S-Bahn München 999.x – MVV

Walpertskirchner Spange: Information zum Planungsstand und Finanzierung

DB Netz hat am 26.1.18 diese Information im Rahmen von 50 Projekten Bahnausbau München veröffentlicht: www.bahnausbau-muenchen.de/projekt.html?PID=47
„Derzeit läuft die Entwurfs- und Genehmigungsplanung (HOAI-Leistungsphasen 3 und 4). Terminplan
Einleitung des Planfeststellungsverfahrens (HOAI-Leistungsphase 4) für 2018 angestrebt.“ Merkwürdig: Unter Finanzierung steht: „Offen“
Eigentlich ist dieses Projekt Teil des BVWP 2030 Projekt Knoten München und müsste deshalb vom Bund und der Deutschen Bahn finanziert werden. Dieses Projekt ist in der Priorität „Vordringlicher Bedarf“: www.bvwp-projekte.de/map_railroad.html
Geben Sie Knoten München ein: www.bvwp-projekte.de/schiene/K-005-V01/K-005-V01.html

S4 Ausbau Pasing–Buchenau: Planungsstand, Terminplan, Finanzierung

Bahnausbau Pasing-Buchenau inzwischen mit eigener Internetseite cms.bahnausbau-muenchen.de/projekt.html?PID=35
Im Rahmen von 50 Bahnprojekten im Grossraum München: www.bahnausbau-muenchen.de/home.html
Hier noch die Pressemeldung dazu
www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/16813054/01_26_Neue_Internetseite.html?start=0&itemsPerPage=50

Aktueller Stand

  • Verständigung auf überarbeiteten Planungsumfang und Abschluss eines Planungsvertrages mit dem Freistaat Bayern im Dezember 2016
  • Aktuell wird die Vorplanung erstellt (HOAI-Leistungsphasen 1+2).
  • Terminplan

  • Abschluss der Vorplanung erfolgt in 2019
  • Einreichung Planfeststellungsverfahren im Dezember 2020
  • Vorlage des Baurechtes und Abschluss des Realisierungs- und Finanzierungsvertrages für 2024 geplant
  • Anschließend folgt die Bauausführung
  • Verlängerung S7 Geretsried immer noch in der Vorplanung

    Vorplanung noch immer nicht abgeschlossen.

  • Vorlage des Baurechtes für die neue Planung vsl. 2021
  • Abschluss eines Realisierungs- und Finanzierungsvertrags zur Bauausführung zwischen Freistaat Bayern und DB Netz AG ebenfalls 2023
  • Ein Inbetriebnahmetermin kann erst mit Abschluss der Vorplanung für die Tieflage des Bahnhofs Wolfratshausen genannt werden.“
  • cms.bahnausbau-muenchen.de/projekt.html?PID=43

    Stellwerk in Grafing kaputt: Stundenlanges Bahnchaos im Landkreis Ebersberg | Grafing

    www.merkur.de/lokales/ebersberg/grafing-ort28746/stellwerk-kaputt-stundenlanges-bahnchaos-im-landkreis-ebersberg-9557127.html

    Planungsstand, Terminplan und Finanzierung Überwerfung Westkreuz

    Überwerfung Westkreuz
    Hier www.bahnausbau-muenchen.de/projekt.html?PID=27 wird die Frage weitgehend geklärt:

  • „Im Dezember 2016 erfolgte die Durchfinanzierung der 2. Stammstrecke München. Diese umfasst ein Paket an Infrastrukurmaßnahmen. Dazu gehören sieben sogenannte „netzergänzende Maßnahmen“ (NEM), so auchder Ausbau der Abzweigstelle Westkreuz (NEM 13). Die Planungen werden unter Berücksichtigung der Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke München durchgeführt.
  • Aktuell werden die Planungen der DB Netz AG für die Abzweigstelle Westkreuz und die Planungen der Landeshauptstadt München für die Brückenbauwerke über die Bodenseestraße zusammengeführt.“
  • „Im Dezember 2016 erfolgte die Durchfinanzierung der 2. Stammstrecke München. Diese umfasst ein Paket an Infrastrukurmaßnahmen. Dazu gehören sieben sogenannte „netzergänzende Maßnahmen“ (NEM), so auch der Ausbau der Abzweigstelle Westkreuz (NEM 13). Die Planungen werden unter Berücksichtigung der Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke München durchgeführt.
  • Aktuell werden die Planungen der DB Netz AG für die Abzweigstelle Westkreuz und die Planungen der Landeshauptstadt München für die Brückenbauwerke über die Bodenseestraße zusammengeführt.“
  • Gute Übersicht der Planungsstände, Finanzierung und Terminpläne Bahnausbau München

    www.bahnausbau-muenchen.de/Massnahmen.html

    Landeshauptstadt schuld an Verzögerungen bei der Überwerfung Westkreuz

    Nachdem in Railblog am 24.1.2018 über die von der Landeshauptstadt verursachte Verzögerung beim Ausbau der Strecke Daglfing-Johanneskirchen berichtet wurde (www.railblog.info/?p=17130) wurde heute schon wieder ein S-Bahnprojekt bekannt, welches wegen der Landeshauptstadt München nicht vorwärts kommt. Die Überwerfung Westkreuz, die ein kreuzungsfreies Ausfädelns der Strecke nach Herrsching von der Strecke nach Tutzing ermöglicht. „… Abzweigstelle Westkreuz; da ist eine Eisenbahnüberführung über die Bodenseestraße zu gestalten. Hier wartet die Bahn seit zwei Jahren auf die Einigung mit der Landeshauptstadt über die Ausgestaltung dieser Eisenbahnüberführung.“ (siehe Protokollauszug aus einer Sitzung des Bayerischen Landtags, 7.12.2017: www.bayern.landtag.de/webangebot2/Vorgangsmappe?wp=17&typ=V&drsnr=19493&intranet=#pagemode=bookmarks )

    Es reicht also nicht den schwarzen Peter immer bei der Deutschen Bahn und dem Freistaat zu suchen.

