S-Bahn München 999.x – MVV

S4-Ausbau: Regierungspartei CSU gibt offiziell zu, dass andere S-Bahnprojekte durch 2. Stammstrecke verzögert werden

Hier die Protokolle des Ablehnungsbeschlusses von Wirtschaftsausschuss und Finanzausschuss zum SPD-Antrag, den Ausbau der S4 voranzutreiben.
Protokoll des Wirtschaftsausschusses vom 26.10.2017: Auszug Protokoll Wirtschaftsausschuss S4 vorantreiben 26 10 2017
Ich zitiere MdL Otmar Bernhard (München-West, sein Stimmkreis ist mit den Stationen Aubing und Leienfelsstrasse betroffen):
„Der Freistaat finanziere die zweite Stammstrecke mit einem riesigen Geldbetrag vor. Ob dieser Betrag jemals zurückbezahlt werde, sei ungewiss. … für einen früheren Ausbau des Westasts der S4 bestehe finanziell kein Spielraum.“

Und hier das Protokoll des Finanzausschusses vom 28.11.2017: Auszug Protokoll Finanzausschuss S4 Vorantreiben 28 11 2017

S-Bahn Ausbau München: Alter Wein in neuen Schläuchen

*Bahnknotenkonzept der Staatsregierung, ergänzt mit Olympiapaket*
1. Ministerrat 23.3.2010: www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzungteil-1/?seite=1617
2. Landtagsbeschluss 14.10.2010: www.reinhold-bocklet.de/pdf/bahnknoten150410.pdf
3. Peter Göttler, Bayerisches Wirtschaftsministerium 6.12.2011: www.region-muenchen.com/aktuell/termine/pa061211/Vortrag_Goettler_PA_111206.pdf
„Folgende vorrangige Projekte des Konzepts sollen bis zum Jahr 2020 umgesetzt oder zumindest begonnen werden:
• 2. Stammstrecke
• Verbesserung der Schienenanbindung des Flughafens München mit den Maßnahmen Ausbau Daglfing – Johanneskirchen, Neufahrner Kurve, Erdinger Ringschluss mit Walpertskirchner Spange,
• ABS 38 München – Mühldorf – Freilassing
• S7-Verlängerung nach Geretsried
• 4-gleisiger Ausbau S 4 Pasing – Eichenau
• Sendlinger Spange“

13-Punkte-Sofortprogramm der Staatsregierung, 9.05.2012: www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-120/?seite=1617
1. Wendegleis Weßling
2. Abzweigung Westkreuz
3. LZB Pasing
4. Bahnsteig Markt Schwaben
5. 140km/h Flughafen
6. Sendlinger Spange
7. S7-Verlängerung
8. Linie A
9. Werk Steinhausen
10. Neufahrner Kurve (1. Baustufe Erdinger Ringschluss)
11. Lückenschluss Erding (2. Baustufe Erdinger Ringschluss)
12. Walpertskirchner Spange (3. Baustufe Erdinger Ringschluss)
13. Barrierefreier Ausbau (2013-2017)
„… Dazu gehören die Zurverfügungstellung ausreichender Züge, technische Verbesserungen, z.B. bei der Signaltechnik und eine bessere Personalausstattung. … Die weiteren Maßnahmen des Bahnknoten Konzepts, wie der *Ausbau der Strecke S 4* und der *Strecke Johanneskirchen-Daglfing*, sollen ebenfalls rasch vorangetrieben werden. Zudem soll die Errichtung eines *Regionalzughalts Poccistraße *mit der Zielsetzung bewertet werden, ob hierdurch das Bahnknoten-Konzept der Bayerischen Staatsregierung ergänzt werden kann …“

4- oder 3-Phasenprogramm zum Ausbau der Münchner S-Bahn, im Dezember 2016 angekündigt (Link des BR funktioniert nicht mehr). 4-Phasenprogramm angekündigt im Münchner Merkur vom 16.2.2017: www.merkur.de/bayern/neues-4-phasen-programm-fuer-nahverkehrsausbau-7409370.html

