Südostbayern – Mühldorf

Planloses Gelabere: Bayerns Bahnchef Josel und Bundesverkehrsminister Scheuer im BR

YouTube Link: https://youtu.be/3c8UasMoHO8

Die Tage lief im Bayerischen Fernsehen eine Diskussion über den Nahverkehr der Bahn in Bayern, mit am Tisch: Der CSU-Bundesverkehrsminister in Berlin, Andreas Scheuer und der Konzernbevollmächtigte der Bahn in Bayern: Klaus-Dieter Josel.

Die übrigen Diskussionsteilnehmer waren Pendler oder andere Politiker, wobei selbst die Moderatorin der Runde den Eindruck erweckte, mehr mit der Bahn zu fahren, als der Bundesverkehrsminister oder Bayerns Bahn-Chef persönlich.

Konzern-Bevollmächtigter Josel, seit über 15 Jahren in Bayern im Amt, scheint keiner zu sein, der den Freistaat regional gut kennen würde. Außerdem verkehrt Josel mit der Mühldorfer Südostbayernbahn, die trotz völlig überalterter Infrastruktur zwischen München und Mühldorf gute Gewinne für den Konzern Deutsche Bahn in Berlin einfährt und zumindest digital in den Ansagen mitteilt, mit wie viel Verspätung der nächste Bahnhof erreicht wird und welche Anschlusszüge erreicht werden. Von den Anschlusszügen die nicht mehr erreicht werden, kommt kein Wort vom digitalen Band, so ähnlich sind wohl auch Josels Ansichten über das eigene Unternehmen zu interpretieren.

Während Bundesverkehrsminister Scheuer ohnehin nicht als Bahn-Freund gilt, waren Josels Aussagen beinahe bemerkenswert: Warum er zu einem Termin mit Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nach Berlin fliege und nicht die Bahn nehme, entgegnete der oberste Eisenbahnfürst: Er wäre gerne mit der Bahn gefahren, was zeitlich nicht möglich war, dafür habe er tags zuvor schon etwas mehr als zwei Euro für irgendeine Umweltabgabe entrichtet.

Wenn Josel mit der Bahn nicht pünktlich nach Berlin kam, musste er wohl auch einen Pkw zum Flughafen nehmen, denn die neue Niederbayern-Anbindung an den Airport, die der Niederbayer Scheuer bei den ach so tollen Bahn-Investitionen in Bayern hoch hob, dauert für die Südostbayernbahn-Menschen genauso lange, wie die Fahrt von Mühldorf und dann weiter mit der S8 vom Ostbahnhof zum Flughafen.

Und der Erdinger Ringschluss, der irgendwann Südostoberbayern mit dem Flughafen verbinden soll, ist noch nicht fertig – und erst eines der nächsten Projekte, die angegangen werden sollen. Peinlich für Scheuer, der hob die Neufahrener Kurve hervor, dabei war dieses Projekt das „billigste“ im Konzept der Bayerischen Staatsregierung für den Bahnknoten München vor fast 10 Jahren…

Geplant, mit Filzstiftstrichen auf irgendwelchen Landkarten, seit gefühlt 20 Jahren, wird es da bei manchem Beobachter der Runde geklingelt haben. Das eingeengte Südostbayernbahn-Schema hielt Bahnchef Josel weiter in der Sendung oben: So wäre die Bahnlinie Traunstein-Traunreut, ein völlig unwichtiges Bahn-Lieblingsprojekt von Südostbayernbahn-Chef Kraller aus Mühldorf, der in Traunstein beheimatet ist, genauso defizitär, wie die Buslinie nebenbei. Völlig unangebracht in einer bayernweiten Sendung, was aber Josels Bayern-Horizont widerspiegelt. Da wusste wohl nicht einmal der Bundesverkehrsminister aus Niederbayern, über welch unwichtiges Thema hier der bayerische Bahn-Chef labert.

Diese zur Bahn konkurrierende Buslinie gab es übrigens schon, bevor Josel überhaupt nach Bayern übersiedelte und Josels lokaler Bahn-Mensch Kraller auf die Idee kam, dort mehr Züge fahren zu lassen, als Konkurrenz zum Bus. Anstatt die Bahn dort zu fördern, wo keine Busse fahren.

Bei so viel bayernweitem, regionalem (nicht-)Wissen konnte in der Runde im Bayerischen Fernsehen dann weder Bundesverkehrsminister Scheuer, noch die übrigen Teilnehmer mithalten. So wurde das Schienen-Thema in und um München diskutiert, mit der Stammstrecke, die ja bald kommt, eine verbale Zeitansage, die viel über die Denker und Lenker der Bahn und den Verkehrspolitiker Scheuer in Berlin an Interpretationsspielraum ermöglichen.

Am Ende der Sendung konnten zumindest tägliche Bahn-Nutzer nicht wirklich beruhigt zu Bett gehen. Die Bahn- und Verkehrs-Obrigkeit hatte nur unterstrichen, in welch fremden Welten sie doch leben und wie wenig sie sich darüber im Klaren sind, dass da täglich Millionen Menschen (Fahrgäste/Nutzer) sogar noch Geld für diese Verspätungs-Orgien bezahlen. Für bestens gewartete Technik aus der Kaiserzeit, längst überholte Infrastruktur mit Weichen und Signalen, als wäre Bahnfahren schon lange umsonst und all die Missstände dann doch „bald“ spürbar korrigiert beziehungsweise beseitigt. Eben Teil der Energiewende, als Verkehrswende in dieser Berliner Republik.

