Autorenarchiv

Mühldorf-Tuessling 2-gleisig: Nadelöhr für Schienenverkehr in Südostbayern aufgelöst

Pressmeldung der DB vom 22.5.2017: www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/14246066/05_22_Muehldorf_-_Tuessling.html?start=0&itemsPerPage=50
Allerdings stinkt das Eigenlob von Dr. Marcel Huber. Von einem Turbogang beim Streckenausbau kann sicher nicht gesprochen werden. Im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2003 wurden Begegnungsabschnitte bis 2015 versprochen. Um einen solchen handelt es sich beim 2-gleisigen Ausbau Tüssling-Mühldorf (siehe www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/BVWP/bundesverkehrswegeplan-2003.pdf?__blob=publicationFile, Seite 54: „Die laufenden und fest disponierten Vorhaben ab 2001 umfassen die Vollendung im Bau befindlicher Projekte aus dem BVWP ’92 sowie weitere Vorhaben, über deren Realisierung bereits abschließend entschieden worden ist und die aufgrund ihrer verkehrlichen Wirkungen bis zum Jahre 2015 realisiert werden sollen.“ Dass die Bahn auf dem Abschnitt Markt Schwaben – Ampfing erst mit der Entwurfsplanung startet ist ein Armutszeugnis. Schliesslich war diese Strecke bereits im BVWP 2003 unter „Weiterer Bedarf Schiene“ aufgelistet (siehe S. 58)
Hier noch der Wortlaut der Presseerklärung: „Nadelöhr für Schienenverkehr in Südostbayern aufgelöst
Zweigleisiger Ausbau Mühldorf – Tüßling schneller als geplant * 150-Millionen Projekt im Kostenrahmen * Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kündigt weiteren „energischen Ausbau des Schienennetzes in Südostbayern“ an
Deutlich schneller als geplant und im Kostenrahmen gebaut – so kann die Zweigleisigkeit zwischen Mühldorf/Inn und Tüßling gefeiert werden. Bislang mussten sich auf rund elf Kilometer Länge bis zu 140 Züge am Tag ein Gleis teilen. Mit dem Ausbau wird ein Nadelöhr im Schienennetz der Bahn in Südostbayern und an der Hauptzufahrt zum bayerischen Chemiedreieck aufgelöst, stellt der Infrastruktur-Vorstand der Deutschen Bahn AG, Ronald Pofalla am Montag, 22. Mai 2017 fest: „Jede Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied – mit diesem Ausbau haben wir die Lieferkette des bayerischen Chemiedreiecks wesentlich gestärkt.“ Er dankte den Mitarbeitern der DB Netze und allen beteiligten Firmen: „Sie haben gezeigt: Wir können Infrastruktur. Wir können schnell und effizient bauen.“ Der Bahnvorstand wies auf die nächsten Schritte für den Gesamtausbau der Strecke hin: „Im nächsten Jahr werden wir die Entwurfsplanung für den Abschnitt Markt Schwaben bis Ampfing präsentieren, noch in diesem Jahr wird das 3. Gleis Freilassing-Salzburg in Betrieb genommen.“
Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt hat auf die Bedeutung des Ausbaus für Oberbayern hingewiesen: „Das zweite Gleis zwischen Mühldorf und Tüßling bringt einen echten Mobilitätsgewinn für Südostbayern. Der Abschnitt ist Teil der wichtigen Bahnstrecke von München nach Freilassing – und damit eine Lebensader für die gesamte Region. Viele Pendler nutzen diese Verbindung für die tägliche Fahrt nach München. Sie ist der zentrale Zulauf für das bayerische Chemiedreieck und Teil der „Magistrale für Europa“ von Frankreich bis in die Slowakei. Deshalb werden wir den Ausbau des Schienennetzes in Südostbayern weiter energisch vorantreiben. Unser Ziel ist: Die Strecke München – Freilassing durchgängig zu elektrifizieren und weiter auszubauen.“
