(2.) Stammstrecke

2. Stammstrecke München: Station am Hauptbahnhof falsch geplant? | Zweite Stammstrecke

www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/zweite-stammstrecke-sti732792/2-stammstrecke-muenchen-station-am-hauptbahnhof-falsch-geplant-9873205.html

Das geht ja gut los: Das plant die Bahn nun mit der 2. Stammstrecke | München

Merkur, 16.5.2018 www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/muenchen-ort29098/geht-ja-gut-los-plant-bahn-nun-mit-2-stammstrecke-9872990.html
Ein Zitat daraus: „Dazu wird auf einen weiteren Eckpfeiler des Projekts verzichtet, einen Fußgänger-Tunnel im Osten, der bis Schützenstraße/Stachus führen sollte. Er war eigentlich fest eingeplant, da einige S-Bahn-Linien komplett in den zweiten Tunnel verlegt werden und am Stachus nicht halten.“

Gute Übersicht der Planungsstände, Finanzierung und Terminpläne Bahnausbau München

www.bahnausbau-muenchen.de/Massnahmen.html

Main-Stream-Medien spotten über das fortwährende Bahn-Chaos in D & München – tolle Leistung, Hut ab!

Vor zig Jahren gab es im Bayerischen Landtag eine Korrespondentin der Münchner Abendzeitung namens Angela Böhm. Die Dame wollte, obwohl alles andere als CSU-Sympathisantin, ausnahmsweise positive Zeilen über einen Edmund Stoiber verfassen. Doch, so schrieb Böhm damals, dann stolperte sie über eine verkorkste Urlaubsreise des Ehepaar Stoibers.
Ähnlich ergeht es einem, wenn man denn mal positive Worte über die Bahn verlieren möchte. Die hat viel Kritik einstecken müssen, wegen der Lappalien auf der Neubaustrecke München-Berlin. Doch wehe dem, der die Bahn -als Stammkunde- dann doch mal verteidigen will. Die Bahn straft einen ab, täglich, mit Missständen, die seit Jahren immer wiederkehren. Als ob es mehr Feinde gäbe, der Bahn und ihres Personals, als Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
Es ist schon erstaunlich: Da weiht die Bahn im Dezember 2017 eine Schnellfahrstrecke zwischen München und Berlin ein, nicht alles funktioniert reibungslos (weil es eigentlich nie reibungslos läuft) und das bringt plötzlich Journalisten und Medien auf den Plan, deren heile (Bahn-)Welt dadurch fast zusammenbricht.
Über das Lästern der Bürger (verspätete S- und Regionalbahnen) sehen die Mainstream-Medien schon lange hinweg, aber ein weiteres Prestige-Projekt, das die herrischen Medien gerne wieder einmal von „deutscher Ingenieurs-Kunst“ schwärmen lässt, wenn das gegen die Wand fährt, das kann nun wirklich nicht sein!
Überhaupt diese Bahn und deren Manager. In solchen Tagen bekommt man sogar als Kritiker Mitleid. Plötzlich werden Vergleiche zur Schweiz oder Japan gezogen, doch einmal mehr vergessen, wie viele Euros mehr pro Kopf die Schweiz in ihre Bahn investiert.
Deutschland ist fast Schlusslicht bei den Investitionen in den Schienenverkehr in Europa und das spürt man eben. Die einen täglich und die anderen, wenn ein neues Projekt, das der Welt verkünden soll „hier ist Deutschland, der Nabel der Welt“, an die Wand fährt.
Die „Geiz ist geil“ – Mentalität funktioniert eben nicht immer. Schon gar nicht in Sachen Infrastruktur. Da spotten die einen, auf jedem Reisfeld in Thailand sei das Mobilfunk-Netz besser, als in D(eutschland). Vom Breitband-Ausbau spricht kein Mensch, die Bahn verbuddelt die Steuergelder auf Wunsch der Politiker in Tunnels und unterirdische Bahnhöfe, sehr zur Freude der Bauindustrie und von Investitionen in der Fläche spricht niemand mehr!
Da muss die Bahn mit neuester Wagen-Technik auf uralt-Gleisen und über Stellwerke fahren, deren Ersatzteile längst nicht mehr im 30-Jahres-Zeitraum liegen, wie das in Sachen Eisenbahn ansonsten der Fall ist.
Viele Freunde, Bekannte und Kollegen im Großraum München, die jahrelang für den Bau der unterirdischen 2. S-Bahn-Stammstrecke votierten, anstatt oberirdischen Baumaßnahmen, stöhnten in diesen letzten Tagen vor Weihnachten 2017 wieder ob der immer schlimmer werdenden Situation und möchten gar nicht darüber nachdenken, dass das noch fast ein weiteres Jahrzehnt so weitergehen wird.
Sie waren alle schlauer, ‚Prospekt-gläubiger‘, hörig auf Lobbyisten und Politik und sollen ruhig ‚leiden‘. Samt den Journalisten, die sich nur dann mit unserer Infrastruktur auseinandersetzen, wenn es um ein Prestige-Projekt geht.
