Südostbayern – Mühldorf

Bahnausbau in Dorfen – Die Zukunft liegt im Süden – Erding – Süddeutsche.de

SZ, 6.10.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/infrastruktur-die-zukunft-liegt-im-sueden-1.3698242

Bahnstrecke München – Markt Schwaben: Ausbau in Etappen | Markt Schwaben

Merkur, 1.10.2017: www.merkur.de/lokales/ebersberg/markt-schwaben-ort29035/bahnstrecke-muenchen-markt-schwaben-ausbau-in-etappen-8733443.html

Elektrifizierung Ebersberg-Wassereburg wird etwas konkreter

Dokument der BEG vom 6.7.2017: beg.bahnland-bayern.de/de/planung/infrastrukturprojekte?file=files/media/corporate-portal/planung/infrastrukturprojekte/oberbayern/07_2017/Elektrifizierung%20Ebersberg%20%28Oberbayern%29%20-%20Wass…

Bahnübergang Wasentegernbach wird sicher | Dorfen

www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/bahnuebergang-wasentegernbach-wird-sicher-8697205.html

Ärgernis im Stadtrat Burghausen: Stehende Loks mit laufenden Dieselmotoren

www.heimatzeitung.de/2655011?ref=lf

Münchner S-Bahn kollidiert bei Wilfling mit Baum: 60 Reisende vier Stunden in Zug gefangen | Erding

www.merkur.de/lokales/erding/s-bahn-kollidiert-bei-wilfling-mit-baum-60-reisende-vier-stunden-in-zug-gefangen-8609253.html

Bahnstrecken in Planung u. a. München-Mühldorf-Freilassing

br24.de/nachrichten/Wirtschaft/projekte-schneller-auf-die-schiene-bringen

Die Südostbayernbahn adelt Dorfen | Dorfen

www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/suedostbayernbahn-adelt-dorfen-8504999.html

„An einem Strang gegen die Bahn ziehen“ | Dorfen

www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/an-einem-strang-gegen-bahn-ziehen-8081033.html

2. Gleis Tüssling-Mühldorf aber kein Wort zum Stundentakt Mühldorf-Salzburg

Pro Bahn Post, Juni 2017 www.pro-bahn.de/oberbayern/pbp/pbp201706.pdf

Video: Güterzug quert B 15 bei offenen Schranken | Dorfen

www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/video-gueterzug-quert-b-15-bei-offenen-schranken-8442556.html

Einige Gedanke zur Prioritätenlisten S-Bahn München

Positiv bei dieser Prioritätenliste ( www.merkur.de/bayern/wegen-zweiter-stammstrecke-bahn-verschiebt-viele-bau-projekte-8431918.html ) ist, dass die meisten Projekte mit einer Jahreszahl versehen wurde. Allerdings ist zu bemängeln, dass überhaupt nicht klar ist, nach welchen Kriterien diese Prioritätenliste erstellt wurde. Alle Projekte sind wünschenswert, aber die Frage muss ja sein, welche am dringendsten sind. Ebenfalls fehlt die Finanzierungsperspektive. Hier hat sich das BMVI mehr Mühe gegeben bei der Erarbeitung des Bundesverkehrswegeplans 2030. Die Grundkonzeption hatte die Kriterien der Erstellung dieses Plans zum Inhalt: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/BVWP/bundesverkehrswegeplan-2030-grundkonzeption.html

Einige Punkte, die auch bei der Planung der Ausbaumassnahmen der München S-Bahn relevant wären:
1. Ich denke auch hier müsste die Engpassbeseitigung an erster Stelle liegen. Auf welchen Linien liegen die höchsten Auslastungszahlen in der Spitzenstunde vor.
2. Die Engpassbeseitigung betrifft jedoch auch jene Strecken, welche zu den grössten Störungen führen. (Relevanz für die Stabilität des Gesamtnetzes)
3. Sicherlich relevant wäre auch, welche Ausbaumassnahmen den höchsten Nutzen-Kosten-Faktor erzielen.
4. Ebenso relevant wäre gewesen, wie weit die Planungen bereits fortgeschritten sind.

