Autorenarchiv

Bayerischer Staatsregierung zur 2. Stammstrecke: Ein Lügenkabinett?

Joachim Herrmann (sitzend) unterzeichnet Durchfinanzierungserklärung für die 2. Stammstrecke. Im Hintergrund: Ministerpräsident Horst Seehofer. Von ihrer Zusage, dass die 2. Stammstrecke andere Bahnprojekte nicht beeinträchtigen würden, haben sie sich schon verabschiedet. Quelle: Staatskanzlei

Näheres dazu im Myheimat vom 18.2.2017.

Historisches: Fahrgastzahlen S-Bahn München Herbst 1992

Aus der MVV Broschüre: „Verkehrsaufkommen S-Bahn Erhebungen 1992-1994“

Zweite Münchner S-Bahnstammstrecke: Ohne Streckenausbau massive Verschlechterung für Pendler entlang S4-West und aus dem Allgäu

Praktisch unbeachtet von Presse und Politik hat die Staatsregierung um die Jahreswende ein neues Nutzen-Kosten-Gutachten für die Zweite Münchner Stammstrecke veröffentlicht. Auf dem ersten Blick bringt dieses neue Konzept auch für die S4-Pendler Verbesserungen. Die S4 aus Geltendorf soll statt bisher alle 20 Minuten neu alle 15 Minuten verkehren, und daneben ist erstmals auch eine Express-S-Bahn ab Buchloe durch die 2. Stammstrecke vorgesehen. Erst ein genaueres Studium dieses Gutachtens deckt jedoch auf: In der Spitzenstunde am Morgen, wenn die Züge schon heute überfüllt sind, werden statt bisher neun S-Bahn- und Regionalzügen nur noch acht verkehren! Dies zeigt mit aller Deutlichkeit. Der mehrgleisige Ausbau der S4-West muss gleichzeitig mit der Zweiten Stammstrecke fertiggestellt werden. Den ganzen Beitrag lesen Sie in Myheimat vom 11.2.2017.

Fahrtrassenkonflikt bei Nutzung von Gleis 1 in Fürstenfeldbruck für Regionalzüge

Diese Skizze zeigt, dass die Ertüchtigung von Gleis 1 in Fürstenfeldbruck für Regionalzüge stadteinwärts zum zweimaligen Kreuzen des Gegengleises führt.

pdf icon Skizze-Gleisgeometrie-Bahnhof-Fürstenfeldbruck.pdf
Danke für die Quelle: http://www.ropix.de/gleisplan/MVV/

Elektrifizierung der Bahnstrecke München–Lindau schon wieder im Verzug?

Seihe Beitrag von Pro Bahn Post Oberbayern, Januar 2017

Ernüchternde Bilanz Seehofers Staatsregierung bei Bayerns Schienenverkehrsprojekten

Beitrag in Myheimat vom 28.1.2017

Pünktlicher auf getrennten Wegen: Linienäste der S7 nach Wolfratshausen und Kreuzstsrasse (wieder) trennen

SZ, 24.1.2017: www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/ schaeftlarnpullach-schneller-auf-getrennten-wegen-1.3347559

CSU will Bau der Trambahn-Westtangente zustimmen: PROJEKT WIRD WOHL ERST NACH 2. STAMMSTRECKE UMGESETZT

Merkur, 5.12.2016

2. Stammstrecke und Bundeshaushalt: Wer A sagt muss auch B sagen. CSU und SPD müssen für Aufstockung der Bundesmittel sorgen, sonst bleibt Schienennahverkehr auf der Strecke

2. Stammstrecke und Bundeshaushalt: Wer A sagt muss auch B sagen. CSU und SPD müssen für Aufstockung der Bundesmittel sorgen, sonst bleibt Schienennahverkehr auf der Strecke: Siehe Beitrag in myheimat vom 3.12.2016

Bundeshaushalt 2017: Wann stellt Bundesregierung Signale für S4-Ausbau endlich auf grün?

