Die 15-Minuten-Takt S4 aus Grafrath fährt ganz knapp hinter der S24X ab. Allerdings wird die S4 wohl nur in den Stosszeiten ab Grafrath verkehren, ansonsten ab Buchenau.
In der Fahrplangrafik sieht es zwar so aus, als ob der RE aus Lindau-Memmingen (Abfahrt in Buchloe zur ungeraden Stunde und Minute 29) jeweils die S4 Geltendorf ab zur Minute 42 in Grafrath überholen muss. Es könnte aber auch sein, dass der REX zwischen Buchloe und Geltendorf schneller fährt und danch zwischen Geltendorf und Pasing langsamer und die Überholung vermieden werden kann.
Ähnlich ist die Situation mit dem EC aus Zürich (Abfahrt in Buchloe zur geraden Stunde und Minute 26. Auch hier suggeriert die Fahrplangrafik einen Konflikt mit der S4 Geltendorf ab zur Minute 42 (fast gleichzeitig Abfahrt in Geltendorf).
Auch sieht es so aus, als ob die S4 mit Abfahrt in Geltendorf zur Minute 12 ganz knapp hinter dem Regionalzug (oder sogar gleichzeitig mit dem Regionalzug) aus Memmingen mit Abfahrt zur Minute 3 in Kaufering (ungerade Stunde) bzw. aus Kempten mit Abfahrt zur Minute 2 in Kaufering (gerade Stunde). Auch hier gehe ich davon aus, dass diese Züge zwischen Kaufering und Geltendorf schneller fahren und ab Geltendorf mit niedriger Geschwindigkeit, so dass der Fahrplankonflikt vermieden wird.
Für die Experten: Hier ist der aus den Netzgrafiken abgeleitete Fahrplan für die Strecke Buchloe-München ab Eröffnung der 2. Stammstrecke: www.railblog.info/wp-content/uploads/2017/12/Fahrplan-München-Buchloe-Betriebsstufe-1-Heute-2017-10-23.pdf

Dr. Ralf Wiedenmann Müliwiesstr. 77 CH-8487 Zell ZH Schweiz Tel. +41 79 458 94 02

MdL Martin Runge Abgeordneter fordert vier Gleise bis Fürstenfeldbruck

In Sachen S 4 hat Martin Runge (Grüne) nun seine Forderungen dargelegt beziehungsweise konkretisiert. Vor allem drängt er auf den Bau von vier Gleisen bis Fürstenfeldbruck. Ganzer Artikel des Münchner Merkurs vom 28.9.2018.

Bund Naturschutz fordert 4-gleisigen S4-Ausbau Pasing-Fürstenfeldbruck

Die Kreisgruppen Fürstenfeldbruck und München des Bundes Naturschutz Deutschlands (BN) fordern – trotz einer höheren Flächenversiegelung und Beeinträchtigung von Natur – einen 4-gleisigen Ausbau bis zum Bahnhof Fürstenfeldbruck: Stellungnahme des BN zu den Scoping-Unterlagen zum Ausbau der S4 an das Eisenbahnbundesamt in München vom 26.9.18:

Scheinheilige Forderung Bocklets nach 3-gleisigen Ausbau Pasing-Fürstenfeldbruck statt Eichenau

SZ, 26.9.2018 www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/verkehr-drittes-gleis-bis-bruck-1.4144445 Die Forderung des langjährigen Stimmkreisabgeordneten für Fürstenfeldbruck Ost nach Verlängerung des 3-gleisigen Ausbaus Pasing-Eichenau bis Fürstenfeldbruck ist mehr als scheinheilig. Dieser Mann hat 2010 die durch die Staatsregierung veranlasste Streichung des 4-gleisigen Ausbaus aus dem Bundesfördertopf für Investitionen in den Schienennahverkehr und die Verkürzung des Ausbaus Pasing-Buchenau auf Pasing-Eichenau vehement verteidigt (reinhold-bocklet.de/pdf/stammstrecke12-2010.pdf). Dadurch wurde das vor 2010 gültige Mantra der Staatsregierung, den S4-Ausbau vor oder mindestens gleichzeitig mit der 2.Stammstrecke fertigzustellen, über den Haufen geworfen und die Fertigstellung des Ausbaus um 15 Jahre zurückgeworfen. Dies hat nun zur Folge, dass mit der Eröffnung der 2. Stammstrecke z. B. am Morgen sogar weniger Regional- und S-Bahn-Züge aus Richtung Buchloe und Geltendorf als heute in Pasing ankommen werden, die Überfüllung der Züge sogar noch zunimmt. Ausserdem müssen nach Eröffnung der 2. Stammstrecke die Regional- und Fernzüge hinter S-Bahnzügen hinterherschleichen, und werden deshalb trotz der 2021 feriggestellten Elektrifizierung Lindau-Memmingen-Geltendorf unattraktive Fahrzeiten aufweisen.
Seit 2003 vertritt Bocklet den Stimmkreis Fürstenfeldbruck Ost. Während dieser Zeit hätte er sich für die Pendler einsetzen müssen, anstatt sich an der Selbstbeweihräuchung der Staatsregierung beizutragen, nicht, wenn er in Pension geht.

