Autorenarchiv

Bahnsteig Gleis 1 in Fürstenfeldbruck soll ausgebaut werden

Obwohl nicht aufgeführt unter den Projekten Bahnausbau. München Merkur, 31.1.2018: www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/ausbau-s-bahn-linie-4-deutsche-bahn-beauftragt-planer-9573403.html

S4 Ausbau Pasing–Buchenau: Planungsstand, Terminplan, Finanzierung

Bahnausbau Pasing-Buchenau inzwischen mit eigener Internetseite cms.bahnausbau-muenchen.de/projekt.html?PID=35
Im Rahmen von 50 Bahnprojekten im Grossraum München: www.bahnausbau-muenchen.de/home.html
Hier noch die Pressemeldung dazu
www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/16813054/01_26_Neue_Internetseite.html?start=0&itemsPerPage=50

Aktueller Stand

  • Verständigung auf überarbeiteten Planungsumfang und Abschluss eines Planungsvertrages mit dem Freistaat Bayern im Dezember 2016
  • Aktuell wird die Vorplanung erstellt (HOAI-Leistungsphasen 1+2).
  • Terminplan

  • Abschluss der Vorplanung erfolgt in 2019
  • Einreichung Planfeststellungsverfahren im Dezember 2020
  • Vorlage des Baurechtes und Abschluss des Realisierungs- und Finanzierungsvertrages für 2024 geplant
  • Anschließend folgt die Bauausführung
  • Verlängerung S7 Geretsried immer noch in der Vorplanung

    Vorplanung noch immer nicht abgeschlossen.

  • Vorlage des Baurechtes für die neue Planung vsl. 2021
  • Abschluss eines Realisierungs- und Finanzierungsvertrags zur Bauausführung zwischen Freistaat Bayern und DB Netz AG ebenfalls 2023
  • Ein Inbetriebnahmetermin kann erst mit Abschluss der Vorplanung für die Tieflage des Bahnhofs Wolfratshausen genannt werden.“
  • cms.bahnausbau-muenchen.de/projekt.html?PID=43

    Planungsstand, Terminplan und Finanzierung Überwerfung Westkreuz

    Überwerfung Westkreuz
    Hier www.bahnausbau-muenchen.de/projekt.html?PID=27 wird die Frage weitgehend geklärt:

  • „Im Dezember 2016 erfolgte die Durchfinanzierung der 2. Stammstrecke München. Diese umfasst ein Paket an Infrastrukurmaßnahmen. Dazu gehören sieben sogenannte „netzergänzende Maßnahmen“ (NEM), so auchder Ausbau der Abzweigstelle Westkreuz (NEM 13). Die Planungen werden unter Berücksichtigung der Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke München durchgeführt.
  • Aktuell werden die Planungen der DB Netz AG für die Abzweigstelle Westkreuz und die Planungen der Landeshauptstadt München für die Brückenbauwerke über die Bodenseestraße zusammengeführt.“
  • „Im Dezember 2016 erfolgte die Durchfinanzierung der 2. Stammstrecke München. Diese umfasst ein Paket an Infrastrukurmaßnahmen. Dazu gehören sieben sogenannte „netzergänzende Maßnahmen“ (NEM), so auch der Ausbau der Abzweigstelle Westkreuz (NEM 13). Die Planungen werden unter Berücksichtigung der Inbetriebnahme der 2. Stammstrecke München durchgeführt.
  • Aktuell werden die Planungen der DB Netz AG für die Abzweigstelle Westkreuz und die Planungen der Landeshauptstadt München für die Brückenbauwerke über die Bodenseestraße zusammengeführt.“
  • Gute Übersicht der Planungsstände, Finanzierung und Terminpläne Bahnausbau München

    www.bahnausbau-muenchen.de/Massnahmen.html

    3 Züge pro Stunde auf S-Bahnlinie Nürnberg-Erlangen

    Pressmeldung BMVI vom 26.1.2018:
    „Bund, Freistaat Bayern, Stadt Fürth und Deutsche Bahn haben sich auf Verbesserungen des S-Bahn-Verkehrs im Raum Nürnberg verständigt. An den Gesprächen in Berlin nahmen der geschäftsführende Bundesverkehrsminister Christian Schmidt, der bayerische Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann, Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung, Deutsche Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla und weitere Vertreter der DB teil.