    S-Bahnausbau zwischen Daglfing und Johanneskirchen: Stadt muss endlich Farbe bekennen – Puchheim – myheimat.de

    S-Bahnausbau zwischen Daglfing und Johanneskirchen: Stadt muss endlich Farbe bekennen – Puchheim – myheimat.de, 24.1.2018

    www.myheimat.de/puchheim/politik/s-bahnausbau-zwischen-daglfing-und-johanneskirchen-stadt-muss-endlich-farbe-bekennen-d2849883.html

    Stadt München beschließt Bau der U9 und will damit U6 ersetzen | Stadt München

    www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/stadt-muenchen-beschliesst-bau-u9-und-will-damit-u6-ersetzen-9536586.html

    Münchens OB Reiter setzt sich für höhere GVFG-Mittel ein

    Rathaus-Umsatz, 12.1.2018:
    OB Reiter wendet sich an die Spitzen von SPD, CDU und CSU
    Nachdem sich heute morgen die Spitzen von SPD, CDU und CSU darauf verständigt haben, nach den Sondierungen in Koalitionsverhandlungen eintreten zu wollen, wendet sich Oberbürgermeister Dieter Reiter als Vertreter der größten Kommune in Deutschland mit einem Schreiben an die Vorsitzenden. Nachdem fast drei Viertel der Deutschen in Städten und in den großen Ballungszentren leben, appelliert der Oberbürgermeister, die Bedürfnisse und Lebensrealitäten der betroffenen Menschen vorrangig in den Blick zu nehmen: „Entscheidend ist, dass sich die Menschen das Leben in unserem Land und in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld noch leisten können, dass die soziale Infrastruktur stimmt, dass die kulturelle und bildungspolitische Teilhabe hinreichend gewährleistet ist und die individuelle Mobilität durch öffentliche Verkehrsinfrastruktur sichergestellt ist. Dies bestimmt nicht nur die persönliche Zufriedenheit und die wahrgenommene Beurteilung von Verteilungsgerechtigkeit, sondern auch den Bestand unseres gesellschaftlichen Friedens.“

    Hier ein Auszug aus dem Brief an die Parteivorsitzenden:

    „Ebenfalls einer umfassenden Neuordnung und deutlichen Aufstockung bedarf der gesamte Komplex der Bundesförderung der verkehrlichen Infrastruktur, hier vorrangig des öffentlichen Personennahverkehrs. Hierzu ist das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) inhaltlich auf neue Füße zu stellen und finanziell an die realen Ausbaubedarfe des ÖPNV anzupassen. Selbst vergleichsweise gut ausgestatteten Kommunen wie München ist es nicht im Ansatz möglich, die anstehenden Investitionen in Netze und Linien allein zu stemmen.“

    Main-Stream-Medien spotten über das fortwährende Bahn-Chaos in D & München – tolle Leistung, Hut ab!

