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Landkreis Schwandorf: Kommunen sollen Bahnstrecke übernehmen

Bahnbrücke über die Naab

Bahnbrücke über die Naab auf dem Stadtgebiet von Burglengenfeld.

Die Deutsche Bahn bietet offensichtlich die nur noch für den Güterverkehr genutzte Nebenstrecke Maxhütte-Burglengenfeld zum Kauf an. Ein Kaufinteressent ist die Heidelberger Zement AG, die mit ihren Werk Burglengenfeld der einzige Nutzer dieser Strecke ist. Nun wurde von UW Land Vorsitzenden Matthias Süß angeregt, dass die Anliegergemeinden Maxhütte-Haidhof, Teublitz und Burglengenfeld den Schienenstrang übernehmen. Die Preisvorstellung der Deutschen Bahn liegt deutlich unter 200.000 Euro. Süß rechnet damit, dass die Strecke sogar zum Nulltarif zu haben sein dürfte. Aus Burglengenfeld kommen positive Signale. Sowohl Bürgermeister a.D. und Kreisrat Heinz Karg als auch Albin Schreiner, Vorsitzender der BWG-Stadtratsfraktion, unterstützen den Vorschlag.

UW Land fordert Bahngipfel für den Landkreis Schwandorf

Oberpfalzbahn im Bahnhof Schwandorf

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Schwandorf bringt keine Verbesserung des Personenverkhrs (Bild: Oberpfalzbahn im Bahnhof Schwandorf)

Die Unabhängigen Wähler im Altlandkreis Burglengenfeld und Schwandorf (UW Land) sehen keinen Grund für Jubel, sollte die Bahnstrecke von Hof nach Regensburg elektrifiziert werden. Das Projekt wird von der CSU-geführten Staatsregierung vorangetrieben und von den anderen Landtagsparteien unterstützt. Nach Ansicht der UW Land bleibt der Oberpfalz und damit auch dem Landkreis Schwandorf ausschließlich die Belastung. Positive Effekte für die Region mag die Wählergruppe nicht erkennen. Die Elektrifizierung geht auf eine EU-Verordnung zurück, wonach Korridore für den Warenverkehr zwischen den Ostsee- und Mittelmeerhäfen zu schaffen sind.

„Durch die Elektrifizierung“, so der Vorsitzende Matthias Süß, „fährt kein zusätzlicher Personenzug, wohl aber Güterzüge.“ Durch den Landkreis ziehe sich dann ein Hochgeschwindigkeitskorridor für den Güterverkehr, vergleichbar einer Autobahn ohne Ausfahrt. Da tagsüber die enge Taktung der Personenzüge den Gütertransport fast unmöglich mache, verlagert sich dieser in die Nachtstunden. Teilweise bleibt zwischen dem Hochgeschwindigkeitskorridor und der Wohnbebauung nur 20 Meter Abstand.

Süß schätzt, dass zusätzlich mit 36.000 Güterzügen pro Jahr zu rechnen ist. In der Studie „Schienennetz 2025/2030 – Ausbaukonzeption für einen leistungsfähigen Schienengüterverkehr in Deutschland“ des Umweltbundesamtes werden als zusätzlich mögliche Kapazitäten für die Strecke Weiden-Regensburg 320 Güterzüge täglich genannt. Auch die Länge der Züge werde sich von derzeit durchschnittlich 740 auf 1.500 Metern mehr als verdoppeln. Da es sich nicht um eine Neubaustrecke handelt, ist weder der Bund noch die Deutsche Bahn in der Pflicht. Wer für den Lärmschutz zuständig sei, könne bis heute keiner der Befürworter oder der Verantwortlichen sagen. „Von der Wertminderung der Immobilien spricht bisher auch niemand“, so Süß. Es müsse verhindert, dass Kommunen und der einzelne Bürger die Zeche zahlen.

Die UW Land fordert einen „Bahngipfel“ für den Landkreis Schwandorf. Dort sollen alle aktuellen und zukünftigen Probleme mit dem Schienenverkehr besprochen werden. Dazu gehört nach Ansicht der Wählergruppe auch die Reaktivierung von Bahnhaltepunkten in Klardorf und Ponholz sowie die Möglichkeit eines Probebetriebs für den Personenverkehr zwischen Maxhütte-Haidhof und Burglengenfeld oder die Einbeziehung von Schwandorf in das Tarifgebiet des VGN.