Wobei die zweite Stammstrecke als Tiefentunnel unter München wohl doch früher kommt, als alles andere, worüber die hohen Herrschaften die TV-Zuschauer mit vollem Ernst aber dann doch an satirische Züge erinnernd, belaberten: Da hatten die ansonsten vernehmbaren PR-Strategen von Bahn und Politik die Obrigkeit gut vorbereitet. Eben genauso, wie diese Fahrgäste die Deutsche Bahn und deren Infrastruktur täglich besser kennenlernen. Planloses Gelabere das nur offenbart: Besser wird da so schnell nichts!

M. Wengler

Salzburger Verkehrstage

Vielleicht hat jemand von Euch/Ihnen Zeit , morgen nach Sb. bzw. zur Diskussion zu kommen !

Highlights: Montag, 14.10.2019
19.00 Uhr Podiumsdiskussion: Verkehr neu gestalten Lebensadern der Mobilität
mit Verkehrslandesrat Stefan Schnöll, Friday for Future Jolanda Knopf, Sektionschef Herbert Kaiser, Verkehrsministerium, Klaus Garstenauer, ÖBB Vorstandsdirektor; Martin Leitner, Seilbahnen AG u.a. FREIER EINTRITT

PROGRAMM unter —> forum-mobil.at/salzburger-verkehrstage/programm/

Mag. P. Haibach office@forum-mobil.at <mailto:office@forum-mobil.at>
Herausgeber Fachzeitschrift FORUM MOBIL www.forum-mobil.at <www.forum-mobil.at>
Büroanschrift: Markus-Sittikus-Straße 9 5020 Salzburg

DB zu Planungen Bahnausbau München-Mühldorf-Freilassing

*Die Deutsche Bahn plant den Ausbau der Bahnlinie vollständig digital. Das ermöglicht auch Visualisierungen für realitätsnahe 3 D-Spaziergänge entlang der Gleise*, SZ 24.9.2019: www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/abs-38-muenchen-muehldorf-freilassing-virtuelle-streckenbegehung-1.4614051
*Vor gut einer Woche wurden einige Container am Mühldorfer Bahnhof angeliefert. Die Deutsche Bahn AG plant in diesen Räumlichkeiten eine moderne und interaktive Ausstellung als Teil eines InfoCenters, innsalzach24.de <innsalzach24.de>, 25.9.2019: * www.innsalzach24.de/innsalzach/region-muehldorf/muehldorf-am-inn-ort29093/muehldorf-inn-baustelle-bahnhof-deutsche-bahn-errichtet-infocenter-abs38-13038881.html <www.innsalzach24.de/innsalzach/region-muehldorf/muehldorf-am-inn-ort29093/muehldorf-inn-baustelle-bahnhof-deutsche-bahn-errichtet-infocenter-abs38-13038881.html>

Klima- und Verkehrswende mit dieser Bahn?

Zugegeben, als wir hier im Jahr 2007 zu bloggen begannen, über den Nicht-Ausbau der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing, haben viele gelacht. Ausgelacht und verspottet wurde man, von allen Seiten. Der mit seiner Bahn…

Fahrt doch mit dem Auto

Im Internet gab es sogar Kommentare unter Medienberichten, wer sich die tägliche Fahrt mit dem Auto nach München nicht leisten kann, soll zufrieden sein, mit dem was die Bahn bietet.
Kein Wunder, dass man sich im Jahr 2019 genüsslich zurücklehnt und dem Treiben der Menschheit für mehr Klimaschutz und Verkehrswenden oder Mobilitätskonzepten einfach zusieht.

Nur wenn einer ganz gescheit redet, dann kommen die alten Hämmer als Totschlag-Argument: Dass eben gar nichts kommt, bzw. alles viel zu spät und Deutschland die fehlenden Investitionen bei der Bahn nie mehr aufholen wird. Bei den Stellwerken aus der Kaiserzeit, die ja alle bald digitalisiert werden sollen…

Hofreiter – Bahn hält kaum eine EU-Vereinbarung ein

Dazu gehört auch, dass ein Anton Hofreiter, Bundestagmitglied der Grünen, schon vor Jahren einmal zum Besten gab, dass die Bundesrepublik keine einzige internationale Vereinbarung auf EU-Ebene bezüglich von Bahn-Ausbauten einhält. Die tollen Deutschen, die Vorzeige-Europäer, schaffen die Verkehrswende fürs Klima ohne die Bahn. Elektrifizierte Schnellstrecken enden an der deutschen Außengrenze. Da hat Hofreiter noch immer Recht.

Andererseits hat man -oft leider persönlich- viele Menschen an entscheidenden Positionen selber kennengelernt. Konzernbevollmächtigte von der Bahn, zum Beispiel, oder Chefs von der DB Netz, die für die Infrastruktur verantwortlich sind. Zudem Politiker, die dann in München oder sogar Berlin Karriere gemacht haben oder immer noch fleißig am Werk sind.

