Güterkorridor Rhein-Donau

„Wir wollen wieder überall Weltklasse werden“? Defekte Züge, Störungen & überall Verspätungen – neue Politiker für eine Infrastruktur in einem Entwicklungsland!

Mit je mehr Leuten man spricht, desto weniger vertrauen die noch der Infrastruktur in Deutschland. Vom Mobilfunk über verstopfte Schlaglochpisten (Straßen??!) bis hin zu einem Schienennetz, das nur eines garantiert: Frust und Verspätungen. Passend dazu der derzeitige Benzinpreis, weil die große (und wohl wichtige) Wasserstraße, der Rhein, in Zeiten des Klimawandels zu wenig Wasser führt, um den Sprit von Rotterdam ins europäische Innere zu transportieren. Während in solchen Zeiten Berliner Politiker in ihren letzten Amts-Zügen von „die Zeit drängt“ und „wir wollen wieder überall Weltklasse werden“ labern, stehen auch in Bayern neue Politiker im Rampenlicht:
Bayerns neuer Bau- und Verkehrsminister glänzt mit seiner Jugend. Damit kennt er verkehrstechnisch im Großraum München quasi nur tägliches Chaos und übernimmt Akten mit Planungen, die an Flickwerk und –Schusterei kaum zu überbieten sind. Noch schlimmer wird sein: In den nächsten fünf Jahren seiner Amtszeit kann es keinerlei Verbesserungen geben, alles hängt vom Bau der 2. Stammstrecke als Tunnel in 40 Meter Tiefe unter München ab, während auf dem freien Feld, den Gleisen im Außenbereich, sich Verspätungen aus der Stadt und zwischen den verschiedenen Zug-Arten (Güter-, Regional- und S-Bahn-Verkehr) gegenseitig steigern.
Das kürzlich in Berlin geöffnete Füllhorn für den Schienen-Ausbau, für Strecken auf den Güter- oder Fernverkehrszüge fahren, existiert ohnehin nur auf dem Papier. Es mangelt schlichtweg schon an Planern für die Planungen, mehr als Skizzen oder Filzstift-Striche in irgendwelchen Landkarten existieren kaum. Manchem Planer selbst dürfte es zudem an Lust und Laune mangeln, nochmals Dinge zu planen, die er vor 15 oder 20 Jahren schon am Tisch hatte und die hinterher einfach nur in Schubläden verstaubten.
Die Jugend weiß von all dem nichts. Sie geht wie immer „frisch, fromm, fröhlich und frei“ an die Projekte der Zukunft heran, obwohl noch nicht einmal die Hausaufgaben aus der Vergangenheit (von vor der Bahn-Reform aus dem Jahre 1996) erledigt wurden. Geredet und laut gedacht wurde viel. Heute zeigt sich: Weder gen Brenner, noch gen östliches Europa wie Wien geht es flott voran und das mitten im eigentlichen Herzen Europas. Die prestige-trächtigen deutschen Schnellstrecken enden quasi am Hauptbahnhof in München, sofern sie überhaupt dorthin führen, die Flughäfen sind nur im Norden gut per Bahn erreichbar und warum so viele Leute mit Diesel-Pkws in die Städte pendeln, dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass die Fahrt mit den Öffis weder schneller, noch pünktlicher, schon gar nicht ruhiger und letzten Endes auch nicht bequemer ist (Sitzplätze?). Die zügigen Großraum-Wägen garantieren eigentlich nur eines: Täglich auf eine Sorte Mitmenschen zu treffen, von der man hoffte, sie würde es nur im Internet, Fernsehen oder Kabarett geben…
Und um all die Absurditäten noch völlig ohne neu-modische Ablenkung inhalieren zu müssen, zeugen die meisten Bahnstrecken von Plumper-Offline-Pampa. Diese Funklöcher zu stopfen, ist allerdings Aufgabe einer anderen jungen Dame, die Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in sein neues Kabinett berufen hat. Beide „Jung-Minister/in“ stehen eigentlich vor schier unlösbaren Aufgaben und dürften bald in die Fußstapfen der Vorgänger treten: Sich möglichst schadlos aus der Affäre ziehen, in einem hoch-Industrie-Land, dessen Infrastruktur längst mit Entwicklungsländern vergleichbar ist. Das sagen selbst Menschen, die einfach nur nachdenklich geworden sind und bis dato weniger kritisch waren. Die in Berlin sehen das offenbar anders – „wir wollen wieder überall Weltklasse werden“ – Fußballer in der Kreisklasse würden darüber nur den Kopf schütteln.
Kommentar: M. Wengler