    Vor zig Jahren gab es im Bayerischen Landtag eine Korrespondentin der Münchner Abendzeitung namens Angela Böhm. Die Dame wollte, obwohl alles andere als CSU-Sympathisantin, ausnahmsweise positive Zeilen über einen Edmund Stoiber verfassen. Doch, so schrieb Böhm damals, dann stolperte sie über eine verkorkste Urlaubsreise des Ehepaar Stoibers.
    Ähnlich ergeht es einem, wenn man denn mal positive Worte über die Bahn verlieren möchte. Die hat viel Kritik einstecken müssen, wegen der Lappalien auf der Neubaustrecke München-Berlin. Doch wehe dem, der die Bahn -als Stammkunde- dann doch mal verteidigen will. Die Bahn straft einen ab, täglich, mit Missständen, die seit Jahren immer wiederkehren. Als ob es mehr Feinde gäbe, der Bahn und ihres Personals, als Frühling, Sommer, Herbst und Winter.
    Es ist schon erstaunlich: Da weiht die Bahn im Dezember 2017 eine Schnellfahrstrecke zwischen München und Berlin ein, nicht alles funktioniert reibungslos (weil es eigentlich nie reibungslos läuft) und das bringt plötzlich Journalisten und Medien auf den Plan, deren heile (Bahn-)Welt dadurch fast zusammenbricht.
    Über das Lästern der Bürger (verspätete S- und Regionalbahnen) sehen die Mainstream-Medien schon lange hinweg, aber ein weiteres Prestige-Projekt, das die herrischen Medien gerne wieder einmal von „deutscher Ingenieurs-Kunst“ schwärmen lässt, wenn das gegen die Wand fährt, das kann nun wirklich nicht sein!
    Überhaupt diese Bahn und deren Manager. In solchen Tagen bekommt man sogar als Kritiker Mitleid. Plötzlich werden Vergleiche zur Schweiz oder Japan gezogen, doch einmal mehr vergessen, wie viele Euros mehr pro Kopf die Schweiz in ihre Bahn investiert.
    Deutschland ist fast Schlusslicht bei den Investitionen in den Schienenverkehr in Europa und das spürt man eben. Die einen täglich und die anderen, wenn ein neues Projekt, das der Welt verkünden soll „hier ist Deutschland, der Nabel der Welt“, an die Wand fährt.
    Die „Geiz ist geil“ – Mentalität funktioniert eben nicht immer. Schon gar nicht in Sachen Infrastruktur. Da spotten die einen, auf jedem Reisfeld in Thailand sei das Mobilfunk-Netz besser, als in D(eutschland). Vom Breitband-Ausbau spricht kein Mensch, die Bahn verbuddelt die Steuergelder auf Wunsch der Politiker in Tunnels und unterirdische Bahnhöfe, sehr zur Freude der Bauindustrie und von Investitionen in der Fläche spricht niemand mehr!
    Da muss die Bahn mit neuester Wagen-Technik auf uralt-Gleisen und über Stellwerke fahren, deren Ersatzteile längst nicht mehr im 30-Jahres-Zeitraum liegen, wie das in Sachen Eisenbahn ansonsten der Fall ist.
    Viele Freunde, Bekannte und Kollegen im Großraum München, die jahrelang für den Bau der unterirdischen 2. S-Bahn-Stammstrecke votierten, anstatt oberirdischen Baumaßnahmen, stöhnten in diesen letzten Tagen vor Weihnachten 2017 wieder ob der immer schlimmer werdenden Situation und möchten gar nicht darüber nachdenken, dass das noch fast ein weiteres Jahrzehnt so weitergehen wird.
    Sie waren alle schlauer, ‚Prospekt-gläubiger‘, hörig auf Lobbyisten und Politik und sollen ruhig ‚leiden‘. Samt den Journalisten, die sich nur dann mit unserer Infrastruktur auseinandersetzen, wenn es um ein Prestige-Projekt geht.
    Die Bahn gehört dem Staat, der Staat sind wir alle und so muss sich jeder an die eigene Nase fassen und hinterfragen, inwieweit er selbst dafür verantwortlich ist, dass der Laden so (mies) läuft, wie er eben läuft.
    All das haben die Medien und ihre Mainstream-Reporter weder im Blick, noch im Kopf. Es würde nicht zu ihrer Art ‚Bericht-Erstattung‘ und ‚Recherche‘ passen. Dagegen lästern sie über die amateurhafte ‚Konkurrenz‘ aus dem Lager der Bürger.
    O-Ton neulich in der Süddeutschen Zeitung:
    „Ob es klassische Medien sind oder Konzerne, die bestimmte Produkte schon lange und mitunter in makelloser Qualität herstellen, oder politische Parteien mit langer Tradition – was früher anerkennend als Professionalität gewertet wurde, sehen heute sehr viele Menschen kritisch.
    Es gäbe viele Argumente, warum man diese Entwicklung bedauern könnte. Man könnte ins Feld führen, dass die, die da oft so kritisch sind in ihrem Blick auf alles Professionelle, in ihren Argumenten oft wenig fundiert, in ihrer Recherche schwach und ihrem eigenen laienhaften Gewurschtel oft nicht auf der Höhe der Zeit sind.“
    Den Gipfel all ‚dieser professionellen‘ Bericht-Erstattungen schoss zum Jahresende 2017 die Deutsche Bahn, genauer gesagt eine ihrer regionalen DB-Töchter, die Südostbayernbahn in Mühldorf ab. Die posteten ein Foto auf Facebook, das Bayerns Bahn-Chef und Konzern-Bevollmächtigten Klaus Dieter Josel zeigt, der in Mühldorf einen neuen Schaukasten inspizierte, der die Bürger über die ABS 38 München-Mühldorf-Freilassing aufklären soll.
    Und das in einer Stadt und Region, ca. 80 km östlich von München, deren Bürgern der zweigleisige Ausbau der Bahn seit dem Bundesverkehrswegeplan im Jahre 1985 versprochen wird.
    Jener Josel ist übrigens erst seit dem Jahr 2001 Bayerns oberster Eisenbahner, dass bis zum Jahre 1998/99 die Planungen wesentlich weiter fortgeschritten waren, als heute, im Jahr 2017/18, dass damals ein Ausbau auf 200 km/h nicht nur vorgesehen, sondern teilweise baureif war, scheint weder die heutigen Bericht-Erstatter, noch die Mainstream-Propaganda der Bahn zu interessieren.
    Wer in der Vergangenheit gräbt und auf die nicht ganz so tollen Neuerungen hinweist, zählt heute zum Kreise derer, die den Hofbericht-Erstattern Falten auf die Stirn treiben. Deutschland im Winter 2017/18, ein einziges Märchen im ‚Paradies‘-Geschwafle der seit Jahren nicht mehr ganz so ernst zu nehmenden ‚Eliten‘.
    Passend dazu fiel einem in diesen Tagen eine Presse-Mitteilung ins Auge, datiert aus dem Jahre 2009. Korrigiert im Jahre 2013 und nichts aber auch gar nichts von alledem, das damals großspurig verkündet und beschlossen wurde, samt allgegenwärtigen Artikeln in den Mainstream-Medien, ist zehn Jahre später realisiert. Vieles wird nicht einmal in den kommenden zehn Jahren Realität werden.
    Darüber, was zu tun wäre, um das tägliche Chaos in Grenzen zu halten, schreiben sie längst nicht mehr, die Main-Streamer in und um München.
    Die meisten haben schlichtweg keine Ahnung, Desinteresse oder keine Zeit darüber zu recherchieren, was in Zukunft besser gemacht werden könnte und was in der Vergangenheit übersehen wurde.
    www.innsalzach24.de/innsalzach/region-muehldorf/teil-eines-gesamtkonzepts-is24-538688.html
    Dieser Link wurde 25.11.09 06:27 erstellt und am 12.02.13 10:24 aktualisiert