Für den Bayerischen Staatskanzleiminister Dr. Marcel Huber ist die schnelle Fertigstellung der Strecke ein „echter Segen“. Huber: „Qualität im Turbogang – das ist nicht selbstverständlich. Jetzt gilt es, diesen Rückenwind zu nutzen, damit wir bald die nächsten Verbesserungen für die Menschen in der Region erreichen. Denn: Die Bedeutung der ABS 38 hat für uns zwei Richtungen. Erstens brauchen wir dringend eine leistungsstarke Anbindung an München für alle Pendler, die über den Regionalverkehr sicher und umweltfreundlich zu ihren Arbeitsplätzen gelangen wollen.“
Dr. Marcel Huber weiter: „Das nächste Ziel ist es, die Lücke zwischen Markt Schwaben und Ampfing zweigleisig und elektrifiziert zu schließen. Zweitens wollen wir Bayern auf schnellstem Wege an den nächstgelegenen Hafen anbinden. Triest ist Bayerns Hafen vor der Haustür. Diese Verbindung müssen wir nutzen, um unsere heimischen Produkte schnell und effizient zu exportieren.“ Für den Staatskanzleiminister ist klar: „Unser Motto ist nicht ,In 80 Tagen um die Welt‘, sondern ,In 12 Stunden am Meer‘. Damit sind unsere Güter ganze fünf Tage schneller in Fernost als bisher. Hierfür müssen wir rasch die nächste Streckenetappe bis Freilassing schaffen.“
Das Chemiedreieck und die Fahrgäste von drei Regionalbahn-Linien der Südostbayernbahn profitieren von dem zweigleisigen Ausbau. Zwei rundum modernisierte barrierefreie Bahnhöfe; mehr Kapazität auf der Schiene und mehr Stabilität im Fahrplan und Pünktlichkeit sind der große Gewinn des 150-Millionen schweren Ausbauprogramms.
Als Bauleistungen wurden das zweite Gleis auf einem elf Kilometer langen Streckenabschnitt von Altmühldorf bis Tüßling gebaut. Dazu mussten zahlreiche Straßenbrücken und Eisenbahnüberführungen neu gebaut werden, auch ein neuer Brückenschlag über den Inn sowie den Innwerkkanal waren nötig. Außerdem wurden der Bahnhof Mühldorf mit neuen Bahnsteiganlagen fernverkehrstauglich ausgebaut. Auch der Bahnhof Tüßling erhielt barrierefreie Zugänge. Mit der Auflösung von Bahnübergängen wurde für mehr Sicherheit gesorgt. Lärmschutz entlang der gesamten Strecke bringt allen Anwohnern ein hohes Plus an Lebensqualität.
Höchstleistung wurde allen Baubeteiligten während der unterschiedlichen Bauphasen abverlangt. Weil die Versorgung des bayerischen Chemiedreiecks und die Anbindung von Mühldorf nach München nur jeweils kurz unterbrochen werden durfte, waren die Sperrzeiten auf wenige Tage und Stunden beschränkt. In Baumarathons mussten an wenigen Feier- und Brückentagen während der vergangenen drei Jahren Maximales geleistet werden.
Ausführliche Informationen über den Streckenausbau gibt es im Internet unter www.abs38.de