Markt Schwaben-Mühldorf-Freilassing: Elektrifizierung & durchgängiger 2-gleisiger Ausbau

Nun ist es offiziell: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/Presse/bewertung-schienenwegeausbau-des-potentiellen-bedarfs-bvwp-2030.pdf?__blob=publicationFile
„Das Projekt beinhaltet ergänzend zu den bereits im Vordringlichen Bedarf enthaltenen Maßnahmen noch Reisezeitverkürzungen, die Walpertskirchner Spange (für Verkehre Flughafen MUC – Salzburg) und den zweigleisigen Ausbau Tüßling – Freilassing“ Seite 7

Südostbayernbahn: Absage an schnellen Einsatz von Hybrid-Loks

www.pnp.de/lokales/landkreis_altoetting/burghausen/3115822_Suedostbayernbahn-Absage-an-schnellen-Einsatz-von-Hybrid-Loks.html
Dabei hieß es in einer Presseerklärung der DB vom Januar 2018:
„Das Projekt „Eco DeMe Train“, eine umweltfreundliche Zweikraft-Lok der DB-Tochter Südostbayernbahn (SOB), trägt zur Verringerung der Umweltbelastung im Großraum München bei. Es ist zudem Bestandteil des von der Staatsregierung beschlossenen Maßnahmenpakets zur Luftreinhaltung in bayerischen Städten.“
www.deutschebahn.com/pr-muenchen-de/aktuell/presseinformationen/01_25_Innovative_Lok_SOB-1328782

ABS38: Vollständiger 2-gleisiger Ausbau Markt-Schwaben-Freilassing nun im vordringlicher Bedarf des BVWP 2030 oder nicht?

Die Bayerische Staatsregierung berichtet aus ihrer Ministerratssitzung vom 25.9.2018, dass das Bahnprojekt „München – Mühldorf – Tüßling – Freilassing (vollständig zweigleisig)“ vom potenziellen in den vordringlichen Bedarf hochgestuft wurde: bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-25-september-2018/?seite=1617
Im Projektinformationssystem des BMVI ist jedoch von einem vollständigen 2-gleisigen Ausbau noch keine Rede: www.bvwp-projekte.de/schiene/2-008-V02/2-008-V02.html
Hier wird immer noch erläutert, dass der durchgängig 2-gleisige Ausbau nicht wirtschaftlich sei: www.bvwp-projekte.de/schiene/2-008-V01/2-008-V01.html: „Dringlichkeitseinstufung Kein Bedarf (KB) … „Begründung der Dringlichkeitseinstufung zu niedriges NKV, Wirtschaftlichkeit ist nicht gegeben“
Und, wenn dann wird allenfalls von 2-gleisigen Begegnungsabschnitten, und keinesfalls von einem durchgängig 2-gleisigen Ausbau gesprochen: www.bvwp-projekte.de/schiene/2-008-V03/2-008-V03.html: „Maßnahmenbeschreibung: Umfasst zusätzlich zu 2-008-V02 (siehe VB) 2-gleisige Begegnungsabschnitte Tüßling – Freilassing; kann bei positiver Bewertung 2-008-V02 ergänzen“
Handelt es sich hierbei nur um Wahlhilfe von Scheurer an Söders Landtagswahlkampf, oder können wir uns wirklich Hoffnung machen?
Selbst, wenn der durchgängig 2-gleisige Ausbau nun im vordringlichen Bedarf des BVWP wäre, die vielen enthusiastischen Pressemeldungen verschweigen, wie viele Projekte schon im VB des BVWP 2003 waren und bei denen über Jahrzehnte rein gar nichts passiert ist.