Offener Brief an Bayrische Bundestagsabgeordnete im Vorfeld der Bundestagsabstimmung über den Haushalt 2017 am 25.11.2016: Siehe my-heimat, 23.11.2016

Kommunalpolitiker und Umweltschützer fordern zusätzliches Bundes-Geld für S-Bahn-Ausbau

SZ, 22.11.2016

Münchens S-Bahnausbau darf nicht bei 2. Stammstrecke stehenbleiben

Bayerische Bundestagsabgeordnete müssen unbedingt höhere Mittel im Haushalt 2017 fordern
Offener Brief an sämtliche bayrischen Bundestagsabgeordnete

Myheimat, 17.11.2016

Dobrindt beschleunigt Planung von 21 Schienenprojekten: Markt Schwaben – Freilassung dabei

Daneben sind auch die Truderinger und Daglfinger Kurven:
[image: Wortbildmarke: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur] —————————— *Erscheinungsdatum* 07.11.2016 *Laufende Nr.* 172/2016 Dobrindt beschleunigt Planung von 21 Schienenprojekten
Bundesverkehrsminister Dobrindt beschleunigt die Planung von 21 neuen Schienenprojekten. Hierfür stellt *Dobrindt* 138 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm der Bundesregierung bereit. Bei den Projekten handelt es sich um künftige Vorhaben aus dem derzeit geltenden Bedarfsplan für die Bundesschienenwege. Sie befinden sich bereits in der Vorplanung. Bund und Bahn haben eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der nun die Entwurfs- und Genehmigungsplanungen finanziert werden.
*Dobrindt:*
Mit dem Investitionshochlauf steht mehr Geld für die Infrastruktur bereit, als je zuvor. Um damit zügig Aus- und Neubauvorhaben auf der Schiene realisieren zu können, beschleunigen wir die Planung von 21 wichtigen neuen Projekten. Unser gemeinsames Ziel mit der DB ist es, Baurecht für diese Projekte zu schaffen. Anschließend können sie finanziert und begonnen werden.
*Rüdiger Grube*, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn:
Die Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Infrastruktur. So können wir die Planungen forcieren und die Infrastruktur im Sinne unserer Kunden weiterentwickeln.
Die Projekte haben ein Investitionsvolumen von insgesamt rund 10 Milliarden Euro.
Zu den Vorhaben gehören der Ausbau von Knoten in Frankfurt, Hamburg, dem Rhein-Ruhr-Raum und München sowie die Auflösung von Engpässen zwischen Karlsruhe und Basel, Frankfurt und Mannheim, Hanau und Gelnhausen, Uelzen und Stendal sowie Ebensfeld und Nürnberg. Ebenso wird der Ausbau der Strecke München – Mühldorf – Freilassing sowie die Elektrifizierung von Hof über Marktredwitz bis zur deutsch-tschechischen Grenze zur Baureife gebracht.
Die Planungsvereinbarung mit der DB ist ein weiterer Baustein des „Aktionsplans Schiene“, mit dem Bundesminister *Dobrindt* die Bahn zukunftsfest macht. Dazu zählen – neben Modernisierung und Digitalisierung – Investitionen auf Rekordniveau.
Allein in die derzeit laufenden Maßnahmen des Bedarfsplans Schiene werden ab 2016 in den kommenden Jahren 9,2 Milliarden Euro investiert. Interne Links
– Weitere Informationen zum Thema „Schienenverkehr“
Anlagen
– Liste der Schienenprojekte (PDF, 54 KB) (nicht barrierefrei)

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Durchfahren ist keine Lösung

SZ, 2.11.2016: www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/ kommentar-worte-ohne-wirkung-1.3232022 Und www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/s- bahnverkehr-durchfahren-ist-keine-loesung-1.3232010

