Ausbau München – Freising / Landshut

Genauere Beschreibung der Machbarkeitsstudie Bahnausbau München vom 23.8.2018

Interessant sind vor allem:
„Einbindung weiterer Regional-S-Bahnen: Mit der IBN der 2. Stammstrecke sind erste Regional-S-Bahnen vorgesehen (Landshut, Augsburg, Buchloe). Um auch auf anderen Pendler-Relationen die direkte Erreichbarkeit der Münchner Innenstadt ermöglichen zu können, sind weitere Regional-S-Bahnen aus der Metropolregion zu untersuchen (z.B. Rosenheim, Dorfen, Pfaffenhofen, Kochel, Weilheim). Die verkehrliche Wirkung sowie Angebotskonzepte und Infrastrukturbedarf sind zu ermitteln.“
Es wird bereits nachgedacht, dass auf den Linien nach Petershausen, Geretsried, Kreuzstrasse und Holzkirchen ebenfalls auf den 15-Minuten-Takt und Express-S-Bahnen umgestellt wird:
„Südast 2. Stammstrecke mit weiteren netzergänzenden Maßnahmen: Die 2. Stammstrecke sieht auch die Nachbaubarkeit eines Südastes in Richtung Giesing vor. Der Südast schafft die Voraussetzungen, um auch Richtung Kreuzstraße und Holzkirchen einen 15-Minuten-Takt der S-Bahn und Express-S-Bahnen ermöglichen zu können. Auch mögliche Regional-S-Bahnen aus dem Oberland sollen über Holzkirchen und Giesing in die 2. Stammstrecke fahren können. Die verkehrliche Wirkung sowie Angebotskonzepte und Infrastrukturbedarf sind zu ermitteln.“

„Ausbau S2 West Dachau – Petershausen: Um einen 15-Minuten-Takt und Express-S-Bahnen auf der S2 ermöglichen zu können, bedarf es voraussichtlich zusätzlicher Infrastruktur.
Die verkehrliche Wirkung sowie Angebotskonzepte und Infrastrukturbedarf sind zu ermitteln.“
„Elektrifizierung Kaufering – Landsberg/Lech: Mit der IBN der 2. Stammstrecke sind erste Regional-S-Bahnen vorgesehen, so auch nach Buchloe. Um auch den starken Pendlerströmen aus Landsberg die direkte Erreichbarkeit der Münchner Innenstadt ermöglichen zu können, sind die verkehrliche Wirkung sowie Ange-botskonzepte und Infrastrukturbedarf zu ermitteln.“
Beim Ausbau der Strecke München-Freising ist die Bestandsstrecke neben der Strecke entlang der A92 noch nicht aus dem Rennen:
„Ausbau München – Freising – Landshut: Hier liegt bereits eine Machbarkeitsstudie für eine Neubaustrecke vor. Ungeachtet dessen sind auch leistungssteigernde Maßnahmen entlang der Bestandsstrecke zu prüfen. Die verkehrliche Wirkung sowie Angebotskonzepte und Infrastrukturbedarf sind zu ermitteln.“
Ausbau Südring wird auch für S-Bahn in Betracht gezogen:
„Ausbau Südring: Zur noch besseren ÖV-Erschließung südlicher Stadtquartiere soll auch S-Bahnverkehr auf dem Südring in Betracht gezogen werden. Die verkehrliche Wirkung sowie Angebotskonzepte und Infrastrukturbedarf sind zu ermitteln.“
Schade ist, dass der Bahnhof Menterschwaige erwähnt wird, der Bahnhof Harras jedoch nicht:
„Bahnhalt Menterschwaige: SPNV-Erschließung von Untergiesing-Harlaching und Grünwald, Verknüpfung mit der Tram 25. Die verkehrliche Wirkung sowie Angebotskonzepte und Infrastrukturbedarf sind zu ermitteln.“

Machbarkeitsstudie Bahnhausbau München ausgeschrieben: 26 Projekte darunter München Ost-Markt Schwaben und München-Freising-Landshut