    Ein Kommentar von M. Wengler.

    Wegen zweiter Stammstrecke – Ausbau der S 4 liegt in weiter Ferne – Fürstenfeldbruck – Süddeutsche.de

    SZ, 14.1.18: Wegen zweiter Stammstrecke – Ausbau der S 4 liegt in weiter Ferne – Fürstenfeldbruck – Süddeutsche.de

    www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/wegen-zweiter-stammstrecke-ausbau-der-s-liegt-in-weiter-ferne-1.3824939

    Hoffnung für Schienennahverkehr in Deutschland: GroKo will GVFG-Mittel auf 1 Mrd. Euro verdreifachen. Aber erst ab 2021!

    Aus den Verhandlungen zur GroKo: Verdreifachung der GVFG-Mittel auf 1 Mrd. Euro geplant. Aber leider erst ab 2021! Das kann man gut versprechen, ist zum Ende der 4-jährigen Legislaturperiode. Da kann leider noch viel dazwischenkommen. Siehe Nahverkehr Hamburg, 11.1.2017: „Bekommt Hamburg mehr Fördergeld für U- und S-Bahn-Ausbau?

    Entsprechende News sind auch in den Kieler Nachrichten vom 11.1.2017.

    Die ursprüngliche Meldung der FAZ, „1 MILLIARDE VON DER GROKO: Geldregen für Busse und Bahnen“ vom 10.1.2017 ist natürlich falsch. Die Mittel nach dem GVFG sind nur für Schienenprojekte im Nahverkehr. $

    Nun ist es höchste Eisenbahn, dass sich die Damen und Herren MdBs auf die Hinterfüsse stellen, und den Sondierern richtig Dampf machen. Bis 2021 können die Ballungsräume nicht mehr warten.

    5,5 Mrd Euro für U-Bahn und Tram in München

    München Merkur, 11.1.2018: „5,5 Milliarden Budget: München geht U9 und Tramtangente im Eiltempo an

    Und SZ, 11.1.2018: „München will 5,5 Milliarden Euro für Ausbau des Nahverkehrs ausgeben“
    Zitat aus SZ-Artikel: „Noch im Januar will sich der Stadtrat mit U-Bahn-Entlastungsspange U9 und der Tram-Nordtangente durch den Englischen Garten befassen. Im Frühjahr soll der Beschluss zur Tram-Westtangente auf die Tagesordnung kommen. Auch über die U4 nach Englschalking im Osten wollen die Stadträte entscheiden, ebenso über die Erschließung von Freiham im Westen mit der U5 sowie den U-Bahn-Ausbau im Münchner Norden (U26) zwischen Kieferngarten und Am Hart. … Er hält die Umsetzung der Vorhaben in den nächsten 20 Jahren für realistisch. Allerdings ist die Finanzierung des Milliardenprojekts noch unsicher. Die Stadt kann diese laut Reiter nicht alleine schultern. Sie ist auf Geld vom Bund und Freistaat angewiesen. SPD und CSU fordern deshalb eine massive Aufstockung der Mittel für den ÖPNV.“

    Fette Stellen nicht im Original, sondern durch den Autor hervorgehoben.

    Wenn das die Stadtratsfraktionionen von SPD und CSU wirklich ernst meinen, dann müssten sie schleunigst versuchen, in den GroKO-Koalitionsverhandlungen Einfluss zu nehmen. Von der CSU hat man schon eine Stellungnahme in diese Richtung gehört, von der SPD habe ich noch nichts gesehen.

    Ausserdem müssten die Stadtratsmitglieder schleunigst ihre Bundestags- und Landtagskollegen angehen, damit die entsprechenden Schienenverkehrsprojekte in die GVFG-Liste aufgenommen werden. In der neusten mir verfügbaren GVFG-Liste 2016-2020 (GVFG-Bundesprogramm 2016-2020 Bayern) sind nur enthalten:
    Verlängerung der U5 von Laimer Platz bis Pasing, der U4 bis Engelschalking und der U6 bis Martinsried. Münchner Tramprojekte sind keine enthalten, ebenso fehlen die U9 und die U5 zwischen Pasing und Freiham.

    Erdinger Ringschluss rückt ein Stück näher | Flughafen München

    ‚Echt jetzt‘? 😉
    www.merkur.de/lokales/flughafen-muenchen/erdinger-ringschluss-rueckt-ein-stueck-naeher-9509306.html

    S-Bahn Ringschluss in und um Erding – ein Flächenpuzzle: die Nordumfahrung Erding

    www.merkur.de/lokales/erding/erding-ort28651/ein-flaechenpuzzle-nordumfahrung-erding-9483472.html

    Kommentar – Projekt Bahnhof Breitenau mit langer Wartezeit

    Kommentar – Projekt mit langer Wartezeit – Dachau – Süddeutsche.de
    SZ, 9.1.18:
    www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/kommentar-projekt-mit-langer-wartezeit-1.3818366

    Ein neuer Halt Breitenau an der S-Bahn nach Altomünster

    Nahverkehr – Guter Plan, ohne die Bahn – Dachau – Süddeutsche.de SZ, 9.1.18: www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/nahverkehr-guter-plan-ohne-die-bahn-1.3818356
    Und SZ-Kommentar dazu

    S4-Ausbau: Regierungspartei CSU gibt offiziell zu, dass andere S-Bahnprojekte durch 2. Stammstrecke verzögert werden

    Hier die Protokolle des Ablehnungsbeschlusses von Wirtschaftsausschuss und Finanzausschuss zum SPD-Antrag, den Ausbau der S4 voranzutreiben.
    Protokoll des Wirtschaftsausschusses vom 26.10.2017: Auszug Protokoll Wirtschaftsausschuss S4 vorantreiben 26 10 2017
    Ich zitiere MdL Otmar Bernhard (München-West, sein Stimmkreis ist mit den Stationen Aubing und Leienfelsstrasse betroffen):
    „Der Freistaat finanziere die zweite Stammstrecke mit einem riesigen Geldbetrag vor. Ob dieser Betrag jemals zurückbezahlt werde, sei ungewiss. … für einen früheren Ausbau des Westasts der S4 bestehe finanziell kein Spielraum.“

    Und hier das Protokoll des Finanzausschusses vom 28.11.2017: Auszug Protokoll Finanzausschuss S4 Vorantreiben 28 11 2017

    S-Bahn Ausbau München: Alter Wein in neuen Schläuchen

    *Bahnknotenkonzept der Staatsregierung, ergänzt mit Olympiapaket*
    1. Ministerrat 23.3.2010: www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzungteil-1/?seite=1617
    2. Landtagsbeschluss 14.10.2010: www.reinhold-bocklet.de/pdf/bahnknoten150410.pdf
    3. Peter Göttler, Bayerisches Wirtschaftsministerium 6.12.2011: www.region-muenchen.com/aktuell/termine/pa061211/Vortrag_Goettler_PA_111206.pdf
    „Folgende vorrangige Projekte des Konzepts sollen bis zum Jahr 2020 umgesetzt oder zumindest begonnen werden:
    • 2. Stammstrecke
    • Verbesserung der Schienenanbindung des Flughafens München mit den Maßnahmen Ausbau Daglfing – Johanneskirchen, Neufahrner Kurve, Erdinger Ringschluss mit Walpertskirchner Spange,
    • ABS 38 München – Mühldorf – Freilassing
    • S7-Verlängerung nach Geretsried
    • 4-gleisiger Ausbau S 4 Pasing – Eichenau
    • Sendlinger Spange“

    13-Punkte-Sofortprogramm der Staatsregierung, 9.05.2012: www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-120/?seite=1617
    1. Wendegleis Weßling
    2. Abzweigung Westkreuz
    3. LZB Pasing
    4. Bahnsteig Markt Schwaben
    5. 140km/h Flughafen
    6. Sendlinger Spange
    7. S7-Verlängerung
    8. Linie A
    9. Werk Steinhausen
    10. Neufahrner Kurve (1. Baustufe Erdinger Ringschluss)
    11. Lückenschluss Erding (2. Baustufe Erdinger Ringschluss)
    12. Walpertskirchner Spange (3. Baustufe Erdinger Ringschluss)
    13. Barrierefreier Ausbau (2013-2017)
    „… Dazu gehören die Zurverfügungstellung ausreichender Züge, technische Verbesserungen, z.B. bei der Signaltechnik und eine bessere Personalausstattung. … Die weiteren Maßnahmen des Bahnknoten Konzepts, wie der *Ausbau der Strecke S 4* und der *Strecke Johanneskirchen-Daglfing*, sollen ebenfalls rasch vorangetrieben werden. Zudem soll die Errichtung eines *Regionalzughalts Poccistraße *mit der Zielsetzung bewertet werden, ob hierdurch das Bahnknoten-Konzept der Bayerischen Staatsregierung ergänzt werden kann …“

    4- oder 3-Phasenprogramm zum Ausbau der Münchner S-Bahn, im Dezember 2016 angekündigt (Link des BR funktioniert nicht mehr). 4-Phasenprogramm angekündigt im Münchner Merkur vom 16.2.2017: www.merkur.de/bayern/neues-4-phasen-programm-fuer-nahverkehrsausbau-7409370.html

    Erster Entwurf 3-Phasenprogramm aus dem Münchner Merkur vom 25.6.2017: www.merkur.de/bayern/wegen-zweiter-stammstrecke-bahn-verschiebt-viele-bau-projekte-8431918.html
    Phase 1 – vor Inbetriebnahme der zweiten Stammstrecke:
    · Neufahrner Kurve (2018)
    · Erweiterung S-Bahn-Werkstatt Steinhausen (2020)
    · zusätzlicher Bahnsteig Markt Schwaben (2020)
    · Netz-Ausbau Abzweigstelle Flughafen S1/S8 (2021)
    · Sendlinger Spange, Baustufe 1 (2022/24)
    · Wendegleis Weßling (2023)
    · Bahnsteigquerung Hbf (2024)
    · Bahnsteig Gleis 1 Fürstenfeldbruck

    Phase 2 – mit Inbetriebnahme:
    · Abzweigstelle Westkreuz
    · Linienförmige Zugbeeinflussung westlich Pasing
    · zweites Gleis Steinebach-Seefeld-Heckendorf
    · zweites Gleis St. Koloman
    · Bahnsteigertüchtigung Geltendorf-Buchloe für Regional-S-Bahn
    · Elektrifizierung Ebersberg-Wasserburg

    Phase 3 – nach Inbetriebnahme:
    · Regionalzughalt Poccistraße (2028)
    · Lückenschluss Flughafen-Erding (2026)
    · S7-Verlängerung Geretsried (2027)
    · München-Mühldorf-Freilassing (2030)
    · Walpertskirchner Spange (2027)
    · Ausbau S4 West bis Eichenau (2030)
    · Ausbau S8 Daglfing-Johanneskirchen (2030)
    · Ausbau S2 West Dachau-Petershausen (keine Angabe mit Jahreszahl)
    · Netz-Ausbau München-Freising-Landshut (k. Ang.)
    · Elektrifizierung Oberlandnetz und Pfaffenwinkelbahn (k. Ang.)
    · Ausbau Nordring (k. Ang.)
    · (Aus-)bau U4, U9, U5 (k. Ang.)

    Bayerische Staatsregierung, 13.8.2017: www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0018058.pdf
    Ohne zu beantworten, ob der Münchner Merkur die Liste korrekt zitiert hat, oder nicht, hat die Bayerische Staatsregierung im August 2017 „Einzelheiten zum neuen Programm und somit der Zukunft des Schienenverkehrs in der Metropolregion München .. nach der Sommerpause .. in Aussicht gestellt“

    Staatsregierung, 24.11.2017: Verkehrspakt München: www.bayern.de/verkehrspakt-grossraum-muenchen/
    Neben der ÖPNV sind dort auch (oder sogar vor allem) Strassenverkehrsprojekte enthalten. Allerdings sehr schwammig. „Wir haben eine starke Agenda ausgearbeitet.“ Und die ist?

    „Verschiedene Arbeitsgruppen werden sich laut Herrmann mit fachlichen und regionalen Verkehrsthemen und -projekten befassen und zügig passgenaue Lösungen erarbeiten.“ Was zügig heisst, wissen wir ja inzwischen. Beispiel S4-Ausbau, 13.5.2014: www.bayern.de/herrmann-beim-ortstermin-an-der-s-4/?seite=1579: „Jetzt geht es für den bayerischen Verkehrsminister darum, die notwendigen Planungen für den dreigleisigen Ausbau der S4 schnellstmöglich voranzubringen. … Ich erwarte von der Deutschen Bahn, dass sie rasch einen Zeitplan für den Streckenausbau vorlegt. …“ Nicht einmal die erste Planungsphase, Grundlagenermittlung wurde gestartet, auf den Zeitplan warten wir mehr als 3 ½ Jahre später immer noch.

    Für mich ist das alles ein völlig konzeptloses Vorgehen. Was sind die Kriterien, nach denen die Priorität von S-Bahnprojekten beurteilt wird (Verspätungsanfälligkeit, Fahrgastzahlen, zu hohe Auslastungen in den Spitzenstunden)? Insofern war das Vorgehen das Bundesverkehrsministerium bei der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplan – bei aller berechtigter Kritik – transparenter und viel rationaler. Bevor die Projekt-Liste aufgestellt wurde, hat man sich auf eine Grundkonzeption (Kurzfassung: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/bvwp-2015-grundkonzeption-kurzfassung.pdf?__blob=publicationFile und Langfassung: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/bvwp-grundkonzeption-langfassung.pdf?__blob=publicationFile) geeinigt.
    „Die Grundkonzeption steckt dafür zunächst die Ziele des neuen BVWP 2015 ab: Wo wollen wir hin? Ausgehend davon werden die Verkehrsnetze des Bundes bezüglich dieser Ziele auf ihren Zustand und mögliche Mängel untersucht: Wo stehen wir? Auf diese Weise kann der dringende Handlungsbedarf bestimmt werden. Ausgehend von diesen Grundlagen wird der Untersuchungsrahmen des BVWP 2015 abgesteckt und eine Priorisierungsstrategie entwickelt, die das Herzstück der neuen Grundkonzeption darstellt: Was müssen wir tun? …

    „Vordringlicher Bedarf Plus (VB+): Aufgrund der prognostizierten Überlastungen der Verkehrsnetze ist die Engpassbeseitigung das zentrale Kriterium für die Einstufung in die höchste
    Dringlichkeitskategorie.“ Hier wäre bei den S-Bahnprojekten die Auslastung gefragt, welche nicht durch Verlängerung von Zügen beseitigt werden kann. Auch der Verspätungsanfälligkeit wäre zu beachten (zu hohe Streckenauslastung wegen Mischverkehr, eingleisigen Strecken). Die Frage muss jedoch auch lauten, wieviel Fahrgäste von Verspätungen betroffen sind etc. etc.