„Schienen-Hai“ mischt Nahverkehr auf

Das Nahverkehrskreuz Schwandorf wird nicht nur mit einer enger Taktung Richtung Regensburg und Weiden gestärkt, ab dem Winterfahrplan ersetzen moderne Triebwagen der Oberpfalzbahn vom Typ „PESA Link“ die grün-weissen Garnituren der Vogtlandbahn. Da dass Kupplungsmaul der neuen Triebwagen an das Maul des Meeresraubfisches erinnert, wird er von Bahnfans auch als „Schienen-Hai“ bezeichnet. Zur Zeit sind die Haie zu Testfahrten unterwegs.

http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf/artikel/schienen-hai-mischt-nahverkehr-auf/1098796/schienen-hai-mischt-nahverkehr-auf.html#1098796

Klimaanlage defekt: Bahn wirft Reisende mitten in Holland aus dem Zug

100 Fahrgäste der Deutschen Bahn AG standen plötzlich irgendwo im holländischen Nirgendwo. Zwei Klimaanlagen hatten in dem von Berlin kommenden Zug in Richtung Amsterdam versagt. Das niederländische Personal ließ die Fahrgäste ohne Erklärung und Hilfe an einem Kleinbahnhof aussteigen. Die Deutsche Bahn AG weist jede Verantwortung dafür von sich.

http://www.mopo.de/panorama/irgendwo-im-nirgendwo-klimaanlage-defekt–bahn-wirft-reisende-mitten-in-holland-aus-dem-zug,5066860,27890898.html

Kompensation für die negativen Auswirkungen des steigenden Güterverkehrsaufkommens

Von der Elektrifizierung der Bahnstrecke Hof-Regensburg erwartet sich der Vorsitzende der kommunalen Wählergruppe „UW Land“ im Landkreis Schwandorf, Matthias Süß, eher negative als positive Auswirkungen. Vor allem die erwartete Steigerung des Güterverkehrs in der Nacht brächte laut Süß eine deutliche Mehrbelastung der Wohnbevölkerung mit sich. Neben Schallschutzmaßnahmen, die auf keinen Fall auf Bürger und Kommunen abgewälzt werden dürften, erwartet der Kommunalpolitiker auch eine Kompensation, beispielsweise durch Reaktivierung weiterer Haltepunkte auf der gut ausgelasteten Teilstrecke Schwandorf – Regensburg.

http://schwandorf.92421.com/einspruch-frau-karl

Bahnknotenpunkte Schwandorf und Regensburg im 30-Minuten-Takt verbunden

Die Bahnknotenpunkte Schwandorf und Regensburg werden ab Winterfahrplan 2014 im 30-Minuten-Takt verbunden. Von Weiden wird stündlich über Schwandorf nach Regensburg angebunden. Keine Verbesserungen gibt es von Nürnberg über Hersbruck nach Schwandorf.

http://www.mittelbayerische.de/region/schwandorf/schwandorf/artikel/nach-schwandorf-fahren-mehr-zuege/1094370/nach-schwandorf-fahren-mehr-zuege.html#1094370

MdL Karl: Bahnstrecke Hof-Regensburg endlich elektrifizieren

Annette Karl in Maxhütte-HaidhofFoto: MdL Annette Karl (SPD) am vergangenen Montag in Maxhütte-Haidhof

Die stellvertretende Landesvorsitzende der SPD, Annette Karl, war der Bayerischen Landesregierung vor, bei der Auswahl der Projekte für den Bundesverkehrswegeplan nicht konsequent genug zu sein. Als notwendig erachtete die Landtagsabgeordnete auch die Elektrifizierung der Strecke Hof-Regensburg, was heftigen Widerspruch bei den anwesenden Gästen und Kommunalpolitikern einbrachte. Die Befürchtungen gingen dahin, dass eine Elektrifizierung vor allem in der Nacht eine deutliche Mehrbelastung für die Anwohner der Strecke mit sich bringen werde. Der Vertreter der Wählergruppe „UW Land“ bezeichnete das Projekt als auf nationaler Ebene volkswirtschaftlich sinnvoll, die Region selbst profitiere davon nicht. Zu erwarten sei eine Vervielfachung des nächtlichen Güterverkehrs. Daher müssten ausser Lärmschutzmaßnahmen auch ein Ausgleich in anderen Bereichen geschaffen werden, beispielsweise im Nahverkehr. Zur Metropolenbahn München-Nürnberg-Prag war der SPD-Politikerin keine Stellungnahme zu entlocken.

Bahnhof Maxhütte-Haidhof jetzt barrierefrei

Fahrgäste am Bahnhof Maxhütte-Haidhof erreichen ab sofort mit dem Aufzug die Bahnsteige. 1,1 Millionen Euro wurden dafür aufgewendet. Die neuen Anlagen nahmen Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank und Walter Reichenberger, stellvertretender Leiter Bahnhofsmanagement Ostbayern der Station&Service AG, gestern in Betrieb.