Es war eine spannende Zeit, gerade mit den vielen Diskussionen und Beschlüssen im und zum Großraum München. Was die Politik nicht alles anpacken wollte, was nun vielleicht in zehn Jahren kommt (damals quasi in 20 Jahren) oder noch länger auf sich warten lässt…

Über 6 Milliarden Euro für den Knotenpunkt München

Einer sollte dabei im Übrigen wirklich Recht behalten: Als die Bayerische Regierung, die bekanntlich immer noch auf die göttlichen Eingebungen wartet, ein Konzept zum Bahnknoten München verabschiedete, sprach ein Abgeordneter aus Niederbayern, Erwin Huber, von einem Jahrhundert Plan, oder so ähnlich.

Kritiker behaupteten schon damals, das wäre gar kein Konzept, sondern einfach nur alle Ideen in einem „Konzept‘ zusammengestopft. Die Kosten wurden damals auf über 6 Milliarden Euro beziffert, von Huber. Wörtlich im Bayerischen Landtag.

Wer damals wusste, wieviel Geld -bzw. wenig im europäischen Vergleich- Deutschland jährlich in die Schiene investiert, der wusste: Es würde wahrlich 100 Jahre dauern. Ein Jahrhundert Werk eben.

Früher verspottet – heute lacht kaum einer mehr

Kurze Zeit darauf war man persönlich in Berlin, im Bundesverkehrsministerium und die warfen damals das „Konzept Bahnknoten München“ an die Wand.

Auf die Frage, wieviel das insgesamt Kosten würde, hatten die Bediensteten zu Zeiten Peter Ramsauers keine Antwort. Die wussten schlichtweg nichts, von den 6,2 Milliarden Euro, warfen aber für die dummen Bürger einfach das Bild an die Wand.

Heute lachen übrigens kaum mehr Menschen, wenn es um die Bahn geht.
„Du hattest wirklich Recht“ hört man da oder „wir wollten Dich nie verstehen aber es kam tatsächlich so“.

Mainstream-Medien halten der Bahn die Stange

Nur die großen Medien, wie die Süddeutsche Zeitung, die sind ihrer Berichterstattung treu geblieben und verkaufen jeden politischen Ansatz, jeden Filzstiftstrich auf einer analogen Landkarte immer noch als Weitwurf, Meilenstein oder neuerdings als „letzte Endrunde“.

Vielleicht auch, weil nach einer Führung durch das S-Bahn-Werk Steinhausen sozusagen von oben herab beschlossen wurde, den Ruf der S-Bahn samt Bahn, nicht noch schlechter zu machen, als er sei. Sagte vor Jahren einer, der damals in Steinhausen Führungen machte.

Gut, dass darüber nie wer wirklich berichtete. Man könnte ja meinen, solche Medien wie die Süddeutsche wären tatsächlich frei in ihrer Berichterstattung.

Was würden die Menschen nur denken oder wählen, wenn sie wirklich feststellen würden: Erstens kommt nichts, wenn dann doch viel zu spät, bei der Umsetzung wird gespart wo es nur geht (was privat niemand beim Eigenheim machen würde) und am Ende zahlen die Fahrgäste oder der Steuerzahler sowieso drauf.

Medienwirksame und teure Spatenstiche

Nach dem Berliner Hauptbahnhof, Stuttgart 21, der ICE-Strecke München-Nürnberg (das blöde Karstgestein, wie einmal ein Journalist lächelnd die Mehrkosten rechtfertigte) ist zumindest die Zeit der Spatenstiche mit Blaskapellen, Sonderzügen, EU-Beamten, Weißwürsten und kurzfristig errichteten Bahnsteigen derzeit scheinbar vorbei.

Das hat die Bevölkerung wahrgenommen, dass hinterher noch viel Gras an mancher Bautafel wächst, bevor tatsächlich mit Baumaßnahmen begonnen wird und manche Erstarbeiten schon wieder sanierungsbedürftig sind, bis der Bauabschnitt tatsächlich eröffnet wird.

Wenn der denn dann wirklich soweit reicht, wie es die Bautafel eigentlich verkündet, wer sich an München-Mühldorf-Freilassing erinnert, dem fällt ein, dass zu Beginn der Bauarbeiten groß „Ampfing-Mühldorf“ propagiert wurde, während das zweite Gleis dann tatsächlich noch vor Mühldorf auf einem Gleise endete… Das war aber noch vor Klimakrisen, beschlossen unter rot-grün in Berlin mit diesem Schröder und vor langer Zeit im Jahr 2005. Fast ein Jahrhundert her.

Verkehrswende im Klimawandel mit dieser Bahn-Politik?

Am Ende stellt sich nur die Frage, wie die Bundesrepublik Deutschland mit dieser Bahn und vor allem dieser Bahn-Infrastruktur eine Verkehrswende schaffen will, um die Klimakatastrophe einzudämmen bzw. den Klimawandel nicht noch zu beschleunigen?

Gut, dass diese Themen noch nie jemand öffentlich aufgeworfen hat. Man würde feststellen, es ist längst zu spät und viel zu teurer, dagegen waren die für den Großraum München damals veranschlagten 6,2 Milliarden Euro Peanuts…

Gesellschaftlich mag man sich gar nicht ausmalen, wieviel weniger Verkehr es gäbe, wenn nur jeder, bei dem es möglich wäre, einmal pro Woche Home-Office machen könnte. Doch dagegen sperren sich nicht nur Chefs, auch Medien berichten immer wieder von Nachteilen.

Wo kämen wir auch hin, wenn im MVG-Streikfall alle Home-Office machen würden und keine Urlaubstage verbrannt werden müssen. Oder wenn die am Land im grünen (Stein-) Garten mit Laptop sitzen, während die in der Stadt nicht einmal einen Balkon oder eine Terrasse zur Verfügung haben?

Dann kommt es wohl doch eher nach Gerhard Polt, der schon vor zig Jahren feststellte: In München müssens für die ganze Stadt ein 3. Stockwerk bauen.

EU-Fördermittel für die Bahn nicht abgerufen

Zuletzt noch ein persönlicher Gruß an all die Politiker und Journalisten aus der Schröder Zeit.
Eine schöne Überschrift war damals ein Leserbrief mit Grüßen an die heimischen SPD-Größen samt Bundesverkehrsminister von der SPD:

„Knoblauch, Steindl, Tiefensee, wo geht unser EU-Geld hie?“

Die Frage war damals: Warum wurden bei der EU keine Gelder für Planungen abgerufen?

Heute wissen wir die Antwort: Berlin rief keine Gelder ab, weil man den Ausbau der Bahn nicht für nötig ansah. Warum planen, wenn man den Ausbau nicht will?

Aber genau mit diesem Haufen, schaffen wir jetzt die Klimawende.

Da hilft nur zurücklehnen und zuschauen. Von M. Wengler

Lokführermangel bei der Bahn: Riesen-Pendlerfrust in München | Mühldorf

U.a.: „Wie schlimm die Lage ist, zeigt sich derzeit besonders auf der Strecke München – Mühldorf. Hier lässt die Südostbayernbahn (SOB) seit Wochen ganze Verbindungen ausfallen – weil sie kein Personal hat!“
www.tz.de/muenchen/stadt/muenchen-ort29098/lokfuehrermangel-bei-bahn-riesen-pendlerfrust-in-muenchen-12347049.html

Materialermüdung bei der SOB führt zu Helikoptereinsatz der Bundespolizei-Fliegerstaffel

www.ovb-online.de/muehldorf/zersprungene-scheibe-doch-kein-angriff-12297985.html
Wie der Mühldorfer Anzeiger in der Samtagsausgabe vom 18. Mai 2019 berichtet, führte „Materialermüdung“ an einer Fensterscheibe eines Waggons der Mühldorfer Südostbayernbahnbahn zu einem Helikopter-Einsatz der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim.
Wie es heißt wären „Fahrgäste und Bundespolizei“ aufgeschreckt worden, man vermutete zunächst einen Steinwurf oder „sogar einen Schuss“.
Die „Fensterscheibe in einem Waggon des Zuges um 9.30 Uhr“ sei „mit einem lauten Knall in tausend kleine Teile zersplittert“, so das Lokalblatt. Als Zeitpunkt war vom Donnerstagmorgen die Rede.
Der Zug habe „nach einer Inspektion durch die Bundespolizei in Markt Schwaben“ die Weiterfahrt zwar fortsetzen können, die Polizisten hätten allerdings „mit Unterstützung eines Helikopters der Bundespolizei-Fliegerstaffel Oberschleißheim die Umgebung nach möglichen Steinewerfern oder Heckenschützen“ abgesucht, hieß es im Lokalteil Mühldorf.
Nach einer „genauen Untersuchung der Scheibe“ in Mühldorf habe sich allerdings eine andere Ursache der zersplitterten Fensterscheibe gezeigt. So habe die Bahn „einen kleinen Riss“ an der Scheibe festgestellt und in einer Pressemitteilung „von Materialermüdung als Grund für die Zerstörung der Scheibe“ verwiesen. „Fremdeinwirkung“ wurde dadurch ausgeschlossen, wie der Mühldorfer Anzeiger abschließend berichtet.
Wer die Kosten des Helikopter-Einsatzes dank der Materialermüdung bezahlen muss, darauf wurde in der Berichterstattung nicht näher eingegangen.

Wann kommt das 365-Euro-Ticket? Bahn-Gipfel – Minimal Ergebnis und Forderungen

München/Mühldorf. Die positive Nachricht des Nahverkehrsgipfels der Bayerischen Regierung: „Als erster Schritt soll ein 365-Euro-Jahresticket für Schüler und Auszubildende kommen“ heißt es dazu im Münchner Merkur.
Was natürlich nicht für ganz Bayern gelten kann, nur für Verkehrsverbünde und die Großstädter. Bleibt abzuwarten, ob das auch regionale Bahnnetze übernehmen können?
Zusätzlich zum ÖPNV-Gipfel durfte auch der Sprecher des Kundenbeirates der Mühldorfer Südostbayernbahn (SOB) seine Wünsche im Oberbayerischen Volksblatt (OVB) äußern.
Wilhelm Mack sieht natürlich den „größten Ausbaubedarf“ auf der Strecke München – Mühldorf – Salzburg. Mack bezeichnet allerding den S-Bahn-Bereich zwischen Markt Schwaben und München Ost als „größten Engpass auf der Strecke“ und regt einen viergleisigen Ausbau an. Der war bis zum Jahr 1999 schon vollständig geplant, wurde dann aber von der damaligen Bundesregierung in Berlin verworfen.
Weiters wird vom Kundenbeirat der SOB „Barrierefreiheit von Haltepunkten“ gefordert, was sich allerdings durch den Ausbau der Strecke Markt Schwaben – Ampfing und zwischen Tüßling und Freilassing auf den entsprechenden Abschnitten ohnehin erledigen sollte. Denn die Bahnhöfe müssen dem zweigleisigen Ausbau samt Elektrifizierung ohnehin angepasst werden.
Mack spricht zudem davon, dass die vom ÖPNV-Gipfel angeregten „Expressverbindungen“ zwischen Mühldorf und München ohnehin im Berufsverkehr schon vorhanden wären. Erstaunlich, dass der Kundenbeirat aus Mühldorf hier mit insgesamt zwei „Expresszügen“ je Richtung die Messlatte nicht besonders hoch hängen will.
Und natürlich wollen Mack und dessen Kollegen die Reaktivierung der Wasserburger Altstadtbahn. Die nach einem Dammrutsch in den 1980er Jahren nicht mehr in Betrieb genommen wurde.
www.merkur.de/politik/wann-kommt-365-euro-ticket-bahn-gipfel-will-vieles-anpacken-12233488.html
< www.merkur.de/politik/wann-kommt-365-euro-ticket-bahn-gipfel-will-vieles-anpacken-12233488.html>

SOB zieht Bilanz: Mehr Leistung, aber auch mehr Ausfälle

www.heimatzeitung.de/mobile/sob_zieht_bilanz_mehr_leistung_aber_auch_mehr_ausfaelle_3304206/

Planer Vieregg schlägt drei kleinere Rückhaltebecken vor Hochwasserschutz bereitet Bauchschmerzen Dorfen  | Dorfen

www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/planer-vieregg-schlaegt-drei-kleinere-rueckhaltebecken-vor-hochwasserschutz-bereitet-bauchschmerzen-dorfen-12174257.html

BEG kündigt Ausschreibung Linienstern Mühldorf 2025 auf den 24.2.2020 an

Bereits im Januar publizierte die BEG in der Liste der geplanten Vergabeverfahren den Linienstern Mühldorf 2025 mit einem geplanten Vergabetermin 2020, Betriebsaufnahme Dez. 2024 und mit 7,5 Mio Zugkilometer pro Jahr. Siehe: beg.bahnland-bayern.de/de/wettbewerb?file=files/media/corporate-portal/wettbewerb/BEG_A4-quer_Vergabeverfahren_geplant_2019_01.pdf

Nun hat die BEG die Auftragsbekanntmachung auf den 24.2.2020 angekündigt. Die geplanten Zugkilometer wurden von 7,5 auf 7,7 Mio erhöht. Vertragslaufzeit wird auf voraussichtlich 6 Jahre beziffert (abhängig von Fertigstellung der Elektrifizierung). Siehe: ted.europa.eu/TED/notice/udl?uri=TED:NOTICE:078714-2019:TEXT:DE:HTML
Eine Vergabetermin 2020 ist da nicht sehr realistisch.

Infoabend Daglfinger und Truderinger Spange: Aufs falsche Gleis gesetzt

Infoabend Daglfinger und Truderinger Spange – Aufs falsche Gleis gesetzt – München SZ, 4.4.2018:
www.sueddeutsche.de/muenchen/riem-aufs-falsche-gleis-gesetzt-1.4396788

Tieflegung Bahntrassee Dorfen: Besser und günstiger

SZ, 4.4.2019: www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/stadtrat-besser-und-guenstiger-1.4397230

Flughafenanbindung – Planungen abgeschlossen – Erding – Süddeutsche.de

SZ, 21.3.19: www.sueddeutsche.de/muenchen/erding/flughafenanbindung-planungen-abgeschlossen-1.4377978

Vieregg: Bahn muss ganz neu planen | Dorfen

www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/vieregg-bahn-muss-ganz-neu-planen-11866610.html

Italiens Häfen in Triest und Genua: Einfallstor Chinas in Europa

Während der Export-Weltmeister Deutschland, die führende Volkswirtschaft Europas, noch darüber diskutiert, wie die Schienen-Wege zu den Seehäfen ausgebaut werden sollen (über den Brenner-Basistunnel nach Genua oder München-Mühldorf-Freilassing via Tauern-Bahn nach Triest), will sich Rom „Pekings Seidenstrasse-Initiative anschliessen“, wie die NZZ berichtet. Die Rede ist von einem geplanten „Rahmenabkommen“ das „unter anderem chinesische Grossinvestitionen in den Häfen von Triest und Genua“ vorsieht.
www.nzz.ch/international/italiens-haefen-einfallstor-chinas-in-europa-ld.1467501

Aussicht auf schnelle Flughafen-Anbindung lockt | PNP Plus

PNP, 15.3.19: plus.pnp.de/lokales/freilassing/3258981_Aussicht-auf-schnelle-Flughafen-Anbindung-lockt.html

Dorfen Bahnausbau: Angst vor noch mehr Lärm | Dorfen

www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/bahnausbau-angst-vor-noch-mehr-laerm-11787204.html

Bahnausbau München-Freilassing: Markt Schwaben-Ampfing: Ausbau auf Tempo 200 km/h

Pressemeldung DB, 24.1.2019: www.deutschebahn.com/pr-muenchen-de/aktuell/presseinformationen/Projektbeirat-ABS-38–Mit-neuem-Projektzuschnitt-noch-schneller-zwischen-M%C3%BCnchen-und-Salzburg-3706432?contentId=1329144

Abschluss der Entwurfsplanung verzögert sich jedoch durch diese Änderung.

Mühldorf-Freilassing: Infoveranstaltung zum Bahnausbau bestätigt Bürger-Befürchtungen

www.pnp.de/lokales/landkreis_traunstein/3194026_Infoveranstaltung-zum-Bahnausbau-bestaetigt-Buerger-Befuerchtungen.html

Digitalisierung im „Neuland“: Über den Marienplatz nach Ottenhofen mit der Südostbayernbahn

Deutschland digitalisiert – auch bei der Bahn. Manchmal fühlen sich deren Kunden an den Postillon erinnert. Für Internet-Laien: Das ist so eine Internet-Seite, die Meldungen verbreitet, die Leser eigentlich nicht ganz so ernst nehmen sollten. Was der Postillon mit der Bahn zu tun hat – und warum er in Zuge dessen hier Erwähnung findet?
Auf der Bahnstrecke München-Mühldorf, zum Beispiel: Da hat die Südostbayernbahn vor einiger Zeit den Zuschlag für weitere Jahre bekommen (bis zum Jahre 2022), manche Sitze in den Zügen wurden schwarz anstatt grün angeglichen, WLAN sollte Einzug erhalten und – es gab ab neue, zusätzliche Durchsagen in den Zügen. Neben den alt-gewohnten Menschen-Sprüchen „nehmen Sie bitte Ihre Taschen von den Sitzen“ und dergleichen.
Moderne Ansagen, zeitgemäß, im „Neuland“, wie sie in Berlin sagen. Früher hätten die Leute gesagt „vom Band“. Die ruhige, männliche Blechstimmte verkündet nun den Fahrgästen den nächsten Halt des Zuges, den nächsten Bahnhof und die Anschlusszüge, die einen von dort scheinbar in alle Welt bringen. Was sich dann so anhört: Vom Holzkirchner Flügelbahnhof am Hauptbahnhof (in München) kommend, sagt die nette Männerstimme, dass man am Ostbahnhof (in München) allerlei Anschlusszüge erreichen könne, beispielsweise S-Bahnen in die Innenstadt. Oder noch weiter, in den Münchner Westen. Alles jedenfalls zurück – quasi für Falschfahrer im Bahnverkehr.
Weiter im S-Bahn Bereich, auf der Fahrt von München Ost nach Markt Schwaben, geht es ähnlich weiter. Dabei dürfte Südostbayernbahn-Kunden neuerdings ein klingender Name einer Ortschaft besonders im Gehörgang hallen: Ottenhofen. Dieses Ottenhofen „in Oberbayern“, wie die Blechstimme trötet, muss irgendeine Großstadt oder ‚Motrepole‘ (;-)) zwischen Markt Schwaben und Erding sein und in Oberbayern liegen. Ottenhofen ist also nicht zu verwechseln mit Ottenkofen bei Gottfrieding, einer Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau. Oberbayern eben, nicht Niederbayern, aber Ottenhofen muss immens wichtig sein, zwischen Markt Schwaben und Erding, wenn sie in jedem Zug in den „nahen Osten“ nach Mühldorf am Inn, von der ruhigen Männerstimme angekündigt wird.
Wer nicht nach Ottenhofen will, auch nicht nach Mühldorf, sondern scheinbar im falschen Zug sitzt, der kann noch andere Züge in Markt Schwaben erreichen: Die S-Bahn nach Petershausen – oder noch weiter – nach Altomünster. Das liegt unweit des Wittelsbacher Landes. Weit weg – im Westen Münchens. Wer nun im Zug von München nach Markt Schwaben sitzt, hat also die Möglichkeit, ab Markt Schwaben mit verschiedenen S-Bahnen bis Altomünster oder Petershausen zu fahren. Natürlich über München Ost und damit über München Hauptbahnhof, Marienplatz und den Stachus, pardon Karlsplatz.
Ob dann diese S-Bahnen auch in Heimstetten, Poing, Grub oder sogar planmäßig in Feldkirchen oder Riem halten (außerplanmäßig hielten die Züge der Südostbayernbahn im Jahr 2018 dort sehr oft), sagt die freundliche Männerstimme nicht. Ob bei all der Beschallung das Personal der Bahn noch weiß, was der Computer da so labert und irgendwie sinnfrei klingt oder sogar ist, weiß niemand. Vielleicht erzählt der Bord-Computer der Südostbayernbahn demnächst Märchen von fernen Ländern am Wittelsbacher Platz oder Prinzen im Schloss zu Ottenhofen?
Oder sind am Ende gar alle froh, niemals am Bahnhof Ottenkofen (sofern es den gibt), in Niederbayern, auf einen Zug von Mühldorf kommend warten zu müssen, um nach Altomünster, Heimstetten oder weit weg irgendwo im S-Bahn-Bereich zu kommen? Das wäre fast mal eine Anfrage an die Pressestelle der Bahn an der Donnersberger Brücke wert. Die müssen dann aber ganz viel googeln, werden den Computer verfluchen und am Ende im Brockhaus nachlesen, was auch in Wikipedia stehen könnte. Oder doch nicht? Wenn sie denn schon GPS oder Internet haben, bei der Bahn. Andere würden all das trotz Computer als sinnfreie Belustigung (Belästigung?) der Kundschaft bezeichnen.
Doch neben Ottenhofen und Fahrten über den Marienplatz zwischen Ost- und Hauptbahnhof gibt es noch weitere interessante Informationen der freundlichen, männlichen Blechstimme: In mancher Regionalbahn hören die Fahrgäste öfter: „Vielen Dank für ihre Reise mit der Elbe-Saale-Bahn – auf Wiedersehen“. Ob von Rosenheim an der Mangfall oder Salzburg an der Saalach (pardon Salzach), vielleicht heißt es auch zwischen Passau (Donau), Landshut (Isar), Simbach (Inn), Burghausen (Salzach), Ruhpolding und Traunstein (Traun) – weit weg von Elbe und Saale: Digitalisierung und Steuerung ist nicht nur für die Politiker in Berlin (an der Spree) alles irgendwie Neuland, sondern gerade für die Bahn-Töchter zwischen der Südostbayernbahn rund um Mühldorf, entlang zwischen irgendwelchen Flüssen mit dem Kreuzungs-Knoten-Bahnhof am Inn.
Eine Glosse über die Digitalisierung bei der Bahn im Neuland. Von M. Wengler
*** Liebe Leserinnen und Leser, *** dieses Erlebnis ist nicht frei erfunden, wir behaupten auch nicht, nur private Meinungsäußerungen wiederzugeben. Derlei Spott liest man von „Qualitätsmedien“, die leben davon, über bundesdeutsche Verhältnisse von uns Bürgern auch noch zu spotten 😉
Und während derlei Zeilen süffisant in die Tastatur gehämmert werden, zwickt wieder ein Signal. Signalstörung. An den Temperaturen von Mutter Natur kann es nicht liegen, es war im Jahr 2018 schon einmal kälter. Das stellen die Fahrgäste frustriert fest. Die Stimme des netten Mannes hat dazu auch keine Worte mehr. Schlimme Zustände im Neuland. Aber wir digitalisieren jetzt – immerhin!