Geotechnische Untersuchung für die Ausbaustrecke München – Mühldorf

Pressemeldung der Deutschen Bahn vom 27.10.2016: www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/12585848/10_27_Bahn_geht_oberbayerischem_Baugrund_auf_den_Grund.html?start=0&itemsPerPage=50 27.10.2016 München Bahn geht oberbayerischem Baugrund auf den GrundGeotechnische Untersuchung für die Ausbaustrecke München – Mühldorf – Salzburg • Bessere Kostenabschätzung und mehr Sicherheit beim späteren Bauablauf Die Planungen für den weiteren Ausbau der Strecke München – Mühldorf – Freilassing erreichen den nächsten Meilenstein. Im Zeitraum November 2016 bis April 2017 werden zwischen Markt Schwaben bis Dorfen weitere umfangreiche geotechnische Untersuchungen innerhalb und außerhalb des Gleisbereichs ausgeführt. Diese detaillierte Untersuchung des Baugrundes hilft, die weitere Entwurfs- und Genehmigungsplanung besser zu validieren und die Kostenschätzung noch belastbarer zu machen. In Absprache mit dem Bund hat die DB Netz AG damit Elemente für die spätere konkrete Genehmigungsphase vorgezogen. Zusätzlich nutzt die Bahn einige der Bohrungen, um diese zu dauerhaften Grundwassermessstellen auszubauen. Dieses Monitoring kommt den Kommunen und Anwohnern dann auch im späteren Bauverlauf zu Gute. Leider lässt es sich wegen der Arbeiten innerhalb des Gleisbereiches nicht verhindern, dass die Strecke zeitweise gesperrt werden muss und einzelne Zugverbindungen entfallen. Nach derzeitigem Planungsstand wird dies aber nur spätabends und evtl. frühmorgens der Fall sein. In diesen Fällen sorgt die Südostbayernbahn für einen Schienenersatzverkehr. Die Fahrgäste werden frühzeitig unterrichtet, außerdem sind entsprechende Fahrplanabweichungen in unseren digitalen Fahrplänen (www.bahn.de sowie der App DB-Navigator) hinterlegt. – Geotechnische Untersuchungen außerhalb des Gleisbereichs: 07. November 2016 – 13. Februar 2017. Arbeiten nur tagsüber. – Geotechnische Untersuchungen innerhalb des Gleisbereichs: 9. Februar 2017 bis 4. April 2017. Arbeiten werden überwiegend in den Nachtstunden von 22 Uhr bis 5 Uhr stattfinden. Lärmmindernde Arbeitsausführung – temporärer Baulärm möglich. Dr. Ralf Wiedenmann Müliwiesstr. 77 CH-8487 Zell ZH Schweiz Tel. +41 79 458 94 02

S4-Ausbau muss unbedingt gleichzeitig mit 2. Stammstrecke erfolgen

Sonst resultieren noch stärker überfüllte Züge als Kollateralschaden der 2. Stammstrecke

Der Beschluss zur Realisierung und Finanzierung zur 2. Stammstrecke wird auch von uns begrüsst. Allerdings ist dieser mit gravierenden Nachteilen für die S4-Pendlern verbunden, wenn es nicht gelingt, die Strecke Pasing-Buchenau rechtzeitig zur Eröffnung der 2. Stammstrecke (vsl. 2026) auszubauen.

In einer bis vor Kurzem geheim gehaltenen Studie zur 2. Stammstrecke wird bestätigt: Nach Eröffnung der zweiten Stammstrecke wird die S4 West noch voller, als sie heute schon ist. Die Strecke zwischen Leienfelsstrasse und Pasing wird zur am stärksten überfüllten Strecke im gesamten Münchner S-Bahnnetz. Statt bisher sechs Züge pro Stunde werden nur noch fünf verkehren. In der zitierten Studie heisst es dazu lapidar: „Diese Überlastungen müssen hingenommen werden, da ohne weiteren Infrastrukturausausbau keine Taktverdichtung … möglich ist“. Umso dringender ist es jetzt, den S4-Ausbau wie Bayerns Innenminister im Mai 2014 versprochen hat, zu beschleunigen, damit der Streckenausbau zwischen Pasing und bis Buchenau bis spätestens 2026 gleichzeitig mit der 2 Stammstrecke fertiggestellt wird. Die Deutschen Bahn, die Planung und Bau vorantreibt, muss dem S4-Ausbau dringend eine höhere Priorität einräumen. Die Staatsregierung, welche die Planung mit 12,3 Millionen Euro finanziert, darf die Ausrede der Bahn, die Planung hätte sich wegen unzureichende Planungskapazitäten verzögert nicht länger hinnehmen und dem Grundsatz „wer zahlt befiehlt“ Folge leisten. Ausserdem hoffen wir, dass die Staatsregierung ihr Wort hält, und die kürzlich beschlossene Finanzierung der 2. Stammstrecke den S4-Ausbau nicht beeinträchtigt. Bisher hat sich die Staatsregierung bezüglich S4-Ausbau nämlich nur durch leere Versprechungen und Falschaussagen hervorgetan.