Die Bahn gehört dem Staat, der Staat sind wir alle und so muss sich jeder an die eigene Nase fassen und hinterfragen, inwieweit er selbst dafür verantwortlich ist, dass der Laden so (mies) läuft, wie er eben läuft.
All das haben die Medien und ihre Mainstream-Reporter weder im Blick, noch im Kopf. Es würde nicht zu ihrer Art ‚Bericht-Erstattung‘ und ‚Recherche‘ passen. Dagegen lästern sie über die amateurhafte ‚Konkurrenz‘ aus dem Lager der Bürger.
O-Ton neulich in der Süddeutschen Zeitung:
„Ob es klassische Medien sind oder Konzerne, die bestimmte Produkte schon lange und mitunter in makelloser Qualität herstellen, oder politische Parteien mit langer Tradition – was früher anerkennend als Professionalität gewertet wurde, sehen heute sehr viele Menschen kritisch.
Es gäbe viele Argumente, warum man diese Entwicklung bedauern könnte. Man könnte ins Feld führen, dass die, die da oft so kritisch sind in ihrem Blick auf alles Professionelle, in ihren Argumenten oft wenig fundiert, in ihrer Recherche schwach und ihrem eigenen laienhaften Gewurschtel oft nicht auf der Höhe der Zeit sind.“
Den Gipfel all ‚dieser professionellen‘ Bericht-Erstattungen schoss zum Jahresende 2017 die Deutsche Bahn, genauer gesagt eine ihrer regionalen DB-Töchter, die Südostbayernbahn in Mühldorf ab. Die posteten ein Foto auf Facebook, das Bayerns Bahn-Chef und Konzern-Bevollmächtigten Klaus Dieter Josel zeigt, der in Mühldorf einen neuen Schaukasten inspizierte, der die Bürger über die ABS 38 München-Mühldorf-Freilassing aufklären soll.
Und das in einer Stadt und Region, ca. 80 km östlich von München, deren Bürgern der zweigleisige Ausbau der Bahn seit dem Bundesverkehrswegeplan im Jahre 1985 versprochen wird.
Jener Josel ist übrigens erst seit dem Jahr 2001 Bayerns oberster Eisenbahner, dass bis zum Jahre 1998/99 die Planungen wesentlich weiter fortgeschritten waren, als heute, im Jahr 2017/18, dass damals ein Ausbau auf 200 km/h nicht nur vorgesehen, sondern teilweise baureif war, scheint weder die heutigen Bericht-Erstatter, noch die Mainstream-Propaganda der Bahn zu interessieren.
Wer in der Vergangenheit gräbt und auf die nicht ganz so tollen Neuerungen hinweist, zählt heute zum Kreise derer, die den Hofbericht-Erstattern Falten auf die Stirn treiben. Deutschland im Winter 2017/18, ein einziges Märchen im ‚Paradies‘-Geschwafle der seit Jahren nicht mehr ganz so ernst zu nehmenden ‚Eliten‘.
Passend dazu fiel einem in diesen Tagen eine Presse-Mitteilung ins Auge, datiert aus dem Jahre 2009. Korrigiert im Jahre 2013 und nichts aber auch gar nichts von alledem, das damals großspurig verkündet und beschlossen wurde, samt allgegenwärtigen Artikeln in den Mainstream-Medien, ist zehn Jahre später realisiert. Vieles wird nicht einmal in den kommenden zehn Jahren Realität werden.
Darüber, was zu tun wäre, um das tägliche Chaos in Grenzen zu halten, schreiben sie längst nicht mehr, die Main-Streamer in und um München.
Die meisten haben schlichtweg keine Ahnung, Desinteresse oder keine Zeit darüber zu recherchieren, was in Zukunft besser gemacht werden könnte und was in der Vergangenheit übersehen wurde.
www.innsalzach24.de/innsalzach/region-muehldorf/teil-eines-gesamtkonzepts-is24-538688.html
Dieser Link wurde 25.11.09 06:27 erstellt und am 12.02.13 10:24 aktualisiert

Ein Kommentar von M. Wengler.

S4-Ausbau: Regierungspartei CSU gibt offiziell zu, dass andere S-Bahnprojekte durch 2. Stammstrecke verzögert werden

Hier die Protokolle des Ablehnungsbeschlusses von Wirtschaftsausschuss und Finanzausschuss zum SPD-Antrag, den Ausbau der S4 voranzutreiben.
Protokoll des Wirtschaftsausschusses vom 26.10.2017: Auszug Protokoll Wirtschaftsausschuss S4 vorantreiben 26 10 2017
Ich zitiere MdL Otmar Bernhard (München-West, sein Stimmkreis ist mit den Stationen Aubing und Leienfelsstrasse betroffen):
„Der Freistaat finanziere die zweite Stammstrecke mit einem riesigen Geldbetrag vor. Ob dieser Betrag jemals zurückbezahlt werde, sei ungewiss. … für einen früheren Ausbau des Westasts der S4 bestehe finanziell kein Spielraum.“

Und hier das Protokoll des Finanzausschusses vom 28.11.2017: Auszug Protokoll Finanzausschuss S4 Vorantreiben 28 11 2017

Reinhold Bocklets positive Bilanz zum S-Bahnausbau: Eigenlob stinkt zum Himmel

Zu SZ, 28.12.2017, «CSU will Freien Wählern Wahlkampfthema nehmen» und 21.12.2017; «S-Bahnausbau lässt noch länger auf sich warten».