Leerer Finanzierungstopf nach Bau von Münchens 2. Stammtrecke. Freistaat zeigt Finanzierungsperspektiven für Schienennahverkehrsprojekte auf

Noch im Februar hatten sich der Bayerische Verkehrsminister Joachim Herrmann für eine Erhöhung der Bundeszuschüsse für Investitionen in das S-Bahnnetz (gemäss dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz, GVFG) stark gemacht (Süddeutschen Zeitung vom 16.2.2017 : www.sueddeutsche.de/muenchen/nahverkehr-auf-werbetour-1.3382325). Auch ihm war offensichtlich klar, dass ansonsten wegen der Vorfinanzierung des GVFG-Bundesanteils der 2. Stammstrecke durch den Freistaat anderen bayrischen S-, U- und Strassenbahnprojekte die Finanzierungsquelle entzogen würde. Nachdem der Bund vor hat, die entsprechenden Bundeszuschüsse bei lächerlichen 330 Millionen Euro für ganz Deutschland einzufrieren (siehe Gesetzentwurf vom 13.2.2017: dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/111/1811131.pdf), war völlig unklar, wie die Staatsregierung ihre im Oktober gemachte Zusicherung (Pressemeldung der Staatsregierung vom 25.10.2016: bayern.de/freistaat-bayern-und-bund-einigen-sich-auf-bau-der-2-s-bahn-stammstrecke-in-muenchen-ministerpraesident-seehofer-quantensprung-fuer-den-oeffentlichen-personennahverkehr-in-bayern/?seite=1579) erfüllen kann, dass wegen der Finanzierung der zweiten Stammstrecke andere Projekte nicht „beeinträchtigt“ werden. Am 11.5.2017 hat die Staatsregierung auf eine Anfrage des grünen Verkehrspolitiker Markus Ganserer eine Finanzierungsmöglichkeit aufgezeigt (siehe www1.bayern.landtag.de/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0015803.pdf): “Die Planungen der Staatsregierung sehen deshalb vor, gegebenenfalls ausfallende Bundesanteile durch Mittel des Freistaats zu tragen. Hierfür ist vorgesehen, vorrangig Regionalisierungsmittel zu verwenden.“ Von dieser Finanzierungsperspektive durch den Freistaat könnten die folgenden Projekte profitieren:
1. Mobilitätsdrehscheibe Augsburg
2. Stadt-Umland-Bahn Erlangen
3. München: Verlängerung U5-West: Laimer Platz – Pasing
4. München: Verlängerung U4-Ost: Arabellapark – Englschalking
5. München: Ausbau U-Bahnhof Sendlinger Tor
6. München: Verlängerung U6-Süd, Klinikum Großhadern – Martinsried
7. Nürnberg: U3, Baustufe 2, Nordwestring – Gerbersdorf
8. München: Verlängerung S7, Wolfratshausen – Geretsried
9. München: S-Bahn, Erdinger-Ringschluss
10. München: S-Bahn, S4-West, Ausbau Pasing – Buchenau
11. Nürnberg, S-Bahn, 2. Baustufe Bamberg – Nürnberg– Hartmannshof, 1. Bauabschnitt
12. Nürnberg, S-Bahn, Nürnberg – Ansbach

Leerer Finanzierungstopf nach Bau von Münchens 2. Stammtrecke. Freistaat zeigt Finanzierungsperspektiven für Schienennahverkehrsprojekte auf.

Sehr geehrte Damen und Herren

Ich bitte Sie, die folgende Pressemeldung zu veröffentlichen bzw. in ihrer redaktionellen Arbeit zu berücksichtigen.

Mit freundlichen Grüssen

Ralf Wiedenmann Präsident IG Tösstallinie Müliwiesstr. 77 CH-8487 Zell ZH Schweiz Mobil: +41 79 458 94 02 praesident@ig-toesstallinie.ch www.igtoesstallinie.ch
doc icon Neuer-Hoffnungsschimmer-für-Schienennahverkehr-17-05-2017.docx

Investitionsrahmenplan 2016-2020 mit mindestens 2 Jahren Verspätung

Der letzte Investitionsrahmenplan 2011-2015 wurde mit einer Verspätung von fünfzehn Monaten veröffentlicht. Der Entwurf wurde am 14.12.2011 veröffentlicht, der endgültige Investitionsrahmenplan am 15.3.2012. Der Investitionsrahmenplan 2016-2020 ist schon seit 17 Monaten überfällig, und gemäss der Auskunft aus dem BMVI wird er nicht mehr in dieser Legislaturperiode vorgestellt. Es ist also dieses Mal mit einer Verspätung von mindestens zwei Jahren zu rechnen! Als Grund für die Verzögerung wird die noch nicht abgeschlossene Bewertung von Vorhaben des Potentiellen Bedarfs der Schiene genannt. Der Investitionsrahmenplan 2006-2010 wurde übrigens im April 2007 veröffentlicht, also mit 16 Monaten Verspätung. Der Investitionsrahmenplan fasst die Fünfjahresplanungen aller drei Verkehrsträger (Wasser, Schiene, Strasse) zusammen und stellt den künftigen Investitionsbedarf dar.

________________________________________
Dr. Ralf Wiedenmann
Interessensgemeinschaft Tösstallinie
CH-8487 Zell ZH

Elektrifizierung Hochrheinbahn wieder Thema in der Politik

Südkurier, 2.5.2017: Felix Schreiner (MdL, CDU): „Elektrifizierung der Hochrheinstrecke in greifbare Nähe“ www.suedkurier.de/region/hochrhein/kreis-waldshut/Felix-Schreiner-Elektrifizierung-der-Hochrheinstrecke-in-greifbare-Naehe;art372586,9237981
Südkurier, 4.5.2017: SPD-Schienengipfel: Landrat bezeichnet Elektrifizierung der Hochrheinstrecke als „Muss“ www.suedkurier.de/region/hochrhein/waldshut-tiengen/SPD-Schienengipfel-Landrat-bezeichnet-Elektrifizierung-der-Hochrheinstrecke-als-Muss;art372623,9240902