    Ergebnisse:
    Bis zur Inbetriebnahme neuer S-Bahn-Gleise im Raum Nürnberg (Bereich Fürth-Eltersdorf) soll zusätzlicher S-Bahn-Verkehr entlang der bestehenden ICE-Trasse ermöglicht werden.
    Ziel ist, durch eine Interims-lösung die bisher zwei Züge pro Stunde für die S-Bahn Nürnberg-Erlangen auf drei Züge zu erhöhen und damit einem annähernden 20 Minuten-Takt zu schaffen. Dazu sollen bis zum Fahrplanwechsel 2020 die baulichen Voraussetzungen für die Nutzung der bereits erstellten S-Bahn-Gleise im Bereich Fürth-Unterfarrnbach geschaffen werden.

    Als Auftrag aus dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom 9. November 2017 zum Fürther Verschwenk ergibt sich, dass eine ergebnisoffene Prüfung beider Varianten, S-Bahn-Verschwenk oder Ausbau auf Bestandstrasse (Bündelungstrasse), durchgeführt werden muss.
    Bundesverkehrsminister Christian Schmidt:

    Ich freue mich, dass wir gemeinsam mehr Bewegung und Dynamik für den Verkehr in der Region vereinbaren konnten. Die S-Bahn im Raum Nürnberg wird leistungsfähiger. Kurzfristig werden die Voraussetzungen für einen annähernden 20-Minuten-Takt geschaffen. Im Zuge dieser Interimslösung wird auch die Behelfsbauweise des Bahnhof Unterfarrnbach ein schnelles Ende finden. Darüber hinaus brauchen wir einen leistungsfähigen Nord-Ast. Für alle Beteiligten ist klar, dass die Trassenvarianten für neue S-Bahn-Gleise ergebnisoffen geprüft werden.
    Das ist ein gutes Signal für Fürth und seine Pendler. Damit ist klar: Die Bündelungstrasse entlang der Bestandsstrecke ist und bleibt eine gleichberechtigte Option. Diesen Beitrag weiterlesen »

    Landeshauptstadt schuld an Verzögerungen bei der Überwerfung Westkreuz

    Nachdem in Railblog am 24.1.2018 über die von der Landeshauptstadt verursachte Verzögerung beim Ausbau der Strecke Daglfing-Johanneskirchen berichtet wurde (www.railblog.info/?p=17130) wurde heute schon wieder ein S-Bahnprojekt bekannt, welches wegen der Landeshauptstadt München nicht vorwärts kommt. Die Überwerfung Westkreuz, die ein kreuzungsfreies Ausfädelns der Strecke nach Herrsching von der Strecke nach Tutzing ermöglicht. „… Abzweigstelle Westkreuz; da ist eine Eisenbahnüberführung über die Bodenseestraße zu gestalten. Hier wartet die Bahn seit zwei Jahren auf die Einigung mit der Landeshauptstadt über die Ausgestaltung dieser Eisenbahnüberführung.“ (siehe Protokollauszug aus einer Sitzung des Bayerischen Landtags, 7.12.2017: www.bayern.landtag.de/webangebot2/Vorgangsmappe?wp=17&typ=V&drsnr=19493&intranet=#pagemode=bookmarks )

    Es reicht also nicht den schwarzen Peter immer bei der Deutschen Bahn und dem Freistaat zu suchen.

    S-Bahnausbau zwischen Daglfing und Johanneskirchen: Stadt muss endlich Farbe bekennen – Puchheim – myheimat.de

    S-Bahnausbau zwischen Daglfing und Johanneskirchen: Stadt muss endlich Farbe bekennen – Puchheim – myheimat.de, 24.1.2018

    www.myheimat.de/puchheim/politik/s-bahnausbau-zwischen-daglfing-und-johanneskirchen-stadt-muss-endlich-farbe-bekennen-d2849883.html

    Elektrifizierung Lindau-München: Zwei zusätzliche Abschnitte erhalten Baurecht

    Sontheim – Memmingen: 9.1.2018
    Türkheim – Stetten: 19.1.2018: www.eba.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/PF/Beschluesse/Bayern/51_ABS_48_PFA_5.pdf?__blob=publicationFile&v=6
    Von insgesamt 21 Planfeststellungsabschnitten sind nun 12 mit Baurecht und für 9 ist das Baurecht noch ausstehend.
    Siehe: www.abs48.com/Projektstatus