Güterverkehr auf der Schiene: An der Grenze ausgebremst – Auto & Mobil – Süddeutsche.de

www.sueddeutsche.de/auto/schienenverkehr-wie-gueterzuege-an-der-grenze-ausgebremst-werden-1.3768127

Bahnausbau: Planer im Dialog mit den Bürgern | Dorfen

Merkur, 1.2.17: www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/bahnausbau-planer-im-dialog-mit-buergern-7346270.html

Bahnausbau München-Mühldorf: Der Bau der ersten Brücken beginnt | Dorfen

> Merkur, 27.1.2017: www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/bau-ersten-bruecken-beginnt-7331135.html

Infrastruktur – Warten auf den Bund – München – Süddeutsche.de

SZ, 18.10.2016: www.sueddeutsche.de/muenchen/infrastruktur-warten-auf-den-bund-1.3211493

Nadelöhr Bahnstrecke Mühldorf-Burghausen ins Chemiedreieck: Kommt 2018 Planfeststellung für Umfahrung?

Kaum steht Bayerns Ministerpräsident mal 20 Minuten an einer Bahn-Schranke – scheint sich etwas zu tun.. www.heimatzeitung.de/startseite/aufmacher/2185982_Nadeloehr-Pirach-Kommt-2018-Planfeststellung-fuer-Umfahrung.html

Bahnausbau München-Mühldorf-Freilassing: Durchgehender 2-gleisiger hat kaum Chancen

Am 1. August lassen Staatskanzleiminister Dr. Marcel Huber und der Statthalter der DB in Bayern Klaus-Dieter Josel verlauten „Ausbau der Bahnstrecke München – Mühldorf – Freilassing geht konsequent voran“ (siehe www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/ presseinformationen/11820412/Ausbaustrecke_Mue-Muehld- Freil_geht_voran.html?start=0&itemsPerPage=50). Unserer Auffassung wird da etwas sehr viel Optimismus versprüht. Denn im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030, der nur zwei Tage später veröffentlicht wurde, wurde zwar die Elektrifizierung München-Mühldorf-Freilassing und Tüssling-Burghausen mit Dringlichkeitsstufe „vordringlicher Bedarf“ in den BVWP 2030 aufgenommen. Allerdings wurde der zweigleisige Ausbau nur zwischen Markt Schwaben und Tüssling vorgesehen (siehe www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/ VerkehrUndMobilitaet/BVWP/bvwp-2030-kabinettsplan.pdf?__blob=publicationFile, Seite 160). Ein durchgehender zweigleisiger Ausbau bis Freilassing, wie ihn Marcel Huber in der Presseerklärung fordert, ist selbst als Option nicht vorgesehen. Im Abschnitt Tüssling-Freilassing sind als höchste der Gefühle nur zweigleisige Begegnungsabschnitte vorgesehen. Allerdings hat es selbst diese Minimal-Massnahmen nur unter ferner liefen (Dringlichkeitsstufe „Potenzieller Bedarf“) geschafft. Leider gab es im Vergleich zum Entwurf zum BVWP, welcher im März veröffentlicht wurde, keine Höherstufung des Projekts zweigleisige Begegungsabschnitte Tüssling-Freilassing. Bei anderen Projekten gab es sehr wohl eine Höherstufung vom potenziellen zum vordringlichen Bedarf. Ist Marcel Hubers Einfluss bei seinem Parteispezi Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt doch nicht so gross?

Staatskanzleiminister Dr. Marcel Huber: Ausbau der Bahnstrecke München – Mühldorf – Freilassing geht konsequent voran | DB – Pressestelle – München

Pressemitteilung DB, 1.8.2016: www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/11820412/Ausbaustrecke_Mue-Muehld-Freil_geht_voran.html

München/Freilassing: Fortschritte beim Ausbau der Bahnstrecke | Bayern

Rosenheim24, 1.8.2016: www.rosenheim24.de/bayern/muenchenfreilassing-fortschritte-beim-ausbau-bahnstrecke-6626484.html

Zweigleisiger Bahnausbau zwischen Mühldorf und Freilassing von MdL Günther Knoblauch gefordert | Mühldorf am Inn

Innsalzach24, 26.7.2016: www.innsalzach24.de/innsalzach/region-muehldorf/muehldorf-am-inn-ort29093/zweigleisiger-bahnausbau-zwischen-muehldorf-freilassing-guenther-knoblauch-gefordert-6609517.html

Schnellerer Zugang zu den Häfen für die Industrie in Burghausen

www.heimatzeitung.de/mobile/schnellerer_zugang_zu_den_haefen_fuer_die_industrie_2155296/

Gotthard-Tunnel eröffnet: Vom Mittelmeer zur Nordsee – nur wann?