Elektrifizierung Bodenseegürtelbahn: Region soll 28 Millionen beisteuern

Schwäbische, 12.5.17: www.schwaebische.de/region_artikel,-E-Bahn-am-See-soll-Region-28-Millionen-kosten-_arid,10666341_toid,482.html

Freistaat zeigt Finanzierungsperspektive für Invenstitionen in Schienenpersonennahverkehr auf

Antwort der Staatsregierung auf Anfrage von Markus Ganserer, MdL, Grüne, Bayerischer Landtag, 11.5.2017:
www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0015803.pdf

„Im Hinblick auf die Gesamtmittelausstattung des GVFG-Bundesprogramms von jährlich 333 Mio. Euro für alle kommunalen und Bahnprojekte bundesweit ist ein Szenario, dass tatsächlich nicht die vollständigen Förderanteile des
Bundes in Höhe von 60 % durch den Bund geleistet werden können. Die Planungen der Staatsregierung sehen deshalb vor, gegebenenfalls ausfallende Bundesanteile durch Mittel des Freistaats zu tragen. Hierfür ist vorgesehen, vorrangig Regionalisierungsmittel zu verwenden. Bei zeitgerechter Realisierung aller im GVFG-Bundesprogramm in den Kategorien A und C gelisteten Projekte würde sich ein ergänzender Mittelbedarf ergeben, der aus dem Landeshaushalt gedeckt werden müsste.“

Elektrifizierung Lindau-München: Planfeststellungsbeschluss Buchloe-Türkheim

EBA, 28.4.2017: www.eba.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/PF/Beschluesse/Bayern/51_ABS_48_PFA_3.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Eleketrifizierung Lindau-München: Nun liegt für 2 von 21 Abschnitte Baurecht vor

Gemäss der Tabelle Projektstatus der Homepage „ABS 48: Ausbaustrecke München-Lindau-Grenze D/A“ liegt seit 28.4.2017 der zweite Planfeststellungsbeschluss vor und zwar für den Abschnitt „Buchloe-Türkheim“. Der erste Abschnitt mit Baurecht war „Landesgrenze Bayern/Baden-Württemberg – Aichstetten“ am 14.2.2017. Siehe: abs48.com/Projektstatus

Der Holzkirchener Flügelbahnhof am Münchner Hauptbahnhof wird barrierefrei umgebaut | DB – Pressestelle – München

PM der Deutschen Bahn, 3.5.2017: www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/14100800/05_03_Barrierefreier_Umbau_Holzkirchner_Fluegelbahnhof.html?start=0&itemsPerPage=50
03.05.2017 München
Der Holzkirchener Flügelbahnhof am Münchner Hauptbahnhof wird barrierefrei umgebaut
Bahnsteige werden erhöht und bekommen Dächer • Gesamtinvestition fast 14 Millionen Euro
Der Münchner Hauptbahnhof hat bekanntlich zwei Flügelbahnhöfe. Der Holzkirchener Flügelbahnhof auf der Südseite wird bis Mitte 2018 barrierefrei umgebaut. Die Bahnsteige an den Gleisen 5 – 10 werden erhöht und erhalten Bahnsteigdächer. Insgesamt investiert die Bahn fast 14 Millionen Euro.
Alle drei Bahnsteige werden von derzeit 38 cm auf 76 cm erhöht und ermöglichen zukünftig einen stufenfreien Einstieg in die meisten Züge. Der Bahnsteig an den Gleisen 5 und 6 wird um rund 50 m auf eine Nutzlänge von 305 m verlängert. Dafür müssen die Gleise 5, 6 und 8 zur Herstellung eines Gleisabstandes von 4,50 m leicht verschoben werden. Oberleitung und Signaltechnik werden angepasst. Die genannten Gleise werden genauso wie eine Weiche erneuert.
Alle drei Bahnsteige des Flügelbahnhofs erhalten Bahnsteigdächer mit 140 m Länge und ein Blindenleitsystem. Die Bahnsteigausstattung wird erneuert. Auch an dem bis in die Haupthalle führenden Gleis 11 wird ein 218 m langes Bahnsteigdach gebaut. Es schließt an das Dach der Gleishalle an und ermöglicht einen regenfreien Weg von der Haupthalle bis zum Holzkirchener Flügelbahnhof.
Heiko Hamann, Leiter des Bahnhofsmanagements München: „Ich freue mich, dass nun auch der in die Jahre gekommene Holzkirchener Flügelbahnhof modernisiert und barrierefrei ausgebaut wird. Unsere Fahrgäste und Bahnhofsbesucher erwartet nach dem Umbau ab Mitte 2018 ein attraktiverer Bahnhof, dann erstmals auch mit Bahnsteigdächern.“
Von Anfang Mai bis Ende Juni wird zunächst der Bahnsteig an den Gleisen 7/8 abgebrochen und durch einen neuen Bahnsteig ersetzt. Von Anfang Juli bis Mitte September ist der Bahnsteig an den Gleisen 5/6 an der Reihe. Zum Oktoberfest ist Baupause. Vom Ende der Wiesn bis Mitte Dezember geht es mit dem Bahnsteig an den Gleisen 9/10 weiter. Nach der Winterpause wird vom März bis voraussichtlich Mitte Mai 2018 noch das Bahnsteigdach an Gleis 11 gebaut. Während der Bahnsteigumbauten halten die Züge an abweichenden Gleisen im Hauptbahnhof oder sie beginnen und enden am Ostbahnhof.
Die Bahn plant, ab Mitte 2018 dann auch den Starnberger Flügelbahnhof auf der Nordseite barrierefrei umzubauen.