    Münchens OB Reiter setzt sich für höhere GVFG-Mittel ein

    Rathaus-Umsatz, 12.1.2018:
    OB Reiter wendet sich an die Spitzen von SPD, CDU und CSU
    Nachdem sich heute morgen die Spitzen von SPD, CDU und CSU darauf verständigt haben, nach den Sondierungen in Koalitionsverhandlungen eintreten zu wollen, wendet sich Oberbürgermeister Dieter Reiter als Vertreter der größten Kommune in Deutschland mit einem Schreiben an die Vorsitzenden. Nachdem fast drei Viertel der Deutschen in Städten und in den großen Ballungszentren leben, appelliert der Oberbürgermeister, die Bedürfnisse und Lebensrealitäten der betroffenen Menschen vorrangig in den Blick zu nehmen: „Entscheidend ist, dass sich die Menschen das Leben in unserem Land und in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld noch leisten können, dass die soziale Infrastruktur stimmt, dass die kulturelle und bildungspolitische Teilhabe hinreichend gewährleistet ist und die individuelle Mobilität durch öffentliche Verkehrsinfrastruktur sichergestellt ist. Dies bestimmt nicht nur die persönliche Zufriedenheit und die wahrgenommene Beurteilung von Verteilungsgerechtigkeit, sondern auch den Bestand unseres gesellschaftlichen Friedens.“

    Hier ein Auszug aus dem Brief an die Parteivorsitzenden:

    „Ebenfalls einer umfassenden Neuordnung und deutlichen Aufstockung bedarf der gesamte Komplex der Bundesförderung der verkehrlichen Infrastruktur, hier vorrangig des öffentlichen Personennahverkehrs. Hierzu ist das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) inhaltlich auf neue Füße zu stellen und finanziell an die realen Ausbaubedarfe des ÖPNV anzupassen. Selbst vergleichsweise gut ausgestatteten Kommunen wie München ist es nicht im Ansatz möglich, die anstehenden Investitionen in Netze und Linien allein zu stemmen.“

    Wegen zweiter Stammstrecke – Ausbau der S 4 liegt in weiter Ferne – Fürstenfeldbruck – Süddeutsche.de

    SZ, 14.1.18: Wegen zweiter Stammstrecke – Ausbau der S 4 liegt in weiter Ferne – Fürstenfeldbruck – Süddeutsche.de

    www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/wegen-zweiter-stammstrecke-ausbau-der-s-liegt-in-weiter-ferne-1.3824939

    Ergebnis der GroKo-Sondierung: Erhöhung der GVFG-Mittel auf 1 Mrd. Euro ist offiziell

    Ergebnisse der Sondierungsgespräche von CDU, CSU und SPD. Finale Fassung 12.01.2018 :

    Hier die relevanten Textstellen:
    Seite 7: „Wir werden die Mittel für das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) erhöhen und dynamisieren.“ Hier steht allerdings nichts von einem Zeitraum und auch nichts von einem Zielwert. Dazu muss man weiterlesen:
    Seite 16: „Erhöhung der Mittel Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) 2020/21: Summe 2018-21: 1 Mrd. Euro“

    So könnte es gemeint gewesen sein (alle Zahlen in Mio €):
    GVFG-Mittel / Bisher / Neu / Aufstockung
    2018 / 333 / 333 / 000
    2019 / 333 / 333 / 000
    2020 / 333 / 666 / 333
    2021 / 333 / 1000 / 667
    ————————————————————————————————
    Aufstockung 2018-2021: 1000

    BEG veröffentlicht Studie zum Bahnausbau München-Prag

    „Im Rahmen der Studie „Beschleunigung der Verkehre München – Praha“ haben die Bietergemeinschaft SMA, Schüßler-Plan und SUDOP mehrere Varianten mit unterschiedlichen Ausprägungen (mit/ohne Neigetechnik, mit/ohne Kurve Schwandorf etc.) für eine Fahrzeitverkürzung der Relation München – Regensburg – Plzeň – Praha ausgearbeitet. Die Zielfahrzeit liegt bei allen Varianten bei 4 Stunden 15 Minuten. Dies ist gegenüber dem heutigen Fahrplan eine Einsparung von rund eineinhalb Stunden. Die Untersuchungsergebnisse der Sudop-Studie, welche den Infrastrukturausbau in Tschechien untersucht hat, sind in diese Studie mit eingeflossen.“

    Hier die gesamte Studie Beschleunigung der Verkehre München – Praha von Januar 2018

    Hoffnung für Schienennahverkehr in Deutschland: GroKo will GVFG-Mittel auf 1 Mrd. Euro verdreifachen. Aber erst ab 2021!