    Aber unter König Seehofer und Superminister Herrmann braucht man kein Konzept ….

    Ideen für den Nahverkehr – Der U-Bahn-Visionär – Starnberg – Süddeutsche.de

    Ideen für den Nahverkehr – Der U-Bahn-Visionär – Starnberg – Süddeutsche.de
    SZ, 29.12.17:
    www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/ideen-fuer-den-nahverkehr-der-u-bahn-visionaer-1.3809363

    Reinhold Bocklets positive Bilanz zum S-Bahnausbau: Eigenlob stinkt zum Himmel

    Zu SZ, 28.12.2017, «CSU will Freien Wählern Wahlkampfthema nehmen» und 21.12.2017; «S-Bahnausbau lässt noch länger auf sich warten».

    Reinhold Bocklet, seit 2003 Stimmkreisabgeordneter für Fürstenfeldbruck-Ost, tritt zur nächsten Landtagswahl nicht mehr an. Dies nahm er zum Anlass eine positive Bilanz in Bezug zum Bahnausbau zu ziehen. Die 2. Stammstrecke ermögliche eine Angebotsoffensive im gesamten S-Bahnnetz. Das mag zwar richtig sein, eine positive Bilanz zum S-Bahnausbau während seiner Amtszeit kann man jedoch daraus sicher nicht ziehen.

    Was der CSU-Mann unterschlägt. Die 2. Stammstrecke kommt mit mindestens 16 Jahren Verspätung. 2004 hat der damalige bayerische Verkehrsminister, Dr. Otto Wiesheu die Fertigstellung der 2. Stammstrecke bis 2010 in Aussicht gestellt. In Bezug auf den Ausbau der S4 West in seinem Stimmkreis ist die Bilanz noch zweifelhafter. Die Fertigstellung des S4-Ausbaus wurde von Wiesheu für 2009 in Aussicht gestellt. Gemäss dem Innenministerium (siehe «S-Bahnausbau lässt noch länger auf sich warten») wird das Planfeststellungsverfahren erst Ende 2020 beginnen, Fertigstellung ist daher wohl frühestens Ende der 2020er Jahre, also gegen 20 Jahre Verspätung. Damit ist genau das Szenario eingetreten, welches das bayerische Wirtschaftsministerium 2006 vorhergesagt hatte: «Die Außenstrecken würden zuletzt verbessert» und welches Bocklet vehement dementiert hatte (siehe SZ, 22.12.2006, «S-Bahn-Pendler müssen sich gedulden»).

    Nur auf den ersten Blick lobenswert sind seine beiden Landtagsanträge von 2006 und 2012, den S4-Ausbau gleichzeitig mit der Elektrifizierung Lindau-München fertigzustellen. Sie wurden zwar einstimmig angenommen, aber sie blieben bekanntlich wegen Untätigkeit der Staatsregierung folgenlos. Umso unverständlicher ist es, dass Bocklet die Verschiebung des S4-Ausbaus durch Joachim Herrmanns Vorgänger, Martin Zeil, 2010 verteidigte, anstatt sich für die Pendler seines Stimmkreises einzusetzen. Das ursprüngliche Ziel, den S4-Ausbau vor oder zumindest gleichzeitig mit der 2. Stammstrecke fertigzustellen, wurden damit bekanntlich verunmöglicht.

    Was das jüngste Versprechen des Innenministeriums wert ist, dass in der Spitzenstunde am Morgen der geplante Fahrplan nach Eröffnung der Stammstrecke angepasst wird, damit nicht weniger Regional- und S-Bahn-Züge als heute aus Richtung Buchloe und Geltendorf nach München verkehren, muss sich erst erweisen. Erinnert sei daran, dass die Bayerische Staatsregierung, 2005 bei Einführung des 10-Minuten-Taktes auf verschiedenen anderen S-Bahnlinien der S4, ohne mit der Schulter zu zucken, eine morgendliche Verbindung gestrichen hat, obwohl die S4-West die am stärksten überfüllten Züge aufwies.

    Dass ein 3- statt 4-gleisiger Ausbau der Bahnstrecke Pasing-Eichenau ausreiche, stimmt nur bedingt. Bisher (beim 4-gleisigen Ausbau) hiess es: «Damit wird zum Einen die Betriebsqualität auf dem Streckenast deutlich verbessert und zum Anderen kann die zusätzliche Kapazität für Verbesserungen im Verkehrsangebot der S-Bahn genutzt werden.» Beim 3-gleisigen Ausbau ist nur mehr davon die Rede, dass es «… trotz der unterstellten erheblichen Verkehrsmehrungen auf dieser Strecke zu keiner weiteren negativen Beeinflussung der Pünktlichkeitswerte» kommen würde. Im Klartext: Nach dem S4-Ausbau fahren zwar mehr Züge, aber die Verspätungshäufigkeit vermindert sich nicht, wie ursprünglich geplant war.

    Auch was die Zukunft anbelangt, besteht kein Anlass für Optimismus. Auf die von Joachim Herrmann für Juni 2017 angekündigte Liste von Münchner S-Bahnprojekten mit Fertigstellungsterminen warten wir noch immer. Und was aus dem im Mai 2014 versprochenen schnellstmöglichen S4-Ausbau und dem detaillierten Zeitplan dazu geworden ist, sehen wir derzeit plastisch.