Gotthard-Tunnel? Brennerbasis-Tunnel? Für deutsche Politiker – alles Neuland. Obwohl andere, die „EU-Nachbarn“ längst bauen. Zulauf-Strecken? Lärmschutz? Tunnels? Bürger-Beteiligung? Es scheint, als hinke der Mittelpunkt Europas in Sachen Schiene seinen Nachbarn hinterher… Da behaupte noch einer, Deutschland wäre „führend in Europa“. In manchen Punkten jedenfalls nicht. Oder? https://www.youtube.com/watch?v=UqARqb4GC2o

Umweltverbände: Bundesverkehrswegeplan muss grundlegend überarbeitet werden!

Pressemeldung des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) vom 30.3.2016: Die Umweltverbände BUND, NABU, VCD und DNR kritisieren den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans 2030 und dessen Umweltbericht als grundlegend überarbeitungsbedürftig. Die Verbände fordern einen Stopp der derzeit laufenden öffentlichen Beteiligung, da die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür nicht erfüllt sind. Die Bundesregierung muss den Bundesverkehrswegeplan überarbeiten und dann erneut die Bürgerinnen und Bürger zur Stellungnahme aufrufen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Bahn und Freistaat setzen Projektbeirat für Elektrifizierung der Bahnstrecke München-Mühldorf-Freilassing ein

Pressemeldung von Deutscher Bahn und Bayerischem Staatsministerium des Innern vom 15.2.2016: www.stmi.bayern.de/assets/stmi/vum/schiene/2016-02-15_projektbeirat_ausbaustrecke_münchen_mühldorf_freilassing.pdf Dies ist eine gute Nachricht, denn nach Einsatz des Projektbeirats für die Elektrifizierung der Strecke Lindau-Memmingen-München ging es bei der Planung der Baumassnahmen voran. Im Juli 2010 wurde der Projektbeirat ins Leben gerufen, die vorzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung (Regional Dialogforen) startet im Oktober 2014, die Planfeststellung startete im April 2015, und die Anhörungsverfahren im Juli 2015. Baubeginn soll 2018 und Fertigstellung 2020 seind. Siehe: abs48.com/projekttagebuch. Setzt man die gleich Zeitschiene an, dann ist bis 2020 mit der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung und bis 2021 mit dem Beginn der Planfeststellung zu rechnen. Baubeginn wäre 2024 und Fertigstellung 2026. Das Projekt ist jedoch etwas umfangreicher, die Zeitschiene könnte sich deshalb verlängern. „Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr Pressemitteilung Reg.: M15/2016 München, den 15. Februar 2016 Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann setzt Projektbeirat für Ausbau der Zugstrecke München – Mühldorf – Freilassing ein – Mehr Transparenz und Dialog mit Kommunen und Landkreisen bei Großbauprojekten +++ Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann treibt gemeinsam mit der Deutschen Bahn AG den Ausbau der Bahnstrecke von München über Mühldorf nach Burghausen und Freilassing (ABS 38) voran. Dabei arbeitet er in engem Schulterschluss mit den Kommunen und Landkreisen entlang der Trasse. Dazu hat er einen Projektbeirat ins Leben gerufen, der erstmals am 7. März dieses Jahres in Mühldorf tagen wird. Dem bayerischen Verkehrsminister ist die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger wichtig: „Großprojekte wie die ABS 38 brauchen Akzeptanz für die Umsetzung. Der Projektbeirat dient hier als perfektes Sprachrohr für alle Beteiligten“. Der bayerische Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG, Klaus-Dieter Josel schloss sich den Worten Herrmanns an: „Wir bauen bei diesem Projektbeirat auf die außerordentlich guten Erfahrungen auf, die wir bei ähnlichen Projekten in Bayern und Deutschland gemacht haben, wie beispielsweise beim Ausbau der Strecke von München nach Lindau“. Mit den Vorplanungen wird der Streckenausbau von München bis Freilassing nun konkret. Für die Vertreter der Regionen ergibt sich mit dem neuen Projektbeirat die Möglichkeit, sich aus erster Hand über den Stand des Projektes zu informieren oder Anliegen zu kommunizieren. Der Projektbeirat setzt sich zusammen aus Vertretern des bayerischen Innen- und Verkehrsministeriums, der Deutschen Bahn AG, des Bundesverkehrsministeriums, des Bayerischen Landtags, des Bundestags, des Europaparlaments, der Landräte und Bürgermeister entlang der Strecke sowie der IHK für München und Oberbayern und des Bund Naturschutzes. Herrmann: „Mit Staatskanzleichef Dr. Marcel Huber habe ich einen hochrangigen und zugleich lokal verwurzelten Vertreter aus dem Kabinett für diesen Projektbeirat gewinnen können.“ Josel weiter: „Dr. Huber kennt das Thema bereits als Kommunalpolitiker vor Ort und kann deshalb mit den Mitgliedern des Projektbeirates den Ausbau konstruktiv begleiten“. Mit dem Neubau von rund 140 Kilometern elektrischen Oberleitungen und dem Ausbau eines zweiten Gleises von knapp 60 Kilometern Länge ist die ABS 38 laut Herrmann ein weiteres Schlüsselprojekt für die nachhaltige Schieneninfrastruktur in Bayern. Davon profitiert nicht nur der Güterverkehr des Bayerischen Chemiedreiecks, sondern auch das Nahverkehrs- und Fernverkehrsangebot. Aber auch für die Umwelt ist die Strecke ein Segen, wie Josel weiter betont: „Die Elektrifizierung und der abschnittsweise zweigleisige Ausbau bringt mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene. Zugleich werden wir den Schallschutz für die Anwohner verbessern.“ Für den Bahnknoten München, den oberbayerischen Regionalverkehr und den Zulauf zum künftigen Brenner-Basistunnel sei der Ausbau des Netzes ein echter Qualitätsgewinn. Weitere Informationen über das Ausbauprojekt und die Arbeit des Projektbeirates erhalten Sie unter: www.abs38.de.