Nach meinen Dafürhalten – dies wäre natürlich genau zu analysieren – gehören folgende Projekte in die Phase 1 oder zumindest 2:
1. Ausbau Pasing-Eichenau. Planungsstand fortgeschritten (Abschluss der Vorplanung steht unmittelbar bevor). Westkopf Pasing ist ein Nadelöhr und führt zu Aufschaukelung von Verspätungen. Längste Mischverkehrsstrecke im MVV, Geschwindigkeitsdifferenz zwischen S-Bahn und Regional- und Fernverkehr erhöht sich mit Elektrifizierung München-Lindau im Dez. 2020 was die Streckenkapazität vermindert und somit Verspätungsanfälligkeit noch erhöht. Hohe Auslastung in der Spitzenstunde. Nutzen-Kosten-Faktor über 1 bereits beim 4-gleisigen Ausbau, bei 3-gleisigen wohl deutlich über 1.
2. Ausbau Markt-Schwaben-Berg am Laim. Ebenfalls relativ lange Mischverkehrsstrecke, verspätungsanfällig. Elektrifizierung München-Mühldorf steht ebenfalls an, steigende Geschwindigkeitsschere vermindert Kapazität der Strecke. Hohe Auslastung in der Spitzenstunde. Manko: Meines Wissens keine abgeschlossene Vorplanung, kein Nutzen-Kosten-Gutachten. Muss daher schleunigst nachgeholt werden.
3. Ausbau Johanneskirchen-Daglfing. Mischverkehrsstrecke, hohe Auslastung in der Spitzenstunde. Problem: Ist ein BVWP-Projekt, und kein GVFG-Projekt. Wird daher gar nicht vom Land entschieden.
4. Ausbau Moosach-Freising. Zweitlängste Mischverkehrsstrecke im MVV, verspätungsanfällig. Hohe Auslastung in der Spitzenstunde. Manko: Meines Wissens keine abgeschlossene Vorplanung, kein Nutzen-Kosten-Gutachten. Muss daher schleunigst nachgeholt werden.

Nach meiner Meinung nach „Nice to have“ aber sicher nicht zur Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke: Elektrifizierung Ebersberg-Wasserburg. Es handelt sich um einen Nebenstrecke mit einem vergleichsweise geringen Verkehrsaufkommen, eine Überlastung in der Spitzenstunde ist mir nicht bekannt. Keine abgeschlossene Vorplanung, kein Nutzen-Kosten-Gutachten. Allenfalls muss zwischen Ebersberg und Grafing Bahnhof ein zweites Gleis geschaffen werden, aber man sollte erst den Effekt des Linientausches S4/S6 Richtung Ebersberg auf die Fahrplanstabilität abwarten.

Bahnsteig 1 in Fürstenfeldbruck ist meiner Meinung nach zwar nur eine Miniprojekt, aber ziemlich nutzlos, da es stadteinwärts zur Spitzenstunde kaum nutzbar sein wird (2x Kreuzen des Gegengleises auf einer stark belasteten Strecke wird kaum funktionieren, und die Verspätungsanfälligkeit vergrössern).

Ausserdem werden die Regionalzughalte in Fürstenfeldbruck definitiv mit der Einführung der Express-S-Bahn (vrsl. 2026) wieder wegfallen, dann ist dieses Gleis wegen der niedrigeren Bahnsteighöhe nicht mehr nutzbar. Meiner Meinung nach eine reine Geldverschwendung. Man hätte als Zwischenlösung wirklich besser sofort einen Regionalzughalt in Puchheim eingeführt als auf diesen Bahnsteig zu setzen.

Wegen zweiter Stammstrecke: Bahn verschiebt viele Bau-Projekte. Horst Seehofer als Lügner entlarvt