    Aus den Verhandlungen zur GroKo: Verdreifachung der GVFG-Mittel auf 1 Mrd. Euro geplant. Aber leider erst ab 2021! Das kann man gut versprechen, ist zum Ende der 4-jährigen Legislaturperiode. Da kann leider noch viel dazwischenkommen. Siehe Nahverkehr Hamburg, 11.1.2017: „Bekommt Hamburg mehr Fördergeld für U- und S-Bahn-Ausbau?

    Entsprechende News sind auch in den Kieler Nachrichten vom 11.1.2017.

    Die ursprüngliche Meldung der FAZ, „1 MILLIARDE VON DER GROKO: Geldregen für Busse und Bahnen“ vom 10.1.2017 ist natürlich falsch. Die Mittel nach dem GVFG sind nur für Schienenprojekte im Nahverkehr. $

    Nun ist es höchste Eisenbahn, dass sich die Damen und Herren MdBs auf die Hinterfüsse stellen, und den Sondierern richtig Dampf machen. Bis 2021 können die Ballungsräume nicht mehr warten.

    5,5 Mrd Euro für U-Bahn und Tram in München

    München Merkur, 11.1.2018: „5,5 Milliarden Budget: München geht U9 und Tramtangente im Eiltempo an

    Und SZ, 11.1.2018: „München will 5,5 Milliarden Euro für Ausbau des Nahverkehrs ausgeben“
    Zitat aus SZ-Artikel: „Noch im Januar will sich der Stadtrat mit U-Bahn-Entlastungsspange U9 und der Tram-Nordtangente durch den Englischen Garten befassen. Im Frühjahr soll der Beschluss zur Tram-Westtangente auf die Tagesordnung kommen. Auch über die U4 nach Englschalking im Osten wollen die Stadträte entscheiden, ebenso über die Erschließung von Freiham im Westen mit der U5 sowie den U-Bahn-Ausbau im Münchner Norden (U26) zwischen Kieferngarten und Am Hart. … Er hält die Umsetzung der Vorhaben in den nächsten 20 Jahren für realistisch. Allerdings ist die Finanzierung des Milliardenprojekts noch unsicher. Die Stadt kann diese laut Reiter nicht alleine schultern. Sie ist auf Geld vom Bund und Freistaat angewiesen. SPD und CSU fordern deshalb eine massive Aufstockung der Mittel für den ÖPNV.“

    Fette Stellen nicht im Original, sondern durch den Autor hervorgehoben.

    Wenn das die Stadtratsfraktionionen von SPD und CSU wirklich ernst meinen, dann müssten sie schleunigst versuchen, in den GroKO-Koalitionsverhandlungen Einfluss zu nehmen. Von der CSU hat man schon eine Stellungnahme in diese Richtung gehört, von der SPD habe ich noch nichts gesehen.

    Ausserdem müssten die Stadtratsmitglieder schleunigst ihre Bundestags- und Landtagskollegen angehen, damit die entsprechenden Schienenverkehrsprojekte in die GVFG-Liste aufgenommen werden. In der neusten mir verfügbaren GVFG-Liste 2016-2020 (GVFG-Bundesprogramm 2016-2020 Bayern) sind nur enthalten:
    Verlängerung der U5 von Laimer Platz bis Pasing, der U4 bis Engelschalking und der U6 bis Martinsried. Münchner Tramprojekte sind keine enthalten, ebenso fehlen die U9 und die U5 zwischen Pasing und Freiham.