Am 23.08.2018 hat die Regierung eine Machbarkeitsstudie zum Bahnausbau München ausgeschrieben:
Folgende Massnahmen sind dabei enthalten
1 Anbindung BMW−Forschungs− und Innovationszentrum (FIZ) mit Pendelzügen
2 ABS 38 München Ost – Markt Schwaben
3 Einbindung weiterer Regional−S−Bahnen
4 Südast 2. Stammstrecke mit weiteren netzergänzenden Maßnahmen
5 Ausbau S2 West Dachau – Petershausen
6 S−Bahnhalt Berduxstraße (S2)
7 Bahnhof Pasing – nördliche Erweiterung mit Anschluss an 2. Stammstrecke
8 Elektrifizierung Oberlandnetz
9 Elektrifizierung Kaufering – Landsberg/Lech
10 Ausbau München – Freising – Landshut
11 Ausbau Nordring
12 Ausbau Südring
13 zweigleisiger Ausbau von Dachau bis Altomünster (gegebenenfalls auch abschnittsweise), Verlängerung bis Aichach, S−Bahnhalt Breitenau
14 Neubaustrecke München – Odelzhausen –Dasing
15 Bahnsteig Gleis 4 am Bahnhof Fürstenfeldbruck; zweiter Fußgängertunnel
16 zweigleisiger Ausbau von Höllriegelskreuth bis Wolfratshausen (gegebenenfalls auch abschnittsweise), Bahnsteigverlängerungen auf 210m
17 Infrastrukturmaßnahmen von Giesing bis Kreuzstraße (Bahnsteigverlängerungen, Streckenausbau)
18 Bahnsteigverlängerungen auf 210m von Markt Schwaben bis Erding
19 zweigleisiger Ausbau Grafing Bahnhof – Ebersberg
20 Neubaustrecke Riem – Messe – Aschheim – Kirchheim – Pliening
21 S−Bahnhalt Emmering (S4)
22 S−Bahnanschluss Fliegerhorst Fürstenfeldbruck (S3)
23 Bahnhalt Föching (Mangfalltalbahn)
24 Bahnhalt Menterschwaige
25 S-Bahnhalt Weichselbaum (S8)
26 Neubaustrecke Bobingen – Mering

„Der Leistungszeitraum beginnt am 01.12.2018 und endet nach vier Jahren ohne dass es einer Kündigung bedarf.“

Alles sehr sinnvolle Projekte Ist das jetzt nur Wahlpropaganda, oder hat das wirklich Hand und Fuss? Da müssten die Mittel mindestens verfünfacht werden. Bedauerlicherweise fehlt die Anbindung des Bahnhof Harras an die Sendlinger Spange.

4-gleisiger Ausbau Ausbau Neulustheim-Neufahrn wurde im BVWP 2030 abgelehnt

Damals lautete die Begründung: „Aufgrund der geringen Nachfrage im SGV und im SPFV auf der Strecke können die hohen Investitionskosten für den Ausbau nicht durch einen Nutzen für den überregionalen Verkehr gedeckt werden. Das Projekt ist somit nicht wirtschaftlich und nicht in den BVWP aufzunehmen.“
Siehe: www.bvwp-projekte.de/kb_schiene.html
Warum soll das jetzt nun völlig anders sein?

Streckenausbau München-Freising: Neuer Tunnel im Münchner Norden?