Erster Entwurf 3-Phasenprogramm aus dem Münchner Merkur vom 25.6.2017: www.merkur.de/bayern/wegen-zweiter-stammstrecke-bahn-verschiebt-viele-bau-projekte-8431918.html
Phase 1 – vor Inbetriebnahme der zweiten Stammstrecke:
· Neufahrner Kurve (2018)
· Erweiterung S-Bahn-Werkstatt Steinhausen (2020)
· zusätzlicher Bahnsteig Markt Schwaben (2020)
· Netz-Ausbau Abzweigstelle Flughafen S1/S8 (2021)
· Sendlinger Spange, Baustufe 1 (2022/24)
· Wendegleis Weßling (2023)
· Bahnsteigquerung Hbf (2024)
· Bahnsteig Gleis 1 Fürstenfeldbruck

Phase 2 – mit Inbetriebnahme:
· Abzweigstelle Westkreuz
· Linienförmige Zugbeeinflussung westlich Pasing
· zweites Gleis Steinebach-Seefeld-Heckendorf
· zweites Gleis St. Koloman
· Bahnsteigertüchtigung Geltendorf-Buchloe für Regional-S-Bahn
· Elektrifizierung Ebersberg-Wasserburg

Phase 3 – nach Inbetriebnahme:
· Regionalzughalt Poccistraße (2028)
· Lückenschluss Flughafen-Erding (2026)
· S7-Verlängerung Geretsried (2027)
· München-Mühldorf-Freilassing (2030)
· Walpertskirchner Spange (2027)
· Ausbau S4 West bis Eichenau (2030)
· Ausbau S8 Daglfing-Johanneskirchen (2030)
· Ausbau S2 West Dachau-Petershausen (keine Angabe mit Jahreszahl)
· Netz-Ausbau München-Freising-Landshut (k. Ang.)
· Elektrifizierung Oberlandnetz und Pfaffenwinkelbahn (k. Ang.)
· Ausbau Nordring (k. Ang.)
· (Aus-)bau U4, U9, U5 (k. Ang.)

Bayerische Staatsregierung, 13.8.2017: www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0018058.pdf
Ohne zu beantworten, ob der Münchner Merkur die Liste korrekt zitiert hat, oder nicht, hat die Bayerische Staatsregierung im August 2017 „Einzelheiten zum neuen Programm und somit der Zukunft des Schienenverkehrs in der Metropolregion München .. nach der Sommerpause .. in Aussicht gestellt“

Staatsregierung, 24.11.2017: Verkehrspakt München: www.bayern.de/verkehrspakt-grossraum-muenchen/
Neben der ÖPNV sind dort auch (oder sogar vor allem) Strassenverkehrsprojekte enthalten. Allerdings sehr schwammig. „Wir haben eine starke Agenda ausgearbeitet.“ Und die ist?

„Verschiedene Arbeitsgruppen werden sich laut Herrmann mit fachlichen und regionalen Verkehrsthemen und -projekten befassen und zügig passgenaue Lösungen erarbeiten.“ Was zügig heisst, wissen wir ja inzwischen. Beispiel S4-Ausbau, 13.5.2014: www.bayern.de/herrmann-beim-ortstermin-an-der-s-4/?seite=1579: „Jetzt geht es für den bayerischen Verkehrsminister darum, die notwendigen Planungen für den dreigleisigen Ausbau der S4 schnellstmöglich voranzubringen. … Ich erwarte von der Deutschen Bahn, dass sie rasch einen Zeitplan für den Streckenausbau vorlegt. …“ Nicht einmal die erste Planungsphase, Grundlagenermittlung wurde gestartet, auf den Zeitplan warten wir mehr als 3 ½ Jahre später immer noch.