Reinhold Bocklet, seit 2003 Stimmkreisabgeordneter für Fürstenfeldbruck-Ost, tritt zur nächsten Landtagswahl nicht mehr an. Dies nahm er zum Anlass eine positive Bilanz in Bezug zum Bahnausbau zu ziehen. Die 2. Stammstrecke ermögliche eine Angebotsoffensive im gesamten S-Bahnnetz. Das mag zwar richtig sein, eine positive Bilanz zum S-Bahnausbau während seiner Amtszeit kann man jedoch daraus sicher nicht ziehen.

Was der CSU-Mann unterschlägt. Die 2. Stammstrecke kommt mit mindestens 16 Jahren Verspätung. 2004 hat der damalige bayerische Verkehrsminister, Dr. Otto Wiesheu die Fertigstellung der 2. Stammstrecke bis 2010 in Aussicht gestellt. In Bezug auf den Ausbau der S4 West in seinem Stimmkreis ist die Bilanz noch zweifelhafter. Die Fertigstellung des S4-Ausbaus wurde von Wiesheu für 2009 in Aussicht gestellt. Gemäss dem Innenministerium (siehe «S-Bahnausbau lässt noch länger auf sich warten») wird das Planfeststellungsverfahren erst Ende 2020 beginnen, Fertigstellung ist daher wohl frühestens Ende der 2020er Jahre, also gegen 20 Jahre Verspätung. Damit ist genau das Szenario eingetreten, welches das bayerische Wirtschaftsministerium 2006 vorhergesagt hatte: «Die Außenstrecken würden zuletzt verbessert» und welches Bocklet vehement dementiert hatte (siehe SZ, 22.12.2006, «S-Bahn-Pendler müssen sich gedulden»).

Nur auf den ersten Blick lobenswert sind seine beiden Landtagsanträge von 2006 und 2012, den S4-Ausbau gleichzeitig mit der Elektrifizierung Lindau-München fertigzustellen. Sie wurden zwar einstimmig angenommen, aber sie blieben bekanntlich wegen Untätigkeit der Staatsregierung folgenlos. Umso unverständlicher ist es, dass Bocklet die Verschiebung des S4-Ausbaus durch Joachim Herrmanns Vorgänger, Martin Zeil, 2010 verteidigte, anstatt sich für die Pendler seines Stimmkreises einzusetzen. Das ursprüngliche Ziel, den S4-Ausbau vor oder zumindest gleichzeitig mit der 2. Stammstrecke fertigzustellen, wurden damit bekanntlich verunmöglicht.

Was das jüngste Versprechen des Innenministeriums wert ist, dass in der Spitzenstunde am Morgen der geplante Fahrplan nach Eröffnung der Stammstrecke angepasst wird, damit nicht weniger Regional- und S-Bahn-Züge als heute aus Richtung Buchloe und Geltendorf nach München verkehren, muss sich erst erweisen. Erinnert sei daran, dass die Bayerische Staatsregierung, 2005 bei Einführung des 10-Minuten-Taktes auf verschiedenen anderen S-Bahnlinien der S4, ohne mit der Schulter zu zucken, eine morgendliche Verbindung gestrichen hat, obwohl die S4-West die am stärksten überfüllten Züge aufwies.

Dass ein 3- statt 4-gleisiger Ausbau der Bahnstrecke Pasing-Eichenau ausreiche, stimmt nur bedingt. Bisher (beim 4-gleisigen Ausbau) hiess es: «Damit wird zum Einen die Betriebsqualität auf dem Streckenast deutlich verbessert und zum Anderen kann die zusätzliche Kapazität für Verbesserungen im Verkehrsangebot der S-Bahn genutzt werden.» Beim 3-gleisigen Ausbau ist nur mehr davon die Rede, dass es «… trotz der unterstellten erheblichen Verkehrsmehrungen auf dieser Strecke zu keiner weiteren negativen Beeinflussung der Pünktlichkeitswerte» kommen würde. Im Klartext: Nach dem S4-Ausbau fahren zwar mehr Züge, aber die Verspätungshäufigkeit vermindert sich nicht, wie ursprünglich geplant war.

Auch was die Zukunft anbelangt, besteht kein Anlass für Optimismus. Auf die von Joachim Herrmann für Juni 2017 angekündigte Liste von Münchner S-Bahnprojekten mit Fertigstellungsterminen warten wir noch immer. Und was aus dem im Mai 2014 versprochenen schnellstmöglichen S4-Ausbau und dem detaillierten Zeitplan dazu geworden ist, sehen wir derzeit plastisch.