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Freistaat Bayern und Bund einigen sich auf Bau der 2. S-Bahn-Stammstrecke in München

Pressemeldung der Staatskanzlei vom 25.10.2016
Ministerpräsident Seehofer: „Quantensprung für den öffentlichen Personennahverkehr in Bayern“/ Bund wird 60 Prozent der förderfähigen Baukosten tragen
25. Oktober 2016
Als „Quantensprung für den öffentlichen Personennahverkehr in Bayern“ hat Ministerpräsident Horst Seehofer den Start für die 2. S-Bahn-Stammstrecke bei der Unterzeichnung einer Realisierungsvereinbarung zwischen dem Freistaat Bayern und dem Bundesverkehrsministerium bezeichnet. Seehofer: „Mit der 2. S-Bahn-Stammstrecke erhält der Schienennahverkehr im Großraum München eine zweite Hauptschlagader. Das lässt Hundertausende Pendler aufatmen. Das Projekt macht den öffentlichen Personennahverkehr im gesamten Verbundgebiet leistungsfähiger, zuverlässiger und attraktiver. Gleichzeitig wird damit auch die Verkehrssituation auf der Straße spürbar entlastet.“ Diesen Beitrag weiterlesen »

Startschuss für Bauarbeiten am Bahnknoten Lindau

Schwaebische, 24.10.2016: www.schwaebische.de/region/bayern_artikel,- Startschuss-fuer-Bauarbeiten-am-Bahnknoten-Lindau-_arid, 10550334_toid,441.html Schwaebische, 22.10.2016: themenwelten.region.schwaebische.de/6568-der-neue- bahnknoten-lindau?utm_source=schwaebische&utm_medium= native%20ad&utm_campaign=sonderthemen

Tieferlegung der Gleis in Oberschleißheim – Studie kommt auf Kostenexplosion

SZ, 23.10.2016: www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/obersc hleissheim-studie-kommt-auf-kostenexplosion-1.3218548 Erstaunlich: In diesem Artikel wird zwar erwähnt, dass es sich bei der Strecke von München nach Freising um eine der am stärksten belasteten Bahnstrecken in ganz Bayern handelt. Es ist ein Armutszeugnis für Bahn und die Verkehrspolitik, dass die Bahn keinerlei Ausbaumassnahmen plane. Die Strecke der S1 nach Freising gehört mit 31800 Fahrgästen pro Werktag im Querschnitt zwischen Oberschleissheim und Feldmoching nach der S4 mit 32200 Fahrgästen zwischen Aubing und Leienfelsstr. zu den am stärksten ausgelasteten S-Bahnaussenästen ohne 10-Minuten-Takt. Siehe: www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucks , Seite 5. Beide Strecken sind ausserdem ohne Perspektive auf eine Express-S-Bahn sollte die 2. Stammstrecke gebaut werden. Die Entscheidung über die 2. Stammstrecke fällt angeblich in den nächsten sieben Tagen. Seehofer verspricht Entscheidung über Realisierung und Finanzierung der 2. Stammstrecke bis Oktober 2016 (siehe Protokoll des Landtagsplenums vom 28.9.2016: www1.bayern.landtag.de/ElanTextAblage_WP17/0000.pdf, Seite 6936).

Eck setzt voll auf Schiene: Studie zu Ostkorridor Uelzen Regensburg Adriahäfen

Pressemitteilung STMI, 19.10.2016: www.stmi.bayern.de/med/ pressemitteilungen/pressearchiv/2016/380/index.php „Bayerns Innen- und Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck hat heute gemeinsam mit den Städten Burghausen, Regensburg und Hof eine Studie vorgestellt, wie der sogenannte Ostkorridor leistungsfähig ausgebaut werden kann. Der Ostkorridor verläuft von den deutschen Seehäfen über Uelzen, Stendal, Reichenbach/Vogtland nach Hof, Regensburg und Burghausen und geht weiter über Salzburg bis zu den Nordadriahäfen. “In Bayern wird bis zum Jahr 2025 ein Wachstum der Verkehrsleistung um rund 50 Prozent vorausgesagt. Wir müssen daher auch den Güterverkehr noch mehr auf umweltfreundlichere Verkehrsträger verlagern“, so Eck heute in Regensburg.“ Pressemeldung, Stadt Hof, 20.10.2016: www.stadt-hof.de/hof/ hof_deu/aktuelles/gemeinsam-fuer-eine-leistungsfaehige- schienenverbindung-bayerns.html Resolution an die Bundesregierung: www.stadt-hof.de/hof/ media/files/aktuell/160919_Resolution_18_PM_Content.pdf PS: Allerdings kommt man von Regensburg über Burghausen NICHT nach Salzburg. Die Strecke Mühldorf-Burghausen ist eine Stichbahn und zweigt in Tüßling von der Strecke Mühldorf-Freilassing ab. Nur diese geht nach Salzburg weiter.