Bessere Schienenverbindungen von Bayern nach Tschechien geplant

Pressemeldung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr vom 3.5.2017: www.stmi.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2017/148/index.php
Bessere Schienenverbindungen von Bayern nach Tschechien geplant München, 03.05.2017 Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann beim tschechischen Verkehrsminister Dan Tok in Prag: Verbindungen nach Tschechien haben zunehmend hohe verkehrs- und außenpolitische Priorität – Bayerisch-deutsch-tschechischer Bahngipfel am 26. Juli 2017 in Furth im Wald
+++ Die Verbesserung der Eisenbahnverbindungen zwischen Bayern und Tschechien standen im Mittelpunkt des Gesprächs zwischen dem bayerischen Verkehrsminister Joachim Herrmann und seinem tschechischen Amtskollegen Dan Tok. „Wegen der steigenden nachbarschaftlichen Verpflichtungen genießen die Schienenverbindungen nach Tschechien eine zunehmend hohe verkehrs- und außenpolitische Priorität“, sagte Herrmann nach dem etwa einstündigen Treffen heute in Prag. „Wir waren uns darüber einig, dass die Etablierung eines eigenwirtschaftlichen Fernverkehrs von München nach Prag und von Nürnberg nach Prag vorrangige Ziele bleiben.“ +++
Eine Studie zu den Ausbauplanungen auf der Schiene zwischen Bayern und Tschechien ist nahezu fertiggestellt. Herrmann dazu: „Wir brauchen einen Fahrplan, wie wir auf allen vier grenzüberschreitenden Bahnverbindungen zwischen Bayern und Tschechien Verbesserungen erzielen können.“ Die Ergebnisse der Studie sollen beim bayerisch-deutsch-tschechischen Bahngipfel am 26. Juli 2017 in Furth im Wald vorgestellt werden.
Herrmann sprach nach dem Gedankenaustausch mit dem tschechischen Verkehrsminister von einem sehr guten Gespräch. „Wir werden den Bahnausbau nach Prag weiter vorantreiben, unser Ziel bleibt, eine Fahrzeit zwischen den beiden Metropolen Prag und München in viereinviertel Stunden.“ Herrmann sagte, er sei sich mit Tok auch einig gewesen, die Vorbereitungen für weitere Planungen zügig voran zu bringen.

S4-Ausbau: Dr. Thomas Goppel als Spin-Doctor der Staatsregierung?