Innenministerium berichtet über Fahrplankonzept zur 2. Stammstrecke im Landtag

Siehe Merkur, 30.11.2017: „S-Bahn-Netz wird extrem ausgebaut: Die Vor- und Nachteile

Und SZ, 1.12.2017: „Wer von der 2. Stammstrecke profitiert

Siehe auch Bayerischer Landtag, 30.11.2017: „Wirtschaftsausschuss wirft bei 2. S-Bahn-Stammstrecke Blick in das Jahr 2026„:
„Donnerstag, 30. November 2017
– Von Katja Helmö –

2026 soll, so der Stand der Planungen, die 2. Münchner S-Bahn-Stammstrecke in Betrieb gehen. Sie soll das derzeitige „Nadelöhr“ entlang der bestehenden Stammstrecke entschärfen und gleichzeitig nachhaltige Verbesserungen im Streckennetz rund um München ermöglichen. Das Ziel des Fahrplans nach Inbetriebnahme lautet „Öfter-Schneller-Weiter-Zuverlässiger“, wie Dr. Johann Niggl, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), und Ministerialrat Carsten Fregin vom Bayerischen Innenministerium den Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses erläuterten.

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Reinhold Bockelt: Stammstrecken-Pläne verschlechtern Takt auf der S4: Innenministerium sagt Nachbesserung des Fahrplans zu

Siehe Merkur, 30.11.2017
Und Pressemeldung von Reinhold Bocklet vom 30.11.2017:

Bocklet gegen Angebotsverschlechterung auf S4 – Korrektur in der Fahrplangestaltung in Aussicht gestellt
Die Vorlage des Fahrplankonzepts mit Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke durch das Innenministerium hat Stimmkreisabgeordneten Reinhold Bocklet im Wirtschaftsausschuss des Landtags auf den Plan gerufen, um Verschlechterungen auf der S4-West zu verhindern. Zählt man die Regional- und S-Bahnzüge derzeit zusammen, dann kommt man auf 6 S-Bahnzüge und 3 Regionalzüge in der Spitzenstunde am Morgen, d.h. 9 Züge pro Stunde. Nach Inbetriebnahme der Stammstrecke sollen es nur noch 8 Züge pro Stunde sein: 4 reguläre S4 im 15 Minuten-Takt, 2 Express S-24 von Buchloe und 2 Regionalzüge. Dies würde eine Angebotsverschlechterung bedeuten. Auf Intervention von Landtagsvizepräsidenten Bocklet erklärten die Vertreter des Innenministeriums in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses, dass es sich bei dem vorgelegten Konzept nur um ein Grundmuster handle, das im Rahmen der späteren Fahrplangestaltung im Wege einer Taktverdichtung verbessert werden könne. Bocklet hatte im Ausschuss argumentiert, dass die Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke zwar für 150 Stationen Verbesserungen oder mindestens keine Verschlechterungen bringe, während an 11 Stationen Angebotsverschlechterungen eingeplant würden. Dies sei bei der S4-West niemandem zu vermitteln, nachdem diese Strecke ohnehin eine der meistbefahrenen sei. Das Insistieren von Bocklet veranlasste die Vertreter der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und das Ministerium zu der Aussage, für eine Korrektur zu sorgen. Auf Bocklets Nachfrage bestätigte das Innenministerium außerdem, dass an der S4-West nur ein Ausbau auf drei Gleise geplant sei. Der Stimmkreisabgeordnete begrüßte es, dass ab Dezember 2019 der Münchner S-Bahn-Vertrag auf einen Bruttovertrag mit Anreizelementen umgestellt werde.“

So wird die Laimer Unterführung für die zweite Stammstrecke umgebaut | Laim

tz, 21.11.2017: www.tz.de/muenchen/stadt/laim-ort43357/so-wird-laimer-unterfuehrung-fuer-zweite-stammstrecke-umgebaut-9384561.html

Bundeshaushalt 2018: Bund hält daran fest, dass GVFG-Mittel 2019 auslaufen. Finanzierung Münchens S-Bahn- und U-Bahnausbau völlig ungewiss

Vor fünf Tagen wurde der Entwurf der Bundesregierung für den Bundeshaushalt 2018 veröffentlicht. Erneut sind in diesem Entwurf nur lächerliche 332,567 Millionen Euro für Investitionen in den Schieneninfrastruktur des öffentlichen Personennahverkehrs vorgesehen. Diese Summe ist seit Ewigkeiten unverändert, im Bundeshaushalt 2002 also vor 15 Jahren war sogar mit 334,671 Millionen Euro ein höherer Betrag veranschlagt (siehe in dip21.bundestag.de/dip21/btd/14/068/1406800.pdf, PDF-Seite 1561). Noch schlimmer ist, dass dieser Posten 2019 auslaufen wird. „Das GVFG-Bundesprogramm dient in Kombination mit Mitteln aus den Ländern dem Ausbau von ÖPNV-Schienenverkehrswegen in Verdichtungsräumen und den zugehörigen Randgebieten. …Die Programme laufen … aufgrund grundgesetzlicher Bestimmungen zum Jahresende 2019 aus“. Siehe: dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/130/1813000.pdf, Seite 1620 gemäss pdf-Nummerierung, bzw. die Posten 882 02-741 „Finanzhilfen an die Länder für die Schieneninfrastruktur des öffentlichen Personennahverkehrs für Vorhaben über 50 Mio. € zuwendungsfähiger Kosten“ und 891 01-741 „Investitionszuschüsse für Vorhaben des öffentlichen Personennahverkehrs über 50 Mio. € an die Deutsche Bahn AG und Unternehmen, die sich überwiegend in Bundeshand befinden“, Seiten 1621-1622.
Wie der Freistaat Bayern unter diesen Umständen die 2. Stammstrecke und sein ambitiöses S-Bahnprogramm für München finanzieren will, steht völlig in den Sternen. Die Landtags-CSU scheint nicht zu wissen, was die Bundestags-CSU entscheidet, oder versucht es, der Öffentlichkeit zu verheimlichen. Zeit dafür, dass Opposition und Presse aufwachen.