Vollständiger Bericht in der Tageszeitung „Der Neue Tag“ aus Weiden:
http://www.oberpfalznetz.de/zeitung/4223948-128-barrierefreiheit_vollendet,1,0.html

Initiative für Direkt(schnell)zug zwischen Innsbruck – Lienz

Eine staaten- und parteiübergreifende Initiative aus Nord- Süd- und Osttirol möchte die Wiederbelegung der eingestellten Zugverbindung zwischen den beiden (österreichischen) Städten Innsbruck und Lienz erreichen. Der Antrag, der in den Landesparlamenten von Tirol und Südtirol eingebracht wird, im Wortlaut:

Der Landtag spricht sich für die Errichtung einer direkten und umsteigefreien Zugverbindung von Innsbruck und Lienz aus. Er fordert die Landesregierungen von Südtirol und des Bundeslandes Tirol auf, hierfür in Verhandlungen zu treten und unter der Vorgabe einer gerechten Kostenaufteilung, gemeinsam die Voraussetzungen für die Errichtung einer direkten und umsteigefreien Zugverbindung zwischen Lienz und Innsbruck zu schaffen.

Angeführt werden von den beteiligten Parteien die umweltpolitischen Vorteile, aber auch der große Wunsch in der Bevölkerung. Die Zugverbindung war im Dezember 2013 eingestellt worden. Seitdem wird die Strecke per Bus bedient. Es besteht keine Zusteigemöglichkeit im italienischen Teil der Strecke. Das soll ich bei der angepeilten Zugverbindung ändern und schneller soll es auch gehen.

Kampagnenseite: http://www.direktzug-lienz.at/

Fernbusse: Fakten jenseits von Alarmismus und Hype

Unberechtigter Alarmismus seitens der Deutschen Bahn oder überzeichnete Jubelmeldung der Fernbusbetreiber? Wahrscheinlich trifft beides zu, betrachtet man die nackten Fakten. Die DB erwirtschaftet im Fernverkehr einen jährlichen Umsatz von 4,1 Milliarden – 40 Millionen davon sollen an die Konkurrenz Fernbusunternehmen[1] abgewandert sein, was nicht einmal einen Prozent des Bereichsumsatzes entspricht. Optimistische Schätzungen geben der Fernbusbranche ein Umsatzziel von 600 Millionen Euro, etwas konservativere Studien prognostizieren 300 Millionen Euro.[2] Allerdings kommt nur ein Teil der Fernbusnutzer von der Schiene und dieser Anteil wird wohl nicht mitwachsen. Nach aktuellen Umfragen kamen nur 44 Prozent der Fernbusnutzer von der Schiene, fast genau so viele sind Wechsler vom privaten PKW (38 Prozent); lediglich 10 Prozent sind echte Neukunden.[3][4] So gesehen sind Fernbusse nur begrenzt eine Konkurrenz zur Schiene.

Insider-Informationen besagen, dass alle Fernbusbetreiber rote Zahlen schreiben. Wie der zu erwartende Verdrängungswettbewerb geführt werden wird, ist offen: den genügsamen Fahrgäste nutzen die Fernbusse vor allem wegen des geringen Fahrpreises wegen.[5] Spannend ist, was die Deutsche Bahn aus der neuen Konkurrenzsituation macht. Reagiert sie konventionell und baut die eigenen Fernbusangebote aus oder eher kreativ? Denkbar wären preisgünstige Fernangebote, beispielsweise ein InterRegios mit abgespeckter Ausstattung und weniger Service. Vielleicht ergibt sich so ein ganz neuer Markt für die Schiene.

[1] Fernbusunternehmen (Fernbus24.de)
[2] Fernbusse luchsen Bahn rund 40 Millionen Euro Umsatz ab (Spiegel.de)
[3] Fernbusse: Vom Gleis auf die Straße (SHZ.de)
[4] Vor allem Bahnkunden steigen auf Fernbusse um (Handelsblatt.com)
[5] Bahn verliert Kunden an Fernbusse (Focus.de)

Historische Tram für Regensburg

Stadtbahn Regensburg (Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.  Attribution: Gabriel Wischki)

Stadtbahn Regensburg (Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license. Attribution: Gabriel Wischki)

Eine Initiative in Regensburg will auf einem 1,5km langen Teilstück zwischen den Einkaufszentren ALEX und DEZ die Tram auferstehen lassen. 23 Fahrten zwischen den beiden Punkten sind geplant. Zum Einsatz soll ein vorhandene, originale Trieb- und Beiwagen kommen. Deren Restaurierung würde bis zu 300.000 Euro kosten. Das Gesamte Projekt hat ein Volumen von bis zu 2 Millionen Euro.