Myheimat, 29.4.2017

Südbahn: Monatelang fährt kein Zug: Während der Elektrifizierung braucht es gute Nerven

Schwäbische, 24.4.2017 www.schwaebische.de/region_artikel,-Suedbahn-Monatelang-faehrt-kein-Zug-_arid,10654779_toid,112.html

Ausbaustrecke München – Mühldorf: Auslage der Vorplanung für Ottenhofen und Pastetten

Pressemitteilung DB vom 18.4.2017: www.deutschebahn.com/presse/muenchen/de/aktuell/presseinformationen/13884002/Ausbaustrecke_Mue-Muehldorf_Planer_im_Dialog.html?start=0&itemsPerPage=50

Verein „S 7 jetzt“ übt scharfe Kritik | Wolfratshausen

Merkur, 11.4.2017: www.merkur.de/lokales/wolfratshausen/wolfratshausen-ort29708/verein-s-7-jetzt-uebt-scharfe-kritik-8131025.html

Eisenbahngesellschaft für den Ausbau der S 4: BEG räumt Irrtum ein

Merkur 10.4.2017: www.merkur.de/lokales/fuerstenfeldbruck/fuerstenfeldbruck-ort65548/eisenbahngesellschaft-fuer-ausbau-s-4-8129331.html

Verkehr über den Erdinger Ringschluss

Geplante Anzahl der Züge pro Tag und Richtung und prognostizierte Anzahl Fahrgäste: Landtagsdrucksache 7.4.2017: www.bayern.landtag.de/www/ElanTextAblage_WP17/Drucksachen/Schriftliche%20Anfragen/17_0015144.pdf

Information: Bayerische Schieneninfrastrukturprojekte im Spiegel der GVFG-Projektlisten seit 2009

Gemäss dem (Bundes-)Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) werden Projekte des Schienenpersonennahverkehrs in Ballungsräumen mit Investitionskosten von mindestens 50 Millionen Euro mit 60% durch das GVFG bezuschusst.

Jedes Jahr im August erstellt das Bundesverkehrsministerium eine Liste der von den Ländern angemeldeten Projekte für die nächsten fünf Jahre. Komischerweise ist diese Liste nirgends auf dem Netz erhältlich. Da jedoch auch in Deutschland das Prinzip der Öffentlichkeit der Verwaltung gilt, und auf den Dokumenten nirgends vertraulich steht, habe ich mir das Recht herausgenommen, diese hier publik zu machen.
2006-2010: GVFG-Bundesprogramm 2006-2010 Bayern
2009-2013: GVFG-Bundesprogramm-2009-2013-Bayern
2010-2014: GVFG-Bundesprogramm 2010-2014-Bayern
2011-2015: GVFG-Bundesprogramm-2011-2015
2012-2016: GVFG-Bundesprogramm-2012-2016-Bayern
2013-2017: GVFG-Bundesprogramm-2013-2017-Bayern
2014-2018: GVFG 2014-2018 Münchner S-Bahn
2015-2019: GVFG-Bundesprogramm 2015-2019 Bayern
2016-2020: GVFG-Bundesprogramm 2016-2020 Bayern

Jetzt san wir dran: Nach 2. Stammstrecke haben Aussenstrecken Priorität. Damit S-Bahnvision Wirklichkeit wird müssen Landräte beim Bund für Finanzierung sorgen

Die Landräte wollen, dass es parallel zum Bau der zweiten Stammstrecke Verbesserungen gibt – und konkrete Planungen für die Zeit danach.© MVV. Aus tz vom 31.3.2017

Den ganzen Beitrag in My-heimat vom 2.4.2017 lesen Sie hier.

Forderung des Kreistags nach raschem S4-Ausbau: nicht auf halbem Weg stehenbleiben


Streckenausbau Pasing-Buchenau, aus Bayerische Eisenbahngesellschaft, Infrastrukturplanungen Bahnknoten München, 21.3.2016.

Artikel dazu siehe in Myheimat vom 2.4.2017.