SZ, 7.8.2018: www.sueddeutsche.de/muenchen/bahntrasse-freistaat-prueft-bau-eines-neuen-tunnels-im-muenchner-norden-1.4083480
Freistaat prüft Bau eines neuen Tunnels im Münchner Norden 7. August 2018, 06:45 Uhr
Anwohner protestierten im Jahr 2005 gegen die geplante Trasse für einen Transrapid zum Flughafen. (Foto: Robert Haas) Bayern prüft zwei Varianten zum Ausbau der Bahnstrecke zwischen München und Landshut. Einer der Vorschläge lautet, die Gleise im Münchner Stadtgebiet weitestgehend im Tunnel verlaufen zu lassen. Eine andere Möglichkeit ist, sie oberirdisch auszubauen. Die Strecke München-Freising-Landshut ist eine der am stärksten ausgelasteten Bahntrassen in ganz Bayern. Von Andreas Schubert Der Stadt München könnte langfristig ein neues, milliardenschweres Tunnelprojekt bevorstehen. Noch hat die Bahn nicht mal richtig angefangen, den Tunnel für die zweite S-Bahn-Stammstrecke zu bohren, da lässt der Freistaat bereits ein neues Großprojekt prüfen, um die Bahnstrecke zwischen München und Landshut auszubauen. Das hat das bayerische Verkehrsministerium am Montag bestätigt. Die Strecke verliefe in Teilen auf der früher vorgesehenen Trasse für den Transrapid.
Ein Tunnel ist eine von zwei Trassenvarianten, die das Ingenieurbüro Stefan Baumgartner für einen möglichen viergleisigen Ausbau der Strecke München-Landshut vorschlägt – bei ihm hat der Freistaat eine Studie in Auftrag gegeben. Die Neubaustrecke würde demnach am Gleisknoten Neulustheim westlich des Nymphenburger Schlossparks aus dem bestehenden Gleis ausfädeln, auf Münchner Stadtgebiet dann weitestgehend im Tunnel verlaufen und sich des Weiteren am Verlauf der A 92 orientieren – bis sie nördlich von Neufahrn bei Freising wieder in die Strecke München – Freising einfädelt. Da diese Variante mit Sicherheit sehr teuer ausfiele, werde man noch weitere Alternativen prüfen lassen, teilt das Ministerium mit – auch für einen Teilausbau der Strecke.
So soll die S-Bahn im Jahr 2050 fahren
Höherer Takt, zweigleisige Strecken und verlängerte Linien: Landräte legen ein Positionspapier zum Nahverkehr in München und dem Umland vor. Von Christian Krügel und Andreas Schubert mehr … Das könnte durchaus nicht schaden. Auf der Bahn-Trasse zwischen Neulustheim und Neufahrn verkehren die Regionalzüge nach Landshut, Regensburg und Passau sowie die S 1. Die zweite Variante, sie oberirdisch auf vier Gleise auszubauen, kommt bei den betroffenen Gemeinden im Umland ganz und gar nicht gut an. Sie fürchten sowohl Lärm als auch die Verschandelung ihrer Orte durch riesige Lärmschutzwände. In München wäre das ebenfalls ein großes Problem – ob der Ausbau überhaupt kommen wird, steht deshalb ziemlich in den Sternen.
Schon vor etwa zehn Jahren stand ein Ausbau der Strecke im Raum, der dann wieder verworfen wurde. Nicht zuletzt wegen der Bedenken von Anwohnern im Münchner Norden sowie der schlechten Bewertung im sogenannten standardisierten Verfahren. Damals erhielt ein viergleisiger oberirdischer Ausbau den Wert minus 2,4 – wegen der dichten Bebauung beiderseits der Gleise, die nahezu auf der gesamten Länge Schallschutzwände und Enteignungen notwendig machen würde. Förderfähige Projekte brauchen eine Wertung von mindestens 1,0.
Doch über Bewertungen und konkrete Pläne nachzudenken, dafür ist es laut Verkehrsministerium ohnehin noch viel zu früh. Die Studie habe man dem Bund als „Anregung für eine mögliche Variante der Steigerung der Streckenleistungsfähigkeit übermittelt“. Der Freistaat sieht die Notwendigkeit als unbedingt gegeben, da die Strecke München-Freising-Landshut eine der am stärksten ausgelasteten Bahntrassen in ganz Bayern sei. Das Angebot lasse sich hier kaum mehr ausweiten, auch die Betriebsqualität sei am Anschlag. Deshalb wünscht sich das bayerische Ministerium, dass der Ausbau in die nächste Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen wird. Der Bund hat bereits angekündigt, diesen Vorschlag prüfen zu wollen.
In der Tat ist die Strecke der S 1 schon heute anfällig für Störungen, zudem muss sie sich die Gleise mit dem Güterverkehr teilen, der in Zukunft wohl nicht abnehmen wird. Wenn die S-Bahnen dann mit Fertigstellung der zweiten Stammstrecke einen durchgehenden 15-Minuten-Takt bekommen sollen, wird sich der Druck auf der Strecke weiter erhöhen; Unregelmäßigkeiten wie ein verspäteter Güterzug könnten den S-Bahn-Verkehr massiv beeinträchtigen.
Also könnte eine Neubaustrecke auf der früheren Transrapid-Trasse interessant werden, doch mit dem Widerstand von Anwohnern gegen einen Tunnelbau in München ist genauso zu rechnen wie mit Widerstand gegen vier Gleise an der Oberfläche.
Die in der Studie vorgeschlagene Strecke ist im Stadtgebiet aber nicht identisch mit der Trasse, auf der der Transrapid durch München hätte schweben sollen. Diese wäre teilweise unterirdisch vom Hauptbahnhof in nordwestlicher Richtung zum Olympiapark und westlich an diesem vorbei verlaufen. Nördlich davon hätte sie bei Feldmoching die Bahnstrecke München-Freising und die A 92 erreicht.
Video So verläuft die zweite Stammstrecke
In etwa 40 Meter Tiefe wird sich ein Tunnel mit drei neuen Bahnhöfen durch den Münchner Untergrund ziehen: Die wichtigsten Stationen im Video. mehr…

Verkehr – Viergleisiger Ausbau München-Landshut wird geprüft – Landkreis München – Süddeutsche.de

Allerdings erst am St Nimmerleinstag. Nächster BVWP. www.sueddeutscheu.de/muenchen/landkreismuenchen/verkehr-viergleisiger-ausbau-wird-geprueft-1.4081218

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