Die Hoffnung stirbt zuletzt: Seehofer hat Entscheidung über 2. Stammstrecke für Oktober versprochen

In Seehofers Regierungserklärung im Landtagsplenum vom 28.9.2016 steht es nun schwarz auf weiss: „Im Oktober steht die Entscheidung über die zweite Stammstrecke an. Die Verfahren sind durchgeführt. Es geht jetzt schlicht und einfach um die Finanzierungsvereinbarung. Sie ist für Oktober dieses Jahres beabsichtigt.“ Siehe: Link

Solche Absichtserklärungen gab es bisher am Laufmeter (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Am 8.4.2011 verkündet die Deutsche Bahn: „Bayern und die Bahn schieben wichtiges Infrastrukturprojekt im Freistaat an: Neue Stammstrecke soll 2017 fertig sein“ (siehe Link)

Am 27.11.2012 lässt Verkehrsminister Zeil verlautet: „Der Weg für die 2. Stammstrecke ist frei. Durchbruch: Freistaat Bayern und Bund erzielen Einigung über die Finanzierung der Baukosten der 2. Stammstrecke“ (siehe Link)

16.1.2013: „Durchbruch: Freistaat Bayern und Bund erzielen Einigung über die Finanzierung der Baukosten der 2. Stammstrecke“ (siehe Link)

15.7.2014: „Damit wir endgültig über die Realisierung der 2. Stammstrecke bis spätestens Mitte des kommenden Jahres [d.h. Mitte 2015] entscheiden können, soll die Deutsche Bahn noch eine sachgerechte Kostenermittlung unter Einbeziehung von ersten Ausschreibungsergebnissen für Hauptbaumaßnahmen erstellen“, erläuterte Herrmann gemäss Link

24.10.2014: „Bahn trödelt bei zweiter Stammstrecke“: SZ

7.12.2014: „Hier [d.h. in Bezug auf die 2. Stammstrecke] muss 2015 die Finanzierungs- und Bauentscheidung fallen“ (siehe Link)

26.5.2015: „Unklare Finanzierung des zweiten S-Bahn-Tunnels“ (siehe SZ): „Bislang hatten Freistaat und Stadtspitze erklärt, die Frage werde voraussichtlich Mitte 2015, vielleicht aber auch erst im Herbst geklärt werden. Nun aber nennen zwei Männer, die es wissen müssen, einen weiteren Termin: Der Freistaat strebe für „Ende 2015/Anfang 2016“ die endgültige Finanzierungsentscheidung an, schreiben Albert Scheller und Frank Kutzner in einem Beitrag für das Fachblatt Eisenbahntechnische Rundschau (ETR).“

6.7.2015: „Die voraussichtliche Entscheidung werde nicht vor dem zweiten beziehungsweise dritten Quartal 2016 möglich sein“ (siehe Link)

Und nun soll in den nächste 11 Tagen eine Entscheidung fallen. Wir sind gespannt.

Stuttgart machts vor: Eine solche ÖPNV-Initiative wäre auch für München angesagt

17.10.2016: Verband Region Stuttgart (VRS) gibt ÖPNV-Pakt bekannt: www.zughalt.de/2016/10/vrs-gibt-oepnv-pakt-bekannt/#more-53080

Bundesprogramm für Investionen in Schienenpersonennahverkehr wird über 2019 hinaus verlängert