Podiumsdiskussion in Gröbenzell: Die Themen waren vielfältig. | Gröbenzell

www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/groebenzell-ort28765/podiumsdiskussion-in-groebenzell-themen-waren-vielfaeltig-10254455.html

Ausbau Pasing-Buchenau: Umweltscoping-Gutachten: Kann 10km lange 1-gleisige Regional- & Fernverkehrsstrecke funktionieren?

Gemäss der Umwelt-Socping-Unterlage der DB Netz AG S4-Ausbau Pasing-Buchenau 2018 07 16 ist im Rahmen des 3-gleisigen Ausbaus Pasing-Eichenau vorgesehen, die beiden äusseren Gleise für die S-Bahn zu benutzen, und das innere Gleis für den Fern-, Regional- und Güterverkehr. Die Frage bleibt, ob das auf der rund 10.5 km langen eingleisigen Strecke überhaupt funktionieren kann. Wir bezweifeln dies stark. Einige Zitate aus der Studie:
„Infolge der Siedlungsstruktur entlang der heutigen Mischbetriebsstrecke von München-Pasing nach Buchenau besteht eine sehr hohe Verkehrsnachfrage. Notwendige Angebotsverbesserungen im Schienenverkehr sind jedoch ohne zusätzliche Infrastrukturmaßnahmen nicht möglich.“ (1.1)
„Die Nachfrage nach einer weiteren Verbesserung des ÖPNV im Großraum München erfordert eine Weiterentwicklung der bestehenden Schieneninfrastruktur. Dies kann u.a. dadurch erreicht werden, dass die … noch vorhandenen Mischbetriebsstrecken mehrgleisig ausgebaut und somit eigene S-Bahngleise geschaffen werden.“ (1.1)
„Daher ist geplant, durch eine Ausbaumaßnahme die Streckenleistungsfähigkeit und … Qualität … zu steigern, sowie das Angebot … entsprechend den Bedürfnissen auf dem Streckenabschnitt München-Pasing – Buchenau (- Geltendorf) zu verbessern.“ (1.1)
„Durch den Bau eines 3. Streckengleises zwischen Pasing und Eichenau und eine Blockverdichtung im Abschnitt Eichenau – Buchenau werden zusätzliche Kapazitäten für den Schienenverkehr geschaffen sowie die Betriebsqualität sichergestellt.“ (1.1)
Die vorherigen Ziele sollen „durch eine Trennung des S-Bahnbetriebes vom Fern-, Regional und Güterverkehr … erreicht werden.“ (1.3)
„Die zweigleisige Strecke 5520 wird für den S-Bahnverkehr verwendet. Mittig zwischen den Streckengleisen 5520 wird zusätzlich die eingleisige Strecke 7942 … für den Fern-, Regional- und Güterverkehr vorgesehen.“ (1.3)
„Die Strecke 5520 München-Pasing – Buchloe ist im S-Bahn-Bereich zwischen München-Pasing und Geltendorf aktuell zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. Der vorhandene Mischverkehr bedingt bei Verspätungen eine Übertragung der Verspätungen in das Gesamtnetz der S-Bahn München und führt damit zu einer Verschlechterung der Betriebsqualität insgesamt. Der geplante Ausbau soll zu einer Verbesserung dieses aktuell nicht zufriedenstellenden Betriebsablaufs führen.“ (4.3)