Für mich ist das alles ein völlig konzeptloses Vorgehen. Was sind die Kriterien, nach denen die Priorität von S-Bahnprojekten beurteilt wird (Verspätungsanfälligkeit, Fahrgastzahlen, zu hohe Auslastungen in den Spitzenstunden)? Insofern war das Vorgehen das Bundesverkehrsministerium bei der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplan – bei aller berechtigter Kritik – transparenter und viel rationaler. Bevor die Projekt-Liste aufgestellt wurde, hat man sich auf eine Grundkonzeption (Kurzfassung: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/bvwp-2015-grundkonzeption-kurzfassung.pdf?__blob=publicationFile und Langfassung: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/bvwp-grundkonzeption-langfassung.pdf?__blob=publicationFile) geeinigt.
„Die Grundkonzeption steckt dafür zunächst die Ziele des neuen BVWP 2015 ab: Wo wollen wir hin? Ausgehend davon werden die Verkehrsnetze des Bundes bezüglich dieser Ziele auf ihren Zustand und mögliche Mängel untersucht: Wo stehen wir? Auf diese Weise kann der dringende Handlungsbedarf bestimmt werden. Ausgehend von diesen Grundlagen wird der Untersuchungsrahmen des BVWP 2015 abgesteckt und eine Priorisierungsstrategie entwickelt, die das Herzstück der neuen Grundkonzeption darstellt: Was müssen wir tun? …

„Vordringlicher Bedarf Plus (VB+): Aufgrund der prognostizierten Überlastungen der Verkehrsnetze ist die Engpassbeseitigung das zentrale Kriterium für die Einstufung in die höchste
Dringlichkeitskategorie.“ Hier wäre bei den S-Bahnprojekten die Auslastung gefragt, welche nicht durch Verlängerung von Zügen beseitigt werden kann. Auch der Verspätungsanfälligkeit wäre zu beachten (zu hohe Streckenauslastung wegen Mischverkehr, eingleisigen Strecken). Die Frage muss jedoch auch lauten, wieviel Fahrgäste von Verspätungen betroffen sind etc. etc.

Aber unter König Seehofer und Superminister Herrmann braucht man kein Konzept ….

Ideen für den Nahverkehr – Der U-Bahn-Visionär – Starnberg – Süddeutsche.de

Ideen für den Nahverkehr – Der U-Bahn-Visionär – Starnberg – Süddeutsche.de
SZ, 29.12.17:
www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/ideen-fuer-den-nahverkehr-der-u-bahn-visionaer-1.3809363

Reinhold Bocklets positive Bilanz zum S-Bahnausbau: Eigenlob stinkt zum Himmel

Zu SZ, 28.12.2017, «CSU will Freien Wählern Wahlkampfthema nehmen» und 21.12.2017; «S-Bahnausbau lässt noch länger auf sich warten».

Reinhold Bocklet, seit 2003 Stimmkreisabgeordneter für Fürstenfeldbruck-Ost, tritt zur nächsten Landtagswahl nicht mehr an. Dies nahm er zum Anlass eine positive Bilanz in Bezug zum Bahnausbau zu ziehen. Die 2. Stammstrecke ermögliche eine Angebotsoffensive im gesamten S-Bahnnetz. Das mag zwar richtig sein, eine positive Bilanz zum S-Bahnausbau während seiner Amtszeit kann man jedoch daraus sicher nicht ziehen.

Was der CSU-Mann unterschlägt. Die 2. Stammstrecke kommt mit mindestens 16 Jahren Verspätung. 2004 hat der damalige bayerische Verkehrsminister, Dr. Otto Wiesheu die Fertigstellung der 2. Stammstrecke bis 2010 in Aussicht gestellt. In Bezug auf den Ausbau der S4 West in seinem Stimmkreis ist die Bilanz noch zweifelhafter. Die Fertigstellung des S4-Ausbaus wurde von Wiesheu für 2009 in Aussicht gestellt. Gemäss dem Innenministerium (siehe «S-Bahnausbau lässt noch länger auf sich warten») wird das Planfeststellungsverfahren erst Ende 2020 beginnen, Fertigstellung ist daher wohl frühestens Ende der 2020er Jahre, also gegen 20 Jahre Verspätung. Damit ist genau das Szenario eingetreten, welches das bayerische Wirtschaftsministerium 2006 vorhergesagt hatte: «Die Außenstrecken würden zuletzt verbessert» und welches Bocklet vehement dementiert hatte (siehe SZ, 22.12.2006, «S-Bahn-Pendler müssen sich gedulden»).