Pro Bahn, 17.10.2016: www.pro-bahn.de/aktuell/aktuell_one.php?sel_ id=439&sel_jahr=2016&sel_db=26 „Ein Ergebnis der Bund-Länder-Verhandlungen zum Finanzausgleich ist, dass das Bundesprogramm nach Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) fortgeschrieben wird (letzter Punkt unter 1. zu „Bund-Länder- Finanzbeziehungen“ , siehe: www.bundesregierung.de/Content/DE/ Pressemitteilungen/BPA/2016/10/2016-10-14-beschluss-bund-laender.html). Die sogenannten Entflechtungsmittel ( www.mobi-wissen.de/Finanzierung/Entflechtungsgesetz) entfallen dagegen ab 2019 (siehe VDV-Pressemitteilung : www.vdv.de/pressemitteilungen.aspx?id=37ccd73c-e624-4b51-a97e- f132fb2c6862&mode=detail). Einem Vorschlag aus Baden-Württemberg (www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/ bund-soll-mittel-fuer-gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz-aufstocken/), der von der Konferenz der Länderverkehrsminister übernommen wurde (vorletzter Abschnitt von www.kommunen-in-nrw.de/en/mitgliederbereich/ mitteilungen/detailansicht/dokument/beschluesse-der- verkehrsministerkonferenz-31.html), das GVFG-Programm auf 500 Millionen Euro pro Jahr aufzustocken und zu dynamisieren, wurde nicht entsprochen. Die steigenden Kosten der Infrastruktur sind daher für den Bestand und erst recht für den Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs unverändert eine Bedrohung.“

Bundesförderprogramm für Personenschienennahverkehr (GVFG) wird fortgeführt, allerdings bleiben die Mittel viel zu klein

Gute Nachricht: Im Rahmen der Neuregelung des Finanzausgleiches wird das Ende 2019 auslaufende Bundesförderprogramm für den öffentlichen Schienen-Personennahverkehr (GVFG=Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz) dauerhaft fortgeführt. Siehe: www.bundesfinanzministerium.de/ Content/DE/Downloads/2016-10-14_laenderhaushalte.pdf?__ blob=publicationFile&v=3 Schlechte Nachricht: Eine Aufstockung dieses Programms auf 500 Mio Euro pro Jahr ist nicht vorgesehen. Dieser Vorschlag wurde im Februar von Baden-Württemberg gemacht: www.baden-wuerttemberg.de/de/service/ presse/pressemitteilung/pid/bund-soll-mittel-fuer- gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz-aufstocken/ und an der Verkehrsministerkonferenz wurde beschlossen: „Die Verkehrsministerkonferenz bittet den Bund, bis Ende des Jahres 2016 die Fortführung des GVFG-Bundesprogramms in das Gesetzgebungsverfahren zu bringen. Hierbei ist das seit 20 Jahren konstant mit 332,56 Millionen Euro ausgestatte Programm zweckgebunden auf 500 Millionen Euro jährlich finanziell auszuweiten und angemessen zu dynamisieren.“ (www.verkehrsministerkonferenz.de/ VMK/DE/termine/sitzungen/16-04-14-15-vmk/16-10-06-07-beschluss.pdf?__blob= publicationFile&v=2). Zur Erinnerung: Die Realisierung der 2. Stammstrecke in München kostet gemäss den neuesten Schätzungen ca. 2,9 Mrd. Euro ( www.2.stammstrecke-muenchen.de/finanzen/kosten-und-finanzierung), und ein Standardprojekt für den 4-gleisigen Ausbau einer bisher 2-gleisigen knapp 20 km langen Mischverkehrsstrecke (S-Bahn, Regional- und Fernverkehr) zur Stabilisierung des Bahnverkehrs und zur Takterhöhung kostet 340 Millionen Euro (siehe www.stmi.bayern.de/assets/stmi/vum/schiene/ bahnausbau_pasing_eichenau_kurzbericht.pdf). Diese zwei Beispiele verdeutlichen. Die GVFG-Mittel in Höhe von 332 Mio CHF für die ganze Bundesrepublik reichen hinten und vorne nicht. Schon merkwürdig, dass Länder und Verkehrspolitiker zu diesem Beschluss noch keine Pressemitteilungen verfasst haben und auch die Presse sich dieses Themas noch nicht angenommen hat. Dafür ist es höchste Eisenbahn.

Hochrheinbahn: Es besteht die Chance auf ein nutzbares 2. Gleis am Bahnhalt Oberlauchringen

Südkurier, 14.10.2016