Von der Staatsregierung sollte nun im Rahmen des Planungsverfahrens unbedingt verlangt werden, dass sie die Fahrbarkeit des Fahrplankonzepts, welches der Nutzen-Kosten-Analyse von 2012 zugrundelag,nachzuweisen. Dass dieses Fahrplankonzept auch für den 3-gleisigen Ausbau gilt, hatte die Staatsregierung dem Landtag am 8.7.2014 zugesichert:
„2. Welche Fahrplanangebotskonzepte wurden bei der Prüfung zugrunde gelegt?
3. Wie unterscheiden sich diese Fahrplanangebotskonzepte von denen in der standardisierten Bewertung des Vorhabens ABS München-Pasing – Eichenau vom März 2012, die im Auftrag des MVV erstellt wurde?»
Antworten:
„Zu 2.: Für die Überprüfung des Infrastrukturbedarfs sind im Rahmen des Optimierungsprozesses Fahrplankonzepte unterstellt worden, die pro Stunde und Richtung je zwei Fahrplantrassen für den Schienenpersonenfern- und -nahverkehr sowie bis zu 8 Fahrplantrassen für die S-Bahn vorsehen.
Zu 3.: Die unter 2. dargestellten Fahrplanangebotskonzepte waren auch Grundlage der Nutzen-Kosten-Untersuchung des MVV vom März 2012.“
Wir haben den Zielfahrplan 2030 Bayern des BMVI zugrundegelegt und gehen davon aus, dass der 3-gleisige Ausbau es ermöglicht, dass die Fahrzeit Buchloe (bzw. Geltendorf)-Pasing für die EC-Züge Zürich-München, den Regionalexpress nach Lindau und die Regionalbahnen nach Kempten und Memmingen jeweils um 5 Minuten beschleunigt werden können (ohne S-Bahnausbau müssen diese hinter der S4 hinterherschleichen). Ausserdem gehen wir davon aus, dass der Fahrplan Kempten- bzw. Memmingen-Buchloe gemäss Zielfahrplan fixiert bleibt. Die Züge ab München Richtung Buchloe fahren also gemäss dieser Annahme 5 Minuten später ab, und die Züge aus Richtung Buchloe kommen in München 5 Minuten früher an. Die Fahplangrafik 1-gleisige Strecke Pasing Eichenau Zielfahrplan 2030 minus 5 Minuten (der exemplarische Taktfahrplan wiederholt sich alle 2 Stunden) illustriert, wie knapp dieser Fahrplan gestrickt ist. Es müsste natürlich auch überprüft werden, ob sich der Fahrplan nicht mit dem Werdenfelstakt und nicht auf der weiterhin 2-gleisigen Mischverkehrsstrecke Eichenau-Geltendorf beisst. Und wie die Express-S-Bahn Geltendorf-Leuchtenbergring zusätzlich zur Regional-Express-Linie Buchloe-Leuchtenbergring unterbebracht werden kann, müsste ebenfalls eruiert werden.

Auswirkung Elektrifizierung Lindau-München auf Nahverkehr München-Buchloe

Vorortverkehr aus Buchloe mit Halt in Kaufering, Geltendorf, Fürstenfeldbruck 3 Minuten schneller als Regionalzüge aus Kempten und Memmingen mit Halt nur in Kaufering und Geltendorf. Diese müssen hinter S-Bahn hinterherschleichen.
Am Morgen wird der quasi-20-Minuten-Takt aus Buchloe mehr oder weniger beibehalten, ab Geltendorf verkehren sogar 2 Züge mehr.
2-stündiger Schnellzug ab Buchloe ohne Halt in Kaufering und Geltendorf verkehren erst ab 8:37 (Buchloe), dann ausnahmsweise 9:37 und danach im 2-Stundentakt.

Gute Aufstellung bezüglich Planungsstände des Programm Bahnausbau München vom 15.3.2018