Ausbau Strecke München-Mühldorf-Freilassing im Aktionsplan Güterverkehr Logistik erwähnt

BMVI veröffentlicht Aktionsplan Güterverkehr Logistik, siehe Pressemeldung vom 17.12.2015: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/aktionsplan-gueterverkehr-logistik.html In Aktionsplan Güterverkehr und Logistik ist Mühldorf-Freilassing wie folgt erwähnt: „Darüber hinaus sind auch die Anbindung des Jade-Weser-Ports durch den Ausbau der Strecke Oldenburg – Wilhelmshaven sowie der Ausbau der Strecke München – Mühldorf – Freilassing zur besseren Schienenanbindung des bayerischen Chemiedreiecks von großer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Allerdings scheint das Deutsche Verkehrsministerium geschlafen zu haben, denn die Bahnstrecke München-Freilassing ist nicht unter den europäischen Korridoren enthalten. Siehe Seite 9 der Broschüre www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/aktionsplan-gueterverkehr-logistik.pdf?__blob=publicationFile. Hier im Wortlaut der Presseerklärung: „Aktionsplan Güterverkehr und Logistik veröffentlicht Bär: Nachhaltig und effizient in die Zukunft Erscheinungsdatum: 17.12.2015 Laufende Nr:.154/2015 Heute geht der weiterentwickelte „Aktionsplan Güterverkehr und Logistik – nachhaltig und effizient in die Zukunft“ online. Mit dem Aktionsplan stellen wir die Weichen für eine leistungsstarke Transport- und Logistikwirtschaft in Deutschland, so Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur und Koordinatorin der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik. Mit dem Aktionsplan Güterverkehr und Logistik legt das Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur (BMVI) eine konsistente Gesamtstrategie für die künftige Ausrichtung des Güterverkehrs vor. Der Aktionsplan wurde in den letzten Monaten in einem offenen transparenten Verfahren gemeinsam mit der Branche erarbeitet. Erstmals wurden auch Umweltverbände mit einbezogen. Bär: „Starke Logistik ist erforderlich, damit Deutschland Logistikweltmeister bleibt. Mit Themen wie der besseren Vernetzung aller Verkehrsträger, der Förderung eines umweltfreundlichen und energieeffizienten Gütertransports oder der Nachwuchssicherung stellen wir uns den großen Zukunftsaufgaben. Besonders wichtig sind mir auch die neuen Kapitel zur Digitalisierung und zur Infrastrukturfinanzierung. Denn eine gut ausgebaute Infrastruktur und global vernetzte Ströme sind die Grundlage für eine starke Logistik und damit für Wachstum und Wohlstand.“ Der Aktionsplan enthält konkrete Maßnahmen, die effiziente, leistungsfähige und umweltfreundliche Güterverkehrs- und Logistikabläufe unterstützen sollen. Neu hinzugekommen ist u.a. die Digitalisierung, die den Bereich Güterverkehr und Logistik verändern und entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit des Logistikstandorts Deutschland sein wird. Der Aktionsplan Güterverkehr und Logistik kann unter dem Link www.bmvi.de/Aktionsplan-GuL abgerufen werden. Bär: „Die Maßnahmen werden fortlaufend umgesetzt. Deswegen möchte ich, dass der Aktionsplan künftig zu einem lebenden Dokument wird, das diese Fortschritte auch abbildet. Nach der heutigen Veröffentlichung auf unserer Website werden wir den Aktionsplan deshalb in regelmäßigen Abständen digital fortschreiben.“ Die aktuelle Online-Fassung stellen wir Ihnen bei Bedarf in Kürze auch als Broschüre in Deutsch und Englisch zur Verfügung: buergerinfo@bmvi.bund.de ‚buergerinfo@bmvi.bund.de‘);>.“ Hier ist der Link zur Publikation: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/aktionsplan-gueterverkehr-logistik.pdf?__blob=publicationFile