Zieltaktfahrplan Regionalzüge 2030 gibt auch Auskunft über S-Bahntaktlage nach Eröffnung der 2. Stammstrecke

Siehe: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/zieilfahrplan-2030-bayern.pdf?__blob=publicationFile
Eigentlich sollte ein Auszug aus dieser Netzgrafik auf die Homepage der 2. Stammstrecke gestellt werden.
Gibt viel Stoff zum Studieren.

Verkehrsmisere im Großraum München: „Verkehrspakt“ ohne Planer | Stadt München

www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/verkehrsmisere-im-grossraum-muenchen-verkehrspakt-ohne-planer-8561064.html

Kommentar zur Verkehrsmisere im Großraum München: Herrmanns Placebo-Pakt | Welt

www.merkur.de/welt/kommentar-zur-verkehrsmisere-im-grossraum-muenchen-herrmanns-placebo-pakt-8561065.html

Zweite Stammstrecke in München: Strafanzeige wegen Subventionsbetrug, „Mauschelei“, Betrug, Korruption und illegalen Absprachen

www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/zweite-stammstrecke-in-muenchen-linke-stellt-strafanzeige-8557625.html

Schmalbrüstige Antwort der Staatsregierung über Stand des 13-Punkte-Sofortprogramms

Ausweichende Antwort des STMI vom 26.4.2017 auf eine Landtagsanfrage von MdL Dr. Herbert Kränzlein nach dem Planungsstand der Projekte des 13-Punkte-Sofortprogramms:
Bei den meisten Projekten steht einfach „in Planung“, nur beim neuen Bahnsteig Markt Schwaben „im Planfeststellungsverfahren“, Neufahrner Kurve „im Bau“, Lückenschluss Erding „teilweise im Planfeststellungsverfahren“ und Abstellanlage Steinhausen „Baurecht liegt vor“. Kränzlein wollte jedoch wissen, in welcher Phase der Planung (Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung) sich die Projekte finden. 2015 hat das STMI noch genauer Auskunft über die netzergänzenden Massnahmen gegeben:
„• NeM 07 zusätzlicher Bahnsteig Markt Schwaben: Genehmigungsplanung
• NeM 08 zweites Gleis St. Koloman: Entwurfsplanung
• NeM 13 Abzweigstelle Westkreuz: Entwurfsplanung
• NeM 16 Wendegleis Weßling: Entwurfsplanung
• NeM 17 zweites Gleis Steinebach – Seefeld-Hechendorf: Entwurfsplanung
• NeM 18 LZB Pasing: Entwurfsplanung
• NeM 23 140 km/h zum Flughafen: Grundlagenermittlung“

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Zweite S-Bahn-Stammstrecke: Grüne verlangen Ausbauplan zu Bahnprojekten | Nachrichten | BR.de

BR, 20.7.2017: www.br.de/nachrichten/gruene-stammstrecke-s-bahn-100.html

Diverse Landtagsanträge zur Beschleunigung des (S-)Bahnausbaus in München und Bayern

Antrag SPD, 12.7.2017: „Ausbau der S4 vorantreiben“: www.bayern.landtag.de/webangebot2/Vorgangsmappe?wp=17&typ=V&drsnr=17753&intranet=#pagemode=bookmarks

Dringlichkeitsantrag SPD, 18.7.2017: „Zeitachse des Bahnknotenausbaus München klären – 3 Phasen politisch und fachlich begründen“: www.bayern.landtag.de/webangebot2/Vorgangsmappe?wp=17&typ=V&drsnr=17817&intranet=#pagemode=bookmarks

Dringlichkeitsantrag Grüne, 18.7.2017: „Ausbauplan für die S-Bahn München und den Schienenpersonennahverkehr in Bayern vorlegen“: www.bayern.landtag.de/webangebot2/Vorgangsmappe?wp=17&typ=V&drsnr=17812&intranet=#pagemode=bookmarks

Dringlichkeitsantrag CSU, 19.7.2017: „Weichenstellungen für den Bahnausbau in der Region München“: www.bayern.landtag.de/webangebot2/Vorgangsmappe?wp=17&typ=V&drsnr=17837&intranet=#pagemode=bookmarks

Dringlichkeitsantrag Freie Wähler, 19.7.2017: „SPNV in Bayern: Umfassende Unterrichtung des Landtags“: www.bayern.landtag.de/webangebot2/Vorgangsmappe?wp=17&typ=V&drsnr=17836&intranet=#pagemode=bookmarks

Sämtliche Dringlichkeitsanträge wurden wohl heute, 20.7.17, zwischen 9 und 14 Uhr im Landtagsplenum beraten.