    Kommentar – Projekt Bahnhof Breitenau mit langer Wartezeit

    Kommentar – Projekt mit langer Wartezeit – Dachau – Süddeutsche.de
    SZ, 9.1.18:
    www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/kommentar-projekt-mit-langer-wartezeit-1.3818366

    Ein neuer Halt Breitenau an der S-Bahn nach Altomünster

    Nahverkehr – Guter Plan, ohne die Bahn – Dachau – Süddeutsche.de SZ, 9.1.18: www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/nahverkehr-guter-plan-ohne-die-bahn-1.3818356
    Und SZ-Kommentar dazu

    S4-Ausbau: Regierungspartei CSU gibt offiziell zu, dass andere S-Bahnprojekte durch 2. Stammstrecke verzögert werden

    Hier die Protokolle des Ablehnungsbeschlusses von Wirtschaftsausschuss und Finanzausschuss zum SPD-Antrag, den Ausbau der S4 voranzutreiben.
    Protokoll des Wirtschaftsausschusses vom 26.10.2017: Auszug Protokoll Wirtschaftsausschuss S4 vorantreiben 26 10 2017
    Ich zitiere MdL Otmar Bernhard (München-West, sein Stimmkreis ist mit den Stationen Aubing und Leienfelsstrasse betroffen):
    „Der Freistaat finanziere die zweite Stammstrecke mit einem riesigen Geldbetrag vor. Ob dieser Betrag jemals zurückbezahlt werde, sei ungewiss. … für einen früheren Ausbau des Westasts der S4 bestehe finanziell kein Spielraum.“

    Und hier das Protokoll des Finanzausschusses vom 28.11.2017: Auszug Protokoll Finanzausschuss S4 Vorantreiben 28 11 2017

    S-Bahn Ausbau München: Alter Wein in neuen Schläuchen

    *Bahnknotenkonzept der Staatsregierung, ergänzt mit Olympiapaket*
    1. Ministerrat 23.3.2010: www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzungteil-1/?seite=1617
    2. Landtagsbeschluss 14.10.2010: www.reinhold-bocklet.de/pdf/bahnknoten150410.pdf
    3. Peter Göttler, Bayerisches Wirtschaftsministerium 6.12.2011: www.region-muenchen.com/aktuell/termine/pa061211/Vortrag_Goettler_PA_111206.pdf
    „Folgende vorrangige Projekte des Konzepts sollen bis zum Jahr 2020 umgesetzt oder zumindest begonnen werden:
    • 2. Stammstrecke
    • Verbesserung der Schienenanbindung des Flughafens München mit den Maßnahmen Ausbau Daglfing – Johanneskirchen, Neufahrner Kurve, Erdinger Ringschluss mit Walpertskirchner Spange,
    • ABS 38 München – Mühldorf – Freilassing
    • S7-Verlängerung nach Geretsried
    • 4-gleisiger Ausbau S 4 Pasing – Eichenau
    • Sendlinger Spange“

    13-Punkte-Sofortprogramm der Staatsregierung, 9.05.2012: www.bayern.de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-120/?seite=1617
    1. Wendegleis Weßling
    2. Abzweigung Westkreuz
    3. LZB Pasing
    4. Bahnsteig Markt Schwaben
    5. 140km/h Flughafen
    6. Sendlinger Spange
    7. S7-Verlängerung
    8. Linie A
    9. Werk Steinhausen
    10. Neufahrner Kurve (1. Baustufe Erdinger Ringschluss)
    11. Lückenschluss Erding (2. Baustufe Erdinger Ringschluss)
    12. Walpertskirchner Spange (3. Baustufe Erdinger Ringschluss)
    13. Barrierefreier Ausbau (2013-2017)
    „… Dazu gehören die Zurverfügungstellung ausreichender Züge, technische Verbesserungen, z.B. bei der Signaltechnik und eine bessere Personalausstattung. … Die weiteren Maßnahmen des Bahnknoten Konzepts, wie der *Ausbau der Strecke S 4* und der *Strecke Johanneskirchen-Daglfing*, sollen ebenfalls rasch vorangetrieben werden. Zudem soll die Errichtung eines *Regionalzughalts Poccistraße *mit der Zielsetzung bewertet werden, ob hierdurch das Bahnknoten-Konzept der Bayerischen Staatsregierung ergänzt werden kann …“

    4- oder 3-Phasenprogramm zum Ausbau der Münchner S-Bahn, im Dezember 2016 angekündigt (Link des BR funktioniert nicht mehr). 4-Phasenprogramm angekündigt im Münchner Merkur vom 16.2.2017: www.merkur.de/bayern/neues-4-phasen-programm-fuer-nahverkehrsausbau-7409370.html