2. Stammstrecke München: Bilder vom Bau der Durchmesserlinie in Zürich

Um zu Versachlichung der Diskussion über den Bau der 2. Stammstrecke beizutragen, stellen wir hier Bilder vom Bau der Durchmesserlinie in Zürich ein. Nach Angaben der SBB wurden 45% des angelieferten Matreials und des Aushubs per Bahn transportiert. Dabei gab es Verladestationen bei den Bahnhöfen Zürich Hauptbahnhof und Zürich-Oerlikon. Die Durchmesserlinie in Zürich ist bereits fertiggestellt und seit Juni 2014 teilweise und seit Dezember vollständig in Betrieb. Der so genannte Weinbergtunnel zwischen Zürich-Oerlikon und Zürich Hauptbahnhof misst 4,8 km, der Tunnel zwischen Donnersbergerbrücke und Leuchtenbergring misst 7 km. Allerdings gibt es im Gegensatz zur 2. Stammstrecke bei der Durchmesserlinie in Zürich neben dem unterirdischen Bahnhof Zürich Hauptbahnhof Löwenstrasse keinen unterirdischen Bahnhof, der Bahnhof Zürich Oerlikon liegt bereits an der Oberfläche. Ausserdem hat man den unterirdischen Bahnhof Zürich HB Löwenstrasse mit vier Gleisen ausgestattet, statt wie im München geplant nur mit zwei Gleisen und spanischer Lösung (die Seitenbahnsteige zum Aussteigen, der Mittelbahnsteig zum Einsteigen). Der Vorteil von vier Gleisen ist, dass im Störungsfall ein Zug abgestellt werden kann, oder überholt werden kann; der Vorteil der spanischen Lösung ist, dass der Fahrgastwechsel schneller geht. Die Durchmesserlinie in Zürich wird sowohl im S-Bahnverkehr als auch im Fernverkehr genutzt, die 2. Stammstrecke wird, nur von S-Bahnen und Express-S-Bahnen benutzbar sein (wegen der unterschiedlichen Bahnsteighöhen in Deutschland ist der Einsatz von Regionlzügen durch die 2. Stammstrecke bereits problematisch).

Zu den Bildern: Quelle bei allen Bildern ist SBB: Die ersten drei Bilder zeigen die Verladestation beim Zürcher Hauptbahnhof, die letzten drei Bilder die Verladestation und die Baustelle bei Zürich Oerlikon.

Bayerischer Staatsregierung zur 2. Stammstrecke: Ein Lügenkabinett?

Joachim Herrmann (sitzend) unterzeichnet Durchfinanzierungserklärung für die 2. Stammstrecke. Im Hintergrund: Ministerpräsident Horst Seehofer. Von ihrer Zusage, dass die 2. Stammstrecke andere Bahnprojekte nicht beeinträchtigen würden, haben sie sich schon verabschiedet. Quelle: Staatskanzlei

Näheres dazu im Myheimat vom 18.2.2017.

Historisches: Fahrgastzahlen S-Bahn München Herbst 1992

Aus der MVV Broschüre: „Verkehrsaufkommen S-Bahn Erhebungen 1992-1994“

Zweite Münchner S-Bahnstammstrecke: Ohne Streckenausbau massive Verschlechterung für Pendler entlang S4-West und aus dem Allgäu

Praktisch unbeachtet von Presse und Politik hat die Staatsregierung um die Jahreswende ein neues Nutzen-Kosten-Gutachten für die Zweite Münchner Stammstrecke veröffentlicht. Auf dem ersten Blick bringt dieses neue Konzept auch für die S4-Pendler Verbesserungen. Die S4 aus Geltendorf soll statt bisher alle 20 Minuten neu alle 15 Minuten verkehren, und daneben ist erstmals auch eine Express-S-Bahn ab Buchloe durch die 2. Stammstrecke vorgesehen. Erst ein genaueres Studium dieses Gutachtens deckt jedoch auf: In der Spitzenstunde am Morgen, wenn die Züge schon heute überfüllt sind, werden statt bisher neun S-Bahn- und Regionalzügen nur noch acht verkehren! Dies zeigt mit aller Deutlichkeit. Der mehrgleisige Ausbau der S4-West muss gleichzeitig mit der Zweiten Stammstrecke fertiggestellt werden. Den ganzen Beitrag lesen Sie in Myheimat vom 11.2.2017.

Fahrtrassenkonflikt bei Nutzung von Gleis 1 in Fürstenfeldbruck für Regionalzüge

Diese Skizze zeigt, dass die Ertüchtigung von Gleis 1 in Fürstenfeldbruck für Regionalzüge stadteinwärts zum zweimaligen Kreuzen des Gegengleises führt.

pdf icon Skizze-Gleisgeometrie-Bahnhof-Fürstenfeldbruck.pdf
Danke für die Quelle: http://www.ropix.de/gleisplan/MVV/

Social Media:
Finde uns auf Twitter

unsere Facebookseite

unsere Youtube-Videosammlung
Achiv: