andere deutsche Baustellen

Planloses Gelabere: Bayerns Bahnchef Josel und Bundesverkehrsminister Scheuer im BR

YouTube Link: https://youtu.be/3c8UasMoHO8

Die Tage lief im Bayerischen Fernsehen eine Diskussion über den Nahverkehr der Bahn in Bayern, mit am Tisch: Der CSU-Bundesverkehrsminister in Berlin, Andreas Scheuer und der Konzernbevollmächtigte der Bahn in Bayern: Klaus-Dieter Josel.

Die übrigen Diskussionsteilnehmer waren Pendler oder andere Politiker, wobei selbst die Moderatorin der Runde den Eindruck erweckte, mehr mit der Bahn zu fahren, als der Bundesverkehrsminister oder Bayerns Bahn-Chef persönlich.

Konzern-Bevollmächtigter Josel, seit über 15 Jahren in Bayern im Amt, scheint keiner zu sein, der den Freistaat regional gut kennen würde. Außerdem verkehrt Josel mit der Mühldorfer Südostbayernbahn, die trotz völlig überalterter Infrastruktur zwischen München und Mühldorf gute Gewinne für den Konzern Deutsche Bahn in Berlin einfährt und zumindest digital in den Ansagen mitteilt, mit wie viel Verspätung der nächste Bahnhof erreicht wird und welche Anschlusszüge erreicht werden. Von den Anschlusszügen die nicht mehr erreicht werden, kommt kein Wort vom digitalen Band, so ähnlich sind wohl auch Josels Ansichten über das eigene Unternehmen zu interpretieren.

Während Bundesverkehrsminister Scheuer ohnehin nicht als Bahn-Freund gilt, waren Josels Aussagen beinahe bemerkenswert: Warum er zu einem Termin mit Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nach Berlin fliege und nicht die Bahn nehme, entgegnete der oberste Eisenbahnfürst: Er wäre gerne mit der Bahn gefahren, was zeitlich nicht möglich war, dafür habe er tags zuvor schon etwas mehr als zwei Euro für irgendeine Umweltabgabe entrichtet.

Wenn Josel mit der Bahn nicht pünktlich nach Berlin kam, musste er wohl auch einen Pkw zum Flughafen nehmen, denn die neue Niederbayern-Anbindung an den Airport, die der Niederbayer Scheuer bei den ach so tollen Bahn-Investitionen in Bayern hoch hob, dauert für die Südostbayernbahn-Menschen genauso lange, wie die Fahrt von Mühldorf und dann weiter mit der S8 vom Ostbahnhof zum Flughafen.

Und der Erdinger Ringschluss, der irgendwann Südostoberbayern mit dem Flughafen verbinden soll, ist noch nicht fertig – und erst eines der nächsten Projekte, die angegangen werden sollen. Peinlich für Scheuer, der hob die Neufahrener Kurve hervor, dabei war dieses Projekt das „billigste“ im Konzept der Bayerischen Staatsregierung für den Bahnknoten München vor fast 10 Jahren…

Geplant, mit Filzstiftstrichen auf irgendwelchen Landkarten, seit gefühlt 20 Jahren, wird es da bei manchem Beobachter der Runde geklingelt haben. Das eingeengte Südostbayernbahn-Schema hielt Bahnchef Josel weiter in der Sendung oben: So wäre die Bahnlinie Traunstein-Traunreut, ein völlig unwichtiges Bahn-Lieblingsprojekt von Südostbayernbahn-Chef Kraller aus Mühldorf, der in Traunstein beheimatet ist, genauso defizitär, wie die Buslinie nebenbei. Völlig unangebracht in einer bayernweiten Sendung, was aber Josels Bayern-Horizont widerspiegelt. Da wusste wohl nicht einmal der Bundesverkehrsminister aus Niederbayern, über welch unwichtiges Thema hier der bayerische Bahn-Chef labert.

Diese zur Bahn konkurrierende Buslinie gab es übrigens schon, bevor Josel überhaupt nach Bayern übersiedelte und Josels lokaler Bahn-Mensch Kraller auf die Idee kam, dort mehr Züge fahren zu lassen, als Konkurrenz zum Bus. Anstatt die Bahn dort zu fördern, wo keine Busse fahren.

Bei so viel bayernweitem, regionalem (nicht-)Wissen konnte in der Runde im Bayerischen Fernsehen dann weder Bundesverkehrsminister Scheuer, noch die übrigen Teilnehmer mithalten. So wurde das Schienen-Thema in und um München diskutiert, mit der Stammstrecke, die ja bald kommt, eine verbale Zeitansage, die viel über die Denker und Lenker der Bahn und den Verkehrspolitiker Scheuer in Berlin an Interpretationsspielraum ermöglichen.

Am Ende der Sendung konnten zumindest tägliche Bahn-Nutzer nicht wirklich beruhigt zu Bett gehen. Die Bahn- und Verkehrs-Obrigkeit hatte nur unterstrichen, in welch fremden Welten sie doch leben und wie wenig sie sich darüber im Klaren sind, dass da täglich Millionen Menschen (Fahrgäste/Nutzer) sogar noch Geld für diese Verspätungs-Orgien bezahlen. Für bestens gewartete Technik aus der Kaiserzeit, längst überholte Infrastruktur mit Weichen und Signalen, als wäre Bahnfahren schon lange umsonst und all die Missstände dann doch „bald“ spürbar korrigiert beziehungsweise beseitigt. Eben Teil der Energiewende, als Verkehrswende in dieser Berliner Republik.

Wobei die zweite Stammstrecke als Tiefentunnel unter München wohl doch früher kommt, als alles andere, worüber die hohen Herrschaften die TV-Zuschauer mit vollem Ernst aber dann doch an satirische Züge erinnernd, belaberten: Da hatten die ansonsten vernehmbaren PR-Strategen von Bahn und Politik die Obrigkeit gut vorbereitet. Eben genauso, wie diese Fahrgäste die Deutsche Bahn und deren Infrastruktur täglich besser kennenlernen. Planloses Gelabere das nur offenbart: Besser wird da so schnell nichts!

M. Wengler

Wo Wasserstoffzüge alte Dieselloks ablösen | NDR.de – Nachrichten – Niedersachsen

www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/Wasserstoffzuege-eine-Alternative-zu-Dieselloks,wasserstoffzug106.html

Deutsche Bahn will neue ICE-Trasse für Tempo 300 zwischen Hannover und Bielefeld – SPIEGEL ONLINE

www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bahn-will-neue-ice-trasse-fuer-tempo-300-zwischen-hannover-und-bielefeld-a-1258332.html

Die deutsche Regierung kümmert sich lieber um künstliche Intelligenz als um eine pünktliche Bahn | NZZ

www.nzz.ch/international/die-deutsche-regierung-kuemmert-sich-lieber-um-kuenstliche-intelligenz-als-um-eine-puenktliche-bahn-ld.1441904

Schweiz kritisiert mangelhafte Qualität der Deutschen Bahn | wr.de | Wirtschaft

www.wr.de/wirtschaft/schweiz-kritisiert-deutsche-bahn-wegen-unpuenktlichkeit-id216023831.html?fbclid=IwAR1gJjS3RjxYnI-zpwHDldCuFHseFoGzzUflskzG7e2WByHZDMAzbKHa9b8

Deutsche Bahn – Ein „organisatorischer Albtraum“ – Wirtschaft – Süddeutsche.de

Langsam können sie einem leidtun – die von „Die Bahn“.
Letzten Montag Streik, diesen Montag S-Bahn-Chaos München. Das ist irgendwie kein verlässliches Verkehrsmittel, um die Energie- und Verkehrswende zu schaffen…
Wenn aber schon die Politiker in Berlin auf die Missstände aufmerksam werden – könnte es langsam wirklich gefährlich werden. Für die bei der Bahn.
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-pannen-1.4256677

„Wir wollen wieder überall Weltklasse werden“? Defekte Züge, Störungen & überall Verspätungen – neue Politiker für eine Infrastruktur in einem Entwicklungsland!

Mit je mehr Leuten man spricht, desto weniger vertrauen die noch der Infrastruktur in Deutschland. Vom Mobilfunk über verstopfte Schlaglochpisten (Straßen??!) bis hin zu einem Schienennetz, das nur eines garantiert: Frust und Verspätungen. Passend dazu der derzeitige Benzinpreis, weil die große (und wohl wichtige) Wasserstraße, der Rhein, in Zeiten des Klimawandels zu wenig Wasser führt, um den Sprit von Rotterdam ins europäische Innere zu transportieren. Während in solchen Zeiten Berliner Politiker in ihren letzten Amts-Zügen von „die Zeit drängt“ und „wir wollen wieder überall Weltklasse werden“ labern, stehen auch in Bayern neue Politiker im Rampenlicht:
Bayerns neuer Bau- und Verkehrsminister glänzt mit seiner Jugend. Damit kennt er verkehrstechnisch im Großraum München quasi nur tägliches Chaos und übernimmt Akten mit Planungen, die an Flickwerk und –Schusterei kaum zu überbieten sind. Noch schlimmer wird sein: In den nächsten fünf Jahren seiner Amtszeit kann es keinerlei Verbesserungen geben, alles hängt vom Bau der 2. Stammstrecke als Tunnel in 40 Meter Tiefe unter München ab, während auf dem freien Feld, den Gleisen im Außenbereich, sich Verspätungen aus der Stadt und zwischen den verschiedenen Zug-Arten (Güter-, Regional- und S-Bahn-Verkehr) gegenseitig steigern.
Das kürzlich in Berlin geöffnete Füllhorn für den Schienen-Ausbau, für Strecken auf den Güter- oder Fernverkehrszüge fahren, existiert ohnehin nur auf dem Papier. Es mangelt schlichtweg schon an Planern für die Planungen, mehr als Skizzen oder Filzstift-Striche in irgendwelchen Landkarten existieren kaum. Manchem Planer selbst dürfte es zudem an Lust und Laune mangeln, nochmals Dinge zu planen, die er vor 15 oder 20 Jahren schon am Tisch hatte und die hinterher einfach nur in Schubläden verstaubten.
Die Jugend weiß von all dem nichts. Sie geht wie immer „frisch, fromm, fröhlich und frei“ an die Projekte der Zukunft heran, obwohl noch nicht einmal die Hausaufgaben aus der Vergangenheit (von vor der Bahn-Reform aus dem Jahre 1996) erledigt wurden. Geredet und laut gedacht wurde viel. Heute zeigt sich: Weder gen Brenner, noch gen östliches Europa wie Wien geht es flott voran und das mitten im eigentlichen Herzen Europas. Die prestige-trächtigen deutschen Schnellstrecken enden quasi am Hauptbahnhof in München, sofern sie überhaupt dorthin führen, die Flughäfen sind nur im Norden gut per Bahn erreichbar und warum so viele Leute mit Diesel-Pkws in die Städte pendeln, dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass die Fahrt mit den Öffis weder schneller, noch pünktlicher, schon gar nicht ruhiger und letzten Endes auch nicht bequemer ist (Sitzplätze?). Die zügigen Großraum-Wägen garantieren eigentlich nur eines: Täglich auf eine Sorte Mitmenschen zu treffen, von der man hoffte, sie würde es nur im Internet, Fernsehen oder Kabarett geben…
Und um all die Absurditäten noch völlig ohne neu-modische Ablenkung inhalieren zu müssen, zeugen die meisten Bahnstrecken von Plumper-Offline-Pampa. Diese Funklöcher zu stopfen, ist allerdings Aufgabe einer anderen jungen Dame, die Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in sein neues Kabinett berufen hat. Beide „Jung-Minister/in“ stehen eigentlich vor schier unlösbaren Aufgaben und dürften bald in die Fußstapfen der Vorgänger treten: Sich möglichst schadlos aus der Affäre ziehen, in einem hoch-Industrie-Land, dessen Infrastruktur längst mit Entwicklungsländern vergleichbar ist. Das sagen selbst Menschen, die einfach nur nachdenklich geworden sind und bis dato weniger kritisch waren. Die in Berlin sehen das offenbar anders – „wir wollen wieder überall Weltklasse werden“ – Fußballer in der Kreisklasse würden darüber nur den Kopf schütteln.
Kommentar: M. Wengler

Ein Blick über den Münchner Tellerrand nach NRW: RRX 2018 wird die Utopie Realität

www.wn.de/Muensterland/2703571-Bahnverkehr-RRX-2018-wird-die-Utopie-Realitaet

DB und Georgische Eisenbahn vereinbaren Kooperation | DB Konzern

www.deutschebahn.com/de/presse/pressestart_zentrales_uebersicht/11601148/db_MoU_Georgien.html?start=0&itemsPerPage=10

Wie geht das? Neue Gleise für den Norden | NDR.de

www.ndr.de/fernsehen/epg/import/Wie-geht-Neue-Gleise-fuer-Norden,sendung508692.html

Neue Düsseldorfer U-Bahn: Eine Kette kunstvoller Transiträume

Link zum NZZ-Artikel vom 28.4.2016: www.nzz.ch/feuilleton/kunst_architektur/phantastische-u-bahnhoefe-in-duesseldorf-eine-kette-kunstvoller-transitraeume-ld.16552

Länder wollen tiefere Preise für Nutzung von Trassen und Stationen im Schienenpersonennahverkehr

Pressemeldung des baden-württembergischen Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur vom 18.3.2016:
Wettbewerb auf der Schiene stärken
am 18. März 2016
18.03.2016 – Baden-Württembergs Verkehrsminister Hermann: Wettbewerb auf der Schiene stärken – Preise für die Nutzung von Trassen und Stationen im Schienenpersonennahverkehr begrenzen. Baden-Württemberg unterstützt im Bundesrat Forderungen der Länder zur Korrektur des Eisenbahnregulierungsgesetzes.

Im Schienenverkehr ist nach den Worten von Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann dringend mehr Wettbewerb, Effizienz und Attraktivität nötig. „Deshalb setzen sich die Länder für eine dynamische, zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Eisenbahnsektors ein“, erklärte der Minister am Freitag, 18. März anlässlich einer Stellungnahme, die die Länder zur ersten Beratung des „Gesetzes zur Stärkung des Wettbewerbs im Eisenbahnbereich“, d.h. insbesondere des sogenannten „Eisenbahnregulierungsgesetzes“ (ERegG) in den Bundesrat einbrachten. Es dient der Umsetzung der EU-Richtlinie 34/2012/EU zum Einheitlichen europäischen Eisenbahnraum. Diese Richtlinie hätten alle Mitgliedstaaten bereits bis zum 16. Juni 2015 umsetzen müssen. Deutschland ist jedoch neben sechs weiteren Staaten im Verzug. Zwei Monate bleiben jetzt noch für die nationale Gesetzgebung, sonst droht dem Bund ein Vertragsverletzungsverfahren vor dem Europäischen Gerichtshof. Diesen Beitrag weiterlesen »

Umweltverbände: Bundesverkehrswegeplan muss grundlegend überarbeitet werden!

Pressemeldung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) vom 30.3.2016: Die Umweltverbände BUND, NABU, VCD und DNR kritisieren den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 und dessen Umweltbericht als grundlegend überarbeitungsbedürftig. Die Verbände fordern einen Stopp der derzeit laufenden öffentlichen Beteiligung, da die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür nicht erfüllt sind. Die Bundesregierung muss den Bundesverkehrswegeplan überarbeiten und dann erneut die Bürgerinnen und Bürger zur Stellungnahme aufrufen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Land und Bahn machen Tempo – Bremen und Umgebung

In Norddeutschland strecken die Bundesländer Gelder für die Planungen vor, dass Bahn-Nadelöhre zeitnah beseitigt werden können… Obwohl der Güterverkehr und die Infrastruktur dafür Aufgabe des Bundes ist. www.weser-kurier.de/region_artikel,-Land-und-Bahn-machen-Tempo-_arid,1287673.html

Schwankende Doppelstock-ICs: Fahrgastverband kritisiert Deutsche Bahn

Merkur, 4.1.2016: www.merkur.de/reise/schwankende-doppelstock-ics-fahrgastverband-kritisiert-deutsche-bahn-zr-6006773.html Das Wort „Entschuldigung“ oder „bedauern“ hat das arrogante Staatsunternehmen Deutsche Bahn nicht in ihrem Vokabular.

S-Bahn als Geisterbahn

DMM, 29.10.2015: dmm.travel/news/artikel/lesen/2015/10/geisterbahn-72010/

Stiftung Warentest: Internet im Zug ist oft zum Gruseln

m.heise.de/newsticker/meldung/Stiftung-Warentest-Internet-im-Zug-ist-oft-zum-Gruseln-2866570.html

Bund und DB AG schließen Finanzierungsvereinbarung zur Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven

Pressemeldung BMVI vom 20.10.2015: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Pressemitteilungen/2015/115-dobrindt-fv-oldenburg-wilhelmshaven.html?linkToOverview=DE%2FPresse%2FPressemitteilungen%2Fpressemitteilungen_node.html%23id167758 Bund und DB AG schließen Finanzierungsvereinbarung zur Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven Dobrindt: Bahnstrecke zum JadeWeserPort wird elektrifiziert Erscheinungsdatum: 20.10.2015 Laufende Nr.:115/2015 Der Bund investiert Milliarden in den Ausbau des Schienennetzes. Im Fokus stehen dabei vor allem die wichtigen Güterstrecken zu den Häfen. Nun kann eine der wichtigsten Güterstrecken im Norden, die Bahnverbindung Oldenburg-Wilhelmshaven, durchgehend elektrifiziert werden. Diese Bahnstrecke bindet den JadeWeserPort, Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen an das deutsche Schienennetz an. Die Finanzierungsvereinbarung über 423 Millionen Euro zwischen Bund und DB AG ist geschlossen. Bundesminister Alexander Dobrindt: „Die Elektrifizierung dieser wichtigen Bahnstrecke stärkt den JadeWeserPort und damit den Wirtschafts- und Logistikstandort Deutschland. Mit dem Ausbau bringen wir mehr Güter von der Straße auf die Schiene. Auch der Personenverkehr profitiert von höheren Geschwindigkeiten – und die Lärm- und Abgasemissionen werden zukünftig deutlich reduziert.“ Enak Ferlemann: „Zu meiner großen Freude haben wir jetzt mit der Deutschen Bahn die Finanzierungsvereinbarung zur Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven abgeschlossen. Dies ist der letzte Baustein zur Anbindung des JadeWeserPorts. Damit halten wir unsere Zusage zur Finanzierung der Elektrifizierung dieser Eisenbahnstrecke ein. Das ist eine gute Nachricht – insbesondere für die Region – aber auch für die Länder Niedersachsen und Bremen.“ Mit Investitionen in Höhe von rund 423 Millionen Euro, die zum größten Teil vom Bund aufgebracht werden, wird als letzte Baustufe die Gesamtstrecke elektrifiziert sowie das Unterwerk in Hahn zur Energieversorgung neu gebaut, abschnittsweise die zulässige Radsatzlast von 22,5 t auf 23,5 t angehoben und die Streckenhöchstgeschwindigkeit auf bis zu 120 km/h erhöht. Gleichzeitig wird ein umfangreiches Lärmvorsorgekonzept umgesetzt. Dazu sind aufgrund schwieriger Untergrundverhältnisse, insbesondere im Nahbereich des Jadebusens aufwändige Bodenstabilisierungen bis zu 9 m Tiefe erforderlich. Ergänzende Leit- und Sicherungstechnik wird umgesetzt. „Durch die Elektrifizierung in Verbindung mit umfangreichen Maßnahmen zur Untergrundertüchtigung wird gewährleistet, dass die Schienenstrecke als wichtige Hinterlandverbindung zum JadeWeserPort auch zukünftig ihren Anforderungen gerecht werden kann. Mit den umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen wird den heutigen Anforderungen an eine emissionsarme und damit moderne und umweltverträgliche Eisenbahninfrastruktur Rechnung getragen“, so Ferlemann abschließend. Das umfassende Lärmschutzkonzept kommt insbesondere den Anwohnerinnen und Anwohnern im Abschnitt Oldenburg-Rastede zu Gute. Von der höheren Geschwindigkeit profitiert der Personenverkehr mit kürzeren Reisezeiten. Der Bau kann nach Abschluss der derzeit laufenden Planfeststellungsverfahren beginnen. Die Aufnahme des elektrischen Zugbetriebs soll im Sommer 2022 erfolgen.

Bund plant mehr Zuschüsse für Regionalverkehr

http://www.merkur.de/wirtschaft/bund-plant-mehr-zuschuesse-regionalverkehr-zr-5563339.html

Pro Bahn Meldung: S-Bahn Klagen allerorten

Der Hessische Rundfunk beklagt nach Rückfrage beim Rhein-Main-Verkehrsverbund die schlechte Pünktlichkeit der Frankfurter S-Bahn, und nennt Gründe für den Pünktlichkeitseinbruch. Matthias Gastel, bahnpolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, schreibt in seinem Blog über S-Bahn-Gipfel und Gipfel der Unpünktlichkeit in Stuttgart. Das Sorgenkind Berliner S-Bahn hat mit der Hitze des Sommers zu kämpfen. Und zur Abwärtsspirale der S-Bahn München gibt es eine aktuelle Meldung auf der Bayern-Seite von PRO BAHN. Etwas Pünktlichkeitsstatistik aus Stuttgart sowie München und Nürnberg findet man im Internet. Warum die DB-Statistik nicht immer aussagekräftig ist, wurde bereits 2012 in einem Artikel erläutert.

S4 Hamburg-Bad Oldesloe: Immense Kostensteigerung von 350 Mio. auf 1 Mrd. Euro

Pressemeldung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie von Schleswig-Holstein vom 23.7.2015: http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/VII/Presse/PI/2015/150722_S4_Ost_Planungen.html . Im Jahr 2011 wurde noch mit Kosten von 350 Mio Euro gerechnet, siehe Pressemeldung der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Stadt Hamburg, 22.7.2011: http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/2988104/2011-07-22-bwvi-s4-hamburg-oldesloe/. Alles sieht nach einem Deja-vue aus: 2. Stammstrecke München, Kostensteigerung von 500 Mio auf 3 Mrd. Euro. Elektrifizierung Lindau-München: Kostensteigerung von 210 Mio auf 310 Mio Euro. Diese Kostensteigungen sind sehr peinlich für die Planer. Ebenso peinlich sind die ständigen Verschiebungen der Termin für die Planung und Inbetriebnahme. Lindau-München sollten ursprünglich 2015 in Betrieb gehen, nun wird mit 2020 gerechnet, die 2. Stammstrecke München sollte ursprünglich 2009 fertiggestellt werden, nun wir mit 2025 gerechnet. Beim Ausbau der Münchner S4 West wurde zunächst eine Fertigstellung 2009 in Aussicht gestellt, inzwischen kann kein Termin mehr genannt werden. Versagen von Politik und Deutscher Bahn beim öffentlichen Schienennahverkehr auf der ganzen Linie.
Planungen für S 4 Ost DB Netz AG rechnet mit Kosten von einer Milliarde Euro. Horch und Meyer: „Belastbare Zahlen sind solide Basis weiterer Planungen“ Datum 23.07.2015
Für den geplanten Bau der so genannten S 4 Ost, der 36 Kilometer langen S-Bahn-Linie 4 von Hamburg bis Bad Oldesloe, liegt erstmals eine belastbare Kostenermittlung vor. Wie Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch und Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer heute (22. Juli) gemeinsam mit der DB-Konzernbevollmächtigten Manuela Herbort mitteilten, habe die von beiden Ländern beauftragte DB Netz AG Gesamtkosten inklusiv vertiefter Kosten- und Risikoanalyse von knapp über einer Milliarde Euro ermittelt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Vorplanungen zur Fehmarnsundquerung: Scoping startet – die Umwelt im Blick!

Pressemeldung der DB von 2.7.2015: http://www.deutschebahn.com/de/presse/pi_regional/9617566/hsh20150702.html?start=0&itemsPerPage=20 Presseinformation Vorplanungen zur Fehmarnsundquerung: Scoping startet – die Umwelt im Blick! Taucher und akustische Detektoren helfen bei Sundkartierungen (Hamburg, 2. Juli 2015) Im Rahmen der aktuellen Planungen der Schienenanbindung der Festen Fehmarnbeltquerung- wurde die Deutsche Bahn gemeinsam mit dem Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV SH) vom Bundesverkehrsministerium beauftragt, mögliche Varianten der Fehmarnsundquerung zu untersuchen. Die Planungen sind notwendig, da die bestehende Sundbrücke mit Blick auf die zu erwartenden Mehrverkehre nach Eröffnung des Fehmarnbelt-Tunnels die zukünftigen Belastungen nicht trägt und zudem eine geringe Restnutzungsdauer hat. Teil des Planungs- und Genehmigungsprozesses ist eine umfangreiche Umweltverträglichkeitsprüfung. Dabei werden die Auswirkungen des Infrastrukturprojekts auf Menschen, einschließlich der menschlichen Gesundheit, Tiere, Pflanzen, die biologische Vielfalt, Boden, Wasser, Luft, Klima, Landschaft, Kulturgüter, sonstige Sachgüter sowie die Wechselwirkung zwischen diesen Schutzgütern untersucht. Das so genannte Scoping-Verfahren stellt für die Umweltverträglichkeitsprüfung sicher, dass alle Belange des Umwelt- und Naturschutzes berücksichtigt werden. Für die Planungen einer Fehmarnsundquerung hat die Deutsche Bahn als Vorhabenträgerin gemeinsam mit dem LBV SH eine Scoping-Unterlage erstellt. In ihr wird konkret beschrieben, welcher Untersuchungsrahmen und Untersuchungsraum für die Umweltverträglichkeitsstudie vorgesehen sind. Schwerpunkt der Untersuchungen ist der Sund mit seinen angrenzenden Küstenbereichen. Wo mit Natur- und Umweltschutzkonflikten zu rechnen ist, wurde der Untersuchungsraum vorausschauend auf mögliche Alternativen erweitert. Die Unterlagen wurden beim Eisenbahn-Bundesamt als zuständiger Planfeststellungsbehörde eingereicht. Sie werden auch an alle zu beteiligenden Stellen verschickt. Dazu gehören neben den so genannten Trägern öffentlicher Belange (TÖBs), wie Behörden, Ministerien, Ämter und Gemeinden, auch die anerkannten Natur- und Umweltschutzverbände. Im vorliegenden Projekt werden gemäß den Verwaltungsgrundlagen rund 50 Institutionen beteiligt. Im September wird das Eisenbahn-Bundesamt zu einem Scoping-Termin einladen. Dann wird auf Grundlage der eingereichten Unterlagen festgelegt, welche Untersuchungen, Gutachten und Betrachtungen für die Umweltverträglichkeitsstudie zu erstellen sind. So wird sichergestellt, dass alle Natur- und Umweltschutzbelange abgestimmt betrachtet werden. Zu den Untersuchungen: Für die Umweltverträglichkeitsprüfung sind bei diesem Projekt besondere Herausforderungen zu beachten. Da es sich beim Sund um einen maritimen Bereich handelt, sind die Untersuchungen und geforderten Gutachten noch umfangreicher als bei Prüfungen im rein terrestrischen Umfeld. Die Deutsche Bahn plant Umweltbetrachtungen über voraussichtlich zwei Vegetationsperioden. Es werden sehr aufwendige Untersuchungsverfahren angewandt. So finden im Sundbereich qualitative, videogestützte Kartierungen in einem festgesetzten Korridor von Makrozoobenthos (vornehmlich Miesmuscheln) und Makrophyten (Algen und Seegras) statt. Taucher werden zudem umfangreiche Untersuchungen an über 300 Unterwasserstationen durchführen. Um einen Überblick über die Fischarten im Sund zu erhalten, finden fischereibiologische Untersuchungen mit speziellen Fangtechniken und Untersuchungsgeräten statt. Auch das Vorkommen und die Verhaltensweisen der Meeressäuger werden untersucht. Zur Erfassung dienen neben Sichtbeobachtungen vor allem auch so genannte PODs – Porpoise Detectors, die als akustische Detektoren im Sund angebracht werden. Ebenfalls untersucht werden unter anderem der Seegrund (Topographie), die Grundbeschaffenheit (Sedimentologie) sowie Wasserströmung, Wasserstand und Trübung (Hydrologie). Herausgeber: DB Mobility Logistics AG Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland Verantwortlich für den Inhalt: Leiter Kommunikation Oliver Schumacher

Rheintalbahn: Bund und Baden-Württemberg einigen sich auf umwelt- und menschenfreundlichen Streckenverlauf

Pressemitteilung der Deutschen Bahn vom 26.6.2015: http://www.deutschebahn.com/de/presse/pi_regional/9592104/bw20150626c.html?start=0&itemsPerPage=20 Presseinformation Historische Entscheidung im Projektbeirat für den Ausbau der RheintalbahnBund und Land Baden-Württemberg einigen sich auf umwelt- und menschenfreundlichen Streckenverlauf (Berlin, 26. Juni 2015) Nach jahrelangen Verhandlungen über den Ausbau der Rheintalbahn zwischen Offenburg und Basel von zwei auf vier Gleise ist im Projektbeirat eine historische Entscheidung gelungen. Der Bund und das Land Baden-Württemberg einigten sich am Freitag auf erhebliche Änderungen gegenüber der ursprünglich geplanten Antragstrasse und auf einen Streckenverlauf, der einen weitreichenden Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner vor Lärm und Erschütterungen gewährleistet. Damit können viele Forderungen aus den Regionen entlang der Rheintalbahn erfüllt werden. Die beschlossenen Verbesserungen haben Lärmschutz auf höchstem Niveau zur Folge. Dazu gehört auch der Neubau der zweigleisigen Güterzugtrasse entlang der Autobahn 5 zwischen Offenburg und Riegel. Dort wird durch ergänzende Schallschutzmaßnahmen für die Ortslagen westlich und östlich der Autobahn sichergestellt, dass ein Anstieg der derzeitigen Gesamtlärmbelastung Straßen- und Schienenverkehr vermieden wird. Den Menschen an der Bestandstrasse wird Vollschutz vor Lärm und damit eine bedeutende Verbesserung zugesichert. Demzufolge sind dort keine passiven Lärmschutzmaßnahmen wie Schallschutzfenster nötig. Diesen Beitrag weiterlesen »

Krisentreffen zu Brücken auf neuer ICE-Strecke München-Berlin | Wirtschaft

Merkur, 24.6.2015: http://www.merkur.de/wirtschaft/zeitung-ice-strecke-muenchen-berlin-droht-lange-verzoegerung-zr-5163153.html

Rhein-Ruhr-Express:Deutsche Bahn verliert Ausschreibung

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/schienenverkehr-deutsche-bahn-verliert-wichtige-pendlerstrecke-1.2524123

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