Siehe Merkur, 26.6.2017:
www.merkur.de/bayern/wegen-zweiter-stammstrecke-bahn-verschiebt-viele-bau-projekte-8431918.html
Phase 1 – vor Inbetriebnahme der zweiten Stammstrecke:
◦Neufahrner Kurve (2018)
◦Erweiterung S-Bahn-Werkstatt Steinhausen (2020)
◦zusätzlicher Bahnsteig Markt Schwaben (2020)
◦Netz-Ausbau Abzweigstelle Flughafen S1/S8 (2021)
◦Sendlinger Spange, Baustufe 1 (2022/24)
◦Wendegleis Weßling (2023)
◦Bahnsteigquerung Hbf (2024)
◦Bahnsteig Gleis 1 Fürstenfeldbruck
Phase 2 – mit Inbetriebnahme:
◦Abzweigstelle Westkreuz
◦Linienförmige Zugbeeinflussung westlich Pasing
◦zweites Gleis Steinebach-Seefeld-Heckendorf
◦zweites Gleis St. Koloman
◦Bahnsteigertüchtigung Geltendorf-Buchloe für Regional-S-Bahn
◦Elektrifizierung Ebersberg-Wasserburg
Phase 3 – nach Inbetriebnahme:
◦Regionalzughalt Poccistraße (2028)
◦Lückenschluss Flughafen-Erding (2028)
◦S7-Verlängerung Geretsried (2027)
◦München-Mühldorf-Freilassing (2030)
◦Walpertskirchner Spange (2027)
◦Ausbau S4 West bis Eichenau (2030)
◦Ausbau S8 Daglfing-Johanneskirchen (2030)
◦Ausbau S2 West Dachau-Petershausen (keine Angabe mit Jahreszahl)
◦Netz-Ausbau München-Freising-Landshut (k. Ang.)
◦Elektrifizierung Oberlandnetz und Pfaffenwinkelbahn (k. Ang.)
◦Ausbau Nordring (k. Ang.)
◦(Aus-)bau U4, U9, U5 (k. Ang.)“
Wie hiess es im November 2016: „Darüber hinaus werden wir dafür sorgen, dass andere bayerische Projekte aus dem GFVG-Programm durch die Finanzierung der 2. Stammstrecke in München nicht beeinträchtigt werden.“ bayern.de/freistaat-bayern-und-bund-einigen-sich-auf-bau-der-2-s-bahn-stammstrecke-in-muenchen-ministerpraesident-seehofer-quantensprung-fuer-den-oeffentlichen-personennahverkehr-in-bayern/?seite=1579

Zwischen Grafing-Bahnhof und Ebersberg fährt keine Bahn – Bahn kann Inbetriebnahmetermin nach Bauarbeiten nicht einhalten

SZ, 9.6.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/oeffentlicher-nahverkehr-trotz-ankuendigung-der-db-zwischen-grafing-bahnhof-und-ebersberg-faehrt-noch-keine-s-bahn-1.3541123

Mühldorf-München: Wenn ein Feldweg den Zugverkehr eliminiert

Der Fuhrpark zum Teil erneuert, die Bahnhöfe frisch gestrichen, Christoph Krallers Südostbayernbahn (SOB) ist bemüht, um nach außen hin zu glänzen. Wenn da nicht immer wieder diese Ereignisse auf dem einen Gleis wären, auf Bayerns am meisten befahrener, immer noch eingleisiger und nicht elektrifizierter Bahnlinie zwischen München und Mühldorf.
Wir haben hier in der Vergangenheit öfter die Klappe gehalten, weniger über Verspätungen oder die obligatorischen Ausfälle berichtet. Aber am vergangenen Freitag zeigte sich einmal mehr, dass Kraller & Co. von der „i mog de SOB“ Propaganda-Fraktion tun und lassen können, was sie wollen, Mühldorf-München bleibt Technik-Stand aus dem Jahre 1985 oder noch viel, viel älter. Selbst wenn am Ende „nur“ 20 Minuten Verspätung das Ergebnis waren, wieder einmal eine um ein Drittel verlängerte Zugfahrt, bei Krallers Mitarbeitern gehen die Uhren scheinbar anders.