    Erster Entwurf 3-Phasenprogramm aus dem Münchner Merkur vom 25.6.2017: www.merkur.de/bayern/wegen-zweiter-stammstrecke-bahn-verschiebt-viele-bau-projekte-8431918.html
    Phase 1 – vor Inbetriebnahme der zweiten Stammstrecke:
    · Neufahrner Kurve (2018)
    · Erweiterung S-Bahn-Werkstatt Steinhausen (2020)
    · zusätzlicher Bahnsteig Markt Schwaben (2020)
    · Netz-Ausbau Abzweigstelle Flughafen S1/S8 (2021)
    · Sendlinger Spange, Baustufe 1 (2022/24)
    · Wendegleis Weßling (2023)
    · Bahnsteigquerung Hbf (2024)
    · Bahnsteig Gleis 1 Fürstenfeldbruck

    Phase 2 – mit Inbetriebnahme:
    · Abzweigstelle Westkreuz
    · Linienförmige Zugbeeinflussung westlich Pasing
    · zweites Gleis Steinebach-Seefeld-Heckendorf
    · zweites Gleis St. Koloman
    · Bahnsteigertüchtigung Geltendorf-Buchloe für Regional-S-Bahn
    · Elektrifizierung Ebersberg-Wasserburg

    Phase 3 – nach Inbetriebnahme:
    · Regionalzughalt Poccistraße (2028)
    · Lückenschluss Flughafen-Erding (2026)
    · S7-Verlängerung Geretsried (2027)
    · München-Mühldorf-Freilassing (2030)
    · Walpertskirchner Spange (2027)
    · Ausbau S4 West bis Eichenau (2030)
    · Ausbau S8 Daglfing-Johanneskirchen (2030)
    · Ausbau S2 West Dachau-Petershausen (keine Angabe mit Jahreszahl)
    · Netz-Ausbau München-Freising-Landshut (k. Ang.)
    · Elektrifizierung Oberlandnetz und Pfaffenwinkelbahn (k. Ang.)
    · Ausbau Nordring (k. Ang.)
    · (Aus-)bau U4, U9, U5 (k. Ang.)

    Bayerische Staatsregierung, 13.8.2017: www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0018058.pdf
    Ohne zu beantworten, ob der Münchner Merkur die Liste korrekt zitiert hat, oder nicht, hat die Bayerische Staatsregierung im August 2017 „Einzelheiten zum neuen Programm und somit der Zukunft des Schienenverkehrs in der Metropolregion München .. nach der Sommerpause .. in Aussicht gestellt“

    Staatsregierung, 24.11.2017: Verkehrspakt München: www.bayern.de/verkehrspakt-grossraum-muenchen/
    Neben der ÖPNV sind dort auch (oder sogar vor allem) Strassenverkehrsprojekte enthalten. Allerdings sehr schwammig. „Wir haben eine starke Agenda ausgearbeitet.“ Und die ist?

    „Verschiedene Arbeitsgruppen werden sich laut Herrmann mit fachlichen und regionalen Verkehrsthemen und -projekten befassen und zügig passgenaue Lösungen erarbeiten.“ Was zügig heisst, wissen wir ja inzwischen. Beispiel S4-Ausbau, 13.5.2014: www.bayern.de/herrmann-beim-ortstermin-an-der-s-4/?seite=1579: „Jetzt geht es für den bayerischen Verkehrsminister darum, die notwendigen Planungen für den dreigleisigen Ausbau der S4 schnellstmöglich voranzubringen. … Ich erwarte von der Deutschen Bahn, dass sie rasch einen Zeitplan für den Streckenausbau vorlegt. …“ Nicht einmal die erste Planungsphase, Grundlagenermittlung wurde gestartet, auf den Zeitplan warten wir mehr als 3 ½ Jahre später immer noch.