Für den Ausbau der Strecke Mühldorf-Rosenheim sieht es schlecht aus. Ostkorridor über Mühldorf-Rosenheim ist vorerst tot

Die Ausbaustrecke Landshut-Mühldorf-Rosenheim wurde auf dem Abschnitt Landshut-Mühldorf amputiert, damit sie nicht mit der Ausbaustrecke München-Rosenheim in Konkurrenz steht. Die Amputation wird frühestens bei der Bedarfsplanüberprüfung rückgängig gemacht, und auch nur dann, wenn neue Erkenntnisse vorliegen. Siehe: Antwort auf eine Bundestagsanfrage der Grünen, Bundestagsdrucksache vom 14.1.2019: dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/069/1906978.pdf

Nachdem der eigentlich für den Zeitraum von 2016-2021 vorgesehen Investitionsrahmenplan auch Anfangs 2019 noch nicht veröffentlicht ist, wird sich auch die alle fünf Jahre vorgesehene Bedarfsplanüberprüfung verzögern.
Die letzte Bedarfsplanüberprüfung fand 2010 statt: www.bmvi.de/mwg-internal/de5fs23hu73ds/progress?id=rsdpRdj6wLZLcsMdcqCN0ngl8S3HniqZHle00Xs1aoQ,&dl
und erfolgte somit 7 Jahre nach dem Bundesverkehrswegeplan 2003: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/bundesverkehrswegeplan-2003.pdf?__blob=publicationFile

Bayerische Oberlandbahn betreut „Chiemgau – Berchtesgaden“ | Landkreis Berchtesgadener Land

www.bgland24.de/bgland/region-bad-reichenhall/landkreis-berchtesgadener-land-ort77362/landkreis-bayerische-oberlandbahn-betreut-chiemgau-berchtesgaden-10885129.html

Deutsche Bahn – Teure Pläne, wenig dahinter – Wirtschaft – Süddeutsche.de

Große Versprechen aus dem Bundesverkehrsministerium – zum Bundesverkehrswegeplan und Hochstufungen einiger Projekte.
Auch in der Region rund um München war der Jubel groß, als Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zahlreiche Bahn-Projekte als „höher“ eingestuft verkündete…
Ob CSU-Politiker (vor allem die bayerischen Vertreter im Berliner Bundestag) oder regionale SPD-Politiker – sie sprachen von einem „klaren Bekenntnis der Bundesregierung zu unserer Region“, „nach hartnäckigem Dranbleiben“, so die einhellige Meinung (www.heimatzeitung.de/mobile/lokales/bahnausbau_so_reagiert_die_region_3087036/)
Wirklich? Viele Projekte, große Visionen & nichts ist wirklich durchfinanziert, so die neueste Meldung aus Berlin:
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-geld-finanzierung-1.4251754

Dorfen: Hohn und Spott weichen der Wut – Danke (Südostbayern-) Bahn

„In München habe sich alleine im S-Bahn-Bereich die Zahl der Fahrgäste seit 1972 um mehr als 330 Prozent erhöht.“ So ein Bahnsprecher aus München.
Ja, das ist bekannt, bleibt nur die Frage, inwiefern Bahn-Konzern (-Manager) und die Politiker dann geflunkert haben, wenn im S-Bahn-Bereich erstens erst einmal alle auf den Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke warten, wenn sich derzeit die Störungen im Außenbereich an Weichen, Signalen und Stellwerken häufen? Thann-Matzbach, Hörlkofen, Feldkirchen und Riem haben nur teils etwas mit dem „Bahnknoten München“ zu tun (an letzteren Stellen ein Dauer-Problem-Fall 2018).
Dass „die Infrastruktur .. mit der Nachfrage nicht mitgewachsen“, wäre, wie der Bahnsprecher weiter äußert, ist nun wirklich keine großartige Neuigkeit. Der Großraum München wächst seit Jahren, während die Bahn-Manager aus Südostbayern, samt denen in München und Berlin derlei Hinweise einfach ignoriert haben. Mitsamt den Vertretern des „Kundenbeirates“, die sich noch an der Schönfärberei schonungs- und gewissenlos beteiligt haben.