Von München aus wartete der Zug vergeblich minutenlang auf die fahrplanmäßige Zugkreuzung in Hörlkofen, stattdessen kündigte der Lockführer diese Kreuzung für den nächsten Bahnhof an, mit „fünf Minuten Wartezeit auf den Gegenzug“. Fünf Minuten… Aber nach zehn Minuten ohne weitere Durchsage an diesem Bahnhof werden die Stammfahrer der SOB doch nervös. Immer wenn sie bei der Bahn nichts sagen, auch die übereifrigen „Kundenbetreuer“ dieser bayerischen Bahn GmbH Tochter aus Mühldorf, dann wird es gefährlich. Das wissen die Stammkunden, oder es dauert noch länger, was keiner weiß oder niemand wirklich sagen will.
Nach 15 Minuten ging es dann doch weiter, zumindest bis Dorfen. Der dortige Bahnhof sei „wegen eines Blitzschlages an einem Bahnübergang zwischen Dorfen und Schwindegg überlastet“, hieß es. Dem war auch so. Doch der vom Blitzschlag betroffene Bahnübergang, auf der Weiterfahrt nach Schwindegg, ließ manchen Fahrgast wieder nur einmal mehr den Kopf schütteln. Über diese Südostbayernbahn, dieses eine Gleis zwischen Mühldorf und München, pardon Ampfing und Markt Schwaben, und die alte Technik an den Stellwerken und eben diese zahlreichen „Bahnübergänge“.
Wegen des Blitzschlages musste der Zug vor dem betroffenen Übergang anhalten, bevor es weiterging. Da zählte die Uhr bereits 20 Minuten Verspätung. Und was das für ein weltbewegender Bahnübergang war: Der ist manchem Pendler in den letzten 20 Jahren wirklich noch nie aufgefallen. Ein Feldweg. Ein bloßer Feldweg, Kiesstraße, mit Andreas-Kreuz. Und dieses Kreuz lag, vom Blitz sichtlich gekennzeichnet, am Boden. Die roten Blinklichter waren wohl auch defekt, aber anstatt hier Leute hinzuschicken, analoge, lebendige Manpower, die mit Seilen den drohenden Traktoren-Verkehr aufhalten, der ohnehin nicht in Sicht war, sollte denn tatsächlich noch ein Traktor kommen, lässt man die Züge warten. Im Münchner S-Bahn-Bereich handelt die Bahn da längst anders…
Was gab es nicht für Vorfälle in der Vergangenheit an Bahnübergängen auf dieser Strecke. An einem vergaß die Bahn öfter, mitten in einem Ort, die Schranken herunter zu lassen. In Hörlkofen wurde vor Jahren ein Stellwerks-Mitarbeiter und Schranken-Wärter entfernt, der nicht ans Telefon ging und dann wird wegen eines Feldweges der Zugverkehr eingeschränkt? Das wenn die Schafherden gewusst hätten, die hier schon von Zügen bei der Querung der Gleise dezimiert wurden…
Das kann alles dem fehlenden Ausbau zugeschoben werden, es passiert trotzdem immer wieder. Derlei Ausfälle bei der Südostbayernbahn, samt dieser beinahe arroganten Kommunikation gegenüber der Kundschaft zeigen nur, wie abgehoben und weltfremd die Mühldorfer Bahn-Manager sind. Anstatt bis zum Ausbau, der noch lange Jahre auf sich warten lassen wird, diese kleinen, fehleranfälligen uralt-Bestände beseitige zu räumen, solche Bahnübergänge endlich zu beseitigen, träumen sie von der Zukunft.
Derlei Propaganda-Macher sollten von ihrem arroganten Ross runterkommen und diese scheußlichen Altbestände beseitigen. Altbestände, die eigentlich schon lange hätten beseitigt sein sollen, durch den zweigleisigen Ausbau. Aber so leben sie halt in ihrer Welt, diese Manager und ihre Mitarbeiter in Mühldorf und wünschen trotz dieser vergammelten Infrastruktur und immer wieder kehrenden Störungen „noch einen schönen Abend“.