    Für mich ist das alles ein völlig konzeptloses Vorgehen. Was sind die Kriterien, nach denen die Priorität von S-Bahnprojekten beurteilt wird (Verspätungsanfälligkeit, Fahrgastzahlen, zu hohe Auslastungen in den Spitzenstunden)? Insofern war das Vorgehen das Bundesverkehrsministerium bei der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplan – bei aller berechtigter Kritik – transparenter und viel rationaler. Bevor die Projekt-Liste aufgestellt wurde, hat man sich auf eine Grundkonzeption (Kurzfassung: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/bvwp-2015-grundkonzeption-kurzfassung.pdf?__blob=publicationFile und Langfassung: www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/bvwp-grundkonzeption-langfassung.pdf?__blob=publicationFile) geeinigt.
    „Die Grundkonzeption steckt dafür zunächst die Ziele des neuen BVWP 2015 ab: Wo wollen wir hin? Ausgehend davon werden die Verkehrsnetze des Bundes bezüglich dieser Ziele auf ihren Zustand und mögliche Mängel untersucht: Wo stehen wir? Auf diese Weise kann der dringende Handlungsbedarf bestimmt werden. Ausgehend von diesen Grundlagen wird der Untersuchungsrahmen des BVWP 2015 abgesteckt und eine Priorisierungsstrategie entwickelt, die das Herzstück der neuen Grundkonzeption darstellt: Was müssen wir tun? …

    „Vordringlicher Bedarf Plus (VB+): Aufgrund der prognostizierten Überlastungen der Verkehrsnetze ist die Engpassbeseitigung das zentrale Kriterium für die Einstufung in die höchste
    Dringlichkeitskategorie.“ Hier wäre bei den S-Bahnprojekten die Auslastung gefragt, welche nicht durch Verlängerung von Zügen beseitigt werden kann. Auch der Verspätungsanfälligkeit wäre zu beachten (zu hohe Streckenauslastung wegen Mischverkehr, eingleisigen Strecken). Die Frage muss jedoch auch lauten, wieviel Fahrgäste von Verspätungen betroffen sind etc. etc.

    Aber unter König Seehofer und Superminister Herrmann braucht man kein Konzept ….

    Augsburg-Donauwörth-Neuburg: Mein ziemlich verrücktes Leben als Bahnpendler

    Augsburger Allgemeine 2.1.2018

    Tuttlingen: Aufzüge im Tuttlinger Bahnhof weiter außer Betrieb

    Tuttlingen: Aufzüge im Tuttlinger Bahnhof weiter außer Betrieb
    Schwäbische, 28.12.17:
    www.schwaebische.de/region_artikel,-Aufzuege-im-Tuttlinger-Bahnhof-weiter-ausser-Betrieb-_arid,10794362_toid,705.html
    Und Kommentar dazu: www.schwaebische.de/region_artikel,-Unfassbar-unfaehig-_arid,10794364_toid,705.html

    Augsburg nach Fertigstellung Stuttgart 21: Fernzüge bremsen den Nahverkehr aus

    Augsburger Allgemeine, 27.12.2017:

    Ideen für den Nahverkehr – Der U-Bahn-Visionär – Starnberg – Süddeutsche.de

    Ideen für den Nahverkehr – Der U-Bahn-Visionär – Starnberg – Süddeutsche.de
    SZ, 29.12.17:
    www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/ideen-fuer-den-nahverkehr-der-u-bahn-visionaer-1.3809363

    Neuausschreibung Netz Chiemgau-Berchtesgaden

    Siehe Pressemeldung der BEG vom 19.12.2017. Ausserdem wurden die vorgesehenen Fahrplantabellen veröffentlicht: Fahrplan Freilassing Berchtesgaden 2022 Ausschreibung Netz Chiemgau Berchtesgaden 2017 12 15

    Fahrplan Traunstein Rupolding 2023 Ausschreibung Netz Chiemgau Berchtesgaden 2017 12 15

    Hier die Pressemeldung im Wortlaut:
    Bayerische Eisen­bahn­ge­sell­schaft (BEG) schreibt die Regio­nal­ver­kehre im Netz Chiemgau-Berch­tes­gaden aus
    Fortführung des bewährten Fahrplan­kon­zeptes / Umwelt­freund­liche Elektro­fahr­zeuge / Umfas­sender Service für die Fahrgäste

    MÜNCHEN. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft, die den Regional- und S-Bahn-Verkehr plant, finanziert und kontrolliert, schreibt die Regionalverkehre im Netz Chiemgau-Berchtesgaden aus. Die Vergabe der Leistungen erfolgt in einem europaweit bekanntgemachten sogenannten offenen Vergabeverfahren. Angebote können bis August 2018 abgegeben werden. Der Zuschlag erfolgt voraussichtlich im Oktober 2018.