Aufsichtsrate Deutsche Bahn: Pünktlichkeit erhöhen – Güterbahn soll schrumpfen

Merkur, 16.12.2015: www.merkur.de/wirtschaft/bahn-aufsichtsrat-soll-programm-fuer-mehr-qualitaet-billigen-zr-5963983.html Merkur, 15.12.2015: www.merkur.de/wirtschaft/kreise-gueterbahn-soll-schrumpfen-zr-5963439.html

Bahn: „Magistrale für Europa“: Initiative fordert Ausbau der Strecke Augsburg-Ulm

Augsburger Allgemeine, 9.11.2015: Neben dem Streckenausbau Augsburg-Ulm werden auch die Elektrifizierung München-Mühldorf-Freilassing, die Anbindung des Flughafens München, Stuttgart 21 und die Südbahn erwähnt. „In ihrer Resolution fordern die Mitglieder noch weitere Lückenschlüsse, etwa bei Appenweier in Baden oder im bayerischen „Chemiedreieck“ Tüßling – Burgkirchen – Burghausen.“ „Für die lang ersehnte Elektrifizierung der .. [Südbahn] …soll bald eine Finanzierungsvereinbarung zwischen Bund und Land geschlossen werden. Anvisierter Baubeginn ist 2017. Es gibt allerdings noch eine Finanzierungslücke.“ www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Magistrale-fuer-Europa-Initiative-fordert-Ausbau-der-Strecke-Augsburg-Ulm-id36005622.html

Baubegin 3. Gleis Freilassing-Salzburg als Teil der Ausbaustrecke München-Mühldorf-Freilassing

Wir werden bald sehen, was von den vollmundigen Versprechungen zu halten ist: „Für den oberbayerischen Teil des EU-Korridors Rhein-Donau [also der Ausbaustrecke München-Mühldorf-Freilassing] ist die Vorplanung nahezu abgeschlossen – wir wollen nun mit vollem Engagement und im Dialog mit den Bürgern den Ausbau voran bringen und befinden uns hierzu bereits in *enger Abstimmung mit dem Bund*.“ Denn in der zweiten Jahreshälfte 2015 wird das Bundesverkehrsministerium den Referentenentwurf zum Bundesverkehrswegeplan vorstellen. Dabei wird entscheidend sein, wie die Bewertung des Projektes München – Mühldorf – Freilassing ausfällt: Falls das Projekt nicht in den Vordringlichen Bedarf+ (VB+) oder zumindest in den vordringlichen Bedarf (VB) kommt, sondern in die Priorität „Weiterer Bedarf (WB), dann kann man davon ausgehen, dass das München-Mühldorf-Freilassing erneut auf den St. Nimmerleinstag verschoben wird. Allerdings sind die Kriterien für VB+ sehr streng: „Auflösung/starke Minderung von Engpässen“ , „keine hohe Umweltbetroffenheit“ und „hohes Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV)“. Selbst im vordringlichen Bedarf reicht NKV>1 nicht aus, es muss sich um ein hohes NKV handeln. (siehe Seite 69 der Grundkonzeption zum Bundesverkehrswegeplan: http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/bvwp-2015-grundkonzeption-langfassung.pdf?__blob=publicationFile *)* Hier noch die gesamte Presseerklärung im Wortlaut: Presseinformation der Deutschen Bahn vom 11.5.2015: http://www.deutschebahn.com/de/presse/pi_regional/9324952/by20150510a.html?start=0&itemsPerPage=20 Baubeginn für das 3. Gleis Freilassing – Salzburg Symbolischer Spatenstich mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt – Besserer Bahnbetrieb und Lärmschutz für die Stadt (Freilassing, 11. Mai 2015) In Freilassing hat am Montag (11. Mai) der deutsche Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt den symbolischen Spatenstich für ein neues 1,6 kilometerlanges drittes Gleis vorgenommen. Zum Fahrplanwechsel 2017 soll die S-Bahn Salzburg im 15-Minuten-Takt über den Grenzfluss Saalach fahren. Zugleich entflechtet die 54 Millionen Euro teure Maßnahme den Fern- und Güterverkehr vom Nahverkehr über die innereuropäische Grenze und schafft für die Stadt Freilassing Schallschutz sowie eine neue großzügige Eisenbahnüberführung an der Hauptverkehrsachse der historischen Eisenbahnerstadt. Österreich beteiligt sich mit rund 6 Millionen Euro an dem Streckenausbau. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: „Das dritte Gleis bringt einen echten Mobilitätsgewinn für unsere Region, unsere Wirtschaft, unsere Pendler und unsere Heimat Bayern. Deutschland und Österreich wachsen noch mehr zusammen. Das Projekt erfüllt die Erfolgsformel für Infrastrukturprojekte: Mehr Mobilität, mehr Modernität und mehr Lebensqualität. Die Menschen in Freilassing und der Region erhalten eine noch bessere Schienenanbindung an den Nah-, Regional- und Fernverkehr. Der Bahnhof Freilassing wird moderner. Und die Lärmschutzmaßnahmen erhöhen die Lebensqualität.“ Tatkräftige Unterstützung erhielt Dobrindt vom Freilassinger Bürgermeister Josef Flatscher. Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn in Bayern, Klaus-Dieter Josel, freute sich, weil dieses Projekt einen weiteren Baustein für die Ausbaustrecke München – Mühldorf – Freilassing (ABS 38) darstelle: „Für den oberbayerischen Teil des EU-Korridors Rhein-Donau ist die Vorplanung nahezu abgeschlossen – wir wollen nun mit vollem Engagement und im Dialog mit den Bürgern den Ausbau voran bringen und befinden uns hierzu bereits in enger Abstimmung mit dem Bund.“ *Hintergrund zum dreigleisigen Ausbau Freilassing – Salzburg* Der Nahverkehr auf der Schiene zwischen dem Berchtesgadener Land und dem Salzburger Zentrum soll attraktiver und leistungsfähiger gestaltet werden. Um der wachsenden Nachfrage zu entsprechen, wird künftig eine zweite S-Bahn-Linie auf diesem Abschnitt fahren und das Angebot zwischen Freilassing und Salzburg auf einen 15-Minuten-Takt verdichten. Voraussetzung für dieses verbesserte Angebot ist die Errichtung eines dritten Gleises vom Bahnhof Freilassing bis Salzburg-Liefering, um den S-Bahn-Verkehr vom Fern- und Güterverkehr zu trennen. Neben den umfangreichen Arbeiten an den Gleisen, Oberleitungen und Signalen müssen unter anderem auch drei Eisenbahnüberführungen verbreitert und angepasst werden. Außerdem wird eine zusätzliche Brücke über die Saalach neu gebaut. *Daten und Fakten* – Neubau von 1,6 Kilometer Gleis einschließlich Bahndamm – Verlegung der Abstellanlage in den Westkopf des Bahnhofs Freilassing sowie Oberleitungsarbeiten – Errichtung eines neuen Mittelbahnsteigs für die S-Bahnen im Bahnhof Freilassing – Erneuerung und Aufweitung der Eisenbahnüberführung (EÜ) Reichenhaller Straße – Verbreiterung der EÜ über die Bundesstraße B 20 – Verbreiterung der EÜ über den Mühlbach – Neubau einer eingleisigen Brücke über die Saalach – aktiver und passiver Schallschutz im Bahnhof Freilassing sowie beiderseits entlang der Strecke *Ausbaustrecke München – Mühldorf – Freilassing (ABS 38)* Das 3. Gleis Freilassing – Salzburg ist im überregionalen Kontext ein wichtiger Baustein für die bessere Verbindung zwischen München über Mühldorf und Freilassing nach Salzburg. Die Strecke München – Mühldorf – Freilassing (ABS 38) soll auf einer Länge von 147 Kilometer elektrifiziert und in weiten Teilen zweigleisig ausgebaut werden. Derzeit laufen die Vorplanungen für das Vorhaben. Die ABS 38 ist von zentraler Bedeutung für Südostbayern: Sie verbindet die Menschen in der Region mit der Landeshauptstadt bzw. dem Großraum München und ist ein bedeutender Standortfaktor für die regionale Industrie im „bayerischen Chemiedreieck“. Mit Blick Richtung Süden ist vor allem die gute Anbindung nach Salzburg und somit ins Nachbarland Österreich entscheidend für die Bahnreisenden. Die ABS 38 ist Bestandteil des TEN-Korridors Rhein-Donau im Abschnitt Straßburg – Budapest und besitzt damit auch auf europäischer Ebene einen hohen Stellenwert. Herausgeber: Deutsche Bahn AG Potsdamer Platz 2, 10785 Berlin, Deutschland Verantwortlich für den Inhalt: Leiter Kommunikation Oliver Schumacher Ansprechpartner *Michael-Ernst Schmidt * Kommunikation Großprojekte Deutschland Telefon: +49 (0)89 1308-1510 Telefax: +49 (0)89 1308-1901

Deutsche Bahn startet Homepage für Ausbau München-Mühldorf-Freilssing: Geht es jetzt endlich vorwärts?

Hier ist die Adresse: http://www.abs38.de/ Hier ist die Pressemeldung hierzu von 12.3.2015: http://www.deutschebahn.com/de/presse/pi_regional/9046600/by20150312.html?start=0&itemsPerPage=20 Die technische Vorplanung soll im Herbst 2015 abgeschlossen werden. Nach der Vorplanung schliessen sich die Entwurfsplanung und die Genehmigungsplanung an. So ging es auch mit der Elektrifizierung Lindau-München los. Die www.abs48.com ging am 6.8.2012 ans Netz, und gegen 4 Jahre später startete die vorzeitige Öffenlichkeitsbeteiligung. Ein Hoffnungsschimmer? Die nächste Hürde ist die Bewertung der abs38 und die Frage der Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan. Die Entscheidung darüber wird im Herbst 2015 fallen. Und danach muss auch die Finanzierung gesprochen werden.

Leisere Bremsen für Güterzüge – Aus aller Welt

http://www.schwaebische.de/panorama/aus-aller-welt_artikel,-Leisere-Bremsen-fuer-Gueterzuege-_arid,10049712.html

60 000 „Flüsterbremsen“ gegen Zuglärm bei der Bahn – Panorama

http://www.schwaebische.de/panorama/panorama-aktuell_artikel,-60-000-%E2%80%9EFluesterbremsen%E2%80%9C-gegen-Zuglaerm-bei-der-Bahn-_arid,10049626.html

Donauausbau: Straße, Wasser, Schiene- Ramsauers inoffizielle Prioritätenliste

Wie aus Teilnehmerkreisen der Pro Bahn Landesversammlung in Traunstein zu hören war, setzt Bundesverkehrsminister mehr auf Schiffs- als auf Bahnverkehr.

 

Straße, Wasser, Schiene- so die inoffizielle Reihenfolge der Politik im Bundesverkehrsministerium in Berlin.

 

Ramsauers Haltung bezüglich des Donau- Ausbaues dürfte deshalb tendenziell bekannt sein.


Hubers Absage an den massiven Ausbau hat die Kanalbefürworter kalt erwischt. Bundesminister Ramsauer hatte noch einen Tag vor Hubers Äußerungen in einem Zeitungsinterview bekräftigt, dass er sowohl den Kanal wie die Staustufe für die Flussschifffahrt für dringend erforderlich hält. Auch Erwin Huber bleibt dabei, dass nur ein solcher Ausbau sinnvoll sei. „Diese Variante ist ein Kompromiss, der viel Rücksicht auf die Ökologie nimmt“, sagte er. „Weitere Zugeständnisse an die Ausbaugegner sind nicht sinnvoll.“

 

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