Herrmann behauptet Finanzierung S4-Ausbau, Sendlinger Spange & Erdinger Ringschluss seien gesichert

SZ, 2.7.17 www.sueddeutsche.de/muenchen/oeffentlicher-nahverkehr-muenchner-verkehrsprojekte-in-der-warteschleife-1.3569861

Einige Gedanke zur Prioritätenlisten S-Bahn München

Positiv bei dieser Prioritätenliste ( www.merkur.de/bayern/wegen-zweiter-stammstrecke-bahn-verschiebt-viele-bau-projekte-8431918.html ) ist, dass die meisten Projekte mit einer Jahreszahl versehen wurde. Allerdings ist zu bemängeln, dass überhaupt nicht klar ist, nach welchen Kriterien diese Prioritätenliste erstellt wurde. Alle Projekte sind wünschenswert, aber die Frage muss ja sein, welche am dringendsten sind. Ebenfalls fehlt die Finanzierungsperspektive. Hier hat sich das BMVI mehr Mühe gegeben bei der Erarbeitung des Bundesverkehrswegeplans 2030. Die Grundkonzeption hatte die Kriterien der Erstellung dieses Plans zum Inhalt: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/BVWP/bundesverkehrswegeplan-2030-grundkonzeption.html

Einige Punkte, die auch bei der Planung der Ausbaumassnahmen der München S-Bahn relevant wären:
1. Ich denke auch hier müsste die Engpassbeseitigung an erster Stelle liegen. Auf welchen Linien liegen die höchsten Auslastungszahlen in der Spitzenstunde vor.
2. Die Engpassbeseitigung betrifft jedoch auch jene Strecken, welche zu den grössten Störungen führen. (Relevanz für die Stabilität des Gesamtnetzes)
3. Sicherlich relevant wäre auch, welche Ausbaumassnahmen den höchsten Nutzen-Kosten-Faktor erzielen.
4. Ebenso relevant wäre gewesen, wie weit die Planungen bereits fortgeschritten sind.

Nach meinen Dafürhalten – dies wäre natürlich genau zu analysieren – gehören folgende Projekte in die Phase 1 oder zumindest 2:
1. Ausbau Pasing-Eichenau. Planungsstand fortgeschritten (Abschluss der Vorplanung steht unmittelbar bevor). Westkopf Pasing ist ein Nadelöhr und führt zu Aufschaukelung von Verspätungen. Längste Mischverkehrsstrecke im MVV, Geschwindigkeitsdifferenz zwischen S-Bahn und Regional- und Fernverkehr erhöht sich mit Elektrifizierung München-Lindau im Dez. 2020 was die Streckenkapazität vermindert und somit Verspätungsanfälligkeit noch erhöht. Hohe Auslastung in der Spitzenstunde. Nutzen-Kosten-Faktor über 1 bereits beim 4-gleisigen Ausbau, bei 3-gleisigen wohl deutlich über 1.
2. Ausbau Markt-Schwaben-Berg am Laim. Ebenfalls relativ lange Mischverkehrsstrecke, verspätungsanfällig. Elektrifizierung München-Mühldorf steht ebenfalls an, steigende Geschwindigkeitsschere vermindert Kapazität der Strecke. Hohe Auslastung in der Spitzenstunde. Manko: Meines Wissens keine abgeschlossene Vorplanung, kein Nutzen-Kosten-Gutachten. Muss daher schleunigst nachgeholt werden.
3. Ausbau Johanneskirchen-Daglfing. Mischverkehrsstrecke, hohe Auslastung in der Spitzenstunde. Problem: Ist ein BVWP-Projekt, und kein GVFG-Projekt. Wird daher gar nicht vom Land entschieden.
4. Ausbau Moosach-Freising. Zweitlängste Mischverkehrsstrecke im MVV, verspätungsanfällig. Hohe Auslastung in der Spitzenstunde. Manko: Meines Wissens keine abgeschlossene Vorplanung, kein Nutzen-Kosten-Gutachten. Muss daher schleunigst nachgeholt werden.

Nach meiner Meinung nach „Nice to have“ aber sicher nicht zur Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke: Elektrifizierung Ebersberg-Wasserburg. Es handelt sich um einen Nebenstrecke mit einem vergleichsweise geringen Verkehrsaufkommen, eine Überlastung in der Spitzenstunde ist mir nicht bekannt. Keine abgeschlossene Vorplanung, kein Nutzen-Kosten-Gutachten. Allenfalls muss zwischen Ebersberg und Grafing Bahnhof ein zweites Gleis geschaffen werden, aber man sollte erst den Effekt des Linientausches S4/S6 Richtung Ebersberg auf die Fahrplanstabilität abwarten.

Bahnsteig 1 in Fürstenfeldbruck ist meiner Meinung nach zwar nur eine Miniprojekt, aber ziemlich nutzlos, da es stadteinwärts zur Spitzenstunde kaum nutzbar sein wird (2x Kreuzen des Gegengleises auf einer stark belasteten Strecke wird kaum funktionieren, und die Verspätungsanfälligkeit vergrössern).

Ausserdem werden die Regionalzughalte in Fürstenfeldbruck definitiv mit der Einführung der Express-S-Bahn (vrsl. 2026) wieder wegfallen, dann ist dieses Gleis wegen der niedrigeren Bahnsteighöhe nicht mehr nutzbar. Meiner Meinung nach eine reine Geldverschwendung. Man hätte als Zwischenlösung wirklich besser sofort einen Regionalzughalt in Puchheim eingeführt als auf diesen Bahnsteig zu setzen.

Wegen zweiter Stammstrecke: Bahn verschiebt viele Bau-Projekte. Horst Seehofer als Lügner entlarvt

Siehe Merkur, 26.6.2017:
www.merkur.de/bayern/wegen-zweiter-stammstrecke-bahn-verschiebt-viele-bau-projekte-8431918.html
Phase 1 – vor Inbetriebnahme der zweiten Stammstrecke:
◦Neufahrner Kurve (2018)
◦Erweiterung S-Bahn-Werkstatt Steinhausen (2020)
◦zusätzlicher Bahnsteig Markt Schwaben (2020)
◦Netz-Ausbau Abzweigstelle Flughafen S1/S8 (2021)
◦Sendlinger Spange, Baustufe 1 (2022/24)
◦Wendegleis Weßling (2023)
◦Bahnsteigquerung Hbf (2024)
◦Bahnsteig Gleis 1 Fürstenfeldbruck
Phase 2 – mit Inbetriebnahme:
◦Abzweigstelle Westkreuz
◦Linienförmige Zugbeeinflussung westlich Pasing
◦zweites Gleis Steinebach-Seefeld-Heckendorf
◦zweites Gleis St. Koloman
◦Bahnsteigertüchtigung Geltendorf-Buchloe für Regional-S-Bahn
◦Elektrifizierung Ebersberg-Wasserburg
Phase 3 – nach Inbetriebnahme:
◦Regionalzughalt Poccistraße (2028)
◦Lückenschluss Flughafen-Erding (2028)
◦S7-Verlängerung Geretsried (2027)
◦München-Mühldorf-Freilassing (2030)
◦Walpertskirchner Spange (2027)
◦Ausbau S4 West bis Eichenau (2030)
◦Ausbau S8 Daglfing-Johanneskirchen (2030)
◦Ausbau S2 West Dachau-Petershausen (keine Angabe mit Jahreszahl)
◦Netz-Ausbau München-Freising-Landshut (k. Ang.)
◦Elektrifizierung Oberlandnetz und Pfaffenwinkelbahn (k. Ang.)
◦Ausbau Nordring (k. Ang.)
◦(Aus-)bau U4, U9, U5 (k. Ang.)“
Wie hiess es im November 2016: „Darüber hinaus werden wir dafür sorgen, dass andere bayerische Projekte aus dem GFVG-Programm durch die Finanzierung der 2. Stammstrecke in München nicht beeinträchtigt werden.“ bayern.de/freistaat-bayern-und-bund-einigen-sich-auf-bau-der-2-s-bahn-stammstrecke-in-muenchen-ministerpraesident-seehofer-quantensprung-fuer-den-oeffentlichen-personennahverkehr-in-bayern/?seite=1579

Leerer Finanzierungstopf nach Bau von Münchens 2. Stammtrecke. Freistaat zeigt Finanzierungsperspektiven für Schienennahverkehrsprojekte auf