    Die Vertragslaufzeit erstreckt sich über den Zeitraum von 14 bzw. 15 Jahren und sieht eine Betriebsaufnahme in zwei Betriebsstufen vor. Das Netz umfasst insgesamt 0,7 Mio. Zugkilometer pro Jahr und besteht aus den Bahnstrecken Freilassing – Bad Reichenhall – Berchtesgaden (Betriebsaufnahme im Dezember 2021) sowie Traunstein – Ruhpolding (Betriebsaufnahme im Dezember 2022).

    Fahrplanangebot
    Auf beiden Strecken soll das aktuelle Fahrplanangebot auch in Zukunft grundsätzlich fortgeführt werden. Auf der Strecke Freilassing – Berchtesgaden besteht ein Stundentakt, der in Freilassing auf die Anschlüsse von und zum Meridian Richtung Traunstein – Rosenheim – München ausgerichtet ist. Zwischen Freilassing und Bad Reichenhall verkehren weitere Züge ebenfalls stündlich, die den Fahrplan hier auf einen 20/40-Minuten-Rhythmus verdichten und in Freilassing die Anschlüsse von und zu den Fernzügen Richtung München – Frankfurt herstellen. In das Fahrplanangebot ist zudem weiterhin der „IC Königssee“ integriert. Dieser durch die DB betriebene Zug bindet das Berchtesgadener Land umsteigefrei an Norddeutschland an und ist nicht Gegenstand des Wettbewerbsprojektes. Zwischen Traunstein und Ruhpolding verkehren die Züge ebenfalls im Stundentakt mit guten Anschlüssen morgens Richtung München und nachmittags von München. Einzelne weitere Züge bieten in Traunstein zusätzliche Anschlüsse von und zu den für den Urlaubsverkehr wichtigen Fernzügen Richtung Frankfurt, Dortmund und Hamburg. Diesen Beitrag weiterlesen »

    S4-Fahrplan nach Elektrifizierung & nach Eröffnung der 2.Stammstrecke

    Ab Ende 2020: – Ein Regionalzuhalt in Bruck pro Stunde & Richtung.
    – Durchgehender 20-Minuten-Takt bis Grafrath statt Buchenau?
    Ab 2026: 15-Minuten-Takt bis Grafrath doch nur in den Stosszeiten statt ganztägig?
    Gemäß einer Netzgrafik, welche in der Ausschreibung Augsburger Netze enthalten ist, ist mit der Elektrifizierung München-Lindau (Dezember 2020) geplant, daß die stündlichen Regionalzüge Buchloe-München (Vorortverkehr München-Buchloe) neu in Fürstenfeldbruck halten werden. Allerdings wird dieser Halt entfallen, wenn statt des elektrischen Zuges ein paar Einzelzüge pro Tag München-Buchloe-Füssen gefahren werden. Wenn die Netzgrafik nicht falsch ist, wird es mit der Elektrifizierung einen ganztägigen 20-Minuten-Takt der S4 bis Grafrath geben (statt bisher nur bis Buchenau). Hier die Netzgrafik Betriebsstufe 2 : www.railblog.info/wp-content/uploads/2017/12/Fahrplan-M%C3%BCnchen-Buchloe-Betriebsstufe-2-Elektrifizierung-2017-10-23.pdf
    Gleichzeitig gibt es jedoch auch eine Enttäuschung: Gemäss Zieltaktfahrplan Bayern 2030 des BMVI ( www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/zieilfahrplan-2030-bayern.pdf?__blob=publicationFile ) wäre mit Eröffnung der 2. Stammstrecke ein ganztägiger 15-Minuten-Takt bis Grafrath vorgesehen gewesen. Gemäss Netzgrafik Betriebsstufe 3 (nach Eröffnung der 2. Stammstrecke: www.railblog.info/wp-content/uploads/2017/12/Fahrplan-M%C3%BCnchen-Buchloe-Betriebsstufe-3-mit-2ter-Stammstrecke-2017-10-23.pdf) gilt der 15-Minuten-Takt nur bis Buchenau, nur in den Hauptverkehrszeiten bis Grafrath.
    Ich hab heute ein Mail an das STMI losgeschickt, um Klarheit zu erhalten.

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