Nur auf den ersten Blick lobenswert sind seine beiden Landtagsanträge von 2006 und 2012, den S4-Ausbau gleichzeitig mit der Elektrifizierung Lindau-München fertigzustellen. Sie wurden zwar einstimmig angenommen, aber sie blieben bekanntlich wegen Untätigkeit der Staatsregierung folgenlos. Umso unverständlicher ist es, dass Bocklet die Verschiebung des S4-Ausbaus durch Joachim Herrmanns Vorgänger, Martin Zeil, 2010 verteidigte, anstatt sich für die Pendler seines Stimmkreises einzusetzen. Das ursprüngliche Ziel, den S4-Ausbau vor oder zumindest gleichzeitig mit der 2. Stammstrecke fertigzustellen, wurden damit bekanntlich verunmöglicht.

Was das jüngste Versprechen des Innenministeriums wert ist, dass in der Spitzenstunde am Morgen der geplante Fahrplan nach Eröffnung der Stammstrecke angepasst wird, damit nicht weniger Regional- und S-Bahn-Züge als heute aus Richtung Buchloe und Geltendorf nach München verkehren, muss sich erst erweisen. Erinnert sei daran, dass die Bayerische Staatsregierung, 2005 bei Einführung des 10-Minuten-Taktes auf verschiedenen anderen S-Bahnlinien der S4, ohne mit der Schulter zu zucken, eine morgendliche Verbindung gestrichen hat, obwohl die S4-West die am stärksten überfüllten Züge aufwies.

Dass ein 3- statt 4-gleisiger Ausbau der Bahnstrecke Pasing-Eichenau ausreiche, stimmt nur bedingt. Bisher (beim 4-gleisigen Ausbau) hiess es: «Damit wird zum Einen die Betriebsqualität auf dem Streckenast deutlich verbessert und zum Anderen kann die zusätzliche Kapazität für Verbesserungen im Verkehrsangebot der S-Bahn genutzt werden.» Beim 3-gleisigen Ausbau ist nur mehr davon die Rede, dass es «… trotz der unterstellten erheblichen Verkehrsmehrungen auf dieser Strecke zu keiner weiteren negativen Beeinflussung der Pünktlichkeitswerte» kommen würde. Im Klartext: Nach dem S4-Ausbau fahren zwar mehr Züge, aber die Verspätungshäufigkeit vermindert sich nicht, wie ursprünglich geplant war.

Auch was die Zukunft anbelangt, besteht kein Anlass für Optimismus. Auf die von Joachim Herrmann für Juni 2017 angekündigte Liste von Münchner S-Bahnprojekten mit Fertigstellungsterminen warten wir noch immer. Und was aus dem im Mai 2014 versprochenen schnellstmöglichen S4-Ausbau und dem detaillierten Zeitplan dazu geworden ist, sehen wir derzeit plastisch.

S4-Fahrplan nach Elektrifizierung & nach Eröffnung der 2.Stammstrecke

Ab Ende 2020: – Ein Regionalzuhalt in Bruck pro Stunde & Richtung.
– Durchgehender 20-Minuten-Takt bis Grafrath statt Buchenau?
Ab 2026: 15-Minuten-Takt bis Grafrath doch nur in den Stosszeiten statt ganztägig?
Gemäß einer Netzgrafik, welche in der Ausschreibung Augsburger Netze enthalten ist, ist mit der Elektrifizierung München-Lindau (Dezember 2020) geplant, daß die stündlichen Regionalzüge Buchloe-München (Vorortverkehr München-Buchloe) neu in Fürstenfeldbruck halten werden. Allerdings wird dieser Halt entfallen, wenn statt des elektrischen Zuges ein paar Einzelzüge pro Tag München-Buchloe-Füssen gefahren werden. Wenn die Netzgrafik nicht falsch ist, wird es mit der Elektrifizierung einen ganztägigen 20-Minuten-Takt der S4 bis Grafrath geben (statt bisher nur bis Buchenau). Hier die Netzgrafik Betriebsstufe 2 : www.railblog.info/wp-content/uploads/2017/12/Fahrplan-M%C3%BCnchen-Buchloe-Betriebsstufe-2-Elektrifizierung-2017-10-23.pdf
Gleichzeitig gibt es jedoch auch eine Enttäuschung: Gemäss Zieltaktfahrplan Bayern 2030 des BMVI ( www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/zieilfahrplan-2030-bayern.pdf?__blob=publicationFile ) wäre mit Eröffnung der 2. Stammstrecke ein ganztägiger 15-Minuten-Takt bis Grafrath vorgesehen gewesen. Gemäss Netzgrafik Betriebsstufe 3 (nach Eröffnung der 2. Stammstrecke: www.railblog.info/wp-content/uploads/2017/12/Fahrplan-M%C3%BCnchen-Buchloe-Betriebsstufe-3-mit-2ter-Stammstrecke-2017-10-23.pdf) gilt der 15-Minuten-Takt nur bis Buchenau, nur in den Hauptverkehrszeiten bis Grafrath.
Ich hab heute ein Mail an das STMI losgeschickt, um Klarheit zu erhalten.