Feierlichkeiten (München-) Mühldorf-Tüßling: Presse contra PR-Strategen von Bahn und Politik

ein Kommentar von M. Wengler
„Das zweite Gleis zwischen Mühldorf und Tüßling bringt einen echten Mobilitätsgewinn für Südostbayern“ – Aussage eins. Ausbau der Strecke einen „echten Segen“ – Aussage zwei.
Wir kennen das: Meist in Wahl-Jahren tauchen sie in der Region auf, zu Spatenstichen oder Strecken-Einweihungen. Politiker, Bahn-Manager und deren Presse-Strategen. Das war für die 8 km zwischen Ampfing und Mühldorf so (Spatenstich im Jahr 2007) und zehn Jahre später wurden nun die nächsten 11 km zwischen Mühldorf und Tüßling eingeweiht. Endlich zweigleisig. Fehlen nun nur noch die 46 Kilometer nach München, von Ampfing bis Markt Schwaben.
Vom Ausbau im verspätungsanfälligen S-Bahn-Bereich um München spricht ohnehin niemand mehr. Das soll alles durch den 2. Tiefentunnel mit den Bergwerks-Bahnhöfen in 40 Meter Tiefe unter München besser werden.
Wer die Floskeln der Politiker und Bahn-Manager in den offiziellen Presse-Mitteilungen las, selbst die Erstmeldung der Deutschen Presse Agentur (DPA), der konnte nur mehr den Kopf schütteln. Mit welch blumigen Worten wieder einmal vom Gütertransport nach Asien(!!!), „näher ans Meer“ und „kürzeren Fahrzeiten“ gesprochen wurden. Wobei letzteres nun wirklich eine schöne Neuigkeit wäre. Wenn das nur keine Polit-Wahlkampf-Ente ist.
Die Medien haben jedenfalls größtenteils kaum auf die Aussagen reagiert. Im Münchner Merkur und seinen Lokalausgaben war sogar eine große Landkarte abgebildet, die zeigte, welch kleinen Abschnitt die Jubelnden da eigentlich feierten und wieviel noch zu tun wäre, wobei natürlich zusätzlich (und wieder einmal) keine (genauen) Zeit-Horizonte genannt wurden. Oder weitere Finanzierungszusagen. Auch die Passauer Neue Presse hielt sich zurück.
Jubel-Meldungen über die Bahn kommen nur bei Menschen an, die nicht öfter mit der Südostbayernbahn „verreisen“. Vor allem die 13.000 Berufs-Pendler nach München fluchen seit einigen Wochen wieder beinahe täglich und sind es leid, von Politikern und Christoph Krallers „Erlebnis-Bahn-Touristik“ wieder für dumm verkauft zu werden. Nein – nicht alle sind „i mog de SOB“.
Bleibt abzuwarten, wenn denn die Politiker den eigenen Floskeln wirklich Glauben schenken, wie weit wir dem Versprechen des Ministerpräsidenten glauben können, den Flughafen München erst auszubauen, wenn die Verkehrs-Anbindung voran gebracht wurde…
Gut nur, dass die in letzter Zeit oft gescholtenen Medien scheinbar nicht mehr auf diverse Polit-Medien-Propaganda hereinfallen. Die/Mainstream/ Medien reagieren nicht mehr auf Lokalpolitiker und die lokale Bahn-PR. Warum nur?