    S4-Fahrplan nach Elektrifizierung & nach Eröffnung der 2.Stammstrecke

    Ab Ende 2020: – Ein Regionalzuhalt in Bruck pro Stunde & Richtung.
    – Durchgehender 20-Minuten-Takt bis Grafrath statt Buchenau?
    Ab 2026: 15-Minuten-Takt bis Grafrath doch nur in den Stosszeiten statt ganztägig?
    Gemäß einer Netzgrafik, welche in der Ausschreibung Augsburger Netze enthalten ist, ist mit der Elektrifizierung München-Lindau (Dezember 2020) geplant, daß die stündlichen Regionalzüge Buchloe-München (Vorortverkehr München-Buchloe) neu in Fürstenfeldbruck halten werden. Allerdings wird dieser Halt entfallen, wenn statt des elektrischen Zuges ein paar Einzelzüge pro Tag München-Buchloe-Füssen gefahren werden. Wenn die Netzgrafik nicht falsch ist, wird es mit der Elektrifizierung einen ganztägigen 20-Minuten-Takt der S4 bis Grafrath geben (statt bisher nur bis Buchenau). Hier die Netzgrafik Betriebsstufe 2 : www.railblog.info/wp-content/uploads/2017/12/Fahrplan-M%C3%BCnchen-Buchloe-Betriebsstufe-2-Elektrifizierung-2017-10-23.pdf
    Gleichzeitig gibt es jedoch auch eine Enttäuschung: Gemäss Zieltaktfahrplan Bayern 2030 des BMVI ( www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/zieilfahrplan-2030-bayern.pdf?__blob=publicationFile ) wäre mit Eröffnung der 2. Stammstrecke ein ganztägiger 15-Minuten-Takt bis Grafrath vorgesehen gewesen. Gemäss Netzgrafik Betriebsstufe 3 (nach Eröffnung der 2. Stammstrecke: www.railblog.info/wp-content/uploads/2017/12/Fahrplan-M%C3%BCnchen-Buchloe-Betriebsstufe-3-mit-2ter-Stammstrecke-2017-10-23.pdf) gilt der 15-Minuten-Takt nur bis Buchenau, nur in den Hauptverkehrszeiten bis Grafrath.
    Ich hab heute ein Mail an das STMI losgeschickt, um Klarheit zu erhalten.

    Fürstenfeldbruck Bahnausbau lässt noch länger auf sich warten – Fürstenfeldbruck – Süddeutsche.de

    SZ, 21.12.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-s-bahnausbau-laesst-noch-laenger-auf-sich-warten-1.3801280

    Fahrgäste fordern Sofortmassnahmen für die S-Bahn München

    Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert Konsequenzen aus den sich häufenden S-Bahn-Pannen.
    „Die wiederholten Ausfälle von Stellwerken sind ein klares Indiz für den fortschreitenden Infrastrukturverfall in einem der wichtigsten Ballungsraumnetze Deutschlands“ so Andreas Barth, Münchner Sprecher des bundesweiten Fahrgastverbandes PRO BAHN.
    Wichtig wäre Vorsorge und hohe Instandhaltungsqualität. Er fordert die Politik auf, hier Vorgaben zu setzen. „Die Vorgabe für das Münchner S-Bahn-Netz muss sein: Dies ist eine kritische Infrastruktur für den Wirtschaftsraum München, die zuverlässig funktionieren muss“, betont Andreas Barth.
    PRO BAHN vermisst die aktive Umsetzung der Massnahmen des Sofortprogramms zur S-Bahn aus dem Mai 2012, also vor über fünf Jahren. „Hier lässt man viel Zeit verstreichen, und setzt die Pendler ungeschützt den Widrigkeiten der Deutschen Bahn und des Wetters aus“ so Andreas Barth weiter. Mit Massnahmen aus dem Sofortprogramm – wie der zweigleisigen Ausbau der Sendlinger Spange mit Halt in Laim und dem Regionalbahnhalt Poccistraße – hätten sich die letzten Störungen deutlich weniger auf die Fahrgäste ausgewirkt.
    Gefordert ist der bayerische Innenminister, der als Besteller des S-Bahn-Verkehrs die politische Verantwortung trägt. „Angesichts der aktuellen Pannenserie wird man jetzt sehen, welche Bedeutung das Funktionieren des Großraums München noch für die Landespolitik hat“ so der PRO BAHN-Sprecher weiter. Zudem müsse auch der Zustand und die Instandhaltung der Infrastruktur durch den politisch verantwortlichen Freistaat Bayern aktiver überwacht werden. „Sollte sich der DB Konzern hier als nicht kooperativ oder lernfähig erweisen – und die Ereignisse der letzten Tage legen das nahe – dann sollte man sich nach Alternativen umschauen.
    Dafür könnte man eine eigene Infrastrukurgesellschaft einrichten, oder auch die Kompetenz der Stadtwerke München nutzen. Der Paragraph 26 des Gesetzes zur Neugliederung der Bundeseisenbahnen (BEZNG), www.gesetze-im-internet.de/bezng/ gibt dem Freistaat Bayern diese Chance.“ zieht der Verband die Schlussfolgerungen aus den letzten Tagen.
    Verantwortlich und für Rückfragen der Redaktion: PRO BAHN Regionalverband Oberbayern e.V., Andreas Barth

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