Fürstenfeldbruck Bahnausbau lässt noch länger auf sich warten – Fürstenfeldbruck – Süddeutsche.de

SZ, 21.12.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-s-bahnausbau-laesst-noch-laenger-auf-sich-warten-1.3801280

Fahrgäste fordern Sofortmassnahmen für die S-Bahn München

Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert Konsequenzen aus den sich häufenden S-Bahn-Pannen.
„Die wiederholten Ausfälle von Stellwerken sind ein klares Indiz für den fortschreitenden Infrastrukturverfall in einem der wichtigsten Ballungsraumnetze Deutschlands“ so Andreas Barth, Münchner Sprecher des bundesweiten Fahrgastverbandes PRO BAHN.
Wichtig wäre Vorsorge und hohe Instandhaltungsqualität. Er fordert die Politik auf, hier Vorgaben zu setzen. „Die Vorgabe für das Münchner S-Bahn-Netz muss sein: Dies ist eine kritische Infrastruktur für den Wirtschaftsraum München, die zuverlässig funktionieren muss“, betont Andreas Barth.
PRO BAHN vermisst die aktive Umsetzung der Massnahmen des Sofortprogramms zur S-Bahn aus dem Mai 2012, also vor über fünf Jahren. „Hier lässt man viel Zeit verstreichen, und setzt die Pendler ungeschützt den Widrigkeiten der Deutschen Bahn und des Wetters aus“ so Andreas Barth weiter. Mit Massnahmen aus dem Sofortprogramm – wie der zweigleisigen Ausbau der Sendlinger Spange mit Halt in Laim und dem Regionalbahnhalt Poccistraße – hätten sich die letzten Störungen deutlich weniger auf die Fahrgäste ausgewirkt.
Gefordert ist der bayerische Innenminister, der als Besteller des S-Bahn-Verkehrs die politische Verantwortung trägt. „Angesichts der aktuellen Pannenserie wird man jetzt sehen, welche Bedeutung das Funktionieren des Großraums München noch für die Landespolitik hat“ so der PRO BAHN-Sprecher weiter. Zudem müsse auch der Zustand und die Instandhaltung der Infrastruktur durch den politisch verantwortlichen Freistaat Bayern aktiver überwacht werden. „Sollte sich der DB Konzern hier als nicht kooperativ oder lernfähig erweisen – und die Ereignisse der letzten Tage legen das nahe – dann sollte man sich nach Alternativen umschauen.
Dafür könnte man eine eigene Infrastrukurgesellschaft einrichten, oder auch die Kompetenz der Stadtwerke München nutzen. Der Paragraph 26 des Gesetzes zur Neugliederung der Bundeseisenbahnen (BEZNG), www.gesetze-im-internet.de/bezng/ gibt dem Freistaat Bayern diese Chance.“ zieht der Verband die Schlussfolgerungen aus den letzten Tagen.
Verantwortlich und für Rückfragen der Redaktion: PRO BAHN Regionalverband Oberbayern e.V., Andreas Barth