Mühldorf/Tüßling: Pünktlicher für Reisende, Besser für die heimischen Chemiebetriebe | trotzdem gibt es Kritik

www.innsalzach24.de/innsalzach/region-muehldorf/muehldorf-am-inn-ort29093/muehldorftuessling-puenktlicher-reisende-besser-heimischen-chemiebetriebe-8339018.html

Mühldorf-Tuessling 2-gleisig: Nadelöhr für Schienenverkehr in Südostbayern aufgelöst

Pressmeldung der DB vom 22.5.2017: www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/14246066/05_22_Muehldorf_-_Tuessling.html?start=0&itemsPerPage=50
Allerdings stinkt das Eigenlob von Dr. Marcel Huber. Von einem Turbogang beim Streckenausbau kann sicher nicht gesprochen werden. Im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2003 wurden Begegnungsabschnitte bis 2015 versprochen. Um einen solchen handelt es sich beim 2-gleisigen Ausbau Tüssling-Mühldorf (siehe www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/bundesverkehrswegeplan-2003.pdf?__blob=publicationFile, Seite 54: „Die laufenden und fest disponierten Vorhaben ab 2001 umfassen die Vollendung im Bau befindlicher Projekte aus dem BVWP ’92 sowie weitere Vorhaben, über deren Realisierung bereits abschließend entschieden worden ist und die aufgrund ihrer verkehrlichen Wirkungen bis zum Jahre 2015 realisiert werden sollen.“ Dass die Bahn auf dem Abschnitt Markt Schwaben – Ampfing erst mit der Entwurfsplanung startet ist ein Armutszeugnis. Schliesslich war diese Strecke bereits im BVWP 2003 unter „Weiterer Bedarf Schiene“ aufgelistet (siehe S. 58)
Hier noch der Wortlaut der Presseerklärung: „Nadelöhr für Schienenverkehr in Südostbayern aufgelöst
Zweigleisiger Ausbau Mühldorf – Tüßling schneller als geplant * 150-Millionen Projekt im Kostenrahmen * Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kündigt weiteren „energischen Ausbau des Schienennetzes in Südostbayern“ an
Deutlich schneller als geplant und im Kostenrahmen gebaut – so kann die Zweigleisigkeit zwischen Mühldorf/Inn und Tüßling gefeiert werden. Bislang mussten sich auf rund elf Kilometer Länge bis zu 140 Züge am Tag ein Gleis teilen. Mit dem Ausbau wird ein Nadelöhr im Schienennetz der Bahn in Südostbayern und an der Hauptzufahrt zum bayerischen Chemiedreieck aufgelöst, stellt der Infrastruktur-Vorstand der Deutschen Bahn AG, Ronald Pofalla am Montag, 22. Mai 2017 fest: „Jede Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied – mit diesem Ausbau haben wir die Lieferkette des bayerischen Chemiedreiecks wesentlich gestärkt.“ Er dankte den Mitarbeitern der DB Netze und allen beteiligten Firmen: „Sie haben gezeigt: Wir können Infrastruktur. Wir können schnell und effizient bauen.“ Der Bahnvorstand wies auf die nächsten Schritte für den Gesamtausbau der Strecke hin: „Im nächsten Jahr werden wir die Entwurfsplanung für den Abschnitt Markt Schwaben bis Ampfing präsentieren, noch in diesem Jahr wird das 3. Gleis Freilassing-Salzburg in Betrieb genommen.“
Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt hat auf die Bedeutung des Ausbaus für Oberbayern hingewiesen: „Das zweite Gleis zwischen Mühldorf und Tüßling bringt einen echten Mobilitätsgewinn für Südostbayern. Der Abschnitt ist Teil der wichtigen Bahnstrecke von München nach Freilassing – und damit eine Lebensader für die gesamte Region. Viele Pendler nutzen diese Verbindung für die tägliche Fahrt nach München. Sie ist der zentrale Zulauf für das bayerische Chemiedreieck und Teil der „Magistrale für Europa“ von Frankreich bis in die Slowakei. Deshalb werden wir den Ausbau des Schienennetzes in Südostbayern weiter energisch vorantreiben. Unser Ziel ist: Die Strecke München – Freilassing durchgängig zu elektrifizieren und weiter auszubauen.“
Für den Bayerischen Staatskanzleiminister Dr. Marcel Huber ist die schnelle Fertigstellung der Strecke ein „echter Segen“. Huber: „Qualität im Turbogang – das ist nicht selbstverständlich. Jetzt gilt es, diesen Rückenwind zu nutzen, damit wir bald die nächsten Verbesserungen für die Menschen in der Region erreichen. Denn: Die Bedeutung der ABS 38 hat für uns zwei Richtungen. Erstens brauchen wir dringend eine leistungsstarke Anbindung an München für alle Pendler, die über den Regionalverkehr sicher und umweltfreundlich zu ihren Arbeitsplätzen gelangen wollen.“
Dr. Marcel Huber weiter: „Das nächste Ziel ist es, die Lücke zwischen Markt Schwaben und Ampfing zweigleisig und elektrifiziert zu schließen. Zweitens wollen wir Bayern auf schnellstem Wege an den nächstgelegenen Hafen anbinden. Triest ist Bayerns Hafen vor der Haustür. Diese Verbindung müssen wir nutzen, um unsere heimischen Produkte schnell und effizient zu exportieren.“ Für den Staatskanzleiminister ist klar: „Unser Motto ist nicht ,In 80 Tagen um die Welt‘, sondern ,In 12 Stunden am Meer‘. Damit sind unsere Güter ganze fünf Tage schneller in Fernost als bisher. Hierfür müssen wir rasch die nächste Streckenetappe bis Freilassing schaffen.“
Das Chemiedreieck und die Fahrgäste von drei Regionalbahn-Linien der Südostbayernbahn profitieren von dem zweigleisigen Ausbau. Zwei rundum modernisierte barrierefreie Bahnhöfe; mehr Kapazität auf der Schiene und mehr Stabilität im Fahrplan und Pünktlichkeit sind der große Gewinn des 150-Millionen schweren Ausbauprogramms.
Als Bauleistungen wurden das zweite Gleis auf einem elf Kilometer langen Streckenabschnitt von Altmühldorf bis Tüßling gebaut. Dazu mussten zahlreiche Straßenbrücken und Eisenbahnüberführungen neu gebaut werden, auch ein neuer Brückenschlag über den Inn sowie den Innwerkkanal waren nötig. Außerdem wurden der Bahnhof Mühldorf mit neuen Bahnsteiganlagen fernverkehrstauglich ausgebaut. Auch der Bahnhof Tüßling erhielt barrierefreie Zugänge. Mit der Auflösung von Bahnübergängen wurde für mehr Sicherheit gesorgt. Lärmschutz entlang der gesamten Strecke bringt allen Anwohnern ein hohes Plus an Lebensqualität.
Höchstleistung wurde allen Baubeteiligten während der unterschiedlichen Bauphasen abverlangt. Weil die Versorgung des bayerischen Chemiedreiecks und die Anbindung von Mühldorf nach München nur jeweils kurz unterbrochen werden durfte, waren die Sperrzeiten auf wenige Tage und Stunden beschränkt. In Baumarathons mussten an wenigen Feier- und Brückentagen während der vergangenen drei Jahren Maximales geleistet werden.
Ausführliche Informationen über den Streckenausbau gibt es im Internet unter www.abs38.de

Bürgerinitiative Bahnausbau Dorfen: Zusammenarbeit mit Bürgermeister Grundner beendet

Merkur, 12.5.17: www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/zusammenarbeit-mit-grundner-beendet-8302333.html