Noch im Februar hatten sich der Bayerische Verkehrsminister Joachim Herrmann für eine Erhöhung der Bundeszuschüsse für Investitionen in das S-Bahnnetz (gemäss dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, GVFG) stark gemacht (Süddeutschen Zeitung vom 16.2.2017 : www.sueddeutsche.de/muenchen/nahverkehr-auf-werbetour-1.3382325). Auch ihm war offensichtlich klar, dass ansonsten wegen der Vorfinanzierung des GVFG-Bundesanteils der 2. Stammstrecke durch den Freistaat anderen bayrischen S-, U- und Strassenbahnprojekte die Finanzierungsquelle entzogen würde. Nachdem der Bund vor hat, die entsprechenden Bundeszuschüsse bei lächerlichen 330 Millionen Euro für ganz Deutschland einzufrieren (siehe Gesetzentwurf vom 13.2.2017: dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/111/1811131.pdf), war völlig unklar, wie die Staatsregierung ihre im Oktober gemachte Zusicherung (Pressemeldung der Staatsregierung vom 25.10.2016: bayern.de/freistaat-bayern-und-bund-einigen-sich-auf-bau-der-2-s-bahn-stammstrecke-in-muenchen-ministerpraesident-seehofer-quantensprung-fuer-den-oeffentlichen-personennahverkehr-in-bayern/?seite=1579) erfüllen kann, dass wegen der Finanzierung der zweiten Stammstrecke andere Projekte nicht „beeinträchtigt“ werden. Am 11.5.2017 hat die Staatsregierung auf eine Anfrage des grünen Verkehrspolitiker Markus Ganserer eine Finanzierungsmöglichkeit aufgezeigt (siehe www1.bayern.landtag.de/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0015803.pdf): “Die Planungen der Staatsregierung sehen deshalb vor, gegebenenfalls ausfallende Bundesanteile durch Mittel des Freistaats zu tragen. Hierfür ist vorgesehen, vorrangig Regionalisierungsmittel zu verwenden.“ Von dieser Finanzierungsperspektive durch den Freistaat könnten die folgenden Projekte profitieren:
1. Mobilitätsdrehscheibe Augsburg
2. Stadt-Umland-Bahn Erlangen
3. München: Verlängerung U5-West: Laimer Platz – Pasing
4. München: Verlängerung U4-Ost: Arabellapark – Englschalking
5. München: Ausbau U-Bahnhof Sendlinger Tor
6. München: Verlängerung U6-Süd, Klinikum Großhadern – Martinsried
7. Nürnberg: U3, Baustufe 2, Nordwestring – Gerbersdorf
8. München: Verlängerung S7, Wolfratshausen – Geretsried
9. München: S-Bahn, Erdinger-Ringschluss
10. München: S-Bahn, S4-West, Ausbau Pasing – Buchenau
11. Nürnberg, S-Bahn, 2. Baustufe Bamberg – Nürnberg– Hartmannshof, 1. Bauabschnitt
12. Nürnberg, S-Bahn, Nürnberg – Ansbach

S-Bahn-Chef kündigt an: Stammstrecke wird eingezäunt, 21 zusätzliche Triebwagen

Merkur, 1.5.17: www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/s-bahn-chef-kuendigt-an-stammstrecke-wird-eingezaeunt-8233816.html

Kommentar – Nur Interesse an Großprojekten – Fürstenfeldbruck – Süddeutsche.de

SZ, 23.4.17: www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/kommentar-nur-interesse-an-grossprojekten-1.3474570

Jetzt san wir dran: Nach 2. Stammstrecke haben Aussenstrecken Priorität. Damit S-Bahnvision Wirklichkeit wird müssen Landräte beim Bund für Finanzierung sorgen

Die Landräte wollen, dass es parallel zum Bau der zweiten Stammstrecke Verbesserungen gibt – und konkrete Planungen für die Zeit danach.© MVV. Aus tz vom 31.3.2017

Den ganzen Beitrag in My-heimat vom 2.4.2017 lesen Sie hier.

2. Stammstrecke München: Bilder vom Bau der Durchmesserlinie in Zürich

Um zu Versachlichung der Diskussion über den Bau der 2. Stammstrecke beizutragen, stellen wir hier Bilder vom Bau der Durchmesserlinie in Zürich ein. Nach Angaben der SBB wurden 45% des angelieferten Matreials und des Aushubs per Bahn transportiert. Dabei gab es Verladestationen bei den Bahnhöfen Zürich Hauptbahnhof und Zürich-Oerlikon. Die Durchmesserlinie in Zürich ist bereits fertiggestellt und seit Juni 2014 teilweise und seit Dezember vollständig in Betrieb. Der so genannte Weinbergtunnel zwischen Zürich-Oerlikon und Zürich Hauptbahnhof misst 4,8 km, der Tunnel zwischen Donnersbergerbrücke und Leuchtenbergring misst 7 km. Allerdings gibt es im Gegensatz zur 2. Stammstrecke bei der Durchmesserlinie in Zürich neben dem unterirdischen Bahnhof Zürich Hauptbahnhof Löwenstrasse keinen unterirdischen Bahnhof, der Bahnhof Zürich Oerlikon liegt bereits an der Oberfläche. Ausserdem hat man den unterirdischen Bahnhof Zürich HB Löwenstrasse mit vier Gleisen ausgestattet, statt wie im München geplant nur mit zwei Gleisen und spanischer Lösung (die Seitenbahnsteige zum Aussteigen, der Mittelbahnsteig zum Einsteigen). Der Vorteil von vier Gleisen ist, dass im Störungsfall ein Zug abgestellt werden kann, oder überholt werden kann; der Vorteil der spanischen Lösung ist, dass der Fahrgastwechsel schneller geht. Die Durchmesserlinie in Zürich wird sowohl im S-Bahnverkehr als auch im Fernverkehr genutzt, die 2. Stammstrecke wird, nur von S-Bahnen und Express-S-Bahnen benutzbar sein (wegen der unterschiedlichen Bahnsteighöhen in Deutschland ist der Einsatz von Regionlzügen durch die 2. Stammstrecke bereits problematisch).

Zu den Bildern: Quelle bei allen Bildern ist SBB: Die ersten drei Bilder zeigen die Verladestation beim Zürcher Hauptbahnhof, die letzten drei Bilder die Verladestation und die Baustelle bei Zürich Oerlikon.

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