U6 Martinsried: „Es fehlt die Vernetzung mit der S-Bahn“ | Planegg

Merkur, 11.12.2017: www.merkur.de/lokales/wuermtal/planegg-ort29296/es-fehlt-vernetzung-mit-s-bahn-9437325.html

Ankündigungsminister Joachim Herrmann mit der Publikation des umfassenden Programms Bahnausbau Region München in Verzug

Verspätungen sind wir uns ja bei der Münchner S-Bahn gewöhnt. Auch bei der Publikation des „umfassenden Programms Bahnausbau Region München“ ist die Staatsregierung in Verzug. Im Dezember 2016 hatte Staatsminister Joachim Herrmann eine Liste von Münchner S-Bahnprojekten bis Juni 2017 angekündigt, bei der jedes Projekt mit einem Fertigstellungszeitpunkt versehen ist (siehe Bayerischer Rundfunk, 21.12.2016, www.br.de/nachrichten/bahn-muenchen-stammstrecke-100.html). Der Grüne MdL Ludwig Hartmann hat im Juli eine schriftliche Anfrage an den Landtag gestellt mit detaillierten Fragen zu einem im Münchner Merkur vom 25.6.2017 ( www.merkur.de/bayern/wegen-zweiter-stammstrecke-bahn-verschiebt-viele-bau-projekte-8431918.html) veröffentlichten 3-Phasen-Programm zum Ausbau der Münchner S-Bahn. Ohne zu beantworten, ob der Münchner Merkur die Liste korrekt zitiert hat, oder nicht, hat die Bayerische Staatsregierung im August 2017 „Einzelheiten zum neuen Programm und somit der Zukunft des Schienenverkehrs in der Metropolregion München .. nach der Sommerpause .. in Aussicht gestellt“ ( www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0018058.pdf). Die Sommerpause ist schon längst vorbei, aber auf Details zum Ausbau der Münchner S-Bahn warten wir noch immer.

Ankündigungsminister Joachim Herrmann ist nun schon sechs Monate in Verzug. Oder war es vielleicht Absicht, dass in der Antwort „nach der Sommerpause“ mit keiner Jahreszahl versehen hat? Liegt es vielleicht am Führungskampf in der CSU?

Wir aus dem Dachauer Hinterland sind die S-Bahn-Stiefkinder der Region | Gastbeitrag

Merkur, 7.12.2017: www.merkur.de/lokales/dachau/landkreis/gastbeitrag-sti722504/wir-aus-dachauer-hinterland-sind-s-bahn-stiefkinder-region-9429489.html

Gesellschaft für U-Bahn-Verlängerung nach Martinsried gegründet

Merkur, 7.12.2017: www.merkur.de/lokales/wuermtal/planegg-ort29296/gesellschaft-fuer-u-bahn-verlaengerung-nach-martinsried-gegruendet-9430136.html

Kommentar – Was zu beweisen war – Fürstenfeldbruck – Süddeutsche.de

2. S-Bahntunnel: Weniger S-Bahnzüge am Morgen: Kommentar – Was zu beweisen war – Fürstenfeldbruck

www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/kommentar-was-zu-beweisen-war-1.3778883

Öffentlicher Verkehr – Weniger S-Bahnen am Morgen auf S3, S4 & S8 – Fürstenfeldbruck

SZ, 5.12.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/oeffentlicher-verkehr-weniger-s-bahnen-am-morgen-1.3778887

Arnulfsteg und U9: Bei diesen Bauprojekten explodieren die Kosten | Neuhausen-Nymphenburg

www.merkur.de/lokales/muenchen/neuhausen-nymphenburg-ort43338/arnulfsteg-und-u9-bei-diesen-bauprojekten-explodieren-kosten-9396648.html

MVV-Fahrplan 2018: Das wird sich im kommenden Jahr ändern | Stadt München

www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/mvv-fahrplan-2018-wird-sich-im-kommenden-jahr-aendern-9408130.html

Störung, Streckensperrung, Fahrplanauskunft, Ausfall, Unfall im News-Ticker | München

www.merkur.de/lokales/muenchen/stadt-muenchen/muenchen-ort29098/s-bahn-muenchen-stoerung-streckensperrung-fahrplanauskunft-ausfall-unfall-im-news-ticker-9399075.html