Bahnausbau München–Mühldorf–Freilassing: Für Ottenhofen wird’s richtig teuer | Einleitung Planfeststellung 2018/19

Merkur, 5.5.17: www.merkur.de/lokales/erding/ottenhofen-ort29237/bahnausbau-muenchen-muehldorf-freilassing-fuer-ottenhofen-wird-s-richtig-teuer-8259801.html

Jetzt san wir dran: Nach 2. Stammstrecke haben Aussenstrecken Priorität. Damit S-Bahnvision Wirklichkeit wird müssen Landräte beim Bund für Finanzierung sorgen

Die Landräte wollen, dass es parallel zum Bau der zweiten Stammstrecke Verbesserungen gibt – und konkrete Planungen für die Zeit danach.© MVV. Aus tz vom 31.3.2017

Den ganzen Beitrag in My-heimat vom 2.4.2017 lesen Sie hier.

Brücken sollen mehr Sicherheit bringen | Dorfen

www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/bruecken-sollen-mehr-sicherheit-bringen-7815318.html

Auch Regionalzüge aus Mühldorf sollen die 2. Stammstrecke nutzen können

Wochenblatt, 16.3.2017: www.wochenblatt.de/nachrichten/muehldorf/regionales/2-Stammstrecke;art1174,430834

Neuerdings nennt man es 4-Phasen-Progamm: „Bahnknoten München“ am Ende: Flickwerk mit medialer Phrasendrescherei