www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/hohn-und-spott-weichen-wut-10801860.html

Groß angekündigte Pläne im Bundesverkehrswegeplan: Güterverkehr läuft auf Südost-Oberbayern zu

Im Grunde genommen sind die groß angekündigten Pläne im Bundesverkehrswegeplan nichts Neues. Die Probleme waren schon seit Jahrzehnten bekannt, nur hat die mahnenden Stimmen niemand beachtet.
Dass der zweigleisige Ausbau von (Mühldorf) Tüßling nach Freilassing hochgestuft wurde, verwundert wenig. Bisher war hier nur eine Elektrifizierung mit der Gesamtstrecke von Markt Schwaben über Mühldorf bis Freilassing geplant, im Rahmen der ABS 38 München-Mühldorf-Freilassing. Die wiederum war für kürzere Fernverkehrsverbindungen von München bis Wien angedacht, irgendwann ab den Jahren um 1985 und bereits wesentlich weiter in den Planungen bis zum Jahre 1999, als heute.
Die Fernverkehrszüge, im Rahmen des europäischen Projektes „Magistrale für Europa“, ein Projekt von Paris über Stuttgart (21), Ulm, Augsburg, München, Mühldorf, Salzburg, Wien bis Budapest, hätten so die Bahnstrecke München-Rosenheim entlasten sollen. Vielleicht auch für die künftige Brenner-Anbindung.
Doch es kam alles anders. Der Mühldorfer Ausbau verlor an Fahrt, kam aus dem Fokus, mit ihm der viergleisige Ausbau im S-Bahn-Bereich von München Ost bis Markt Schwaben. Mit Auswirkungen samt Verzögerung auf eine bessere Schienen-Anbindung des Münchner Flughafens, untermauert von den Träumen in 10 Minuten mit dem Transrapid zum Flughafen ins Erdinger Moos.
Was allerdings alle aus den Augen verloren, sagten Planer hinter vorgehaltener Hand schon vor Jahren: Wenn die Strecke München-Mühldorf-Freilassing keinen schnellen ICE-Verkehr bekommt, wird langfristig darüber der wesentlich lautere, überregionale Güterverkehr verfrachtet. Nicht nur aus dem Chemiedreieck um Burghausen, sondern von der Nordsee zum Mittelmeer. Hier hat Deutschland nur wenige vernünftige Wege: Die Strecke über das Rheintal und den Schweizer Gotthart-Tunnel, über Regensburg-Landshut durch München hindurch (ob über Nord- oder Südring ist belanglos) gen Rosenheim und den Brenner oder eben als dritte Alternative von Landshut über Mühldorf gen Tauernbahn, zu den Häfen nach Triest an der Adria, am Mittelmeer.
Da die Güterzüge in Tunnels nicht mit ICE-Schnellzügen verkehren können, scheiden viele ICE-Strecken für Güterverkehre aus. Die Schnellfahrstrecke München-Nürnberg-Berlin zum Beispiel, oder der Weg über Würzburg nach Hamburg. Die meisten Güterzüge verkehren nur mit rund 80 km/h, sagen Fachleute, was den ICE zu sehr und den Nahverkehr geringer ausbremst.
Mühldorf und Südost-Oberbayern ohne ICE-Anschluss erwartet so langfristig vor allem eines: Güterverkehr von Nord nach Süd, und Süd nach Nord. Von Landshut kommend geht es über Mühldorf entweder nach Freilassing und die angesprochene Tauernbahn oder über Rosenheim zum Brenner-Basistunnel. Da dort der Aufschrei groß ist, was die Mehrbelastung an Schienen-Ausbau gen Brenner-Tunnel betrifft, könnte Ostbayern zur Haupt-Achse im Güterverkehr werden.
Zumindest von Landshut bis Mühldorf ist dies nun im Bundesverkehrswegeplan untermauert. Von Tüßling bis Freilassing ebenfalls. Dort war bisher neben der Elektrifizierung nur ein Überholgleis zwischen Kirchweidach und Tittmoning geplant, samt verlängerten Kreuzungswegen in Garching an der Alz und Laufen.
Nicht nur die hier im Land produzierten Güter des Export-Weltmeisters Deutschland wollen an die Meeres-Häfen an der Nordsee oder Adria, manche Schiffsladung soll auch über Land von Nord- nach Süd transportiert werden. Es wird langfristig damit lauter, in Südost-Oberbayern und neu ausgebaute Strecken, die Man-Power vor Ort an Weichen und Signalen überflüssig machen, garantieren dann auch Nachts reibungslose Abläufe. Ein letzter Punkt, der in den letzten Jahren völlig von der Bildfläche verschwunden ist…
Ein Kommentar von M. Wengler

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