Mehr Infos:

Kontakt: Jan Maschek, Email: stadtbahnrgbg[at]gmail.com

Metropolenbahn München-Nürnberg-Prag

Eine vom Zweckverband Nahverkehr Amberg und der IHK Regensburg in Auftrag gegebene Studie sieht großes Potential in der Elektrifizierung der Bahnverbindungen München-Prag und Nürnberg-Prag mit Schnittpunkt Schwandorf. In Amberg befürchtet man, dass die volkswirtschaftlich weniger rentable, aber politisch gewollte Strecke Nürnberg-Marktretwitz-Prag statt Nürnberg-Schwandorf-Prag im Bundesverkehrswegeplan festgeschrieben wird. Es müsste allerdings die Planung für die Donau-Moldau-Bahn, ein Teilstück der geplanten Verbindung München-Prag geändert werden, die den Gleisknoten Schwandorf ausklammert.

Mehr dazu:

Donau-Moldau-Bahn koppelt Schwandorf ab

Des einen Freud, des anderen Leid. Die geplante Donau-Moldau-Bahn koppelt den Bahnknotenpunkt Schwandorf vollkommen ab. Mehr dazu auf 92421.com >

Donau-Moldau-Bahn degradiert Schwandorf bahnpolitisch endgültig zum unbedeutenden Provinznest.

Reaktivierung der Bahnhaltepunkte in Klardorf und Ponholz

Zwischen Schwandorf und Regensburg sind werktäglich etwa 4.000 Fahrgäste auf den Schienen unterwegs. Auf der Strecke liegen im Landkreis Schwandorf die Bahnhöfe Schwandorf und Maxhütte-Haidhof, deren Einzugsbereich ungefähr 70.000 Einwohner beträgt. Die Pendlerparkplätze der Bahnhöfe sind überfüllt. In Schwandorf ist eine Erweiterung nicht möglich, da das Areal von Straßen und Schienen begrenzt und selbst nahe gelegene Flächen zum aktuellen Zeitpunkt nicht zur Verfügung stehen.

Kreistagskandidaten der Freie-Wähler-Gruppe BWG/UW hatte im zurückliegenden Wahlkampf gefordert, die Bahnhaltepunkte Klardorf (Stadt Schwandorf) und Ponholz (Stadt Maxhütte-Haidhof) wieder zu reaktivieren. Da die dortigen Bahnhöfe sind inzwischen verkauft sind, wurde der Bau von modernen Bahnhaltestellen angeregt. Auf eine Anfrage hat die Bayerische Eisenbahngesellschaft heute reagiert und einen allgemein gehaltenen „Fahrplan“ für die Reaktivierung der Haltepunkte vorgelegt:

  • Die betroffene Gemeinde und der Aufgabenträger für den allgemeinen ÖPNV (Landkreis) müssen eine Willensbekundung gegenüber der BEG abgeben.
  • Die fahrplantechnische Machbarkeit muss nachgewiesen werden.
  • Es muss eine Fahrgastprognose erstellt werden. Nach den Vorgaben des Bundes müssen bei einfachen baulichen Verhältnissen mindestens 100 Ein- und Aussteiger je durchschnittlichem Werktag erreicht werden, bei aufwändigen Bauten mindestens 1.000 Ein- und Aussteiger. Die Prognose wird in der Regel von der BEG erstellt.
  • Die bauliche Machbarkeit muss nachgewiesen und die Kosten müssen ermittelt werden.
  • Der verkehrliche und volkswirtschaftliche Nutzen muss nachgewiesen werden. Die Untersuchungen werden in der Regel von der BEG durchgeführt (Projektdossierverfahren).
  • Es muss die Bereitschaft bestätigt werden, die Schulzeiten an die Taktzeiten der Bahn anzupassen.
  • Durch die Kommune muss bestätigt werden, dass der neue Bahnhalt an die Straßeninfrastruktur angebunden wird und die entsprechenden Verknüpfungsanlagen (Bushaltestellen, P+R-Parkplätze, Fahrradabstellplätze) angelegt werden.
  • Der Landkreis muss bestätigen, dass der neue Bahnhalt in das ÖPNV-Fahrplanangebot integriert wird. Im weiteren Verlauf ist hierüber ggf. ein Vertrag mit dem Freistaat abzuschließen.
  • Die Finanzierung muss geklärt werden.

Im Schreiben wird auf die Baukosten hingewiesen und dass das Budget das Bundes für derartige Maßnahmen auf Jahre verplant ist.

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