Einige Massnahmen sollten schon bald in Betrieb gehen (immer unter der Annahme von keinen Klagen, was jedoch bei einer Bahnsteigerhöhung wohl sehr unwahrscheinlich ist, bei barrierefreien Ausbau bin ich mir da nicht immer so sicher) einige werden erst frühestens 2031 in Betrieb gehen.
Ende 2020:
– zusätzlicher Bahnsteig Markt Schwaben
Ende 2021:
– Barrierefreier Ausbau Puchheim
Ende 2022:
– Bahnsteig am Gleis 1 Fürstenfeldbruck
– Sendlinger Spange (Baustufe 1): Überleitverbindung Laim Tief zur Stammstrecke
Ende 2023:
– Wendegleis Weßling
Ende 2024:
– Flughafen – Schwaigerloh (Teil des Lückenschlusses Flughafen – Erding)
– Sendlinger Spange (Baustufe 1): Stations-ausbau Heimeranplatz
– Neubau Bahnsteigquerung München Hbf
Ende 2025:
– Ausbau Abzweigstelle Flughafen West
Ende 2026:
– 2. Stammstrecke
– Regionalzughalt Poccistraße
– LZB westlich Pasing
– Ausbau Abzweigstelle Westkreuz
– Fahrzeitverkürzung zum Flughafen
– zweites Gleis Steinebach – Seefeld-Hechendorf
– zweites Gleis im Bereich St. Koloman
– Bahnsteigertüchtigung für Regional-S-Bahnen nach Buchloe und Landshut
– Elektrifizierung Ebersberg – Wasserburg
Ende 2028
– S7-Verlängerung Geretsried
Ende 2029
– Lückenschluss Flughafen – Erding
– Walpertskirchner Spange
– Neubau Empfangsgebäude München Hbf
Ende 2030
– Ausbau S4 Pasing – Eichenau
– ABS 38 Markt Schwaben – Mühldorf – Freilassing
Ende 2031:
– Ausbau Daglfing – Johanneskirchen (oberirdischer Ausbau). Völlig offen sind offen sind Planungen für unterirdischen Streckenausbau (Forderung LH München)

Fahrplanänderung München-Buchloe ab Dezember 2020. Auswirkungen auf S4 von Geltendorf

Soeben hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft den Vorortverkehr München-Buchloe ausgeschrieben. Ab frühestens Dezember 2020 bis frühestens Dezember 2026 und spätestens Dezember 2029 soll dieser Vorortverkehr stündlich die Strecke München-Buchloe bedienen. Der Anfangstermin hängt davon ab, ob die Elektrifizierung Geltendorf-Lindau rechtzeitig fertig wird, das Ende des Vertrags hängt davon ab, ob die 2. Stammstrecke rechtzeitig fertig wird. Sobald die 2. Stammstrecke fertig ist, wird die halbstündliche Express-S-Bahn ab Buchloe den stündlichen Vorortverkehr München-Buchloe ablösen. Der Vorortverkehr München-Buchloe wird in Fürstenfeldbruck halten: und zwar stadteinwärts von 5:03- 21:03 stündlich. Allerdings gibt es die folgenden Zeiten, an denen der Halt in Fürstenfeldbruck ausfällt: 9:03, 14:03, 19:03. Zu diesen Zeiten wird in der Fahrplanlage des Vorortverkehrs ein Dieselzug von Füssen durchgebunden, und der kann wegen der schlechteren Beschleunigung nicht in Fürstenfeldbruck halten.
In der Gegenrichtung wird der Vorortverkehr zur Minute 57 in Fürstenfeldbruck halten und zwar von 5:57-20:57. Die Fahrzeit ab München HB beträgt 16 Minuten. Die Halte um 9:57, 14:57 und 19:57 fallen aus, weil dann Dieselzüge nach Füssen durchgebunden werden.
Der heute in Fürstenfeldbruck haltende Alex-Zug um 6:00 nach München wird künftig durch den Vorortverkehr um 6:03 ersetzt.
Die gross Frage lautet nun: Was passiert mit dem Verstärkerzügen auf der S4 Richtung München Hbf bzw. Höllriegelskreuth?
Kann die S20 ab Buchenau um 7:03 mit Halt an allen Stationen noch verkehren, oder wird diese gestrichen? Auf jeden Fall ist das sehr knapp, denn ungefähr um 7:01 führt der Vorortverkehr in der Buchenau durch. Das Schieben der S20 nach hinter ist auch schwer möglich, denn diese kommt heute in Pasing um 7:23 an, während der Zug aus Memmingen um 7:29 in Pasing ankommt. Die Frage lautet dann auch, ob die S20 auf der Sendlinger Spange später überhaupt einen freien Slot hat.
Kann der Verstärkerzug ab Grafrath um 7:09 mit Halt an allen Stationen mit Ankunft in Pasing um 7:33 noch verkehren? Oder kommt es sich mit dem Zug des E-Netzes Allgäu, der um 7:08 in Geltendorf abfährt und 7:29 in Pasing ankommt ins Gehege?
Einzig die Verstärker-S-Bahn Geltendorf ab 7:18 mit allen Halten nach Höllriegelskreuth ist nicht gefährdet.
Für die Verstärker S4, Buchenau ab 8:03 gilt das gleich wie für jene ab 7.03. Sie könnte jedoch besser nach hinten verschoben werden, denn der um diese Zeit verkehrende Dieselzug aus Kempten kommt in Pasing 5 Minuten später an als der E-Zug aus Memmingen.
Anbei der Link, von welchen ich den detaillieren Fahrplan habe: www.subreport.de/E26942456.
Fahrplan ab Dezember 2020 München-Buchloe: Fahrplan ab Dez 20 München-Buchloe