ein Kommentar
Was war das in den Jahren 2007 bis 2012 für ein großes Tamtam. Die Bahn machte Vorschläge, die Bayerische Staatsregierung ließ ein Gutachten nach dem anderen erstellen. Es ging um den „Bahnknoten München“, die bessere Erreichbarkeit des Flughafens per Bahn und darum, was für München besser wäre als zweite Stammstrecke, ein oberirdischer Ausbau des sogenannten Südringes oder der Tiefentunnel unter der Stadt, in 40 Metern Tiefe.
Ein Ingenieur-Büro beschäftigte sich mit dem viergleisigen Ausbau von Riem bis Markt Schwaben, andere prüften die Voraussetzungen des Güterverkehrs um die Landeshauptstadt zur Anbindung von deutscher Seite an den Brenner-Basistunnel (BBT). Nordsee und Adria Schiffsverkehr verbinden.
Die Bundesregierung in Berlin erstellte Bedarfspläne, ließ Verkehrsprognosen entwickeln und so weiter und so fort. Im Bayerischen Landtag wurden sich gegenseitig von Politikern und Fraktionen Zahlen, Pläne und Fehlentwicklungen um die Ohren gehauen, die Mainstream-Medien berichteten von Projekten (Visionen!), die kommen würden und alles verbessern sollten. Schließlich wurden all diese gewünschten Projekte im „Konzept Bahnknoten München“ vereinigt, über sechs Milliarden Euro sollten verbaut werden, von einem „Jahrhundertprojekt“ war die Rede, wohl überlegt, dass es 100 Jahre dauern werde, bis all diese Wünsche umgesetzt werden würden. Man einigte sich über ein „Sofortprogramm“ doch das bedeutete nicht, dass die Politik Gelder zur Verfügung stellen würde, damit die Planer „sofort“ loslegen konnten. Das alles war vor ein paar Jahren…
Grundübel all der Ideen und Pinselstriche in irgendwelchen Landkarten ist die sogenannte „Bahnreform“ gegen Ende des vergangenen Jahrhunderts. Im Jahre 1996 wurde die damalige „Bundesbahn“ aufgeteilt, die Investitionen in Baumaßnahmen zwischen dem Bund, der Bundesregierung in Berlin (Fern- und Güterverkehr) und den Bundesländern (wie dem Freistaat Bayern) mit dem Nahverkehr gesplittet. Finanzierungsmodelle wurden ins Leben gerufen: Dienten Schienen oder Weichen überwiegend dem Nahverkehr, hätten diese Ausbauten die Länder finanzieren müssen, dafür konnten sie Zuschüsse aus Berlin beantragen (sofern die Maßnahmen mehr als 50 Millionen Euro kosteten). Das Programm nannte sich Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (kurz GVFG) und das war, wie sollte es anders sein, von Anfang an hoffnungslos überbucht.
Zumal die großen Strategen der Bahnreform scheinbar nie bedacht hatten, dass zahlreiche Projekte, die noch zu Bundesbahn-Zeiten geplant wurden und bis 1996 als Bundesaufgabe galten, nie oder nur zum Teil umgesetzt wurden und nun plötzlich von den Ländern hätten finanziert und gebaut werden müssen.
Heute, mehr als 20 Jahre nach dieser Bahnreform und sieben Jahre nach den großen und tollen Gutachten, Plänen, „Meilensteinen“ und Jahrhundertprojekten sieht die Welt nüchterner aus. Im Bayerischen Verkehrs- und Innenministerium scheint klar zu sein: Alle Planungen veraltet, alles dauert zu lange, Chaos scheint vorprogrammiert, manche reden vom Kollaps oder Verkehrs-Infarkt.
Wer all die tollen pdf-Dokumente der Pläne und Gutachten Jahre später überfliegt, schüttelt nur mehr den Kopf. Bis zur Fertigstellung der 2. S-Bahn-Stammstrecke in München vergehen noch fast 10 Jahre (2026), der Kollaps mit Verspätungshäufungen an den S-Bahn-Außenästen rund um München führt dazu, dass die Bahn neuerdings Haltestellen auslässt, um die Verspätungsminuten zu kompensieren.
Zum Flughafen wurde ein einziges Projekt angestoßen, das ‚kleinste und billigste‘, mit einer Kurve von Neufahrn bei Freising, auf der in ein paar Jahren Züge aus Passau und Regensburg zum Flughafen fahren können. Die letzten Meter teilen sich diese Regionalzüge mit den zwei S-Bahnen (S1/8) und den zwei Gleisen am Flughafen Bahnhof sowieso. Das dürfte zu noch mehr Verspätungen führen, zur Übertragung von Verspätungen aus dem teils eingleisigen oder überlasteten zweigleisigen Bereich von Regensburg, Passau oder Landshut nach München, gerade auf der S-Bahn-Linie nach Freising.
Was bei all den Planungen rund um München, dem wirtschaftlichen Motor Bayerns, hinzukommt, sind die fehlenden Gelder aus Berlin. Egal wie die Bundesverkehrsminister aus Bayern auch hießen: In Sachen Schiene konnten sie wenig bis gar nichts bewegen, noch schlimmer wiegt die Tatsache, dass in anderen Bundesländern ebenso viele Projekte darauf warten, irgendwann umgesetzt zu werden. Kein Bundesland will hintenanstehen und so wird der Stau bei der Umsetzung der Projekte immer länger, die Liste noch unübersichtlicher und die Bahn-Kunden haben kaum Verbesserungen bei Fahrzeiten, Taktungen oder dergleichen zu erwarten.
Einzig in Berlin selbst gönnten sich die Bundespolitiker mit dem Umzug von Bonn am Rhein an die Spree Bahn-Projekte. Doch selbst die ‚icke-Fraktion‘ rund um die „Waschmaschine“ oder die „Gold-Else“, wie im Volksmund das Kanzleramt und die Siegessäule genannt werden, hat wenig Freude mit dem Nahverkehr: Trotz toller Schienen, neuer Bahnhöfe, Tunnels, Nord-Süd-Verbindungen und dergleichen wurde die dortige S-Bahn-Flotte so kaputtgespart, dass nun überall in der Bundesrepublik sich die Verhältnisse gleichen: Bahn-Tristesse aller Orten, eine Vorbildfunktion hat hier Deutschland weder in Europa, noch im Rest der Welt.
Wer all das in den letzten Jahren wenn auch nur mit einem Auge verfolgte, kann über so viel Überheblichkeit bei Politikern, Bahn-Managern und den internen Streitereien zwischen Bundesländern und Bundespolitikern samt Beamten, über Finanzierungen, finanzielle Macht und allgemeine Machtspielchen nur mehr den Kopf schütteln.
In Bayern haben sie dafür nun eine Lösung: Die bisherigen Pläne werden einfach für veraltet erklärt und ein neues 4-Phasen-Programm ins Leben gerufen. Was dann wann, durch wen und welche Gelder umgesetzt wird, darüber werden in den nächsten Jahren die Köpfe rauchen, weitere Gutachten und Prognosen erstellt und am Ende geschieht wohl wieder einmal nichts als Flickwerk verbunden mit medialer Phrasendrescherei der Mainstream-Medien mit der unsäglichen Ansage, wie toll das doch alles unterm Strich doch wäre.
von M. Wengler





Bahnausbau München-Mühldorf in Dorfen – Ausbaustrecke 38 mit Video – PR der Bahn

www.abs38.de/planungsabschnitte/pa-1-markt-schwaben-ampfing/bahnausbau-in-dorfen.html

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