Kritik am geplanten barrierefreien Umbau des Bahnhofs Puchheim

Siehe SZ, 30.11.2017

Innenministerium berichtet über Fahrplankonzept zur 2. Stammstrecke im Landtag

Siehe Merkur, 30.11.2017: „S-Bahn-Netz wird extrem ausgebaut: Die Vor- und Nachteile

Und SZ, 1.12.2017: „Wer von der 2. Stammstrecke profitiert

Siehe auch Bayerischer Landtag, 30.11.2017: „Wirtschaftsausschuss wirft bei 2. S-Bahn-Stammstrecke Blick in das Jahr 2026„:
„Donnerstag, 30. November 2017
– Von Katja Helmö –

2026 soll, so der Stand der Planungen, die 2. Münchner S-Bahn-Stammstrecke in Betrieb gehen. Sie soll das derzeitige „Nadelöhr“ entlang der bestehenden Stammstrecke entschärfen und gleichzeitig nachhaltige Verbesserungen im Streckennetz rund um München ermöglichen. Das Ziel des Fahrplans nach Inbetriebnahme lautet „Öfter-Schneller-Weiter-Zuverlässiger“, wie Dr. Johann Niggl, Geschäftsführer der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), und Ministerialrat Carsten Fregin vom Bayerischen Innenministerium den Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses erläuterten.

Diesen Beitrag weiterlesen »

Reinhold Bockelt: Stammstrecken-Pläne verschlechtern Takt auf der S4: Innenministerium sagt Nachbesserung des Fahrplans zu

Siehe Merkur, 30.11.2017
Und Pressemeldung von Reinhold Bocklet vom 30.11.2017:

Bocklet gegen Angebotsverschlechterung auf S4 – Korrektur in der Fahrplangestaltung in Aussicht gestellt
Die Vorlage des Fahrplankonzepts mit Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke durch das Innenministerium hat Stimmkreisabgeordneten Reinhold Bocklet im Wirtschaftsausschuss des Landtags auf den Plan gerufen, um Verschlechterungen auf der S4-West zu verhindern. Zählt man die Regional- und S-Bahnzüge derzeit zusammen, dann kommt man auf 6 S-Bahnzüge und 3 Regionalzüge in der Spitzenstunde am Morgen, d.h. 9 Züge pro Stunde. Nach Inbetriebnahme der Stammstrecke sollen es nur noch 8 Züge pro Stunde sein: 4 reguläre S4 im 15 Minuten-Takt, 2 Express S-24 von Buchloe und 2 Regionalzüge. Dies würde eine Angebotsverschlechterung bedeuten. Auf Intervention von Landtagsvizepräsidenten Bocklet erklärten die Vertreter des Innenministeriums in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses, dass es sich bei dem vorgelegten Konzept nur um ein Grundmuster handle, das im Rahmen der späteren Fahrplangestaltung im Wege einer Taktverdichtung verbessert werden könne. Bocklet hatte im Ausschuss argumentiert, dass die Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke zwar für 150 Stationen Verbesserungen oder mindestens keine Verschlechterungen bringe, während an 11 Stationen Angebotsverschlechterungen eingeplant würden. Dies sei bei der S4-West niemandem zu vermitteln, nachdem diese Strecke ohnehin eine der meistbefahrenen sei. Das Insistieren von Bocklet veranlasste die Vertreter der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und das Ministerium zu der Aussage, für eine Korrektur zu sorgen. Auf Bocklets Nachfrage bestätigte das Innenministerium außerdem, dass an der S4-West nur ein Ausbau auf drei Gleise geplant sei. Der Stimmkreisabgeordnete begrüßte es, dass ab Dezember 2019 der Münchner S-Bahn-Vertrag auf einen Bruttovertrag mit Anreizelementen umgestellt werde.“

Verlängerung U5 Pasing: Anwohner müssen mit Riesenbaustelle in Laim rechnen

SZ, 27.11.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/nahverkehr-laim-muss-sich-auf-eine-riesenbaustelle-gefasst-machen-1.3768165

Nahverkehr – Die geplante U 9 wird teurer als gedacht – München – Süddeutsche.de

SZ, 24.11.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/nahverkehr-die-geplante-u-wird-teurer-als-gedacht-1.3765152

Verkehrspakt Grossraum München: S-Bahnausbau wird weiter verschleppt

Pressemeldung des STMI vom 24.11.2017: „Verkehrspakt Grossraum München“: www.stmi.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2017/427/index.php Wieder einmal wird in einer Pressemeldung mit viel Tamtam eine neue Initiative für den öffentlichen Verkehr im Grossraum München angekündigt. Wir brauchen keine neuen Arbeitsgruppe. Die prioritären Projekte sind bekannt (Ausbau S4 West, S2 Ost und S1 West und S8 Ost). Selbst kleinste Projekte, welche nur in der Verantwortung des Landes Liegen (z.B. Sendlinger Spange) werden seit Jahren verzögert.
Es ist höchste Zeit, die bestehenden Projekte ENDLICH voranzubringen, anstatt über immer neue Projekte zu diskutieren. Ausserdem sollte auch die Finanzierungsfrage endlich gelöst werden.
Herr Herrmann hat z.B. den Ausbau der S4-West bis 2019 versprochen. Er hatte behauptet, der Ausbau der S4-West sei schon in der 3. Planungsstufe, der Entwurfsplanung, wobei jetzt herausgekommen ist, dass noch nicht einmal die 1. Planungsstufe, die Grundlagenermittlung eingeleitet wurde.
Ausserdem: Joachim Herrmann hat die Erstellung einer Prioritätenliste für den S-Bahnausbau München versprochen: 1. Im Dezember 2016 hiess es am Bahngipfel wolle zusammen mit der Bahn im 2017 eine Prioritätenliste erstellen. Siehe: www.muenchen.de/aktuell/2016-12/ausbau-muenchner-s-bahn-netz-finanzierung-zweite-stammstrecke-beschlossen.html
2. Im Bayerischen Rundfunk behauptete Joachim Herrmann im Dezember 2016, dass der Freistaat zusammen mit Bahn und Kommunen in den nächsten 6 Monaten eine Prioritätenliste erstellen würde, in der jede Baumassnahme auch mit einer Jahreszahl versehen würde: www.br.de/nachrichten/bahn-muenchen-stammstrecke-100.html. Juni ist längst vorbei, auf die Prioritätenliste warten wir noch immer.
3. In der Antwort des STMI vom 26.4.2017 (veröffentlicht am 5.7.2017) auf die Frage des Landtags-SPD vom 16.2.2017, heisst es dann plötzlich, dass nicht die Kommunen, sondern die Landkreis bei der Erstellung der Prioritätenliste beteiligt seien: www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0016659.pdf
Für mich sind das alles Ablenkungsmanöver. Kommunen und Landkreise können allenfalls Wunschzettel anmelden (es ist ja bald Weihnachten), entscheidend sind jene die die Planung in Auftrag geben und schliesslich jene, die die Massnahmen bezahlen. Und so lange die Finanzierung ungesichert ist, sind alles nur Luftschlösser.

So wird die Laimer Unterführung für die zweite Stammstrecke umgebaut | Laim

tz, 21.11.2017: www.tz.de/muenchen/stadt/laim-ort43357/so-wird-laimer-unterfuehrung-fuer-zweite-stammstrecke-umgebaut-9384561.html

Elektrifizierung Lindau-München enfaltet erst nach Ausbau der S4 ihr volles Potenzial

SZ, 15.11.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-plaene-fuer-elektrifizierung-1.3752821

Chaos im Nahverkehr: Münchens U-Bahn-Problem: SPD mit klarer Forderung Abendzeitung München

www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.chaos-im-nahverkehr-muenchens-u-bahn-problem-spd-mit-klarer-forderung.a43e7f00-dde8-4e24-bbe8-b743aa18e75c.html

Social Media:
Finde uns auf Twitter

unsere Facebookseite

unsere Youtube-Videosammlung