Fahrplan ab 2020 Buchloe-München: Fahrplan ab Dez 20 Buchloe-München

Fehlinformation zu Langzügen auf der S4 West

Antwort auf eine Anfrage im Bezirksausschuss Aubing-Lochhausen-Langwied:
Der Stv. Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft, Leiter Wirtschaftsförderung der Stadt München hat sich einfach nur sehr missverständlich ausgedrückt:
Siehe: www.ris-muenchen.de/RII/RII/DOK/BAANTRAG/5070758.pdf
Er schreibt: „Die DB Regio AG und die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH teilten in Bezug auf den Einsatz von Langzügen in den Berufsverkehrszeiten auf der Linie S4 mit, dass bei der S-Bahn- Station Aubing von 06:42 Uhr bis 08:42 Uhr im 20-Minuten-Takt ausschließlich Langzüge – montags bis freitags – geplant seien.“
Richtig muss es heissen: „Die DB Regio AG und die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH teilten in Bezug auf den Einsatz von Langzügen in den Berufsverkehrszeiten auf der Linie S4 mit, dass bei der S-Bahn- Station Aubing von 06:42 Uhr bis 08:42 Uhr die Züge des 20-Minuten-Taktes – montags bis freitags – planmässig ausschließlich als Langzüge im Einsatz sind.“

Planfeststellungsbeschluss barrierefreier Ausbau Bahnhof Buchenau liegt vor

Eisenbahnbundesamt vom 10.8.2018: www.eba.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/PF/Beschluesse/Bayern/51_Buchenau_Ausbau_S_Bahn.pdf?__blob=publicationFile&v=2
„Neubau des Außenbahnsteigs (Bahnsteig 3) bahnlinks an Gleis 3 mit 210m Nutzlänge und einer Höhe von 96cm ü.SO sowie einer Breite von 2,50m bis 4,80m. Neubau des Treppenzugangs und Aufzugs als Bahnsteigzugang von der Personenunterführung aus. Neubau des Bahnsteigzugangs von der bestehenden Treppe an der städtischen Unterführung. Errichtung des Bahnsteigdaches mit 106m Länge.
Erneuerung des Mittelbahnsteigs Gleis 2/3 (Bahnsteig 2) mit Abbruch der Bahnsteigkante an Gleis 3 und Erneuerung der Bahnsteigkante an Gleis 2 mit 210m Nuttzlänge und einer Höhe von 96cm ü.SO sowie einer Breite von 2,50m bis 5,20m (Bahnsteig 2 wird Außenbahnsteig für Gleis 2). Neubau des Treppenzugangs und Aufzug als Bahnsteigzugang von der Personenunterführung aus. Errichtung eines Bahnsteigdaches mit 45m Lämge.

Erneuerung des Außenbahnsteigs Gleis 1 (Bahnsteig 1) mit Erneuerung der Bahnsteigkante an Gleis 1 mit 210m Nutzlänge und einer Höhe von 96cm ü.SO sowie einer Breite von 2,50m bis 4,80m. Neubau der Bahnsteigausstattung und Wetterschutzanlagen nach Ausstattungsstandard der Bahnhofskategorie 5 sowie Vorgaben AST mit Stand vom 18.06.2014.
Errichtung der Fahrgastinformationssysteme; der Beschallungsanlage und der neuen Beleuchtungsanlage.
Neubau ener Personenunterführung unter den Gleisen 1 bis 3 mit Anschluss aller Bahnsteige über Treppenaufgänge und Aufzüge. Lichte Länge der Unterführung 26,80m, lichte Breite 3,00m und lichte Höhe 2,50m.“

Staatsregierung zu Planungsdebakel Ausbau S4-West: Sind 3 Gleise ausreichend?

Auf eine schriftliche Anfrage des Grünen MdL Martin Runge „Untersuchungen und Planungen zum Ausbau der S 4 West – Fragen zu falschen Ansagen und nicht eingehaltenen Zusagen“ nimmt die Staatsregierung am 12.3.2018 (veröffentlicht 11.5.2018) wie folgt Stellung: www1.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0021188.pdf
Auszüge: „Im Zeitraum 2012 bis Ende 2013 konnte der Arbeitskreis zur Optimierung des Ausbaus der S 4 West die fachlich erforderlichen Untersuchungen durchführen. Die Anfang 2014 vorgelegten Ergebnisse kamen zu dem Schluss, dass unter den Rahmenbedingungen des von der Staatsregierung vorgesehenen Bahnausbaus in der Region München mit der 2. Stammstrecke als zentralem Element ein dreigleisiger Streckenausbau zwischen Pasing und Eichenau einschließlich eines Umbaus des Westkopfes Bahnhof Pasing sowie eine Verkürzung der Zugfolgeabstände westlich von Eichenau für die zu erwartende Entwicklung im Schienenverkehr ausreichend sind.“
„Wie bereits zu Frage 3 ausgeführt, wurde die damalige Bewertung der DB [Anmerkung des Verfassers: 2002] auf Grundlage der zu diesem Zeitpunkt zu unterstellenden Rahmenbedingungen (u. a. 10-Minuten- Takt der S 4 zur Hauptverkehrszeit) getroffen. Mit der Unterstellung des mit der 2. Stammstrecke möglich werdenden S-Bahn-Angebotskonzeptes eines ganztägigen 15-Minuten- Taktes mit Express-S-Bahnen, welches auch der verkehrlichen Nachfrage besser gerecht wird, haben sich die Rahmenbedingungen grundlegend verändert. Daher bewertet die DB – wie bereits zu Frage 6 ausgeführt – aktuell einen dreigleisigen Streckenausbau zwischen Pasing und Eichenau einschließlich eines Umbaus des Westkopfes Bahnhof Pasing sowie eine Verkürzung der Zugfolgeabstände westlich von Eichenau als ausreichenden Maßnahmenumfang..“
Nur merkwürdig, dass das im März 2012 veröffentlichte Nutzen-Kosten-Gutachten verkehr.bayern.de/assets/stmi/vum/schiene/bahnausbau_pasing_eichenau_kurzbericht.pdf bereits von diesem 15-Minuten-Grundtakt mit zwei überlagerten Express-S-Bahnen ausging (siehe S. 7-6). Dennoch ging diese Untersuchung davon aus, dass ein 4-gleisiger Ausbau nötig sei.

Wirtschaftsausschuss fordert schnelleren Ausbau der S4-West

Auszug aus dem Protokoll des Wirtschaftsausschusses des Bayerischen Landtags vom 15.02.2018:
Bernhard Roos (SPD): „Der voraussichtliche Fertigstellungstermin für die S 4-West im Jahr 2030 sei „erschreckend“.“
„Staatsminister Joachim Herrmann (Innenministerium) wirft ein, das Gleis 1 in Fürstenfeldbruck werde wesentlich früher fertiggestellt sein. Dadurch könne es Betriebsverbesserungen geben. Für den Ausbau der S 4-West stünden die Planungen erst am Anfang. Bis das Planfeststellungsverfahren für das dritte Gleis abgeschlossen sei, werde absehbar einige Zeit vergehen. Außerdem würden Einwendungen erwartet. Die notwendigen Baumaßnahmen beanspruchten ebenfalls Zeit. Der angegebene Fertigstellungstermin sei realistisch.“
Eberhard Rotter (CSU): „Viele der früher gegebenen Informationen hätten sich nachträglich als unrichtig herausgestellt, insbesondere bezüglich der S-Bahn-Linie S 4. Dass die Verbesserungsmaßnahmen auf der S 4 bis 2030 dauerten, sei nicht zu akzeptieren. Einige Maßnahmen könnten schon vor Inbetriebnahme des dritten Gleises abgeschlossen werden. Hierbei sei insbesondere an den Engpass am Westkopf Pasing zu denken. Dort müsse eingleisig im Begegnungsverkehr gefahren werden. Diese Konstellation mache das System sehr störungsanfällig. Für das dritte Gleis würden vermutlich keine Fremdgrundstücke benötigt, sondern der Bau könne auf bahneigenem Grund erfolgen. Die Planungen sollten darauf fokussiert werden, sodass schon deutlich vor 2030 eine Verbesserung erfolge.“

Noch zu untersuchende Massnahmen Bahnausbau München

Unbeachtet von Öffentlichkeit und Presse wurde an der Sitzung des Wirtschaftsauschusses vom 15.3.2018 neben den bereits im Internet veröffentlichten Programm Bahnausbau München noch eine Reihe von noch zu untersuchenden Massnahmen zum Bahnausbau München vorgestellt. Einen Zeitplan dafür gibt es noch nicht.

Unter anderen werden dabei erwähnt:
München Pasing – Odelzhausen – Dasing
S4 Halt im Emmering
S3 Abzweiger Gerlinden Fürstenfeldbruck Fliegerhorst
Bahnsteig Gleis 4 Fürstenfeldbruck, zweiter Fussgängertunnel
Elektrifizierung Kaufering-Landsberg
S-Bahnhalt Weichselbaum S8
Einbindung Regional-S-Bahnen nach Kochel und Weilheim(?)
2-gleisiger Ausbau bis Wolfratshausen
Elektrifizierung Oberlandnetz für Regional-S-Bahnen
Einbindung Regional-S-Bahn aus dem Mangfalltal
Bahnsteigverlängerung, Streckenausbau S7 Ost
2-gleisiger Ausbau Grafing-Ebersberg
Neubaustrecke Riem-Messe-Aschheim-Kirchheim-Pliening
Ausbau Südring
Regional-S-Bahn nach Rosenheim(?)
Regional-S-Bahn nach Dorfen oder Mühldorf
Ausbau München-Freising-Landshut (es wird nicht konkretisiert, ob darin der 3- oder 3-gleisige Ausbau Moosach-Freising enthalten ist)
Einbindung Regional-S-Bahn von Ingolstadt (?)
Streckenausbau, Bahnsteigverlängerungen nach Altomünster
Ein 3- oder 4-gleisiger Ausbau Berg am Laim Markt Schwaben ist nicht explizit erwähnt. Er wird einfach dem ABS 38 München-Mühldorf zugeordnet (ABS 38 München Ost- Markt Schwaben) . Allerdings ist im gegenwärtigen BVWP 2030-Projekt ABS38 der Abschnitt Berg am Laim – Markt Schwaben nicht enthalten.

Angeblich wird die Planung (wahrscheinlich erst einmal Machbarkeitsstudie) für diese Projekt an ein Planungsbüro ausgeschrieben. Siehe Antwort der Staatsregierung vom 13.6.2018 auf eine Landtagsanfrage der SPD: www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0021965.pdf

Wir sollten also genau beobachten wie diese Projekte europaweit ausgeschrieben werden. Hoffentlich gibt es wegen den Wechsel von Herrmann zu Aigner keine Verzögerungen.

GVFG-Bundesprogramm 2017-2021 wird wie ein Staatsgeheimnis behandelt: In München sind nur Erdinger Ringschluss und 2. Stammstrecke endgültig aufgenommen

Dieses Dokument hat 72 Seiten. Gleich auf dem auf dem Deckblatt heisst es: „Verwaltungsinternes Programm zwischen Bund und Ländern – Dieses Programm entfaltet keine Außenwirkung oder einen Rechtsanspruch Dritter und ist nicht zur Veröffentlichung vorgesehen“.
Warum so viel Geheimniskrämerei? Haben Bund und Länder etwas zu verstecken, was Bürger und Presse nicht wissen dürfen? Immerhin hat jeder Abgeordnete das Recht, diese Liste zu verlangen. Siehe Antwort der Bundesregierung vom 14.6.2018 auf eine Bundestagsanfrage der Grünen: dipbt.bundestag.de/doc/btd/19/027/1902797.pdf: „Das GVFG-Bundesprogramm wird den Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf Anfrage zur Verfügung gestellt.“
Leider wird dem Öffentlichkeitsprinzip in Deutschland nicht wirklich Genüge getan: „Das Öffentlichkeitsprinzip bezeichnet die Grundentscheidung eines Gemeinwesens, die Dokumente seiner Verwaltung grundsätzlich allen Personen offenzulegen …, als auch den Zugang zu Sitzungen der Öffentlichkeit, d.h. jedem, zu gewähren.“ (siehe de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlichkeitsprinzip). Leider wird im deutschen Informationsfreiheitsgesetz das Öffentlichkeitsprinzip zu laufenden Planungen ausgeschlossen. Siehe: www.gesetze-im-internet.de/ifg/IFG.pdf. Dort heisst es im Paragraf 3: „Der Anspruch auf Informationszugang besteht nicht, … wenn und solange … die Beratungen von Behörden beeinträchtigt werden“ und im Paragraf 4: „Der Antrag auf Informationszugang soll abgelehnt werden für Entwürfe zu Entscheidungen sowie Arbeiten und Beschlüsse zu ihrer unmittelbaren Vorbereitung, soweit und solange durch die vorzeitige Bekanntgabe der Informationen der Erfolg der Entscheidung oder bevorstehender behördlicher Maßnahmen vereitelt würde.“
Ich erlaube mir jetzt trotzdem, die Münchner GVFG-Projekte (U-, Tram- und S-Bahnprojekte hier summarisch wiederzugeben. Siehe beiliegende Datei: Münchner GVFG-Projekte 2017-2021

Zugverbindungen Geltendorf-München: Staatsregierung hat Grünen einen Bären aufgebunden

In der Antwort der Staatsregierung auf die Landtagsanfrage der Grünen „Zielfahrplan für den Schienenpersonennahverkehr in Bayern“ www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0018983.pdf nimmt die Staatsregierung auf Frage 3 wie folgt Stellung:
„3. Inwieweit plant die Staatsregierung die Streichung von Zughalten von Regionalzügen in Kaufering und Geltendorf?
Eine ersatzlose Streichung von Regionalzughalten in Kaufering und Geltendorf ist nicht vorgesehen. Es ist vielmehr beabsichtigt, nach Fertigstellung der 2. Stammstrecke einige Regionalzüge bzw. Regionalzughalte durch eine neue,ganztägig im 30-Minuten-Takt verkehrende Regional-S-Bahn zu ersetzen, die nicht nur in Kaufering und Geltendorf, sondern auch in Fürstenfeldbruck hält und eine umsteigefreie Direktverbindung in die Münchner Innenstadt ermöglicht.“

Richtig ist jedoch, dass die Bayerische Staatsregierung in der Tat plant, sämtliche Regionalzughalte in Geltendorf zu streichen und durch die Express-S-Bahn nach Buchloe zu ersetzen. Dies ist aus der Netzgrafik ersichtlich, welche die Bayerische Eisenbahngesellschaft im Rahmen der Ausschreibung der Augsburger Netze veröffentlicht hat. Diese habe ich unter den folgenden Link abgespeichert: www.railblog.info/wp-content/uploads/2017/12/Fahrplan-M%C3%BCnchen-Buchloe-Betriebsstufe-3-mit-2ter-Stammstrecke-2017-10-23.pdf
Damit verschlechtert sich das Angebot für Geltendorf in den Stosszeiten: Am Morgen werden statt bisher drei S-Bahnen (S4) und drei Regionalzügen , also insgesamt 6 Verbindungen nur noch 4 Verbindungen pro Stunde angeboten (2 S4 und 2 Express S24x).
In Kaufering bleibt das Angebot gleich. Heute 3 Verbindungen mit Regionalzügen, künftig 2 Verbindungen mit Express-S-Bahn und eine Verbindung mit Regionalzug pro Stunde. Kaufering dagegen profitiert sogar, da das Angebot künftig ganztägig und nicht nur während der Stosszeiten gefahren wird.

DB veröffentlicht Flyer Ausbau S4 West Pasing-Buchenau

cms.bahnausbau-muenchen.de/files/downloads/Bahnausbau%20Muenchen/Bahn_Flyer%20S4%20Pasing-Buchenau_14_6.pdf
Für mich interessant:
Konkretisierung des Überwerfungsbauwerk westlich von Pasing: „Anpassung des Einfahrbereiches in den Knoten München-Pasing durch zusätzliche Gleise und drei neue Brücken“
Ausserdem soll es wohl eine vorzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung (d.h. vor den offiziellen Planfeststellungsverfahren) geben: „Bürger und Kommunen können schon im Verlauf der Planungen ihre Anliegen einbringen

Pendler-Frust nach Weichenpannen | Fürstenfeldbruck

www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/pendler-frust-nach-weichenpannen-9817213.html

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